Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Medios / Comunicación - Películas y television

Die Darstellung von Folter in der TV-Serie 24

Título: Die Darstellung von Folter in der TV-Serie 24

Tesis de Maestría , 2008 , 71 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Florian Steinacker (Autor)

Medios / Comunicación - Películas y television
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

Die Vereinigten Staaten von Amerika sehen sich einer terroristischen Bedrohung ausgesetzt, die das Leben von mehreren tausend Menschen gefährdet. Die Hoffnungen, die unmittelbar bevorstehende Katastrophe abwenden zu können, ruhen auf einem Bundesagenten, der zusammen mit seinen Kollegen einer Anti-Terror-Einheit den Kampf ge-gen die Terroristen aufnimmt. Diesem Schreckensszenario fiebern Woche für Woche Millionen von Menschen entgegen: Die Thrillerserie 24, in der Situationen wie die beschriebene dargestellt werden, gilt seit ihrem Start im US-Fernsehen im November 2001 als großer Publikumserfolg.1 Auch die Kritik lobt das Format und attestiert diesem ein hohes Maß an Dramatik und Spannung. Zudem werden immer wieder die für eine Fernsehserie innovativen Techniken, wie die Erzählweise in Echtzeit oder die Verwendung von Split-Screens, besonders hervorgehoben. Seit einiger Zeit jedoch sehen sich die Verantwortlichen der Serie mit diversen Vorwürfen konfrontiert. So wird bemängelt, dass sich nach bislang sechs ausgestrahlten Staffeln gewisse Abnutzungserscheinungen bemerkbar machten, und die Serie durch ihre Formelhaftigkeit zu vorhersehbar geworden sei.2 Diese Kritikpunkte treffen in ähnlicher Form sicher auf eine Vielzahl von Fernsehserien mit einer langen Laufzeit zu, und letztlich macht es auch einen Teil des Erfolgs einer Serie aus, dem Zuschauer hinsichtlich der Handlung eine gewisse ‚Verlässlichkeit‘ zu bieten. Was die Kritik an 24 so brisant macht, ist der Umstand, dass zu den regelmäßig wiederkehrenden Handlungselementen auch die Anwendung von Folter zählt. Der Serie wird vorgeworfen, solche Folterhandlungen als effektives Mittel zur schnellen Informationsbeschaffung darzustellen und Probleme, die mit diesen Maßnahmen verbunden sind, auszublenden. Im Hinblick auf die momentan stattfindenden Diskussionen zur Legalität bestimmter Verhörmethoden und zur Zulassung der sogenannten ‚Rettungsfolter‘ werden Stimmen laut, die Serie trage dazu bei, die Anwendung von Folter gesellschaftlich zu legitimieren. In dieser Arbeit soll analysiert werden, auf welche Art und Weise die Folterthematik in 24 dargestellt wird. Dabei ist zu prüfen, welche narrativen Funktionen die Folterszenen erfüllen, und wie diese Sequenzen bildlich vermittelt werden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Zur Folter

2.1 Definition

2.2 Geschichte

2.3 Das Folterverbot im Völkerrecht

2.4 Der aktuelle Diskurs der Folter

2.4.1 Zur Zulassung der ‚Rettungsfolter‘

2.4.1.1 Argumente nach Brugger

2.4.1.2 Argumente nach Greco

3. Mediale Darstellungen von Folter

3.1 Marathon Man

3.2 Dirty Harry

4. Folterdarstellungen in der Serie 24

4.1 Einführung in die Serienthematik

4.2 Kritik an den Folterdarstellungen

4.3 Szenenanalyse

4.3.1 Echtzeitformat und Dilemma-Prinzip

4.3.2 Inhaltliche und formale Vermittlung der Folter

4.3.3 Problematisierung der Folter

5. ‚Torture Porn‘

6. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit analysiert die Darstellung von Folter in der US-amerikanischen Thrillerserie 24, untersucht die narrativen Funktionen der Folterszenen und beleuchtet deren bildliche Vermittlung sowie die damit verbundene gesellschaftliche Kritik.

  • Historische und völkerrechtliche Grundlagen des Folterverbots
  • Aktueller politischer Diskurs zur sogenannten „Rettungsfolter“
  • Wechselwirkung zwischen filmischer Fiktion und realen Folterbildern
  • Dramaturgische Nutzung des Echtzeitformats in der Serie 24
  • Kritische Auseinandersetzung mit der medialen Normalisierung von Folter

