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Web 2.0 am Beispiel von studiVZ

Erfolgsfaktoren, Chancen, Risiken und Perspektiven

Titre: Web 2.0 am Beispiel von studiVZ

Mémoire (de fin d'études) , 2008 , 223 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Florian Braun (Auteur)

Médias / Communication - Multimédia, Internet, Nouvelles Technologies
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Résumé Extrait Résumé des informations

Wohl kaum ein anderes soziales Phänomen im Internet hat sich in den vergangen Jahren so dynamisch entwickelt wie die sozialen Netzwerke im Web 2.0. In Deutschland sorgte der Erfolg von studiVZ für einen Boom dieser Internet-Angebote. Die Euphorie erreichte ihren Höhepunkt, als die Verlagsgruppe Holtzbrinck im Januar 2007 das Studentennetzwerk für 85 Millionen Euro kaufte.
Noch nie dagewesene Dimensionen von Klickzahlen zeigen, dass die User viel Zeit damit verbringen,ihr Profil sowie ihre Kontakte zu pflegen, Fotos hochzuladen und sich gegenseitig zu „gruscheln“. Gerade aufgrund dieser positiven Resonanz stellt sich die Frage, ob sich die hohe Nutzeraktivität auch auf der wirtschaftlichen
Seite von studiVZ bemerkbar macht. Inwieweit konnte studiVZ die
hochgesteckten Erwartungen seitens des Investors Holtzbrinck erfüllen? Eineinhalb Jahre nach der Übernahme wird anhand dieser Arbeit eine Analyse des Geschäftsmodells und der Entwicklungen von studiVZ vorgenommen.

Das Ziel der Untersuchung ist die Betrachtung des Web 2.0 in Verbindung mit der Analyse vergangener und zukünftiger Erfolgskriterien, Chancen, Gefahren sowie Zukunftsaussichten für das Geschäftsmodell von studiVZ. Für den Verlauf der Arbeit ergeben sich die folgenden zentralen Fragestellungen:

- Welche Motive führten zur Übernahme von studiVZ durch Holtzbrinck und wie sieht das aktuelle Geschäftskonzept des Social Network aus?

- Welche Faktoren sind für den Erfolg von studiVZ auf dem deutschen Markt verantwortlich?

- Wie stellt sich die wirtschaftliche Situation für studiVZ dar? Welche Chancen und Risiken ergeben sich aus der Geschäftstätigkeit, dem aktuellen Unternehmensumfeld und den Marktentwicklungen?

- Ist das derzeitige Ertragsmodell von studiVZ geeignet, um dem Unter-nehmen einen nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg zu verschaffen oder besteht zukünftig Handlungsbedarf?

- Wie sehen die Perspektiven von studiVZ aus?

Die vorliegende Arbeit gliedert sich in vier Abschnitte. Zunächst erfolgt in Kapitel 2 eine Einführung in das Themengebiet Web 2.0. Anschließend wird in Kapitel 3 das Web 2.0-Geschäftsmodell „Social Networking“ am Beispiel von studiVZ aufgezeigt. In Kapitel 4 werden die zentralen Erfolgsfaktoren analysiert, welche zum Erfolg von studiVZ geführt haben. Der Schwerpunkt der Arbeit bildet Kapitel 5, das eine Situationsanalyse des Social Network-Anbieters beinhaltet. Daraus werden die Perspektiven von studiVZ ermittelt. Die Arbeit schließt mit einem Fazit und einem Ausblick.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Zielsetzung

