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Die Portfolioarbeit als eine Methode zur Individualisierung von Lernprozessen und Leistungsbewertungen im Fach Erziehungswissenschaft

Exemplarisch erprobt in einem projektartigen Unterrichtsvorhaben zur Theorie der kognitiven Entwicklung nach Jean Piaget

Title: Die Portfolioarbeit als eine Methode zur Individualisierung von Lernprozessen und Leistungsbewertungen im Fach Erziehungswissenschaft

Project Report , 2009 , 49 Pages

Autor:in: M. A. Jutta Mahlke (Author)

Pedagogy - Theory of Science, Anthropology
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Dieses Konzept setzt sich aus drei Teilen zusammen. Im ersten Teil der Arbeit sollen die Rahmenbedingungen, die Richtlinien und Bezüge zur Fachdidaktik Erziehungswissenschaft dargestellt werden, um den Rahmen zu erfassen, in dem sich die Erwartungen an das Konzept formulieren und konkretisieren lassen. Der zweite Teil stellt das Konzept, die Methode Portfolioarbeit im Fach Erziehungswisssenschaft dar und versucht die Theoriebezüge und Erwartungen, die Individualisierung von Lernprozessen und Leistungsbeurteilung im gegebenen Rahmen zu konkretisieren. Im dritten Teil wird das exemplarische Unterrichtsvorhaben zur kognitiven Entwicklung nach Jean Piaget in zwei Parallelkursen der 11. Jahrgangsstufe Gymnasium im schematischen Verlauf skizziert.
Im Wesentlichen wird in diesem Konzept das Verständnis von Erkenntnis nach dem Äquilibrierungsmodell und die kognitive Entwicklung nach dem Stufenkonzept Piagets erarbeitet. Im abschließenden vierten Teil werden Evaluationskriterien für das Konzept entworfen, die an der exemplarischen Erprobung konkretisiert werden.
Wie die kognitive Wende in der Lernforschung den Intake und Erwerb von Wissen durch den aktiven Lerner entdeckte und einforderte, fordern Bildungspläne nun Individualisierung des Lernens und die Selbsteinschätzung zum selbstbestimmten Lernen anhand von konkreten Rückmeldungen und standardisierten Vorgaben ein, um dem Lerner Eigenverantwortung im Lernprozess zu ermöglichen, eine kopernikanische Wende im Schulwesen.
Dem Lehrer kommt dann die Funktion des Organisierens von fördernden Lernumgebungen, Lernberatung und Moderation von Lernprozessen und dem Fehler die Triebfederfunktion zu.

