Bei dieser Arbeit handelt es sich um eine Unterweisung für den Ausbildungsberuf als Steinmetz und Steinbildhauer im Rahmen der Ausbilder-Eignungsprüfung mit dem Thema "Herstellen einer Profilschablone und Übertragen auf das Werkstück" auf vier Seiten.
Inhaltsverzeichnis der Unterweisung
1. Stufe: Vorbereitung des Auszubildenden
2. Stufe: Vormachen und Erklären
3. Stufe: Nachmachen und erklären lassen
4. Stufe: Üben und Festigen
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Ziel dieser Arbeitsunterweisung ist die Vermittlung der fachgerechten Anfertigung einer Profilschablone sowie deren präzise Übertragung auf ein Werkstück im Rahmen der Ausbildung zum Steinmetz und Steinbildhauer. Der Fokus liegt dabei auf der praktischen Anwendung der Vier-Stufen-Methode, um dem Auszubildenden Sicherheit in der Anrisstechnik und ein Verständnis für die Materialanforderungen zu vermitteln.
- Grundlagen der Schablonenherstellung und Materialkunde.
- Methodik des maßgetreuen Übertragens von Profilformen.
- Berücksichtigung von Werkstückqualität und Sichtkanten.
- Vermittlung systematischer Arbeitsabläufe in der Steinbearbeitung.
- Förderung der eigenverantwortlichen Qualitätskontrolle.
Auszug aus der Arbeitsunterweisung
2. Stufe: Vormachen und Erklären
1. Profilskizze kurz erklären.
2. Schablonenmaterial zur Hand nehmen.
3. Ein entsprechend großes Teilstück grob herausschneiden.
4. Aufzeichnen der Maße auf der Schablone.
5. Ausschneiden der Schablone (Hinweis: Auf sauberen Schnitt achten!).
6. Kennzeichnen der Stoßflächen auf der Profilschablone mit Schrägstrichen. (Hinweis: Zur Übersichtlichkeit beim Antragen der Schablone am Werkstein; damit deutlich wird welche Flächen später nach dem Einbau sichtbar sind und welche nicht; Fehler (z.B.: Einschlüsse) am Naturstein können somit in den Bereich der nicht sichtbaren Flächen „gedreht“ werden)
7. Werkstücknummer und Schablonentyp mit Seitenangabe, Sichtkanten und Fugenkanten auf der Schablone eintragen.
8. Anlegen der Profilschablone am Werkstein (Hinweis: Auf „gute“ Sichtflächen achten!).
9. Anzeichnen des Profiles mit Bleistift auf beiden Seiten (Hinweis: Deutlich und sauber anzeichnen!).
10. Verbinden der beiden Kopfflächen.
11. Zum Abschluss, den Auszubildende fragen, ob er alles nachvollziehen kann und verstanden hat.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Stufe: Vorbereitung des Auszubildenden: In dieser Phase werden Hemmungen abgebaut, das Interesse am Thema geweckt und die notwendigen Ausbildungsmittel sowie UVV-Maßnahmen geprüft.
2. Stufe: Vormachen und Erklären: Hier demonstriert der Ausbilder den gesamten Prozess der Schablonenerstellung und des Übertragens auf den Stein, wobei auf wichtige Details wie Sichtkanten und saubere Anrisstechnik hingewiesen wird.
3. Stufe: Nachmachen und erklären lassen: Der Auszubildende führt die Arbeitsschritte selbstständig durch, begründet sein Vorgehen und erhält unmittelbar Feedback sowie Hilfestellung bei aufkommenden Fehlern.
4. Stufe: Üben und Festigen: Durch weiterführende, eigenständige Aufgaben wird die Fertigkeit vertieft, wobei der Ausbilder den Lernprozess kontinuierlich kontrolliert und durch konstruktives Feedback die notwendige Handlungssicherheit fördert.
Schlüsselwörter
Steinmetz, Steinbildhauer, Arbeitsunterweisung, Vier-Stufen-Methode, Profilschablone, Anrisstechnik, Werkstein, Schablonenherstellung, Profilübertragung, Handwerk, Ausbildung, Sichtkanten, Werkstückbearbeitung, Maßgenauigkeit
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeitsunterweisung grundsätzlich?
Die Unterweisung dient der Einweisung eines Auszubildenden im ersten Lehrjahr in das Herstellen von Profilschablonen und deren korrekte Anwendung am Werkstück.
Welches sind die zentralen Themenfelder der Unterweisung?
Die zentralen Felder sind die Materialkunde zur Schablonenerstellung, die präzise Anrisstechnik und die fachgerechte Übertragung von Profilen auf Naturstein.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, dass der Auszubildende das selbstständige Erstellen einer Profilschablone nach Skizze und das fehlerfreie Übertragen der Profilformen auf den Werkstein beherrscht.
Welche wissenschaftliche oder pädagogische Methode wird verwendet?
Es wird die klassische Vier-Stufen-Methode angewandt, die aus den Phasen Vorbereiten, Vormachen, Nachmachen und Üben/Festigen besteht.
Was wird im Hauptteil der Unterweisung behandelt?
Im Hauptteil liegt der Fokus auf der praktischen Umsetzung, angefangen bei der Wahl des Schablonenmaterials über das Ausschneiden bis hin zum Anreißen am Werkstück unter Berücksichtigung von Sicht- und Stoßkanten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Typische Begriffe sind Steinmetz, Profilschablone, Anrisstechnik, Vier-Stufen-Methode und fachgerechte Werksteinbearbeitung.
Warum ist die Kennzeichnung der Stoßflächen auf der Schablone wichtig?
Sie dient der Übersichtlichkeit beim Antragen, um sicherzustellen, dass sichtbare Flächen nach dem Einbau nicht durch Materialfehler am Stein beeinträchtigt werden.
Was soll der Auszubildende im affektiven Bereich lernen?
Er soll ein Bewusstsein für die Notwendigkeit präzisen Arbeitens entwickeln und die Wichtigkeit der Anrisstechnik als Grundlage für den späteren Einbau verinnerlichen.
Wie wird in Stufe 4 die Qualität der Arbeit sichergestellt?
Der Ausbilder kontrolliert die Arbeiten des Auszubildenden, gibt Feedback bei Defiziten und fördert ihn, bis die Aufgaben sicher und mit der erforderlichen Geschwindigkeit beherrscht werden.
- Quote paper
- Jens Wecker (Author), 2009, Herstellen einer Profilschablone und Übertragen auf das Werkstück (Unterweisung Steinmetz und Steinbildhauer / -in), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/126050