Prüfungen und ihre Folgen aus psychologischen Gesichtspunkten


Seminararbeit, 2009

14 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhalt

1. Einleitung

2. Psychologische Tests
2.1 Begriffsklärung
2.2 Ablauf
2.3 Sinnrelevanz psychologischer Tests
2.4 Geschichte

3. Prüfungsangst
3.1 Definition
3.2 Symptome

4.1 Therapierung von Prüfungsangst
4.1.1 Systematische Desensibilisierung
4.1.2 Konfrontationstherapie

5. Stress
5.1 Transaktionales Stressmodell von Lazarus
5.1.1 Primärbewertung
5.1.2 Sekundärbewertung
5.2 Coping

6. Ausblick

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Die heutige Gesellschaft ist sehr leistungsorientiert strukturiert. Gerade zu Zeiten schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen ist entsprechende Qualifizierung essenziell um im Arbeitsleben erfolgreich zu sein und am Arbeitsmarkt bestehen zu können. Prüfungen zur Leistungsbemessung gewinnen daher immer stärker an Bedeutung, Prüfungssituationen gehören zum Alltag eines jeden Menschen. Da Arbeitsplätze knapp sind, haben Prüfungen die Aufgabe zu selektieren und darüber hinaus den Aufstieg in höher bewertete soziale Positionen zu regulieren.

Prüfungen und Tests erhalten im Wandel der Gesellschaft einen zunehmend gewichtenden psychologischen Teil. Assessment-Centers unter Anwesenheit von Psychologen gehören mittlerweile zum Bild des wirtschaftlichen Personalrekrutierungssystems.

Jedes Individuum geht unterschiedlich mit Prüfungen um. Für einige sind sie willkommene Möglichkeiten zur Profilierung, andere leiden darunter, da für sie solche Situationen mit Stress einhergehen, im Extrem spricht man hier von Prüfungsangst.

In der vorliegenden Arbeit soll im Folgenden allgemein auf Prüfungen eingegangen werden. Darauf aufbauend werden Methoden gegen Prüfungsangst genannt. Stress als begleitende Erscheinung wird ebenfalls behandelt.

Schwerpunkt ist dabei das transaktionale Stressmodell von Lazarus sowie daraus resultierende Copingstrategien.

2. Psychologische Tests

2.1 Begriffsklärung

Unter einer psychologischen Testung versteht man den Prozess der Anwendung psychologischer Tests1. Ein zentraler Punkt bei der Definition ist die Wissenschaftlichkeit, welche durch die Einhaltung der Hauptgütekriterien wie Objektivität, Reliabilität sowie Validität gewährleistet wird2. Außerdem dient ein Test dazu Vergleiche aufzustellen und daher nützlich und ökonomisch zu sein. Diese Eigenschaften fallen unter den Bereich der Nebengütekriterien. Psychologische Tests begegnen dem Menschen im Alltag bei Einstellungsverfahren, Umfragen oder Eignungstests.

2.2 Ablauf

Der Anfang eines Tests liegt in dessen Konstruktion. Der Testautor muss sicherstellen, dass der Test in der praktischen Anwendung eindeutige Ergebnisse liefert und korrekt ausgewertet wird. Dies bedingt eine konstante Kommunikation zwischen Autor und Anwender3. Die Durchführung einer psychologischen Untersuchung ist ein vielschichtiger Prozess. Es gilt den Probanden vor Beginn des Tests über den Zweck zu unterrichten. Faktoren wie die Persönlichkeit des Testanwenders und die Art und Weise der Durchführung können maßgebenden Einfluss auf das Testergebnis nehmen. Gerade zu Zeiten, da eine erhebliche Zahl von Tests mit Hilfsmitteln wie dem Internet und Computern durchgeführt wird, ist eine durchdachte und eingängige Konstruktion essenziell4.

