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Einsatzmöglichkeiten des Blended Learning. Die Chance auf eine neue Lehr-Lernkultur?

Titel: Einsatzmöglichkeiten des Blended Learning. Die Chance auf eine neue Lehr-Lernkultur?

Bachelorarbeit , 2022 , 98 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Nadine Heringhaus (Autor:in)

Pädagogik - Allgemein
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Ziel der vorliegenden Bachelorarbeit besteht darin, die herausfordernden Situationen als auch die Chancen von Blended Learning in einer neuen Lehr-Lernkultur zu betrachten. Darüber hinaus werden die funktionalen Besonderheiten und Anforderungen an ein Learning-Management-System erläutert sowie Möglichkeiten der Lernwegflankierung näher in Augenschein genommen. Das Anliegen dieser Bachelorarbeit ist die Beantwortung der folgenden Forschungsfragen:
• Welche Vor- und Nachteile verbergen sich hinter dem Blended Learning?
• Welche Herausforderungen und Chancen ergeben sich beim Blended Learning in Hinblick auf den Einsatz und die Kompetenzentwicklung für Lernende und Lehrende?
• Welche Einsatzmöglichkeiten bietet das Blended Learning in einer neuen Lehr-Lernkultur?

Auf Basis einer systematischen Literaturrecherche und -analyse werden zu Beginn die grundlegenden Begriffe der Lehr-Lernkultur und des Blended Learning definiert und erläutert, wobei die Präsenzlehre und das E-Learning differenziert voneinander beschrieben werden. Darauf aufbauend werden im Kapitel 1.2 die spezifischen Elemente und Ziele des Blended Learning dargestellt. Der daran anschließende theoretische Essay offeriert die historische Entwicklung der Lehr-Lernkultur in Bezug auf das Blended Learning. Im zweiten Kapitel findet aufgrund der kontextbezogenen Abhängigkeit innerhalb dieses Absatzes eine Begriffsdefinition von Learning-Management-Systemen statt.

In diesem Zusammenhang werden anschließend die Anforderungen und Funktionen eines Learning-Management-Systems in einem virtuellen Bildungsraum fokussiert. Die darauffolgenden Kapitel drei und vier präsentieren umfassend die kollektiven und spezifischen Vor- und Nachteile des Blended Learning. In Hinblick auf das lebenslange Lernen ergeben sich für die Protagonisten Chancen angesichts der Kompetenzentwicklung beim Blended Learning. In diesem Zusammenhang fokussiert das fünfte Kapitel die Lernenden, wobei im sechsten Kapitel die Aufmerksamkeit auf die Lehrenden gerichtet wird. Im Kontext des hybriden Lehrens und Lernens ergeben sich pädagogische Antinomien, die im siebten Kapitel anschaulich dargestellt werden. Das achte Kapitel beschäftigt sich mit der Lernwegflankierung im Rahmen einer kommunikativen Praxisbegleitung in Gruppen sowie der Organisation und Betreuung während des gesamten Lehr-Lernprozesses. Abschließend gibt das neunte Kapitel einen Überblick über die Einsatzmöglichkeiten von Blended Learning in einer neuen Lehr-Lernkultur.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1 Theoretischer Hintergrund

1.1 Begriffsdefinitionen

1.1.1 Lehr-Lernkultur

1.1.2 Präsenzlehre

1.1.3 E-Learning

1.1.4 Blended Learning

1.2 Elemente und Ziele des Blended Learning

1.3 Historische Entwicklung der Lehr-Lernkultur

2 Learning-Management-System

2.1 Begriffsdefinition und Aufbau

2.2 Anforderungen

2.3 Funktionen

3 Vorteile des Blended Learning

4 Nachteile des Blended Learning

5 Die Lernenden und das Blended Learning

5.1 Anforderungen und Herausforderungen

5.2 Chancen und Kompetenzentwicklung

6 Die Lehrenden und das Blended Learning

6.1 Anforderungen und Herausforderungen

6.2 Chancen und Kompetenzentwicklung

7 Pädagogische Antinomien

8 Lernwegflankierung

8.1 KOPING - Kommunikative Praxisbetreuung in Gruppen

8.2 Organisation und Betreuung

9 Einsatzmöglichkeiten von Blended Learning

10 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Bachelorarbeit zielt darauf ab, die Chancen und Herausforderungen von Blended Learning innerhalb einer neuartigen Lehr-Lernkultur zu analysieren, funktionale Anforderungen an Learning-Management-Systeme zu identifizieren und Methoden der Lernwegflankierung zu bewerten.