1.3 Gang der Arbeit

2 Grundlagen des Web 2.0

2.1 Herkunft und Bedeutung des Begriffes Web 2.0

2.2 Wesentliche Merkmale des Web 2.0

2.2.1 Grundprinzipien nach O’Reilly

2.2.2 Veränderte Rahmenbedingungen

2.2.3 Neues Nutzerverständnis

2.2.4 Neue Anwendungen durch Social Software

2.3 Implikationen für die Net Economy

2.3.1 Herausbildung neuer Geschäftsmodelle

2.3.2 Erhöhte Investitionsbereitschaft

2.4 Kritische Betrachtung

3 StudiVZ - Social Networking im Web 2.0 als Geschäftsmodell

3.1 Social Networks im Web 2.0

3.1.1 Begriffsklärung und Abgrenzung

3.1.2 Marktüberblick

3.2 Das Unternehmen studiVZ Ltd.

3.2.1 Unternehmensgeschichte

3.2.2 Übernahme durch die Verlagsgruppe Holtzbrinck

3.2.3 Die Plattformen studiVZ, schülerVZ und meinVZ

3.3 Geschäftsmodell von studiVZ

3.3.1 Value Proposition

3.3.2 Wertschöpfungsarchitektur

3.3.3 Ertragsmodell

3.3.4 Einordnung des Geschäftsmodells in das 4C-Modell

4 Identifikation zentraler Erfolgsfaktoren von studiVZ

4.1 Branchenspezifische Erfolgsfaktoren

4.1.1 Etablierung des Internets als Massenmedium

4.1.2 Markteintritt und Wettbewerbsumfeld

4.1.3 Kritische Masse und Netzwerkeffekte

4.2 Unternehmensspezifische Erfolgsfaktoren

4.2.1 Management

4.2.2 Investoren und Finanzierung

4.3 Produktspezifische Erfolgsfaktoren

4.3.1 Marketing

4.3.2 Innovationsgrad und Mehrwert

4.3.3 Usability

4.3.4 Stickiness und Partizipation

4.4 Zusammenfassung

5 Situationsanalyse und Perspektiven von studiVZ

5.1 Umweltanalyse

5.1.1 Umfeldanalyse

5.1.1.1 Technisches Umfeld

5.1.1.2 Regulatives Umfeld

5.1.1.3 Soziokulturelles Umfeld

5.1.2 Branchen- und Marktanalyse

5.1.2.1 Werbemarkt

5.1.2.2 Rezipientenmarkt

5.1.3 Wettbewerbsanalyse

5.2 Unternehmensanalyse

5.2.1 Analysefeld Unternehmen

5.2.2 Analysefeld Produkt

5.3 Stärken-Schwächen-Analyse

5.3.1 Analysefeld Unternehmen

5.3.2 Analysefeld Produkt

5.3.3 Zusammenfassung der Ergebnisse

5.4 Chancen-Risiken Analyse

5.5 SWOT-Analyse

5.6 Perspektiven von studiVZ

5.6.1 Zukünftige strategische Handlungsfelder

5.6.1.1 Weiterentwicklung der Plattformen

5.6.1.2 Nutzergewinnung

5.6.1.3 Nutzerbindung

5.6.1.4 Diversifikation der Erlöse

5.6.1.5 Zusammenfassung

5.6.2 Zukunftsszenarien

6 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Ziel dieser Arbeit ist eine umfassende Untersuchung des Web 2.0-Geschäftsmodells "Social Networking" am Beispiel des deutschen Netzwerks studiVZ. Die Arbeit analysiert dabei, welche Faktoren den Erfolg auf dem Markt maßgeblich beeinflusst haben, und bewertet unter Berücksichtigung des aktuellen Unternehmensumfelds die zukünftigen Chancen, Risiken und Perspektiven für den Eigentümer Holtzbrinck.

  • Grundlagen und Definition des Web 2.0-Phänomens
  • Geschäftsmodell-Analyse von studiVZ (Value Proposition, Architektur, Ertrag)
  • Identifikation strategischer Erfolgsfaktoren (First-Mover, Netzwerkeffekte, virales Marketing)
  • Situationsanalyse (Wettbewerb gegen wer-kennt-wen und Facebook)
  • Strategische Handlungsempfehlungen (SWOT-Analyse)

Auszug aus dem Buch

2.2.1 Grundprinzipien nach O’Reilly

Die von O’Reilly beschriebenen Charakteristika haben die Entwicklung des Web 2.0 entscheidend geprägt. Sie fanden sowohl in der Wissenschaft als auch in der Praxis hohe Beachtung. In Anlehnung an das Begriffsverständnis von O’Reilly lassen sich dabei die nachfolgenden Grundprinzipien mit dem Web 2.0 in Verbindung bringen:

Globale Vernetzung: Das Internet stellt zunehmend eine Plattform von wiederverwendbaren Diensten und Daten dar, wodurch es Nutzern und Unternehmen durch Verwendung offener Standards ermöglicht wird, bei der Lösung eigener Aufgaben auf die Leistungen anderer zurückzugreifen. Erfolgreiche Unternehmen sind darauf ausgerichtet, Daten auf globaler Ebene zu sammeln, anzubieten und auszutauschen.

Kollektive Intelligenz: Die Entstehung offener Systeme ermöglicht eine kooperative Erstellung von Inhalten. Dadurch ist eine Webkultur entstanden, die sich durch die aktive Partizipation der Nutzer auszeichnet. Anstelle der Inhaltspflege tritt aus Sicht der Plattformbetreiber das Vertrauen in die Nutzergemeinschaft, deren kollektive Intelligenz die benötigte Informationsqualität sicherstellt. Dabei steigt die Qualität des Angebotes mit der Anzahl der Nutzer. Die Nutzung kollektiver Intelligenz führt dazu, dass die Gesellschaft über größeres Wissen verfügt, wenn die Informationen so weit wie möglich verbreitet werden, statt nur für wenige Personen zugänglich zu bleiben.