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Inhaltsverzeichnis

1. BEGRÜNDUNGSZUSAMMENHANG

1.1 Bezug zu den Richtlinien und Lehrplan im Fach Erziehungswissenschaft

1.2 Bezug zur Fachdidaktik Erziehungswissenschaft

2. PORTFOLIOARBEIT IM FACH ERZIEHUNGSWISSENSCHAFT

2.1 Portfolioarbeit als Methode

2.1.1 Hintergründe zur Herkunft des Begriffs und der Methode

2.1.2 Erwartungen

2.1.3 Theorien, Prinzipien und Hypothesen der Bezugswissenschaften

2.2 Individualisierung von Lernprozessen

2.2.1 Individualisierung der Lernprozesse in der Portfolioarbeit

2.2.2 Bewusstseinsbildung für Lern- und Studienkompetenzen

2.2.3 Pädagogische Eigenverantwortung für Kompetenzentwicklung

2.2.4 Wissenschaftspropädeutische Methodenkompetenzen

2.3 Individualisierung von Leistungsbeurteilung

2.3.1 Prozessorientierte Lernerfolgsüberprüfungen

2.3.2 Individuelle und soziale Bezugsnorm in der Portfolioarbeit

3. EXEMPLARISCHE ERPROBUNG IM UNTERRICHTSVORHABEN

3.1 Thema: Die kognitive Entwicklung nach Jean Piaget

3.1.1 Organisatorischer Rahmen

3.1.2 Lernziele

3.1.3 Lernvoraussetzungen

3.1.4 Das exemplarische Unterrichtsvorhaben – Schematische Verlaufsübersicht

4. EVALUATION VON PORTFOLIOARBEITEN

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist die theoretische Fundierung und exemplarische Erprobung der Portfolioarbeit als Instrument zur Individualisierung von Lernprozessen und Leistungsbewertungen im Fach Erziehungswissenschaft. Dabei soll untersucht werden, wie Schülerinnen und Schüler durch selbstgesteuertes Arbeiten, Mediennutzung und Reflexion ihre Methoden- und Selbstkompetenz im Kontext der kognitiven Entwicklungstheorie nach Jean Piaget weiterentwickeln können.

  • Portfolioarbeit als Methode im problemorientierten Unterricht
  • Individualisierung von Lernprozessen und Leistungsbeurteilung
  • Exemplarische Erprobung am Beispiel der Piaget'schen Kognitionstheorie
  • Integration neuer Medien zur Lernprozessbegleitung
  • Förderung wissenschaftspropädeutischer Methodenkompetenzen

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Hintergründe zur Herkunft des Begriffs und der Methode

Der Begriff Portfolio leitet sich aus dem Kompositum des Verbs „portare“ (tragen) und des Nomens „folium“ [lat. Blatt] ab. Ihm geht historisch das Folio voraus, das als deutscher und englischer Begriff im europäischen Raum bereits im frühen Mittelalter genannt wird, beispielsweise entstand bereits zwischen 1030 und 1050 im Kloster von Echternach der goldene Codex von Echternach. Folio ist das größte bibliografische Format. Im Buchformat unterscheidet man die Meßformate nach der Größe des Buchdeckels: Folio (2° 2 Blatt bis zu 45 cm Höhe), groß 2° sogar über 45 cm Höhe, Quart (4°; 4 Blatt bis 35 cm Höhe), Oktav (8° , 8 Blatt bis 25 cm Höhe), Duodez und Sedez. Wie Anglisten wissen, hat auch Shakespeare seine Tragödie Macbeth 1623 in einer so genannten First-Folio-Ausgabe veröffentlicht. Der Buchdruck mit aus Eisen gefertigten Pressen fertigte seit 1800 Folio-, Quarto-, Oktavo- und größere Mehrseiten-Produktionen.

Nun schienen Architekten, die sich um Bauaufträge bewarben und Künstler, die an die Akademien strömten, bereits in der Renaissance die tragbaren Portfolios zu bevorzugen, eine Art Mappe, die nicht nur einen Entwurf, sondern eine Entwicklung oder Sammlung dokumentieren. Später übernahm das Bankwesen die Portfolioinvestition [ital.], die Kapitalanlage in langfristigen Wertpapieren, die v.a. auf internationale Kapitalbewegungen angewendet wird.

Das deutsche Schulwesen übernahm diesen Gedanken, durchaus auf dem ausgewählten Hintergrund der Konstruktionszeichnungen schon in der Reformpädagogik. Die parallele pädagogische Bewegung der USA war die so genannte progressive education, später wurde in Vermont der Portfolio als Assessment der Regionen erprobt. Als Assessment der Schulverwaltung erfüllte er nicht seinen Zweck, jedoch wurde seine Form als Methode an den Schulen zunehmend beliebt und breitete sich in den 90er Jahren von dort auf alle Fächer und Schulformen in den USA aus. Reizvoll ist am schulischen Portfolio u.a., dass er nicht festgelegt ist und damit kaum definier- oder standardisierbar. Er ist und bleibt ein individuelles Instrument in der Schule und kann nur im übergreifenden Rahmen zu übergreifenden Standards auch standardisierte Formen annehmen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. BEGRÜNDUNGSZUSAMMENHANG: Darstellung der curricularen Verankerung und der fachdidaktischen Relevanz von Portfolioarbeit im erziehungswissenschaftlichen Unterricht.

2. PORTFOLIOARBEIT IM FACH ERZIEHUNGSWISSENSCHAFT: Detaillierte Erläuterung der Methode, ihrer theoretischen Bezüge, der Individualisierungsaspekte bei Lernprozessen und der Leistungsbewertung.

3. EXEMPLARISCHE ERPROBUNG IM UNTERRICHTSVORHABEN: Konkrete Skizzierung eines Unterrichtsvorhabens zur Kognitionstheorie nach Jean Piaget in zwei Oberstufenkursen inklusive organisatorischer und zielorientierter Rahmenbedingungen.

4. EVALUATION VON PORTFOLIOARBEITEN: Reflexion der durchgeführten Portfolioarbeit unter Einbeziehung von Kriterien zur Leistungsbewertung und Möglichkeiten der Weiterentwicklung.

Schlüsselwörter

Portfolioarbeit, Individualisierung, Erziehungswissenschaft, Kognitive Entwicklung, Jean Piaget, Selbststeuerung, Leistungsbeurteilung, Kompetenzentwicklung, Unterrichtsvorhaben, Medienkompetenz, Lernbegleitung, Konstruktivismus, Methodenkompetenz, Schülerexperimente, Selbstreflexion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit behandelt die Implementierung der Portfolioarbeit als Methode im Fach Erziehungswissenschaft, um Lernprozesse und Leistungsbewertungen individuell und schülerorientiert zu gestalten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die theoretische Herleitung der Portfolioarbeit, Konzepte zur Individualisierung von Lernen und Leistung sowie die konkrete Anwendung im Rahmen des Stufenkonzepts nach Jean Piaget.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, ein transparentes Lehr- und Lerninstrument zu schaffen, das die Eigenverantwortung der Lernenden stärkt und den Erwerb von fachwissenschaftlichen Kompetenzen durch aktive Reflexion fördert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es werden Ansätze der pädagogischen Handlungsforschung (action research) angewandt, kombiniert mit konstruktivistischen Lernprinzipien und Elementen der empirischen Sozialforschung für die Schülerexperimente.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die methodischen Grundlagen der Portfolioarbeit, die Konzeption der Individualisierung, die detaillierte Planung des Unterrichtsvorhabens zu Piaget und die abschließende Evaluation.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselwörter wie Portfolioarbeit, Individualisierung, Piaget, Kognitionstheorie, Eigenverantwortung und Methodenkompetenz definieren den inhaltlichen Kern.

Wie werden die neuen Medien in das Konzept integriert?

Medien wie Lo-Net 2, Mindmanager und elektronische Datenbanken dienen der Dokumentation, der zeit- und ortsunabhängigen Kommunikation sowie der Visualisierung von Lernfortschritten.

Was spielt bei der Leistungsbewertung eine besondere Rolle?

Die Bewertung ist prozessorientiert; anstelle rein kriterienorientierter oder sozialer Normen tritt der individuelle Lernfortschritt, dokumentiert durch Selbsteinschätzungen und Peer-Feedbacks, in den Vordergrund.

Was ist das Besondere an dem Unterrichtsvorhaben zu Jean Piaget?

Es verknüpft theoretisches Wissen über das Stufenkonzept mit praktischen Schülerexperimenten, wodurch die Lernenden die kognitive Entwicklung aus der Perspektive des Edukanden und Erziehers erforschen.

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Details

Title
Die Portfolioarbeit als eine Methode zur Individualisierung von Lernprozessen und Leistungsbewertungen im Fach Erziehungswissenschaft
Subtitle
Exemplarisch erprobt in einem projektartigen Unterrichtsvorhaben zur Theorie der kognitiven Entwicklung nach Jean Piaget
Author
M. A. Jutta Mahlke (Author)
Publication Year
2009
Pages
49
Catalog Number
V126217
ISBN (eBook)
9783640328383
ISBN (Book)
9783640328789
Language
German
Tags
Portfolioarbeit Methode Individualisierung Lernprozessen Leistungsbewertungen Fach Erziehungswissenschaft Exemplarisch Unterrichtsvorhaben Theorie Entwicklung Jean Piaget
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
M. A. Jutta Mahlke (Author), 2009, Die Portfolioarbeit als eine Methode zur Individualisierung von Lernprozessen und Leistungsbewertungen im Fach Erziehungswissenschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/126217
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