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Fernsehnutzung blinder Menschen

Ergebnisse einer quantitativen Studie zur Fernsehnutzung blinder Kinder und Jugendlicher

Titre: Fernsehnutzung blinder Menschen

Thèse de Bachelor , 2009 , 50 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Christian Ohrens (Auteur)

Médias / Communication - Film et Télévision
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Résumé Extrait Résumé des informations

Dass Menschen mit einer hochgradigen Sehbehinderung in manchen Situationen ihres Alltags eingeschränkt sind, manche Dinge dadurch ohne Hilfe Sehender vielleicht überhaupt nicht bewältigen können, ist unbestritten. Jedoch wird Seitens sehender Menschen die Situation der Alltagsgestaltung und –Bewältigung von Blinden mit all ihren Facetten und Möglichkeiten oft auch unterschätzt. Gründe hierfür sind zum einen schlichtweg die fehlenden Erfahrungen mit Menschen aus diesem Personenkreis und das mangelnde Wissen, wobei Wissen eigentlich etwas ist, das ohne weiteres vermittelt werden könnte. Hieraus resultieren Ansichten und Meinungen über Tatsachen, wie Blinde ihren Alltag meistern und ihre Freizeit gestalten, die vielleicht etwas abseits der Realität sein könnten, aber wie sollen Sehende auch ohne jegliche Erfahrung ein stimmiges Bild der Realität bekommen?
Wenn ich als selbst Betroffener mich mit Sehenden unterhalte, ihnen erzähle, dass ich (als Blinder) einen Fernseher besitze und den Tatort am vergangenen Sonntag auch „gesehen“ habe, so stößt dies meist auf verwunderte und erstaunte Blicke. Wieso nutze ich das visuell ausgelegte Medium Fernsehen, wo es doch sicherlich Medienangebote gäbe, die ich besser (blind) nutzen könnte? Meine Antwort zu dieser Frage fällt meist kurz aus: „Wieso sollte ich nicht auch den Fernseher einschalten?“.
Denn auch blinde Menschen nutzen das Medium Fernsehen und sie tun dies sogar in einem größeren Umfang, als der Sehende es sich vielleicht vorstellen würde. Allerdings wurde der Frage, in wieweit blinde Menschen das Fernsehen nutzen, in der Medien- und Kommunikationswissenschaft in Deutschland nur unzureichend nachgegangen. Ein Grund mag die kleine Gruppe der Betroffenen sein, für die die Ergebnisse relevant und interessant wären. Aber gerade für Filmproduzenten, Fernsehmachern und Filmbeschreibern sowie für Eltern oder Lehrer könnte so eine Studie Aufschluss über die Präferenzen blinder Fernsehrezipienten geben.
In dieser Arbeit wird versucht, dieser Frage, wie blinde Menschen das Fernsehen nutzen und ob es Unterschiede bei der Fernsehnutzung und den Programmpräferenzen zwischen Blinden und Sehenden gibt, anhand einer quantitativen Studie auf den Grund zu gehen.
Zu diesem Zweck wurde im Zeitraum vom 20.12.2008 bis zum 10.02.2009 eine Online-Befragung bei 12 bis 19-jährigen blinden Kindern und Jugendlichen durchgeführt, deren Ergebnisse in dieser Arbeit vorgestellt und diskutiert werden sollen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition und Zahlen