Datengetriebene Plattformen: Im Mittelpunkt der elektronischen Wertschöpfungsprozesse im Web 2.0 stehen Datenbanken, deren Daten wichtiger als die Anwendungen sind. Hierbei geht es für die Unternehmen um den Aufbau einzigartiger Datenbanken mit geographischen, persönlichen und produktspezifischen Informationen, welche den Nutzern als Kern- oder Nebenleistung zur Verfügung gestellt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Beschreibt die Problemstellung und Zielsetzung der Untersuchung im Kontext des Web 2.0-Booms und der Übernahme von studiVZ durch Holtzbrinck.

2 Grundlagen des Web 2.0: Erläutert die Herkunft, die technischen und soziokulturellen Merkmale des Web 2.0 sowie dessen Auswirkungen auf die Internetökonomie.

3 StudiVZ - Social Networking im Web 2.0 als Geschäftsmodell: Analysiert das Geschäftsmodell von studiVZ, inklusive Nutzenversprechen, Architektur und Einordnung in das 4C-Modell.

4 Identifikation zentraler Erfolgsfaktoren von studiVZ: Identifiziert branchen-, unternehmens- und produktspezifische Faktoren, die zum Erfolg von studiVZ führten, wie Netzwerkeffekte und virales Marketing.

5 Situationsanalyse und Perspektiven von studiVZ: Führt eine tiefgehende Situationsanalyse durch, bewertet Wettbewerber wie Facebook und wer-kennt-wen und leitet mittels SWOT-Analyse strategische Perspektiven ab.

6 Fazit und Ausblick: Fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftigen Herausforderungen der Monetarisierung.

Schlüsselwörter

Web 2.0, Social Networking, studiVZ, Holtzbrinck, Social Software, Netzwerkeffekte, Virales Marketing, Geschäftsmodell, Online-Werbung, First-Mover-Advantage, Usability, Monetarisierung, Social Media, Internetökonomie, Wettbewerbsanalyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit untersucht das Geschäftsmodell des sozialen Netzwerks studiVZ im Kontext des Web 2.0 und bewertet dessen wirtschaftliche Erfolgsaussichten sowie strategische Perspektiven nach der Übernahme durch die Verlagsgruppe Holtzbrinck.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen des Web 2.0, die Analyse von Social-Networking-Plattformen, Identifikation von Erfolgsfaktoren in der Net Economy, sowie eine strategische Situationsanalyse des deutschen Wettbewerbsumfelds.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Analyse vergangener und zukünftiger Erfolgskriterien, Chancen und Risiken für das Geschäftsmodell von studiVZ, unter besonderer Berücksichtigung der Eigentümerperspektive Holtzbrinck.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literatur- und Studienanalyse, kombiniert mit einer praxisnahen Betrachtung (inklusive eines Praktikums des Autors bei studiVZ) sowie einer strategischen Situationsanalyse (SWOT-Analyse).

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Identifikation zentraler Erfolgsfaktoren (z. B. kritische Masse, virales Marketing) und eine umfassende Situationsanalyse inklusive Wettbewerbsvergleich mit Facebook und wer-kennt-wen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Web 2.0, Social Networking, Netzwerkeffekte, Virales Marketing, Geschäftsmodell, Monetarisierung und Wettbewerbsstrategie geprägt.

Warum ist das "Gruscheln" ein wichtiger Aspekt für studiVZ?

Das "Gruscheln" fungiert als virales und emotionales Bindungselement, das maßgeblich zur hohen Stickiness (Nutzerbindung) und zum Bekanntheitsgrad der Plattform beigetragen hat.

Wie bewertet der Autor die Übernahme durch Holtzbrinck?

Die Übernahme wird differenziert betrachtet: Strategisch wird sie als Chance zur Marktführerschaft und zum Zugriff auf eine junge Zielgruppe gesehen, finanziell jedoch als riskant eingestuft, da die Monetarisierung sich als schwierig erweist.

Welche Rolle spielen "Campus Captains"?

Sie waren als Multiplikatoren und freiwillige Helfer entscheidend für den Markteintritt und die schnelle Verbreitung von studiVZ an den Universitäten, indem sie die Plattform lokal bekannt machten.

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Résumé des informations

Titre
Web 2.0 am Beispiel von studiVZ
Sous-titre
Erfolgsfaktoren, Chancen, Risiken und Perspektiven
Université
University of Applied Sciences Kaiserslautern in Zweibrücken
Note
1,0
Auteur
Florian Braun (Auteur)
Année de publication
2008
Pages
223
N° de catalogue
V125851
ISBN (ebook)
9783640349753
Langue
allemand
mots-clé
studiVZ meinVZ schülerVZ Web 2.0 Social Web Social Network Soziales Netzwerk Soziale Netzwerke Facebook wer-kennt-wen MySpace Lokalisten SWOT Analyse Chancen Risiken Stärken Schwächen Erfolgsfaktoren Perspektiven Wettbewerb Online Marketing Holtzbrinck
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Florian Braun (Auteur), 2008, Web 2.0 am Beispiel von studiVZ, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/125851
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Extrait de  223  pages
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