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Klassische und moderne kommunikative Textsorten. Inwiefern unterscheiden sich diese im Hinblick auf Medium und Konzeption?

Titel: Klassische und moderne kommunikative Textsorten. Inwiefern unterscheiden sich diese im Hinblick auf Medium und Konzeption?

Hausarbeit , 2022 , 16 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Finn Salamon (Autor:in)

Germanistik - Linguistik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Art und Weise unserer Kommunikation befindet sich in stetigem Wandel. Neben der sprachlichen, mündlichen Kommunikation, waren auch schriftliche bzw. graphische Formen der Informationsweitergabe schon immer von Bedeutung. Dabei hat sich sowohl ihre Funktion als auch das ihr zugrunde liegende Medium immer weiter verändert. Im Rahmen dieser Arbeit wird dies anhand der Unterscheidung der Textsorten Privatbrief, E-Mail und Chatnachricht verdeutlicht. Dabei wird sich an dem Nähe-Distanz-Kontinuum von Koch und Oesterreicher orientiert. Auch wenn das Modell nicht explizit auf neue Medien ausgerichtet ist, lässt sich eine exemplarische, prototypische Unterscheidung der Kommunikationsformen als Textsorten, vornehmen.

Dazu wird anfangs auf die Bedeutung von Textsorten und den Begriff an sich eingegangen und Textsorten als Phänomen bzw. Resultat historisch und kulturell bedingter Kontexte betrachtet. Außerdem wird die Funktion einer Klassifizierung von Texten nach Textsorten beleuchtet. Um die bereits erwähnte prototypische Unterscheidung vornehmen zu können, wird dann noch auf Konzeptionalität und Medialität eingegangen und das Prinzip des Nähe-Distanz-Modells von Koch und Oesterreicher erläutert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Textsorten

2.1 Begriff

2.2 Textsorten in ihrer Funktion

2.3 Textsorten als historisch und kulturell bedingte Phänomene

3 Konzeption und Medium

3.1 Koch und Oesterreicher Modell

3.2 Spezifizierung von Sprache der Nähe und Sprache der Distanz

4 Prototypische Unterscheidung

4.1 Textsorte Privatbrief als prototypischer Vertreter der klassischen kommunikativen Textsorten

4.2 Textsorte-E-Mail als Übergangsmedium

4.3 Textsorte Chatnachricht als prototypischer Vertreter der modernen kommunikativen Textsorten

5 Fazit und Ausblick

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit verfolgt das Ziel, die Unterschiede zwischen klassischen und modernen kommunikativen Textsorten im Hinblick auf ihre Medialität und Konzeption zu analysieren und dabei den Wandel der Kommunikationsformen unter Anwendung des Nähe-Distanz-Modells zu beleuchten.

  • Grundlagen der Textsorten- und Textmusteranalyse
  • Funktionen der Kategorisierung von Texten
  • Das Nähe-Distanz-Kontinuum nach Koch und Oesterreicher
  • Unterscheidung von Privatbrief, E-Mail und Chatnachricht
  • Die Auswirkungen der Digitalisierung auf kommunikative Kompetenzen

Auszug aus dem Buch

4.1 Textsorte Privatbrief als prototypischer Vertreter der klassischen kommunikativen Textsorten

Der Privatbrief dient im Grundlegenden dazu, über eine räumliche Distanz hinweg zu kommunizieren, wobei er im Hinblick auf das Nähe-Distanz-Kontinuum medial graphisch produziert ist. Konzeptionell ist ein Brief eher von Privatheit als von Öffentlichkeit geprägt, auch wenn die Absender und Empfängerdaten, die notwendigerweise außen auf dem Umschlag stehen, für andere zusehen sein könnten. Dies ist jedoch meist nur bei Postangestellten der Fall, die wiederum zu Vertraulichkeit verpflichtet sind. Der Privatbrief ist auch eher von Vertrautheit als von Fremdheit der KommunikationspartnerInnen gekennzeichnet, wobei natürlich das Risiko besteht, dass der Brief von jemand anderem als dem Adressaten absichtlich oder unabsichtlich gelesen wird. Dieses Risiko ist den Kommunizierenden bewusst. Der Aspekt der emotionalen Beteiligung lässt sich nicht prototypisch fassen, da dieser sehr von Sensibilität des Themas und dem Vertrauen der jeweiligen KommunikationspartnerInnen zueinander und gegenüber anderen abhängt.