2.1 Definition Blindheit

2.2 Die Qualen der Zahlen

2.3 Festlegung der Zielgruppe

3. Forschungsstand

3.1 Fernsehnutzung 12 bis 19-jähriger. Ergebnisse der JIM-Studie 2007

3.1.1 Fernsehbesitz

3.1.2 Medienbeschäftigung und Medienbindung

3.1.3 Fernsehnutzung nach Sendern und Genres

3.1.4 Medienfunktionen

3.2 Erhebung von Fernseh-Nutzungsdaten bei blinden und sehbehinderten Fernsehrezipienten (Dosch 1999/2004)

3.3 Medien-Nutzungs-Studie von Nathalie Huber (2004)

4. Motive und Gründe der Fernsehnutzung

4.1 Der Uses-And-Gratifications-Approach

4.1.1 Aussagen über das Publikum

4.1.2 Motive der Mediennutzung

4.1.3 Kritik

4.2 Mediennutzung als soziales Handeln

4.2.1 Aussagen über das Publikum

4.2.2 Kritik

5. Methode und Durchführung

5.1 Festlegung der Grundgesamtheit und der Stichprobe

5.2 Auswahl des Untersuchungsinstruments

5.3 Konzeption des Fragebogens

5.4 Verbreitung des Fragebogens

6. Ergebnisse der Befragung

6.1 Altersstruktur, Schul- bzw. Berufsausbildung und Geschlecht der Befragten

6.2 Fernsehzugang

6.3 Fernsehdauer

6.4 Bevorzugte Sendungen, Sender und Inhalte

6.4.1 Sendungen

6.4.2 Genres und Formate

6.4.3 Bevorzugte Sender

6.5 Einschaltverhalten und Nutzungsmotive

6.6 Umgang und Bewertung

6.6.1 Verhalten bei Werbeunterbrechungen

6.6.2 Fernsehsendungen als Gesprächsthema

6.6.3 Fernsehrezeption in Gruppen

6.6.4 Fernsehverzicht?

6.7 Nutzung anderer Medien

6.8 Fernsehnutzung: ein kurzer Vergleich

7. Schlussbetrachtungen und Fazit

8. Literatur

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht das Fernsehverhalten von 12 bis 19-jährigen blinden Kindern und Jugendlichen in Deutschland, um Erkenntnisse über deren Nutzungsmotive und Programmpräferenzen zu gewinnen und diese mit den Sehgewohnheiten sehender Jugendlicher zu vergleichen.

  • Analyse des Stellenwerts des Fernsehens bei blinden Jugendlichen
  • Identifikation von Nutzungsmotiven basierend auf dem Uses-and-Gratifications-Ansatz
  • Untersuchung der Bedeutung von Audiodeskription und Bildbeschreibungen
  • Vergleich der Fernsehrezeption zwischen blinden und sehenden Rezipienten
  • Erörterung von Barrieren bei der Mediennutzung im Alltag

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Dass Menschen mit einer hochgradigen Sehbehinderung in manchen Situationen ihres Alltags eingeschränkt sind, manche Dinge dadurch ohne Hilfe Sehender vielleicht überhaupt nicht bewältigen können, ist unbestritten. Jedoch wird Seitens sehender Menschen die Situation der Alltagsgestaltung und –Bewältigung von Blinden mit all ihren Facetten und Möglichkeiten oft auch unterschätzt. Gründe hierfür sind zum einen schlichtweg die fehlenden Erfahrungen mit Menschen aus diesem Personenkreis und das mangelnde Wissen, wobei Wissen eigentlich etwas ist, das ohne weiteres vermittelt werden könnte. Hieraus resultieren Ansichten und Meinungen über Tatsachen, wie Blinde ihren Alltag meistern und ihre Freizeit gestalten, die vielleicht etwas abseits der Realität sein könnten, aber wie sollen Sehende auch ohne jegliche Erfahrung ein stimmiges Bild der Realität bekommen?

Wenn ich als selbst Betroffener mich mit Sehenden unterhalte, ihnen erzähle, dass ich (als Blinder) einen Fernseher besitze und den Tatort am vergangenen Sonntag auch „gesehen“ habe, so stößt dies meist auf verwunderte und erstaunte Blicke. Wieso nutze ich das visuell ausgelegte Medium Fernsehen, wo es doch sicherlich Medienangebote gäbe, die ich besser (blind) nutzen könnte? Meine Antwort zu dieser Frage fällt meist kurz aus: „Wieso sollte ich nicht auch den Fernseher einschalten?“.

Denn auch blinde Menschen nutzen das Medium Fernsehen und sie tun dies sogar in einem größeren Umfang, als der Sehende es sich vielleicht vorstellen würde. Einen Fernsehfilm kann man schließlich auch hören (im Radio gibt es auch Hörspiele ohne Erzähler), man kann den Spätnachrichten oder einer Reportage lauschen oder, man greift auf ein spezielles Hörfilmangebot zurück, bei dem der Film über den zweiten Tonkanal des Fernsehers akustisch beschrieben wird. Da diese Bildbeschreibung (Audiodeskription) aber ausschließlich auf den Kanälen des öffentlich rechtlichen Rundfunks ausgestrahlt wird und die Anzahl der sog. Hörfilme gering ist, nutzt man natürlich auch Angebote ohne Audiodeskription sowie die Programme privater Sendeanstalten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Fernsehnutzung durch blinde Menschen und Darlegung der Forschungsabsicht.

