Diese Arbeit über das Klima von Norddeutschland beschäftigt sich insbesondere mit den klimatischen Unterschieden zwischen einzelnen Orten Norddeutschlands und der Darlegung der Gründe für diese Variationen. Norddeutschland wird hier gefasst, als das Gebiet der BRD nördlich der Mittelgebirgsschwelle, jedoch werden Harz und Erzgebirge mit einbezogen.
Im Näheren wird auf die Einordnung in die allgemeine Zirkulation, auf die Strömungsverhältnisse, auf den von West nach Ost leicht ansteigenden Kontinentalitätsgrad, den Niederschlagsreichtum des Küstenstreifens und der Klimawirksamkeit bereits geringer Erhebungen eingegangen, um ein detailliertes Bild des Klimas und der bestimmenden Faktoren zu geben.
Inhaltsverzeichnis
1 Einführung in das Themengebiet
2 Einordnung in die allgemeine Zirkulation
3 Die Strömungsverhältnisse über Norddeutschland
4 Klimatische Einteilung und Klimaausprägungen Norddeutschlands
4.1 Der Küstenstreifen
4.2 Klimavariation innerhalb des Norddeutschen Tieflandes
4.3 Das Klima der Mittelgebirgsschwelle mit Fokus auf Harz und Erzgebirge
5 Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die klimatischen Unterschiede zwischen verschiedenen Orten in Norddeutschland und analysiert die zugrunde liegenden Faktoren, die für diese räumlichen Variationen verantwortlich sind.
- Einfluss der allgemeinen Zirkulation auf das deutsche Klima
- Analyse der Strömungsverhältnisse und Windrichtungen
- Klimatische Differenzierung zwischen Küsten- und Binnenland
- Auswirkungen topographischer Gegebenheiten auf Temperatur und Niederschlag
Auszug aus dem Buch
Die Strömungsverhältnisse über Norddeutschland
Deutschland liegt im Statistischen Mittel ganzjährig im Einflussbereich der Westwindzone der höheren Mittelbreiten, in der Luftmassen verschiedener Herkunft in Zyklonen miteinander verwirbelt werden. Die Zyklone werden durch Zwischenhochs voneinander getrennt. Während Zyklone fremdbürtige oder allochthone Luftmassen nach Deutschland verfrachten, herrscht unter Einfluss von Antizyklonen eine eigenbürtige oder autochthone Witterung eines Ortes vor (vgl. Klein 2003b: Zirkulation und Windrichtung). Wie man aus eigener Erfahrung weiß, herrschen jedoch nicht immer Winde aus westlichen Richtungen. Die bodennahen Windverhältnisse zeigen zwar ein deutliches Maximum bei westlichen und südwestlichen Richtungen, jedoch findet sich ein zweiter starker Ausschlag bei Winden aus östlichen Richtungen (vgl. Abb. 1). “Winde aus östlichen Richtungen [...] treten aber bereits erheblich seltener auf und sind vorwiegend an Perioden mit kontinentalen Hochdruckgebieten über dem skandinavischen Raum oder Osteuropa gebunden“ (Hendl 2002:21). (vgl. Abb. 2) Dieses Beispiel verdeutlicht, dass die Windrichtung von bestimmten Großwetterlagen verursacht wird. Bei verschiedenen Wetterlagen verteilen sich Temperatur und Niederschlag sehr unterschiedlich und in Einzelfall erheblich von den Mittelwerten abweichend.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einführung in das Themengebiet: Definition des Untersuchungsraumes Norddeutschland und Benennung der klimatischen Einflussfaktoren.
2 Einordnung in die allgemeine Zirkulation: Beschreibung der planetarischen Luftdruckgürtel und der Bedeutung der Zyklone für den Wetterwechsel in Deutschland.
3 Die Strömungsverhältnisse über Norddeutschland: Analyse der vorherrschenden Westwindzirkulation und der Auswirkungen spezifischer Großwetterlagen auf Wind und Wetter.
4 Klimatische Einteilung und Klimaausprägungen Norddeutschlands: Untersuchung des Übergangsklimas zwischen maritimen und kontinentalen Einflüssen sowie der Rolle von Relief und Bodenbeschaffenheit.
4.1 Der Küstenstreifen: Erläuterung der klimatischen Besonderheiten an der Küste, insbesondere in Bezug auf Niederschlag und Temperaturamplitude.
4.2 Klimavariation innerhalb des Norddeutschen Tieflandes: Betrachtung regionaler Unterschiede und der allgemeinen Abnahme von Niederschlägen mit zunehmender Distanz zum Atlantik.
4.3 Das Klima der Mittelgebirgsschwelle mit Fokus auf Harz und Erzgebirge: Analyse der höhenbedingten Temperaturänderungen und der orographischen Einflüsse auf die Niederschlagsverteilung.
5 Zusammenfassung: Synthese der wesentlichen Ergebnisse zur klimatischen Charakteristik Norddeutschlands als humides Übergangsklima.
Schlüsselwörter
Norddeutschland, Klima, Westwindzone, Zyklone, Kontinentalität, Niederschlag, Mittelgebirgsschwelle, Temperatur, Großwetterlagen, Küstenkonvergenz, Luftmassen, Ozeanität, Klimaelemente, Relief, Hydrologie
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit befasst sich mit den klimatischen Bedingungen und Unterschieden im norddeutschen Raum, unter besonderer Berücksichtigung der physikalisch-geographischen Einflussfaktoren.
Welche Themenfelder stehen im Zentrum?
Zentrale Themen sind die allgemeine Zirkulation, Strömungsverhältnisse, die klimatische Einteilung nach Köppen sowie die differenzierte Betrachtung von Küstenregionen, Tiefland und Mittelgebirgen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die detaillierte Darlegung der Gründe für die klimatischen Variationen zwischen einzelnen Orten in Norddeutschland.
Welche wissenschaftliche Methode findet Anwendung?
Die Arbeit nutzt eine klimatologische Analyse auf Basis von Klimadiagrammen, statistischen Häufigkeitsverteilungen der Großwetterlagen und der Auswertung bestehender Fachliteratur.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die großräumige Einordnung in die Zirkulation, die Untersuchung der Bodenwindverhältnisse und eine detaillierte regionale Analyse der Klimaausprägungen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind insbesondere maritime Einflüsse, Kontinentalitätsgrad, Niederschlagsverteilung und die reliefbedingte Wirksamkeit auf das lokale Klima.
Warum spielt der Harz eine so besondere Rolle für das Klima der Region?
Der Harz fungiert als erste orographische Erhebung für atlantische Luftmassen, wodurch er durch Stau- und Regenschatteneffekte das Klima der umliegenden Beckenlagen, wie der Leipziger Tieflandsbucht, maßgeblich beeinflusst.
Wie erklärt der Autor die Besonderheit der Lüneburger Heide?
Die Lüneburger Heide weist trotz geringer Höhenlage eine hohe Zahl an Frosttagen auf, was auf die spezielle Eigenschaft der sandigen Böden zurückzuführen ist, die Wärme schlecht leiten und nachts stark abkühlen.
- Citation du texte
- Martin Wendel (Auteur), 2007, Das Klima Norddeutschlands, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/126233