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Die deutsche Mindestlohndebatte. Populismus und Schwächung der Tarifautonomie?

Titel: Die deutsche Mindestlohndebatte. Populismus und Schwächung der Tarifautonomie?

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2022 , 22 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Dennis Prager (Autor:in)

BWL - Wirtschaftspolitik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ziel der Arbeit wird es sein, die Forschungsfrage "Die deutsche Mindestlohndebatte – Populismus und Schwächung der Tarifautonomie?" zentral zu beantworten. Aber auch die zentralen Ansichten der Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite zur Mindestlohndebatte werden näher beleuchtet. Zu Beginn der Arbeit bildet Kapitel zwei die theoretische Grundlage durch eine Einführung in den deutschen Mindestlohn und die derzeitige Mindestlohndebatte in Deutschland. Neben der Funktion eines Mindestlohnes wird auch auf die Kritik am Mindestlohn eingegangen. In Kapitel drei wird die wirtschaftspolitische Relevanz der Mindestlohndebatte aufgezeigt und darüber hinaus die politökonomische Dimension dieser näher beleuchtet. In Kapitel vier, dem empirischen Teil, wird sich der eingangs formulierten Forschungsfrage beleuchtet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretischer Teil – Mindestlöhne

2.1 Der gesetzliche Mindestlohn in Deutschland

2.2 Funktion des Mindestlohnes

2.3 Kritische Einordnung des Mindestlohns

3. Wirtschaftspolitische Relevanz und politökonomische Dimension des Mindestlohns

4. Empirischer Teil: Die deutsche Mindestlohndebatte – Populismus und Schwächung der Tarifautonomie?

4.1 Mindestlohn: Schwächung der Tarifautonomie?

4.2 Mindestlohndebatte: Populismus?

5. Fazit und Ausblick der Empirie

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Spannungsfelder der gesetzlichen Mindestlohnerhöhung in Deutschland im Kontext der Tarifautonomie sowie den Vorwurf populistischer Instrumentalisierung im politischen Diskurs.

  • Gesetzlicher Rahmen und Entwicklung des Mindestlohns in Deutschland
  • Wirtschaftspolitische Argumentation und ökonomische Auswirkungen
  • Konfliktlinie zwischen staatlicher Lohnfestsetzung und Tarifautonomie
  • Analyse politischer Kommunikation und populistische Tendenzen
  • Empirische Einordnung der Auswirkungen auf verschiedene Beschäftigtengruppen

Auszug aus dem Buch

4.1 Mindestlohn: Schwächung der Tarifautonomie?

Betrachtet man die Definition der Tarifautonomie in Deutschland, so ist diese als ein Recht definiert, welches den Tarifvertragsparteien zusichert, eigenständig und somit ohne staatliche Beteiligung über Tarifverträge und Löhne zu entscheiden (vgl. Bach et al. 2022: S.5). Verfassungsrechtlich verankert ist die Tarifautonomie als Grundrecht zur Koalitionsfreiheit (Art 9. Abs3. GG), sowie im Tarifvertragsgesetz (TVG). Das Prinzip der Tarifautonomie soll die Verhandlungsposition von Arbeitnehmern bei der Schließung von Arbeitsverträgen stärken und darüber hinaus als Schutzfunktion der Arbeitnehmer für eine gerechte Entlohnung sowie anmaßende Arbeitsbedingungen sorgen (vgl. Bach et. Al. S.6). Insgesamt werden vom DGB im Jahr 2022 Tarifverträge für 10 Millionen Arbeitnehmer in den unterschiedlichen Beschäftigungsbranchen ausgehandelt (vgl. WSI 2022).