  • Analyse der Vor- und Nachteile von Blended Learning im Bildungskontext
  • Untersuchung der sich wandelnden Rollen zwischen Lehrenden und Lernenden
  • Identifikation zentraler Anforderungen an Learning-Management-Systeme
  • Evaluation von Chancen und Herausforderungen für die Kompetenzentwicklung
  • Erörterung von Erfolgskriterien und Strategien für die Lernwegflankierung

Auszug aus dem Buch

1.1.1 Lehr-Lernkultur

Um die Begriffe der Lehrkultur und Lernkultur zu verstehen, werden zunächst die Begriffe Lehren, Lernen und Kultur getrennt voneinander betrachtet.

Das Lehren weist viele Gesichtspunkte auf, die eine allgemeingültige Definition erschweren. Zunächst bezieht sich das Lehren auf das Lehrerverhalten. Lehren meint in diesem Zusammenhang das Erklären, Fördern, Zeigen und Führen. Ein weiterer Aspekt kann das Lehren an Lehrzielen festmachen, die durch verschiedene Lehrmaßnahmen erreicht werden sollen. Dadurch ergeben sich verschiedene Lehrprozesse, in denen durch Erklären die kognitiven Ziele, durch Sensibilisieren die affektiven Ziele und durch Vormachen die psychomotorischen Ziele erreicht werden. Lehren lässt sich auch anhand von Kompetenzen beschreiben, die das Lernen beeinflussen. Dadurch wird das Lehren durch das Motivieren, Verstärken und Veranschaulichen gekennzeichnet. Lehren kann auch durch diverse Lerntheorien aufgegliedert werden, wie die „Schaffung von Reiz-Reaktions-Verknüpfungen, zu Versuch und Irrtum führen und Einsicht vermitteln.“ (Schröder, 2000, S. 59).

Eine Definition von Lehren versucht, unabhängig von der Vielfältigkeit der Lehrarten, gemeinsame Bestimmungsmerkmale zu finden. Die etymologische Ableitung „laisjan“ bedeutet im gotischen „Wissen machen“. In diesem Sinne bedeutet Lehren die Wissens- und Erkenntnisvermittlung an Lernende, mit dem Ziel, Lernen zu erwecken und bewusst zu machen (ebd.). Daher bietet sich die Definition: „Lehren ist ein Verhalten, das Erfahrung vermittelt mit der Absicht, Lernen zu bewirken.“ (Ebd.).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Überblick über den Paradigmenwechsel im Bildungswesen, die Relevanz des Blended Learning und die Forschungsfragen der Bachelorarbeit.

1 Theoretischer Hintergrund: Definition grundlegender Begriffe wie Lehr-Lernkultur, Präsenzlehre, E-Learning und Blended Learning sowie eine historische Analyse der Lehr-Lernkultur.

2 Learning-Management-System: Untersuchung von Begriffsdefinitionen, Aufbau, Anforderungen und Funktionen von Systemen zur Verwaltung virtueller Lernprozesse.

3 Vorteile des Blended Learning: Darstellung der Synergieeffekte zwischen Präsenzlehre und E-Learning sowie der motivierenden Wirkung auf alle Beteiligten.

4 Nachteile des Blended Learning: Analyse von Risiken wie vermindertem sozialen Kontakt, technischen Hürden und der Notwendigkeit hoher Selbstorganisationskompetenzen.

5 Die Lernenden und das Blended Learning: Betrachtung der spezifischen Anforderungen an Studierende sowie der Chancen für deren Kompetenzentwicklung.

6 Die Lehrenden und das Blended Learning: Analyse des Rollenwandels von Lehrenden zum Lernbegleiter und der daraus resultierenden neuen Kompetenzanforderungen.

7 Pädagogische Antinomien: Visualisierung von Spannungsfeldern im hybriden Unterricht mithilfe didaktischer Schieberegler.

8 Lernwegflankierung: Erläuterung des KOPING-Verfahrens als soziale Unterstützung sowie organisatorische Anforderungen an die Betreuung.

9 Einsatzmöglichkeiten von Blended Learning: Untersuchung praktischer Anwendungsszenarien in verschiedenen Bildungsbereichen vom Kindergarten bis zur Hochschule.

10 Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfragen und reflektierender Ausblick auf die Implementierung von Blended Learning.

Schlüsselwörter

Blended Learning, Lehr-Lernkultur, Learning-Management-System, E-Learning, Präsenzlehre, Kompetenzentwicklung, Medienkompetenz, Selbstgesteuertes Lernen, Lernwegflankierung, KOPING, Digitale Bildung, hybrider Unterricht, Rollenverständnis, Pädagogische Antinomien, Wissensmanagement

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Es geht um die Analyse von Blended Learning als Lehr-Lernkonzept, das klassische Präsenzlehre mit digitalen E-Learning-Elementen kombiniert, um den aktuellen Anforderungen einer digitalen Bildungskultur gerecht zu werden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf theoretischen Grundlagen des Lehrens und Lernens, der Architektur von Learning-Management-Systemen, den Vor- und Nachteilen des hybriden Lernens sowie den spezifischen Auswirkungen auf Lehrende und Lernende.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Chancen und Herausforderungen des Blended Learning in einer sich wandelnden Lehr-Lernkultur aufzuzeigen, inklusive der funktionalen Anforderungen an Lernmanagementsysteme und effektiver Möglichkeiten der Lernwegflankierung.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer systematischen Literaturrecherche und -analyse, die sowohl begriffliche Definitionen als auch eine theoretische Auseinandersetzung mit dem Thema umfasst.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Definitionen des Blended Learning, die technische und funktionale Struktur von Lernplattformen, die Stärken und Schwächen der Lernform, sowie die veränderten Rollen und Kompetenzbedarfe für Lehrende und Lernende.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen zählen Blended Learning, E-Learning, Lehr-Lernkultur, Learning-Management-Systeme, Kompetenzentwicklung und Lernwegflankierung.

Was ist das sogenannte KOPING-Verfahren?

KOPING steht für "Kommunikative Praxisbetreuung in Gruppen" und ist ein Verfahren zur sozialen Flankierung individueller Lernprozesse, bei dem der Austausch in Tandems oder Kleingruppen das isolierte Lernen vermeidet.

Wie unterscheidet sich die Rolle der Lehrenden beim Blended Learning?

Vom klassischen Wissensvermittler wandelt sich der Lehrende zunehmend zum Lernbegleiter, E-Coach oder Moderator, der Lernprozesse steuert und das selbstorganisierte Lernen der Studierenden unterstützt.

Welche Bedeutung haben "pädagogische Antinomien" im Text?

Sie beschreiben die unvermeidbaren Spannungsfelder im hybriden Unterricht (wie Vertrauen vs. Kontrolle), die didaktisch durch Schieberegler visualisiert werden, um Planungshilfen für den Unterricht zu geben.

Ende der Leseprobe aus 98 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Einsatzmöglichkeiten des Blended Learning. Die Chance auf eine neue Lehr-Lernkultur?
Hochschule
Hamburger Fern-Hochschule  (Essen)
Note
1,3
Autor
Nadine Heringhaus (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
98
Katalognummer
V1263023
ISBN (eBook)
9783346724878
ISBN (Buch)
9783346724885
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Blended Learning Lehr-Lernkultur Lehrende Lernende Kompetenzen Anforderungen LMS Learning-Managementsystem E-Learning Präsenzlehre
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nadine Heringhaus (Autor:in), 2022, Einsatzmöglichkeiten des Blended Learning. Die Chance auf eine neue Lehr-Lernkultur?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1263023
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Leseprobe aus  98  Seiten
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