2.3 Sinnrelevanz psychologischer Tests

Psychologische Tests finden Anwendung auf breitester Front, die Frage nach der Berechtigung derartiger Untersuchungsmethoden ist also legitim5. Ein aus der Situation eines Tests erstelltes Psychogramm kann unter Umständen sehr persönliche Eigenschaften wie Ängste oder Schwächen eines Probanden aufzeigen, der Einsatz erfordert Professionalität und Seriosität. Dies setzt Kenntnis über die theoretischen Grundlagen des Tests voraus, nur so kann er adäquat durchgeführt werden6. Darüberhinaus sollte ein Anwendungsbezug psychologischer Test gewährleistet sein. Plaum fordert die Sicherstellung einer nachfolgenden Entscheidung auf die psychodiagnostische Untersuchung7. Er sieht hier die Legitimation psychologischer Tests während Delius und Fahrenberg vor allem im Forschungsbeitrag die Rechtfertigung sehen8.

Um ein aussagekräftiges Ergebnis zu erhalten, muss ein Prüfungsverfahren anwendungs- relevant und sorgfältig durchdacht sein. Es gilt die erhaltenen Informationen richtig zu deuten und daraus korrekte Schlüsse zu ziehen9.

2.4 Geschichte

In der Vergangenheit bestand ein Hauptaufgabenbereich der Psychologie in der Erstellung und Durchführung von Tests. Heutzutage werden sie in großem Umfang auch von Nichtpsychologen durchgeführt, beispielsweise bei der Berufsberatung, schulischen Eignungstests oder durch Logopäden10.

Insbesondere bei der Vergabe vakanter Stellen spielen psychologische Untersuchungen eine zunehmende Rolle, geschätzt werden sie bei den Personalbeauftragten wegen ihrer hohen Aussagekraft11. Die Buch- und Medienindustrie bietet mittlerweile ein umfassendes Angebot an Vorbereitungshilfen zum Thema psychologischer Tests in Bewerbungssituationen an.

Psychologische Tests gehören zu den am stärksten sichtbaren Anwendungsgebiete der Psy- chologie12.

[...]


1 Vgl. Jackson, C., Testen und getestet werden, 1999, S.22

2 Vgl. T. Abel/ Buddeberg, C., Psychosoziale Medizin, 2003, S. 280

3 Vgl. T. Abel/ Buddeberg, C., Psychosoziale Medizin, 2003, S. 281

4 Vgl. Myers, D. G., Psychologie, 2008, S. 928

5 Vgl., Rohwer, G./ Pötter, U., Methoden sozialwissenschaftlicher Datenkonstruktion, 2002, S. 268

6 Vgl. Jackson, C., Testen und getestet werden, 1999, S.23

7 Vgl. Plaum, E., Voraussetzungen einer problemorientierten Praxistätigkeit, 1992, S. 147

8 Vgl. Delius L./ Fahrenberg J., Psychovegetative Syndrome, 1966, S. 111

9 Vgl. Jackson, C., Testen und getestet werden, 1999, S.25

10 Vgl. Jackson, C., Testen und getestet werden, 1999, S.20

11 Vgl. Myers, D. G., Psychologie, 2008, S. 928

12 Vgl. Jackson, C., Testen und getestet werden, 1999, S.20

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten

Details

Titel
Prüfungen und ihre Folgen aus psychologischen Gesichtspunkten
Hochschule
Duale Hochschule Baden-Württemberg, Villingen-Schwenningen, früher: Berufsakademie Villingen-Schwenningen
Veranstaltung
Psychologie
Note
2,0
Autor
Jahr
2009
Seiten
14
Katalognummer
V125904
ISBN (eBook)
9783640313945
ISBN (Buch)
9783640317660
Dateigröße
460 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Solide Arbeit über die Folgen von Prüfungssituationen in der Gesellschaft
Schlagworte
Prüfungen, Folgen, Gesichtspunkten
Arbeit zitieren
Maximilian Henke (Autor), 2009, Prüfungen und ihre Folgen aus psychologischen Gesichtspunkten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/125904

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Prüfungen und ihre Folgen aus psychologischen Gesichtspunkten



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden