[...] Im ersten Werk "Erzähl mir nix" von Berndt
Schwandt werden sprachwissenschaftliche Ansätze zur Kommunikation in Organisationen
und Unternehmen dargestellt. Im ersten Kapitel meiner Arbeit gebe ich
als erstes einen Überblick über das Werk "Erzähl mir nix" von Berndt Schwandt.
Als zweiten Punkt werden Strukturmöglichkeiten einer Organisation von mir
dargestellt. Die mündliche Kommunikation, mit ihren Grundformen "Gespräch
und Rede" bilden den dritten Punkt, in dem deutlich gemacht wird, daß es in den
folgenden Ausführungen um "mündliche" Kommunikation geht, also um das
"miteinander Sprechen" von Menschen in sozialen Lebenszusammenhängen. Es
wird hier deutlich gemacht, daß das "Gespräch" in Organisationen im
Vordergrund steht. Diese Aussage bildet die Grundlage für den folgenden Punkt,
in dem die Funktion von Gesprächen und Gesprächsprozessen, in phatische und
rhetorische Funktionen von Gesprächen unterschieden wird. Im fünften und
letzten Punkt des ersten Kapitels gehe ich genauer auf die rhetorische Funktion
von Gesprächen und deren Handlungsfeld ein. Hierbei werden die
Kommunikationsebenen "Koordination, Konflikt und Konsens" in ihren
Unterschieden und Zusammenhängen näher betrachtet.
Im zweiten Werk "Führung und Leitung in sozialen Organisationen", von den
Herausgebern Peter Boskamp und Rudolf Knapp, ist das vierte Kapitel
"Kommunikation und Kooperation in sozialen Organisationen" von Peter Graeff
Grundlage meiner Ausführungen. Zu Anfang des dritten Kapitels gebe ich auch hier einen Überblick über das von mir betrachtete Werk. Im folgenden stelle
ich allgemeinen Aussagen über die Kommunikation und Kooperation in sozialen
Organisationen dar. Im dritten Punkt beschreibe ich das "Sender – Empfänger –
Modell" und das "soziale Netzwerk" der Kommunikation. Durch die
Erläuterungen von "sozialen Netzwerken" werden im folgenden Macht und
Abhängigkeitsstrukturen, Komplexität und Kommunikationsstrukturen in sozialen
Organisationen von mir betrachtet. In Organisationen, in denen Menschen
verschiedener Bildung und Herkunft miteinander handeln, kommt es zu
"Konflikten" und "Kommunikationsstörungen". Diese zwei Themen sind Inhalt
des vierten Punktes, in dem auch die "Bedingungen kooperativen Verhaltens"
vorgestellt werden. Zum Abschluß des zweiten Kapitels gebe ich Anregungen für
die "Verbesserung von Kommunikation und Kooperation in sozialen
Organisationen".
Den Schluß meiner Arbeit bilden Bemerkungen, in denen ich meine eigene
Meinung äußere.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Sprachwissenschaftliche Ansätze zur Kommunikation in Organisationen und Unternehmen
2.1 Überblick über das Werk "Erzähl mir nix"
2.2 Strukturmöglichkeiten von Organisationen
2.3 Mündliche Kommunikation mit ihren Grundformen: Gespräch und Rede
2.4 Funktionen von Gesprächen: phatisch und rhetorisch
2.5 Das "Handlungsfeld" rhetorischer Kommunikation: Koordination, Konflikt, Konsens
2.5.1 Koordination
2.5.2 Konflikt
2.5.3 Konsens
3 Kommunikation aus Sicht einer sozialen Organisation
3.1 Überblick über das Werk "Führung und Leitung in sozialen Organisationen"
3.2 Allgemeines zur Kommunikation und Kooperation in sozialen Organisationen
3.3 Modelle der Kommunikation
3.3.1 Sender – Empfänger – Modelle
3.3.2 Soziale Netzwerke der Kommunikation
3.3.2.1 Macht und Abhängigkeitsstrukturen in Organisationen
3.3.2.2 Komplexität von Organisationen
3.3.2.3 Kommunikationsstrukturen in Organisationen
3.4 Konflikte und Kommunikationsstörungen – Abgrenzung des Konfliktbegriffes
3.4.1 Bedingungen kooperativen Verhaltens
3.4.2 Verbesserung der Kooperation durch Kommunikation
3.5 Anregungen für die Verbesserungen von Kommunikation und Kooperation
3.5.1 Bedingungen der Konfliktlösung
3.5.2 Beratung in Konflikten
4 Abschließende Bemerkungen
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht kommunikative Ansätze und Strukturen in Unternehmen sowie sozialen Organisationen. Ziel ist es, ein besseres Verständnis für die Bedeutung effektiver Kommunikation in sich wandelnden Organisationen zu schaffen und Lösungsstrategien für alltägliche Kommunikationsprobleme und Konfliktsituationen aufzuzeigen.
