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Kunst als Ersatzreligion bei David Friedrich Strauß in seinem Buch "Der alte und der neue Glaube"

Titre: Kunst als Ersatzreligion bei David Friedrich Strauß in seinem Buch "Der alte und der neue Glaube"

Dossier / Travail , 2009 , 15 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Carine Tsegui T. Faha (Auteur)

Philologie Allemande - Littérature Allemande Moderne
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David Friedrich Strauß, 1808-1874, in Ludwigsburg, deutscher protestantischer Theologe und Schriftsteller, beschäftigte sich mit der christlichen Religion auf der Basis der Bibel. Er verneinte die historische Zuverlässigkeit der Evangelien, weil er in ihnen mythische Überlieferungen fand. Deshalb trat er für einen von der christlichen Überlieferung gelösten Glauben ein.
Die vorliegende Hausarbeit, deren Thematik Kunst als Ersatzreligion bei David Friedrich Strauß ist, basiert auf seinem Werk Der alte und der neue Glaube(1872). Auf der Grundlage dieses „Bestsellers“ wird die Auffassung des Autors bezüglich der Religion und der Kunst dargestellt. Die detaillierte Deutung seiner Gedanken ist gekennzeichnet durch das Hervorheben seiner Hauptaussagen zur Religion, die in dem Universum, in der Menschheit und in der Kunst ihren Ursprung und ihre Erfüllung zu finden vermögen. Für eine Einführung in die Thematik ist das Betrachten der Kunst und der Religion im Kontext der Gründerzeit sinnvoll. Weiterhin ist diese Betrachtung für die Einordnung des Autors und seines Werkes in diesem epochalen Abschnitt hilfreich. Die Einleitung in die Thematik, ihr historischer Hintergrund erfolgt mit Hilfe der Werke von Joseph Boesch(Weltgeschichte - Von der Aufklärung bis zur Gegenwart, 1984) und Max Bucher(Realismus und Gründerzeit).

Extrait


Inhaltsverzeichnis

EINLEITUNG

1. HISTORISCHER HINTERGRUND: GESELLSCHAFT, RELIGION UND KUNST DER GRÜNDERZEIT IN DEUTSCHLAND

Die katholische Kirche

Der Protestantismus

Der Monismus

Der Realismus

Der Impressionismus

Der Naturalismus

2. KUNST UND RELIGION BEI DAVID FRIEDRICH STRAUß

2.1. Wie fasst Strauß Religion auf?

Definition

2.1.1. Gott als Schöpfer der Welt

2.1.2. Die Bibel als Quelle moralischer Gesetze

2.2. Religion als Illusion

2.3. Wie fasst Strauß Kunst auf?

Definition

2.3.1. Welt als Werk des Universums

2.3.2. Der Mosaische Dekalog als eine der Quellen moralischer Gesetze

2.4. Kunst als die neue Religion

3. LÄSST SICH, WAS STRAUß SAGT IN DEN KONTEXT DER GRÜNDERZEIT VERALLGEMEINERN?

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das Verständnis von Religion und Kunst bei David Friedrich Strauß in seinem Werk „Der alte und der neue Glaube“ (1872), mit dem Ziel aufzuzeigen, wie Strauß die Kunst als notwendige, immanente Ersatzreligion für den modernen Menschen konzipiert und wie diese Auffassung in den gesellschaftlichen Kontext der Gründerzeit einzuordnen ist.

  • Kritische Analyse des traditionellen Christentums bei David Friedrich Strauß.
  • Untersuchung des Konzepts von Kunst als immanenter, vom Menschen geschaffener Religion.
  • Einordnung von Strauß' Denken in den philosophischen und gesellschaftlichen Kontext der deutschen Gründerzeit.
  • Gegenüberstellung von transzendenten Religionen und materialistisch-positivistischen Weltanschauungen.
  • Bedeutung von Wissenschaft und Kunst für die kulturelle Identitätsbildung des Menschen.

Auszug aus dem Buch

2.4. Kunst als die neue Religion

In Anbetracht den Darstellungen Strauß’, gewinnt die Kunst eine positive Bewertung im Gegensatz zum Christentum. Wenn die Kunst als eine Darstellungsform zu betrachten ist, und der Mensch seine Welt selbst gestaltet, seine Gesetze selbst zusammenstellt hat, dann hat der Mensch diese nur mit Hilfe der Kunst schaffen können. Aus diesem Gründe soll der Mensch, nach Strauß, sich dem Dienst an dem Staat, der Wissenschaft, der Schule, der Kunst gegenüber verpflichtet fühlen.

