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Film als Gesamtkunstwerk

Title: Film als Gesamtkunstwerk

Term Paper , 2009 , 17 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Julia Marnat (Author)

German Studies - Modern German Literature
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Summary Excerpt Details

Kaum ein Begriff ist so widersprüchlich und hat so viele Ausprägungen wie das Gesamtkunstwerk. In der wissenschaftlichen Literatur findet man viele Bezeichnungen für eine und dieselbe Idee: vom Gesamtkunstwerk über das Total-Theater, Überdrama, die Synästhesie, Klangmalerei und Sprachmusik bis hin zu Mixed Media oder Multimedia in der englischsprachigen Literatur.
Es ist nicht eindeutig, was man meint, wenn man von einem Gesamtkunstwerk spricht. „Die Sache, um die es dabei geht, ist älter als der Name. Leider ist nicht ganz klar, um welche Sache es geht“, schrieb Bazon Brock in seinem Aufsatz in dem Ausstellungsband „Der Hang zum Gesamtkunstwerk“ (1983). Deswegen hat dieses Konzept möglicherweise so viele Ausprägungen gefunden. Jeder der sich mit der Idee beschäftigten Wissenschaftler versuchte ein „eigenes“ Gesamtkunstwerk zu schaffen oder es auf eigene Art und Weise zu erklären, je nachdem, in welcher Kunst er „tätig“ war: Für Wagner war es die Oper, für Runge die Malerei und für Schlegel die „Universalpoesie“. Viele Wissenschaften setzen sich mit dem Begriff des Gesamtkunstwerks auseinander. Was ist ein Gesamtkunstwerk? Warum gibt es unterschiedliche Namen für scheinbar eine und dieselbe Idee (Vorstellung)? Warum kann es unterschiedliche Ausprägungen haben? Die vorliegende Hausarbeit versucht die geschichtliche Entwicklung des Begriffs von der Frühromantik bis zu der modernen Zeit zu verfolgen und zu systematisieren. Außerdem beschäftigt sich ein Kapitel mit dem Film als mögliche Realisierung des Konzepts Gesamtkunstwerk.

Excerpt


Struktur der Arbeit

Einleitung

1 Begriffsproblematik

2 Anfänge des Gesamtkunstwerks

3 Gesamtkunstwerk nach Wagner

4 Film als Gesamtkunstwerk

4.1 Film als Kunst

4.2 Film als Gesamtkunstwerk

5 Shining als Gesamtkunstwerk

Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den heterogenen Begriff des „Gesamtkunstwerks“ von seinen Ursprüngen in der Frühromantik bis hin zu modernen Anwendungen. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, ob der Film als eine legitime und komplexe Realisierung dieses Konzepts betrachtet werden kann, wobei die Arbeit theoretische Ansätze systematisiert und anhand des Films „The Shining“ von Stanley Kubrick praktisch veranschaulicht.

  • Historische Entwicklung des Begriffs Gesamtkunstwerk
  • Wagners Opernkonzept und dessen Rezeption
  • Theoretische Auseinandersetzung mit Film als Kunstform
  • Intermediale Analyse des Films „The Shining“
  • Die Rolle von Architektur, Mythos und Musik in der Filminszenierung

Auszug aus dem Buch

Motiv des Labyrinthes

Das Motiv des Labyrinths bestimmt wesentliche Aspekte des Filmes. Das Labyrinth wird im Film dreifach ausgeführt: als Modell in der Lobby des Hotels, als Übersichtsplan und als Heckenlabyrinth.

Głowinski weist auf die besondere Bedeutung des Labyrinths, demnach ist das Labyrinth ein auf „besondere Weise gedachter und organisierter Raum, der aufgrund seiner Eigenschaften besonders markiert und mit spezifischen Bedeutungen ausgestattet“ ist. In Shining ist das Labyrinth das Zeichen der Situation des Individuums in der Welt: in der Isolation und Einsamkeit gekennzeichneten irrgarten-ähnlichen Umgebung der Familie Torrance bestimmen zunehmende Orientierungslosigkeit und Verirrung das Leben der Charaktere. Das Overlook-Hotel, der gesamte labyrinthhafte Lebensraum bietet den besten Nährboden für Jacks zunehmende Verirrung. Jack scheitert als Vater und als Schriftsteller. Seine „Unfähigkeiten“ und das Eingeschlossensein in die Irrungen des Hotels bewirken, dass er dem Wahnsinn verfällt und sich den Dämonen anschließt.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die widersprüchliche Begriffsvielfalt des Gesamtkunstwerks und Skizzierung des Vorhabens, die geschichtliche Entwicklung bis hin zum Film zu systematisieren.

1 Begriffsproblematik: Historische Herleitung des Begriffs bei K. F. E. Trahndorff und die Differenzierung des Begriffsverständnisses durch verschiedene Autoren.

2 Anfänge des Gesamtkunstwerks: Unterteilung der Entwürfe des Gesamtkunstwerks in vier Kategorien und Untersuchung der romantischen Bestrebungen nach einer „Ur-Einheit“ der Künste.

3 Gesamtkunstwerk nach Wagner: Analyse von Richard Wagners Züricher Schriften, in denen die griechische Tragödie und die Oper als Idealtypus der Künstler-Genossenschaft manifestiert werden.

4 Film als Gesamtkunstwerk: Diskussion über den Status des Films als Kunstform und dessen Eignung als moderne Realisierung des Gesamtkunstwerks durch die Verschmelzung verschiedener Medienelemente.

5 Shining als Gesamtkunstwerk: Fallbeispiel zur Anwendung komplexer Gesamtkunstwerks-Elemente wie Architektur, Musik und Mythen am Beispiel von Stanley Kubricks „The Shining“.

Zusammenfassung: Synthese der Ergebnisse, welche die Heterogenität des Konzepts bestätigt und den Film als erfolgreiche Vereinigung verschiedener künstlerischer Disziplinen hervorhebt.

Schlüsselwörter

Gesamtkunstwerk, Richard Wagner, Frühromantik, Filmtheorie, The Shining, Stanley Kubrick, Labyrinth, Intermedialität, Oper, Kunstform, Ästhetik, Genossenschaft, Montage, Mythos, Filmmusik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem vielschichtigen Begriff des Gesamtkunstwerks und dessen Wandel von den theoretischen Anfängen in der Romantik bis hin zur praktischen Umsetzung im Medium Film.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Begriffsdefinition, die romantischen Ursprünge, die Wagner'sche Theorie, die Filmästhetik und die intermediale Inszenierung im Genre Horror.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die geschichtliche Entwicklung des Gesamtkunstwerks zu verfolgen, zu systematisieren und zu prüfen, ob der Film die Kriterien eines Gesamtkunstwerks erfüllt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die Begriffe definiert, historische Entwürfe vergleicht und diese Erkenntnisse auf den konkreten Fall des Films überträgt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (Wagner/Romantik), die filmtheoretische Einordnung sowie die Analyse der künstlerischen Elemente in „The Shining“.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Gesamtkunstwerk, Wagner, Filmtheorie, Intermedialität, Labyrinth-Motiv und Ästhetik.

Warum wird Stanley Kubricks „The Shining“ als Fallbeispiel gewählt?

Kubricks Film dient als Musterbeispiel, um zu zeigen, wie Regisseure durch die gezielte Kombination von Architektur, Musik und mythischen Motiven ein komplexes, in sich geschlossenes Gesamtkunstwerk schaffen.

Welche Rolle spielt die Architektur in „The Shining“?

Die Architektur des Hotels fungiert als physische Manifestation des Labyrinths und spiegelt den geistigen Verfall sowie die Isolation der Charaktere wider.

Inwieweit wird der Film „The Shining“ als Gesamtkunstwerk kritisiert?

Einige Theoretiker lehnen den Film als Gesamtkunstwerk ab, da die Interaktion des Publikums passiv bleibt, während Wagners Konzept das aktive Agieren des Rezipientenkollektivs voraussetzte.

Was ist die Schlussfolgerung bezüglich des Begriffs Gesamtkunstwerk im Film?

Trotz kontroverser Meinungen wird der Film aufgrund der erfolgreichen Verschmelzung von Fotografie, Musik, Schauspiel und Architektur als komplexe und moderne Form des Gesamtkunstwerks bewertet.

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Details

Title
Film als Gesamtkunstwerk
College
University of Münster  (Germanistisches Institut: Abteilung Neuere deutsche Literatur)
Course
Gesamtkunstwerk. Theorie – Geschichte - Inszenierung
Grade
2,7
Author
Julia Marnat (Author)
Publication Year
2009
Pages
17
Catalog Number
V125792
ISBN (eBook)
9783640313389
ISBN (Book)
9783640317165
Language
German
Tags
Deutsch/ Literaturwissenschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Julia Marnat (Author), 2009, Film als Gesamtkunstwerk, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/125792
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