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Neurobiologische Determinanten der Volition: Einfluss auf die Behavioral Finance Forschung

Titre: Neurobiologische Determinanten der Volition: Einfluss auf die Behavioral Finance Forschung

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2008 , 15 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Dennis Klinkhammer (Auteur)

Psychologie - Travail, Entreprise, Organisation
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Die Motivationsforschung betrachtet in der Wirtschafts- und Sozialpsychologie die Ursachen konkreter Verhaltensweisen und lehnt an einer nahezu humanistischen Sicht an den menschlichen Willen an.

Doch in der neuroökonomischen Forschung steht das Bild des souveränen Willens dem des prädiktiven Willens gegenüber. Jüngste Untersuchungen zeigen, dass sich biologischen Determinanten des Willens im Bereich der Wirtschaftspsychologie anwenden lassen.

Diese Arbeit betrachtet den Ursprung ökonomischer Rationalität und unterscheidet dabei in bewusst getroffene Entscheidungen und reflexhafte Reaktionen des Gehirns.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Behavioral Finance Forschung unter Einfluss der Volition

2.1. Die Annahmen der Behavioral Finance Forschung

2.1. Der Prozess der Willensbildung

2.2. Handlungskontrolle nach Kuhl

3. Studien zur mentalen Determination

3.1. Einführung in die Neurowissenschaften - Visualisierte Denkprozesse

3.2. Unterschiedliche Strategien - unterschiedliche Auffassungen

3.3. Über die Antizipierbarkeit des Anlageverhaltens

3.4. Neuroökonomie: Das Ende des freien Willens?

4. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die neurobiologischen Grundlagen der Volition und deren Einfluss auf die Entscheidungsfindung innerhalb der Behavioral Finance Forschung. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob ökonomisches Anlageverhalten ein Resultat bewusster freier Willensbildung ist oder durch biologische, im Gehirn determinierte Prozesse vorbestimmt wird.

  • Grundlagen der Behavioral Finance und Volitionspsychologie
  • Die Theorie der Handlungskontrolle nach Kuhl
  • Neurowissenschaftliche Methoden zur Visualisierung von Denkprozessen
  • Biologische Determination versus ökonomische Rationalität
  • Einfluss emotionaler Bewertung und Gehirnaktivität auf Investitionsentscheidungen

Auszug aus dem Buch

3.2. Unterschiedliche Strategien – unterschiedliche Auffassungen

In der Fachzeitschrift „Nature Neuroscience“ (2008) haben die Psychologin Pearl Chiu, der Mathematiker und Physiker Terry M. Lohrenz und der Neurowissenschaftler Montague Befunde über das Anlageverhalten von Rauchern und Nichtrauchern veröffentlicht. Dafür haben die Wissenschaftler eine Anlagesituation für 31 Raucher und 31 Nichtraucher geschaffen, in der sie 100 Dollar in Aktienpakete investieren konnten. Im Anschluss an die Investition sind den Probanden die realisierten Gewinne und Verluste offenbart worden; Gleichzeitig wurde den Probanden auch ein alternatives und rentableres Investitionsverhalten dargestellt. Dieses Vorgehen wurde mehrmals wiederholt.

Obwohl Raucher und Nichtraucher gegen Ende der Studie annähernd die gleichen Erträge erzielt hatten, zeigten sich eklatante Unterschiede in dem vorhergegangenen Anlageverhalten. Während die Nichtraucher in Reaktion auf die entgangenen Gewinne, welche auf einer nicht vollständig effizienten Anlagestrategie beruhten, ihr Anlageverhalten kontinuierlich anpassten, blieb das Anlageverhalten der Raucher von den Informationen der Wissenschaftler über alternative Anlagestrategien unbeeinflusst. Chiu et al. führen dies auf die Unfähigkeit der Raucher zurück, auf ein alternatives Szenario zu reagieren. Allerdings zeigen die Hirnaktivitäten von Rauchern und Nichtrauchern keinen Unterschied auf, wenn es um die Bewertung von Aktienpaketen geht. Dies bedeutet, dass sowohl die Gehirne von Rauchern und Nichtrauchern über die Anlagesituation nachdenken. Die Wissenschaftler schließen daraus, dass die Nichtraucher sich im Gedankenprozess nicht von den Rauchern unterscheiden, dafür aber anders mit der Information über alternative Anlagestrategien umgehen. Mit anderen Worten: Raucher scheinen die Alternativen ihrer Handlungen zu ignorieren. Dies gilt demnach nicht nur in ökonomischen Kontexten, sondern ist auch eine mögliche Erklärung für die Schwierigkeit mit dem Rauchen aufzuhören; Notwendige Alternativen und die Vorzüge des Nichtrauchens werden im Gehirn ausgeblendet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Fragestellung ein, ob menschliches Verhalten und ökonomische Entscheidungen durch den freien Willen bestimmt oder neurobiologisch determiniert sind.