Auszug aus dem Buch

3.1 Marathon Man

Eine der eindringlichsten Folterszenen der Filmgeschichte enthält der Thriller Marathon Man von John Schlesinger. Laurence Olivier spielt darin den flüchtigen KZ-Arzt Dr. Christian Szell, der sich nach Uruguay abgesetzt hat. Sein Vermögen lagert in Form von Diamanten in einem New Yorker Schließfach. Nach dem Tod seines Bruders, der ihn regelmäßig über Kuriere mit den Diamanten versorgte, muss Szell selbst in die USA reisen, um sein Vermögen an sich zu bringen. Dieses Vorhaben ist jedoch nicht ungefährlich: Szell arbeitet mit einer US-amerikanischen Geheimorganisation (der sogenannten Division) zusammen, die die Diamanten-Kuriere abstellte und dafür im Gegenzug von Szell die Namen untergetauchter Nazi-Verbrecher erhielt. Einer dieser Kuriere war der von Szell ermordete Henry Levy. Da sich dieser kurz vor seinem Tod noch zu seinem Bruder, dem Studenten Thomas, genannt ‚Babe‘ (gespielt von Dustin Hoffman), schleppen konnte, nimmt Szell an, Babe besitze Informationen, die Szell nützlich bzw. gefährlich sein könnten. Um diese Informationen zu erhalten und zu erfahren, ob ‚es sicher sei‘, die Diamanten an sich zu nehmen, lässt Szell Babe entführen und beginnt, ihn auszufragen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in das Thema und die Forschungsfrage bezüglich der Darstellung von Folter in 24.

2. Zur Folter: Definition des Folterbegriffs, historischer Überblick und Diskussion der völkerrechtlichen sowie ethischen Aspekte der ‚Rettungsfolter‘.

3. Mediale Darstellungen von Folter: Analyse der Wechselwirkung zwischen Fiktion und Realität anhand der Filme Marathon Man und Dirty Harry.

4. Folterdarstellungen in der Serie 24: Detaillierte Untersuchung der Serienthematik, der Kritik an den Folterdarstellungen und spezifische Szenenanalysen.

5. ‚Torture Porn‘: Einordnung der modernen Horrorfilm-Strömung und Abgrenzung zu fiktionalen Folterdarstellungen in TV-Serien.

6. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse zur Inszenierung und moralischen Einordnung von Folter in der Serie.

Schlüsselwörter

Folter, Rettungsfolter, 24, Fernsehserie, Jack Bauer, CTU, Folterdarstellung, Völkerrecht, Marathon Man, Dirty Harry, Torture Porn, Menschenwürde, Narrativ, Terrorismusbekämpfung, Medienkritik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Magisterarbeit untersucht die mediale Darstellung von Folter in der populären US-Thrillerserie 24 und prüft, inwieweit diese die öffentliche Debatte über Folterpraktiken beeinflusst.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt die rechtliche und historische Definition von Folter, den Diskurs zur „Rettungsfolter“ sowie die ästhetische und dramaturgische Inszenierung von Gewalt im Film und Fernsehen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die narrativen Funktionen der Folterszenen in 24 zu entschlüsseln und zu analysieren, ob die Serie Folter lediglich als Spannungselement nutzt oder zur gesellschaftlichen Legitimation beiträgt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es erfolgt eine medienwissenschaftliche Analyse unter Einbeziehung von Fachliteratur zur Rechtsphilosophie, Filmtheorie und aktuellen Diskursen der Terrorismusbekämpfung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert das Echtzeitformat von 24, die Inszenierung der Verhörszenen durch die CTU-Agenten sowie die Kritik von Organisationen wie Human Rights First.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind unter anderem Folter, Rettungsfolter, 24, Jack Bauer, Medienethik und Inszenierungsstrategien.

Wie unterscheidet sich die Folterdarstellung in 24 von anderen Genres?

Während in der Serie Folter meist der zweckgebundenen Informationsbeschaffung dient, geht es im „Torture Porn“ oder Splattergenre oft um eine losgelöste, explizite Darstellung von Gewalt um ihrer selbst willen.

Welche Rolle spielt der Charakter Jack Bauer bei der Folterproblematik?

Jack Bauer fungiert als „einsamer Kämpfer“, dessen rechtswidrige Handlungen durch die fiktive Notwendigkeit der Katastrophenabwehr im Serienkontext legitimiert werden.

Warum wird Folter in 24 oft nicht explizit gezeigt?

Die Serie nutzt dramaturgische Kniffe wie Kameraschwenks und Tonspuren, um die Darstellung an die Vorstellungskraft des Zuschauers zu delegieren, was die Szenen psychologisch wirksamer macht.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor bezüglich der Kritik an der Serie?

Der Autor stellt fest, dass die Kritik an 24 zwar berechtigt ist, eine ausführliche Auseinandersetzung jedoch durch das auf Tempo und Dynamik ausgelegte Format der Serie erschwert wird.

Final del extracto de 71 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Darstellung von Folter in der TV-Serie 24
Universidad
University of Cologne  (Institut für Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft)
Calificación
1,7
Autor
Florian Steinacker (Autor)
Año de publicación
2008
Páginas
71
No. de catálogo
V125894
ISBN (Ebook)
9783640313884
ISBN (Libro)
9783640317608
Idioma
Alemán
Etiqueta
Darstellung Folter TV-Serie
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Florian Steinacker (Autor), 2008, Die Darstellung von Folter in der TV-Serie 24, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/125894
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  71  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint