I. Musik in der Bibel
II. Kirchenmusikgeschichte/Abriss unter Berücksichtigung der Theol. Fragestellungen
III. Philosoph. Herleitung
IV. Fragen aus der Praxis/ pastoraltheolog. und liturgisch
V. Konsequenzen/Anschlussfragen/dogmatische Fragestellung
VI. Literatur: berücksichtigt die einschlägige Lit. bis 2009.
Inhaltsverzeichnis
Überblick, Einleitung, Vorfragen
Kapitel I
Erwähnung von Musik in der Bibel
1. Auffällige Stellen aus dem Pentateuch
a) besonders Genesis
b) besonders Exodus
c) besonders Numeri
2. Auffällige Stellen im Psalter und dem übrigen AT
3. NT
a) insgesamt
b) in den Evangelien
c) in den Briefen
d) in der Offenbarung des Johannes
Kapitel II
Blick in Geschichte und Begriffsgeschichte von Kirchenmusik
1. Entwicklung der Gottesdienstmusik und ihres Begriffes; Exkurs NGL
2. Blick auf die Gegenwart
Kapitel III
Philosophischer Weg zur Kirchenmusik
1. Kirche und Musik
2. Emotionale Verehrung durch Musik in der Kirche
3. Musik ist dem Glauben ähnlich, Glaube ist offen für Musik
4. Musik als besonders geeignetes Mittel der Gottsuche
5. Wie atmet das Volk
Kapitel IV
Fallbeispiele und Beurteilungen
1. aus der (interkonfessionellen) Ökumene
a) aus der „kleinen“ Ökumene (=zwischen ref. und röm.-katholisch)
b) aus der „grossen“ Ökumene (zwischen West- und Ostkirchen)
2. aus dem evangelisch-reformierten Gottesdienst
3. aus der Heiligen Messe und dem katholischen Stundengebet
Schlussfragen: 1. Musik als Gottes besonderes Werkzeug für das Seelenheil?
2. Ist Kirchenmusik eher universal, ökumenisch oder katholisch?
3. Welche Anschlussfragen können gestellt werden?
Anhang: Ergänzung zu Kapitel I
Erwähnung von musikalischen Gattungen wie Instrumenten, Gesang, Tanz
1. Instrumente
a) Das Tambourin/Handpauke/Schlaginstrumente
Texte zur Handpauke und anderen Schlaginstrumenten
b) Die Leier/Psalter/Saitenlyra/Harfe
Texte zu Saiteninstrumenten
c) Das Horn, die Posaune und die Trompete
Texte zu Horn, Posaune und Trompete
d) Die Oboe/Rohrblattflöte
Texte zur Oboe/Rohrblattflöte
e) Orgel
f) Orchester/weitere Texte mit mehreren Instrumenten
2. Singen
3. Tanz und Bewegung
4. Steuerfreiheit, Armut und Gehorsam für Musiker
5. Weitere Texte mit Besonderheiten zur Musik
6. Eine Vermutung zur frühkirchlichen Musik
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht das Wesen und die Funktion von Kirchenmusik im Kontext einer "Theologie der Kirchenmusik". Das primäre Ziel ist es, auf Basis biblischer Grundlagen, historischer Entwicklungen und philosophischer Analysen Impulse für eine liturgische Praxis zu gewinnen, die den Herausforderungen der heutigen Zeit – insbesondere im Hinblick auf Gemeinschaftsbildung und Glaubensvermittlung – gerecht wird.
- Biblische Analyse der Verwendung von Musik und Instrumenten im alten Israel und im Neuen Testament.
- Aufarbeitung der abendländischen Kirchenmusikgeschichte im Hinblick auf ihre theologische Bedeutung.
- Philosophische Untersuchung der Beziehung zwischen Musik, Glaube und Gemeinschaftsbildung.
- Kritische Reflexion der aktuellen kirchlichen Praxis in der Schweiz sowie Ansätze zur ökumenischen Gestaltung.
Auszug aus dem Buch
1. Kirche und Musik
Die beiden haben etliches gemeinsam. Die wichtigsten gemeinsamen Eigenschaften sind durch die Erkenntnistheorie aufgezeigt worden. Dazu äussert sich etwa Kurt Hübner, Glaube und denken: Dimensionen der Wirklichkeit, Kapitel „Bedeutung der Musik für den christlichen Glauben“34; der Autor findet in jeder Art von Musik einen gewissen Beziehungsreichtum, besonders auch eine gewisse Vielschichtigkeit und meistens auch ein gewisses Mass von freiwilligen Gemeinsamkeit der Beteiligten, jedoch hat die Kirchenmusik, um diesen ihren Namen zu verdienen, dem Beziehungsreichtum, der Vielschichtigkeit oder auch der freiwilligen Gemeinsamkeit von Anfang an ganz bestimmte Quantität und Qualität zuzuordnen.
Wahre Kirchenmusik, so erkennt die Philosophie, ist besondere Musik und muss besondere Musik sein; sie hat ganz bestimmte Eigenschaften deutlich zu erfüllen, welche in der Musik zwar oft gegenwärtig, aber doch nicht schlechthin allgegenwärtig sind. Gemäss Hübner ist die Kirchenmusik ein Geschehen, das ein besonders wahrhaftiges und besonders wirkliches Erkennen fördert, da sie nicht etwa nur göttliche Verheissung auflockert oder Symbolik untermalt, sondern auch das zeitliche Empfinden unterstützt und dabei Gottes Gegenwart verdeutlicht, indem sie die menschliche Erkenntnis anregt und durch gesteigerte Wahrnehmung das Wahrheitsempfinden erhöhen kann (vgl. sinngemäss Kurt Hübner, a. a. O., Seite 230).
Zusammenfassung der Kapitel
Kapitel I: Erwähnung von Musik in der Bibel: Dieses Kapitel liefert eine grundlegende Untersuchung biblischer Texte zum Thema Musik und Instrumente im Alten und Neuen Testament, um den Grundstock für eine biblisch fundierte Kirchenmusiktheologie zu legen.
Kapitel II: Blick in Geschichte und Begriffsgeschichte von Kirchenmusik: Hier wird der historische Wandel des Kirchenmusikbegriffs nachgezeichnet, von den frühen Anfängen über den Gregorianischen Choral bis hin zu aktuellen Entwicklungen und dem "Neuen Geistlichen Lied".
Kapitel III: Philosophische Herleitung von Kirchenmusik: Dieses Kapitel widmet sich der erkenntnistheoretischen und philosophischen Begründung von Kirchenmusik, wobei insbesondere die Aspekte Glaube, Beziehung und Gemeinschaft im Zentrum stehen.
Kapitel IV: Fallbeispiele und Beurteilungen: Anhand konkreter Beobachtungen aus der schweizerischen Praxis werden die Herausforderungen der Kirchenmusik beleuchtet, einschließlich kritischer Rückmeldungen aus der Gemeinde und ökumenischer Lösungsansätze.
Schlüsselwörter
Kirchenmusik, Gottesdienst, Theologie, Liturgie, Glaube, Gemeinschaft, biblische Grundlagen, Musikgeschichte, Ökumene, Musizierpraxis, Instrumente, Gesang, Erkenntnistheorie, Gottesbezug, Seelsorge
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, wie eine fundierte "Theologie der Kirchenmusik" aussehen kann und welche Impulse sich aus biblischen, geschichtlichen und philosophischen Quellen für eine zeitgemäße, gottesdienstliche Praxis ableiten lassen.
Welche sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder sind die biblische Fundierung der Musik im Kult, die historische Entwicklung der Musica Sacra, die philosophische Begründung von Kirchenmusik als beziehungsstiftendes Element sowie die praxisnahe Reflexion in den heutigen Kirchengemeinden.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, den heutigen Stand der Kirchenmusik zu charakterisieren und zu prüfen, inwieweit die Musik als Medium der Gottesbegegnung und als Mittel zur Förderung lebendiger Gemeinschaft dienen kann.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Der Autor wählt einen interdisziplinären Ansatz, der exegetische Befunde (Bibelstellen), historische Analysen, erkenntnistheoretische und philosophische Überlegungen sowie persönliche Erfahrungen aus der gottesdienstlichen Praxis miteinander verknüpft.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine biblische Bestandsaufnahme, eine geschichtliche Skizze, eine philosophische Herleitung des Kirchenmusikbegriffs sowie eine kritische Auseinandersetzung mit Praxisbeispielen aus der ökumenischen und konfessionellen Gottesdienstgestaltung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Kirchenmusik, Theologie, Gemeinschaft, Liturgie, Glaube, Musikgeschichte, Ökumene und Gottesdienstpraxis definiert.
Wie bewertet der Autor die Rolle des "Neuen Geistlichen Liedes"?
Der Autor sieht im NGL eine bewusste Horizonterweiterung und den Versuch, theologische Inhalte in neue musikalische Formen zu kleiden, mahnt jedoch an, dass nicht alle plakativen Neuerungen auch tatsächlich die liturgische Praxis nachhaltig bereichern.
Warum ist das "Atmen des Volkes" für den Autor so wichtig?
Für den Autor steht und fällt die Kirchenmusik mit der Gemeinschaft. Wenn Musik das "Atmen des Volkes" nicht unterstützt, sondern an der Gemeinde vorbeigeht, verliert sie ihre Funktion als kirchenbildendes Medium.
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- Anonym (Author), 2009, Skizzen einer Theologie der Kirchenmusik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/126006