2. Die Behavioral Finance Forschung unter Einfluss der Volition: Es werden die psychologischen Grundlagen der Behavioral Finance sowie das Konzept der Volition und die Theorie der Handlungskontrolle von Kuhl erläutert.

3. Studien zur mentalen Determination: Dieses Kapitel präsentiert neurowissenschaftliche Studien, die zeigen, wie Entscheidungsprozesse im Gehirn visualisiert und biologisch erklärt werden können.

4. Resümee: Die Ergebnisse werden zusammengeführt und diskutiert, wobei die Schlussfolgerung nahelegt, dass Entscheidungen eine komplexe Interaktion aus bewusster Kognition und vorbewusster biologischer Determination darstellen.

Schlüsselwörter

Volition, Behavioral Finance, Neuroökonomie, Handlungskontrolle, freier Wille, biologische Determinanten, Magnetresonanz-Tomografie, Anlageverhalten, Entscheidungsfindung, Kognition, Limbisches System, Homo Oeconomicus, Heuristiken, Urteilsfehler, Gehirnaktivität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die neurobiologischen Ursachen menschlichen Entscheidungsverhaltens und beleuchtet kritisch, ob Anlageentscheidungen rational durch den freien Willen oder biologisch durch Gehirnprozesse gesteuert werden.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder umfassen die Behavioral Finance Forschung, die Volitionspsychologie (Willensbildung), die Neurowissenschaften und deren Einfluss auf die moderne ökonomische Theoriebildung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die deterministische Sicht der Neurobiologie auf den menschlichen Willen der klassischen, ökonomischen Rationalitätsannahme gegenüberzustellen und ihre Relevanz für das Anlageverhalten zu prüfen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die aktuelle neurowissenschaftliche Studien (insb. bildgebende Verfahren wie die Magnetresonanz-Tomografie) und verhaltensökonomische Experimente (wie das Ultimatum-Spiel) als Belege heranzieht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Handlungssteuerung nach Kuhl, die Antizipierbarkeit von Entscheidungen durch Hirnaktivität und die Rolle des limbischen Systems bei komplexen ökonomischen Fragestellungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Volition, Neuroökonomie, biologische Determination und den Abschied vom klassischen Homo Oeconomicus geprägt.

Welche Bedeutung hat das "Ultimatum-Spiel" für die Arbeit?

Das Spiel dient als praktisches Beispiel, um die Diskrepanz zwischen rein ökonomischer Rationalität und dem realen, von biologischen Faktoren wie Fairness-Empfinden beeinflussten menschlichen Verhalten zu illustrieren.

Was besagt die Studie zu Rauchern und Nichtrauchern im ökonomischen Kontext?

Sie zeigt, dass Raucher Schwierigkeiten haben, ihre Anlagestrategien trotz besserer Informationen anzupassen, was auf eine biologisch bedingte Ausblendung von Alternativen hindeutet, ähnlich wie bei ihrer Suchtproblematik.

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Résumé des informations

Titre
Neurobiologische Determinanten der Volition: Einfluss auf die Behavioral Finance Forschung
Université
University of Cologne
Note
1,3
Auteur
Dennis Klinkhammer (Auteur)
Année de publication
2008
Pages
15
N° de catalogue
V126024
ISBN (ebook)
9783640314461
ISBN (Livre)
9783640317981
Langue
allemand
mots-clé
Neurobiologische Determinanten Volition Einfluss Behavioral Finance Forschung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Dennis Klinkhammer (Auteur), 2008, Neurobiologische Determinanten der Volition: Einfluss auf die Behavioral Finance Forschung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/126024
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Extrait de  15  pages
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