- Sprachwissenschaftliche Grundlagen der Kommunikation in Organisationen
- Modelle zur Analyse von Kommunikationsprozessen (Sender-Empfänger, soziale Netzwerke)
- Das Handlungsfeld rhetorischer Kommunikation: Koordination, Konflikt und Konsens
- Strategien zur Bewältigung von Konflikten und Förderung kooperativen Verhaltens
Auszug aus dem Buch
2.5.2 Konflikt
Nicht immer ist es leicht sich zu einigen. Menschen haben unterschiedliche Vorstellungen davon, wie sie handeln wollen, wer wann handeln soll, und wer dabei welche Kompetenzen und Verantwortlichkeiten hat, oder welche Ziele sie dabei anstreben (vgl. Schwandt S.38). Diese Faktoren bringen automatisch Unstimmigkeiten mit sich, und um wieder miteinander handeln und sprechen zu wollen, müssen die Beteiligten miteinander "streiten". Dieses Streiten – der Konflikt - liegt ebenso wie die Koordination auf unterschiedlichen Ebenen (vgl. Schwandt S.38).
1. Sachebene: Besteht Einigkeit über die Fakten? Worin liegt das Problem?
2. Personebene: Als wer reden wir miteinander? Wer hat welche Entscheidungsbefugnisse? Können wir "in der Sache" miteinander reden, oder stehen persönliche Konflikte an erster Stelle?
3. Verlaufsebene: Welches Thema hat Vorrang? Wer redet wann? Wann entscheiden wir uns nach welchem Modus? Wer ist "neutral" genug, den Verlauf zu regeln?
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung motiviert die Relevanz von Kommunikation in modernen Unternehmen und sozialen Organisationen und skizziert das methodische Vorgehen durch die Vorstellung zweier zentraler Fachwerke.
2 Sprachwissenschaftliche Ansätze zur Kommunikation in Organisationen und Unternehmen: Dieses Kapitel erläutert sprachwissenschaftliche Grundlagen, behandelt Strukturmöglichkeiten von Organisationen und definiert Kommunikation als ein Handlungsfeld, das durch Koordination, Konflikt und Konsens geprägt ist.
3 Kommunikation aus Sicht einer sozialen Organisation: Das Kapitel überträgt die theoretischen Ansätze auf den Non-Profit-Bereich, analysiert Kommunikationsmodelle, Netzwerke sowie spezifische Konfliktarten und leitet daraus Ansätze zur Verbesserung der Kooperation ab.
4 Abschließende Bemerkungen: Der Autor reflektiert die Ergebnisse, weist auf die Diskrepanz zwischen theoretischem Wissen und realer Gesprächsführung in Organisationen hin und plädiert für eine bessere Vorbereitung auf Miteinandersprechen bereits in der Ausbildung.
Schlüsselwörter
Kommunikation, Organisationen, soziale Organisationen, Unternehmen, Kooperation, Koordination, Konflikt, Konsens, Gespräch, Rede, rhetorische Kommunikation, Gesprächsführung, Führung, Konfliktlösung, Miteinanderhandeln.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert kommunikative Prozesse und Strukturen innerhalb von Unternehmen und sozialen Organisationen, um die Bedeutung effektiver Kommunikation für die erfolgreiche Zusammenarbeit zu verdeutlichen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf sprachwissenschaftlichen Ansätzen zur Kommunikation, der Analyse von Organisationsstrukturen, der Anwendung von Kommunikationsmodellen sowie dem Umgang mit Konflikten und der Förderung kooperativen Verhaltens.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Hauptziel besteht darin, die Rolle von Kommunikation als essenzielles Instrument für strukturelle Anpassungen und Problemlösungen in Organisationen darzustellen und praktische Ansätze für eine gelingende Kooperation aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und dem Vergleich zweier zentraler Fachwerke, um theoretische Konzepte der Kommunikation auf die praktische Arbeit in Organisationen zu beziehen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil erfolgt eine detaillierte Auseinandersetzung mit Kommunikationsgrundformen, dem Handlungsfeld von Koordination, Konflikt und Konsens sowie verschiedenen Modellen wie dem Sender-Empfänger-Modell und sozialen Netzwerken.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Kommunikation, Kooperation, Konflikt, Konsens, Organisationsstruktur sowie rhetorische Kommunikation und Gesprächsführung.
Warum ist das Verständnis von Konflikten auf der "Personebene" so entscheidend?
Weil Konflikte in Organisationen häufig auf persönlichen Animositäten oder verdeckten Interessen basieren, die bei reiner Sachdiskussion oft ignoriert werden, aber die effektive Kooperation massiv stören können.
Welchen Einfluss hat die Komplexität einer Organisation auf die Kommunikation?
Komplexität erschwert die Zuordnung von Verantwortlichkeiten und fördert die Entstehung von Gerüchten, was den Konfliktverlauf behindern kann, da Mitarbeiter oft nicht wissen, an wen sie sich bei Anliegen wenden sollen.
Warum sind "dezentralisierte" Kommunikationsstrukturen für komplexe Aufgaben oft besser geeignet?
Sie ermöglichen eine breitere Verteilung der Lösungsfindung auf viele Personen, während in zentralisierten Strukturen die zentrale Person bei komplexen Problemen oft überfordert wäre.
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- Christian Follath (Author), 2000, Kommunikationsansätze und Kommunikationsstrukturen in Unternehmen und sozialen Organisationen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/12623