2. Definition und Zahlen: Erläuterung der rechtlichen Blindheitsdefinitionen und kritische Betrachtung der schwierigen statistischen Erfassung betroffener Personen.

3. Forschungsstand: Überblick über existierende Mediennutzungsstudien bei Jugendlichen sowie spezifische Vorläuferstudien zur Mediennutzung bei Blinden.

4. Motive und Gründe der Fernsehnutzung: Theoretische Herleitung der Mediennutzung durch den Uses-and-Gratifications-Ansatz und das Modell „Mediennutzung als soziales Handeln“.

5. Methode und Durchführung: Beschreibung der quantitativen Online-Befragung, der Stichprobenfindung und der methodischen Herangehensweise.

6. Ergebnisse der Befragung: Darstellung und Auswertung der erhobenen Daten zu Fernsehzugang, Nutzungsmotiven und Bewertung von Hilfsangeboten wie Audiodeskription.

7. Schlussbetrachtungen und Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Einordnung in den Kontext der Medienforschung für blinde Jugendliche.

Schlüsselwörter

Fernsehnutzung, blinde Jugendliche, Audiodeskription, Mediensozialisation, Quantitatives Forschungsdesign, JIM-Studie, Nutzungsmotive, Medienalltag, Rezipientenverhalten, Hörfilm, Barrierefreiheit, Mediennutzung als soziales Handeln, Programmpräferenzen, Sehbehinderung, Medienbindung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, wie blinde Kinder und Jugendliche das Medium Fernsehen in ihrem Alltag nutzen, welche Motive sie dabei leiten und inwieweit sie von sehenden Gleichaltrigen abweichen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Die Arbeit fokussiert auf Fernsehgewohnheiten, bevorzugte Genres und Sender, die Rolle von Bildbeschreibungen (Audiodeskription) sowie die soziale Einbettung des Fernsehkonsums.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, das bisher wenig erforschte Fernsehverhalten blinder 12- bis 19-Jähriger empirisch zu beleuchten und Tendenzen aufzuzeigen, die für Fernsehmacher und Pädagogen von Relevanz sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Der Autor führt eine quantitative Online-Befragung bei 97 blinden und sehbehinderten Jugendlichen durch, um ein breites Datenbild zu erhalten und Regelmäßigkeiten zu identifizieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung durch den Uses-and-Gratifications-Ansatz, die methodische Beschreibung der Befragung und die detaillierte Auswertung der Ergebnisse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Fernsehnutzung, blinde Jugendliche, Audiodeskription, Medienalltag, Rezipientenverhalten und Barrierefreiheit.

Inwiefern beeinflusst der Sehrest die Ergebnisse der Studie?

Der Autor definiert vorab die Ein- und Ausschlusskriterien für die Teilnahme an der Befragung, um sicherzustellen, dass die Ergebnisse nicht durch die unterschiedliche visuelle Wahrnehmungsfähigkeit der Teilnehmer verfälscht werden.

Warum spielt das soziale Umfeld beim Fernsehkonsum eine so große Rolle für die Zielgruppe?

Die Studie zeigt, dass Fernsehen für die befragten Jugendlichen oft als Gesprächsthema dient, um sich mit Freunden und Klassenkameraden auszutauschen und so Teil der sozialen Gruppe zu bleiben.

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Résumé des informations

Titre
Fernsehnutzung blinder Menschen
Sous-titre
Ergebnisse einer quantitativen Studie zur Fernsehnutzung blinder Kinder und Jugendlicher
Université
University of Hamburg  (Medien und Kommunikation)
Cours
-
Note
1,7
Auteur
Christian Ohrens (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
50
N° de catalogue
V126378
ISBN (ebook)
9783640347520
ISBN (Livre)
9783640347858
Langue
allemand
mots-clé
Fernsehnutzung Menschen Ergebnisse Studie Fernsehnutzung Kinder Jugendlicher
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Christian Ohrens (Auteur), 2009, Fernsehnutzung blinder Menschen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/126378
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Extrait de  50  pages
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