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Informationelle Selbstbestimmung – Persönlichkeitsrecht

Informationen als ökonomisches Gut – Ein Konflikt

Title: Informationelle Selbstbestimmung – Persönlichkeitsrecht

Research Paper (undergraduate) , 2009 , 15 Pages

Autor:in: Bachelor of Arts (Hotel- & Gastronomiemanagement) i.A./ Wirtschaftsmediator Florian Trost (Author)

Business economics - Miscellaneous
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Summary Excerpt Details

Kommunikation bestimmt unser Leben. Kommunikation ist Informationsaustausch. Kommunikation
beinhaltet mehrere Komponenten. Man unterscheidet die inhaltliche und die verhaltensbezogene
Dimension, unterscheidbar in einen Inhalts- und einen Beziehungsaspekt. Im Rahmen einer
Mitteilung machen wir uns ein Bild über den Adressaten unserer Botschaft und auch über die
Beziehung, in der wir zum Adressaten stehen. Dieses Bild prägt die Art und Weise wie wir uns
unserem Kommunikationspartner mitteilen. Unser Verhalten wird letztlich dadurch beeinflusst, was
wir vom Adressaten halten. Problematisch wird die Situation dann, wenn der Adressat nicht als
Kommunikationspartner zur Verfügung steht. Insbesondere dann, wenn Informationen über den
Kommunikationspartner in Datenbanken ermittelt oder zusammengestellt werden. Dadurch, dass
sich nur ein einseitiger Inhaltsaspekt auf die Übertragung einer Mitteilung bezieht, ist die Gefahr der
Vorurteilnahme gegeben. Dadurch, dass der Beziehungsaspekt im Gegenteil dazu angibt, wie diese
Daten zu interpretieren sind, fehlt ein wichtiges Element im Rahmen der Kommunikation. „... jede
Interaktion kann analog zu einem Spiel als eine Abfolge von Zügen definiert werden, die nach
strengen Regeln erfolgen. Dabei ist es unwichtig, ob die, die kommunizieren, sich über die Regeln
bewusst sind“. Urteilsfindung geschieht unbewusst. Die strategische Ebene (Metaebene)- die
letztendlich Entscheidungsgrundlage ist - unterliegt daher der Gefahr ungerechtfertigt beeinflusst zu
werden4
Die vorliegende Arbeit soll die Problematik hinsichtlich Informationsbeschaffung insbesondere in der
Hotellerie unter der Prämisse des Eigentums an den personenbezogenen Daten darlegen.
Informationsgesellschaft versus informelle Selbstbestimmung versus Persönlichkeitsrecht ist das
Kernelement der Arbeit. Nach der Darlegung des Persönlichkeitsrechtes im Allgemeinen und aus
verfassungsgemäßer Sicht, wird Bezug genommen zum Informationsbedarf durch die Hotellerie und deren Grundrecht auf Berufsfreiheit. Anhand von ständiger Rechtsprechung zum Datenschutz und
Fallstudien der Wirtschaft wird versucht das Problem zu verdeutlichen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Persönlichkeitsrecht

2.1 Informationelle Selbstbestimmung

2.2 Verfassungsrechtliche Interessenabwägung

2.3 Tätigwerden durch den Staates

2.4 Gewerblicher Datenschutz

3. Informationsbedarf der Unternehmen

3.1 Information als ökonomisches Gut

3.2 Informationsbeschaffung

4. Reputationsmanagement

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen dem informationellen Selbstbestimmungsrecht des Einzelnen und dem ökonomischen Verwertungsinteresse von Unternehmen an personenbezogenen Daten, insbesondere im Kontext der Hotellerie.

  • Rechtliche Grundlagen der informationellen Selbstbestimmung und des Persönlichkeitsrechts
  • Die Einordnung von Informationen als immaterielles Wirtschaftsgut
  • Methoden der Informationsbeschaffung in der Personalauswahl
  • Strategien des Reputationsmanagements im Internet
  • Interessenabwägung zwischen Datenschutz und unternehmerischer Berufsfreiheit

Auszug aus dem Buch

3.1 Information als ökonomisches Gut

Informationen vereinen wie andere Wirtschaftsgüter folgende Kriterien: reales Vorhandensein, Übertragbarkeit, Zweckeignung, Knappheit. Die Information ist als immaterielles Wirtschaftsgut anzusehen. Informationen werden zu einem bestimmten Zweck produziert oder beschafft. Gehen sie dabei als Input in einen Entscheidungsprozess ein, so hat die Information den Charakter eines Zwischenproduktes, zu dessen Produktion knappe Ressourcen eingesetzt werden. Die Informationsbeschaffung dient dazu Entscheidungsprozesse zu induzieren. Betrachtet man die Informationsbeschaffung als notwendigen Koordinationsaufwand zur Entscheidungsfindung, treten Transaktionskosten in den Mittelpunkt der Betrachtung. Diese sind insbesondere abhängig von der Dauer der Abwicklung, Kontrolle und Anpassung der Daten an den Prozess der Informationsbeschaffung. Aktualität von Informationen hat große Bedeutung als Wettbewerbsfaktor. Sie schafft Wettbewerbsvorteile für die Hotellerie mit strategischer Bedeutung. Die Güte der Planungs – und Entscheidungsprozesse ist direkt von der Qualität der vorhandenen beziehungsweise beschafften Informationen abhängig.