Weiterhin diene die Kunst dem Menschen das Gleiche wie die Religion. Zum einen hat der Mensch durch die Kunst die Möglichkeit zu transzendieren dadurch, dass er durch Dichtung grossen Dichter und Musiker ins höhere Bewusstsein geführt wird. Und zum anderen bieten die Werke der grossen Dichter und Musiker Heilswahrheiten und Sprüche, die der sittlichen Kräftigung dienen. Daher wirken die grossen Schöpfungen der bildenden Künste religiös(88).

Zusammengefasst versuchte Strauß durch seine kritische Auseinandersetzung mit der Bibel, die Kunst als die wahre Religion hervorzuheben. Daher kommt er zu der Forderung, dass der Mensch anstatt Gott die Künstler und ihre Schöpfungen verehren sollte.

Zusammenfassung der Kapitel

EINLEITUNG: Einführung in die Thematik der Arbeit, die sich mit David Friedrich Strauß und seinem Werk „Der alte und der neue Glaube“ im Kontext der Gründerzeit befasst.

1. HISTORISCHER HINTERGRUND: GESELLSCHAFT, RELIGION UND KUNST DER GRÜNDERZEIT IN DEUTSCHLAND: Überblick über die ideologischen, religiösen und ästhetischen Strömungen der Gründerzeit, die das Umfeld für Strauß' Werk bildeten.

2. KUNST UND RELIGION BEI DAVID FRIEDRICH STRAUß: Zentrale Analyse des Strauß'schen Religions- und Kunstverständnisses sowie seiner Kritik am Christentum und der Etablierung der Kunst als Ersatzreligion.

3. LÄSST SICH, WAS STRAUß SAGT IN DEN KONTEXT DER GRÜNDERZEIT VERALLGEMEINERN?: Einordnung der Thesen von Strauß in den zeitgeschichtlichen Rahmen der Gründerzeit und Zusammenfassung der kulturellen Auswirkungen.

Schlüsselwörter

David Friedrich Strauß, Der alte und der neue Glaube, Religion, Kunst, Ersatzreligion, Gründerzeit, Materialismus, Positivismus, Christentum, Weltbild, Kulturgeschichte, Ästhetik, Religionskritik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Auffassung von Religion und Kunst bei David Friedrich Strauß, basierend auf seinem 1872 erschienenen Werk „Der alte und der neue Glaube“.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Felder sind die Religionskritik, die Neubewertung der Kunst als immanente Ersatzreligion und die historische Einordnung dieser Gedanken in die Gründerzeit.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist aufzuzeigen, wie und warum Strauß die Kunst als ein der christlichen Religion ebenbürtiges oder diese ersetzendes System für den Menschen der Moderne definiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine textnahe Analyse des Werkes von Strauß sowie eine kontextuelle Einordnung in den kulturhistorischen Hintergrund der Gründerzeit anhand relevanter Sekundärliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden Strauß' Definitionen von Religion und Kunst, seine Kritik an der Bibel und am Gottesglauben sowie die Funktion der Kunst als identitätsstiftende Kraft detailliert ausgeführt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Strauß, Religion, Kunst, Ersatzreligion, Gründerzeit, Materialismus und Religionskritik.

Wie begründet Strauß die Notwendigkeit einer "neuen Religion"?

Strauß argumentiert, dass die alte, transzendente Religion den Menschen davon abhält, das Diesseits bewusst zu gestalten, und sieht in der Kunst eine Möglichkeit, dem Leben auf Basis des Universums Sinn zu geben.

Welche Rolle spielt das Universum in Strauß' Modell?

Das Universum ersetzt bei Strauß Gott als Schöpferprinzip und dient als Grundlage für ein wissenschaftlich geprägtes Weltverständnis, in dem der Mensch als Teil der Natur eingebettet ist.

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Résumé des informations

Titre
Kunst als Ersatzreligion bei David Friedrich Strauß in seinem Buch "Der alte und der neue Glaube"
Université
University of Cologne  (Philosophikum)
Cours
Proseminar: Literatur der Gründerzeit
Note
1,7
Auteur
Carine Tsegui T. Faha (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
15
N° de catalogue
V125806
ISBN (ebook)
9783640313433
ISBN (Livre)
9783640317219
Langue
allemand
mots-clé
Kunst Ersatzreligion David Friedrich Strauß Buch Glaube
Sécurité des produits
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Citation du texte
Carine Tsegui T. Faha (Auteur), 2009, Kunst als Ersatzreligion bei David Friedrich Strauß in seinem Buch "Der alte und der neue Glaube", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/125806
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Extrait de  15  pages
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