Die Meinung, dass ein Mindestlohn die Tarifautonomie in Deutschland verletze, wird vor allem von Arbeitgeberverbänden vertreten. So sagte Rainer Dulger, Präsident des BDA, zu einer von der Regierung geplanten gesetzlichen Erhöhung des Mindestlohnes auf 12,00€ zum 1.10.2022, dass die Mindestlohnkommission bislang Erhöhungen des Mindestlohnes vorgegeben habe und dies nicht die Aufgabe der Politik sei. Diese habe jedoch durch den Gesetzesbeschluss der Ampelregierung nun keine Sinnhaftigkeit mehr, der Gesetzesentwurf würde somit zu einer Verletzung der Tarifautonomie führen, die Kompetenzen der Tarifverhandlung würden an den Staat verloren gehen. Man erwäge sogar eine Klage gegen das geplante Gesetz zur Mindestlohnerhöhung (vgl. Dulger 2021). Der BDA befürchtet darüber hinaus eine schwindende Motivation zur Gewerkschaftsbeteiligung, schlimmer noch ein Überflüssigwerden der Gewerkschaften, wenn Erhöhungen am Mindestlohn künftig von der Politik und nicht von der Mindestlohnkommission vorgegeben würden (vgl. BDA 2019).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Thematik der Mindestlohnerhöhung auf 12 Euro ein und definiert die Forschungsfragen bezüglich der Schwächung der Tarifautonomie und möglicher populistischer Debattenmuster.

2. Theoretischer Teil – Mindestlöhne: Dieses Kapitel erläutert die rechtliche Basis der Lohnuntergrenze in Deutschland, die Funktionen des Mindestlohns und bietet eine ökonomische Einordnung sowie kritische Betrachtungen.

3. Wirtschaftspolitische Relevanz und politökonomische Dimension des Mindestlohns: Hier wird die Bedeutung des Mindestlohns vor dem Hintergrund steigender Lebenshaltungskosten und seiner Wirkung auf Konjunktur und soziale Gerechtigkeit dargelegt.

4. Empirischer Teil: Die deutsche Mindestlohndebatte – Populismus und Schwächung der Tarifautonomie?: Das Hauptkapitel untersucht im direkten Vergleich die Sorgen der Arbeitgeberverbände um die Tarifautonomie sowie die Rolle des Themas im parteipolitischen Wettbewerb.

5. Fazit und Ausblick der Empirie: Zusammenfassend wird bewertet, dass eine Schwächung der Tarifautonomie in der Praxis kaum belegbar ist, während gleichzeitig populistische Züge in der politischen Kommunikation zur Wählergewinnung deutlich zum Vorschein kommen.

Schlüsselwörter

Mindestlohn, Tarifautonomie, Deutschland, Mindestlohngesetz, MiLoG, Tarifvertrag, Arbeitsmarkt, Populismus, Bundesregierung, Gewerkschaften, Arbeitgeberverbände, Soziale Marktwirtschaft, Niedriglohnsektor, Lohngerechtigkeit, Sozialpolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Auswirkungen und die politische Debatte rund um die gesetzliche Anhebung des Mindestlohns in Deutschland auf 12 Euro.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf der Funktionsweise des Mindestlohns, der kritischen Auseinandersetzung mit der Tarifautonomie und der Frage nach politischem Populismus.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es zu beantworten, ob die deutsche Mindestlohndebatte eine Schwächung der Tarifautonomie bewirkt und ob ihr Populismus vorgeworfen werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine Hausarbeit, die auf einer Literatur- und Analysearbeit von wirtschaftspolitischen Studien, Gesetzesentwürfen, politischen Reden und Medienberichten basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Kontext zur Lohnuntergrenze und einen empirischen Teil, der die Argumente der Tarifpartner und die politische Instrumentalisierung beleuchtet.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Mindestlohn, Tarifautonomie, Populismus, Gewerkschaften, Arbeitgeberverbände und soziale Marktwirtschaft.

Welche Rolle spielt die Mindestlohnkommission in der Argumentation?

Die Arbeit diskutiert, inwiefern eine politisch festgelegte Erhöhung die Rolle der unabhängigen Kommission als beratendes Gremium untergräbt.

Wie hat sich der Standpunkt der CDU im Verlauf der Debatte verändert?

Von einer ablehnenden Haltung gegen Eingriffe in die Lohnfindung wechselte die Partei in der Opposition zu einer befürwortenden Position für eine deutliche Erhöhung.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die deutsche Mindestlohndebatte. Populismus und Schwächung der Tarifautonomie?
Note
2,3
Autor
Dennis Prager (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
22
Katalognummer
V1262926
ISBN (PDF)
9783346699428
ISBN (Buch)
9783346699435
Sprache
Deutsch
Schlagworte
mindestlohndebatte populismus schwächung tarifautonomie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dennis Prager (Autor:in), 2022, Die deutsche Mindestlohndebatte. Populismus und Schwächung der Tarifautonomie?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1262926
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Leseprobe aus  22  Seiten
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