Aufgrund dieser Tatsachen muss angenommen werden, dass schnelle Informationsbeschaffung, auch wenn ein Unsicherheitsfaktor hinsichtlich der Glaubwürdigkeit der Quelle besteht, einen Wettbewerbsvorteil bedeuten kann, der sich in monetärer Form äußern wird. Ebenso kann ein eventueller Schaden abgewendet werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung von Kommunikation und die Problematik der strategischen Beeinflussung durch unbewusste Urteilsfindung auf Basis von Informationen.

2. Persönlichkeitsrecht: Dieses Kapitel erläutert die verfassungsrechtlichen Grundlagen, insbesondere das Recht auf informationelle Selbstbestimmung und den Schutzbereich des Persönlichkeitsrechts im Verhältnis zur Datenerhebung.

3. Informationsbedarf der Unternehmen: Hier wird die Information als ökonomisches Gut definiert und die Praxis der Informationsbeschaffung, beispielsweise durch Internetrecherche bei der Bewerberauswahl, analysiert.

4. Reputationsmanagement: Das Kapitel behandelt den Umgang mit Online-Inhalten und die Rolle von Reputations-Managern bei der positiven Beeinflussung von Suchergebnissen.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Unternehmen zwar ein berechtigtes Interesse an Daten haben können, dabei jedoch die rechtlichen Grenzen des Datenschutzes wahren müssen und der Einzelne eine Mitverantwortung für seine digitale Präsenz trägt.

Schlüsselwörter

Informationelle Selbstbestimmung, Persönlichkeitsrecht, Datenschutz, Wirtschaftsrecht, Informationsbeschaffung, Hotellerie, Internetrecherche, Reputationsmanagement, Humankapital, Grundgesetz, Datenmissbrauch, Wirtschaftsgut, Personalauswahl, Online-Reputation, Datenspeicherung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Konflikt zwischen dem Schutz personenbezogener Daten (informationelle Selbstbestimmung) und dem wirtschaftlichen Interesse von Unternehmen, Daten als Wettbewerbsvorteil zu nutzen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Fokus stehen das Persönlichkeitsrecht, die rechtliche Einordnung von Informationen als Wirtschaftsgut, Methoden der Informationsbeschaffung durch Arbeitgeber und Strategien zum Management der Online-Reputation.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es, die Problematik der Informationsbeschaffung, insbesondere in der Hotellerie, unter der Prämisse des Eigentums an personenbezogenen Daten darzulegen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Die Arbeit basiert auf einer juristischen Analyse grundgesetzlicher Bestimmungen sowie der Auswertung aktueller Fachliteratur und Fallbeispiele aus der Wirtschaft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die juristische Herleitung des Persönlichkeitsrechts, die ökonomische Betrachtung von Informationen als Produktionsfaktor und die Untersuchung von Instrumenten wie der Google-Recherche bei der Personalauswahl.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind informationelle Selbstbestimmung, Persönlichkeitsrecht, gewerblicher Datenschutz, Reputationsmanagement und wirtschaftlicher Informationsbedarf.

Welche rechtliche Grenze zieht der Autor bei der Personalauswahl durch Google?

Der Autor stellt fest, dass Internetrecherchen rechtlich zulässig sind, solange keine rechtswidrige Diskriminierung vorliegt; allerdings ist die Beweislast für den Betroffenen in der Praxis sehr schwer zu führen.

Welche Empfehlung gibt der Autor für den Einzelnen?

Der Autor empfiehlt jedem Einzelnen, sich der Tatsache bewusst zu sein, dass man Inhaber seines „informationellen“ Selbstbildes ist und die Herrschaft über diese Daten aktiv durch Eigenverantwortung bei der Veröffentlichung wahren muss.

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Details

Title
Informationelle Selbstbestimmung – Persönlichkeitsrecht
Subtitle
Informationen als ökonomisches Gut – Ein Konflikt
College
University of Cooperative Education Ravensburg  (Informationsmanagement)
Author
Bachelor of Arts (Hotel- & Gastronomiemanagement) i.A./ Wirtschaftsmediator Florian Trost (Author)
Publication Year
2009
Pages
15
Catalog Number
V125813
ISBN (eBook)
9783640313471
ISBN (Book)
9783640317240
Language
German
Tags
Führung Personalführung Medien Persönlichkeitsrecht Recht Informationelle Selbstbestimmung Hotelmanagement
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bachelor of Arts (Hotel- & Gastronomiemanagement) i.A./ Wirtschaftsmediator Florian Trost (Author), 2009, Informationelle Selbstbestimmung – Persönlichkeitsrecht, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/125813
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