Außerdem ist ein Privatbrief heutzutage wohl mit höherer emotionaler Beteiligung verfasst, da das Verfassen eines Briefes anstatt eines Anrufs an sich schon ein Zeichen von hoher Bedeutungszuschreibung ist. Diese Form der Kommunikation findet zeitlich versetzt statt. Die zeitliche Differenz zwischen Formulieren und Absenden des Briefes und dem Empfangen und Lesen durch den Adressaten, wird von mehreren Umständen, wie z.B. der räumlichen Entfernung oder der Zuverlässigkeit des Zustellers beeinflusst. Das eigene Bewusstsein für diese zeitversetzte Kommunikation ist Teil des im Laufe unserer Sozialisation erworbenen kommunikativen Grundwissens und führt zwangsläufig zu einer tendenziell überlegteren Art und Weise der Kommunikation. Die raum-zeitliche Differenz wirkt sich auf die Situations- und Handlungsein bzw. -entbindung, sowie auf Spontaneität bzw. Reflektiertheit der Kommunikationssituation aus in dem es sie einschränkt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Arbeit führt in den stetigen Wandel der Kommunikation ein und legt dar, wie anhand des Nähe-Distanz-Kontinuums der Wandel von Textsorten wie dem Privatbrief bis zur Chatnachricht untersucht werden soll.

2 Textsorten: Dieses Kapitel erläutert den Begriff der Textsorte sowie verwandter Konzepte wie des Textmusters und beleuchtet ihre ordnende Funktion in der Kommunikation und im Alltag.

3 Konzeption und Medium: Hier wird das Modell von Koch und Oesterreicher vorgestellt, um die theoretischen Grundlagen für die Skalierung von Nähe und Distanz innerhalb der schriftlichen Kommunikation zu schaffen.

4 Prototypische Unterscheidung: In diesem Hauptteil wird die Analyse der drei Textsorten (Privatbrief, E-Mail, Chatnachricht) operativ vorgenommen, um die jeweiligen kommunikativen Charakteristika im Kontinuum zu verorten.

5 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Erkenntnisse über die Funktionsverschiebung von Textsorten zusammen und diskutiert die Anwendbarkeit des Modells unter dem Einfluss des digitalen Wandels.

Schlüsselwörter

Textsorten, Textmuster, Nähe-Distanz-Kontinuum, Medialität, Konzeption, Privatbrief, E-Mail, Chatnachricht, Digitalisierung, Kommunikationsbedingungen, Schriftlichkeit, Mündlichkeit, Funktionsverschiebung, Sprachwandel, Textlinguistik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert den Wandel kommunikativer Textsorten von klassischen (Privatbrief) hin zu modernen (Chatnachricht) Formen unter Berücksichtigung ihrer medialen und konzeptionellen Ausprägung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit Textlinguistik, den Konzepten von Textsorten und -mustern sowie der Anwendung des Nähe-Distanz-Modells auf moderne digitale Kommunikationsmedien.

Was ist die zentrale Forschungsfrage?

Die Autorin untersucht, inwiefern sich klassische und moderne kommunikative Textsorten im Hinblick auf ihre mediale und konzeptionelle Gestaltung unterscheiden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt als theoretische Grundlage das Nähe-Distanz-Kontinuum von Koch und Oesterreicher, um eine prototypische Unterscheidung der zu untersuchenden Medien vorzunehmen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Textsortenlehre, das Modell von Koch und Oesterreicher sowie die spezifische Anwendung dieses Modells auf Briefe, E-Mails und Chatnachrichten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Zu den prägenden Begriffen zählen Nähe-Distanz-Kontinuum, Medialität, Konzeption, Textsorten sowie der digitale Wandel in der schriftlichen Kommunikation.

Warum wird die E-Mail als Übergangsmedium eingestuft?

Weil sie Merkmale klassischer Briefe (schriftliche Fixierung) mit moderneren, schnelleren Dialogformen kombiniert und innerhalb ihrer Existenz bereits diverse Funktionsänderungen im Gebrauch erfahren hat.

Welcher Duktus herrscht bei der Chatnachricht vor?

Obwohl diese medial graphisch bleibt, ist sie konzeptionell zunehmend von einem Duktus geprägt, der sich der Mündlichkeit annähert, bedingt durch hohe Spontaneität und geringen Planungsaufwand.

Inwiefern beeinflusst die Digitalisierung die „Endgültigkeit“ von Texten?

Während bei einem klassischen Brief das Versenden eine endgültige Handlung darstellte, ermöglichen moderne Messenger-Dienste durch Funktionen wie das Löschen oder Zurückrufen eine nachträgliche Korrektur, was die wahrgenommene Endgültigkeit reduziert.

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Details

Titel
Klassische und moderne kommunikative Textsorten. Inwiefern unterscheiden sich diese im Hinblick auf Medium und Konzeption?
Hochschule
Universität zu Köln  (Institut für deutsche Sprache und Literatur II)
Veranstaltung
Seminar Textlinguistik
Note
1,3
Autor
Finn Salamon (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
16
Katalognummer
V1257416
ISBN (PDF)
9783346704535
ISBN (Buch)
9783346704542
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Textlinguistik Textsorten Medium und Konzeption Koch-Oesterreicher-Modell
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Finn Salamon (Autor:in), 2022, Klassische und moderne kommunikative Textsorten. Inwiefern unterscheiden sich diese im Hinblick auf Medium und Konzeption?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1257416
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Leseprobe aus  16  Seiten
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