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Die koordinative Schulung von Rückschlagspielen mit Schläger und Ball

Möglichkeiten und Grenzen von Tennis im Schulsport

Title: Die koordinative Schulung von Rückschlagspielen mit Schläger und Ball

Examination Thesis , 2008 , 82 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Sebastian Schrammeck (Author)

Sport - Theory and Practice
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Summary Excerpt Details

Mahatma Gandhi erkannte bereits im 19. Jahrhundert, welche Bedeutung die Ausübung von ‘idealen Übungen‘ für den menschlichen Organismus hat. Es bleibt jedoch ungeklärt, was unter einer ‘idealen Übung‘ zu verstehen ist. Eine Übung, die den Geist, aber auch den Körper einbezieht, folglich nach Gandhi als ideal anzusehen ist, wird heutzutage in der Regel mit Sport in Verbindung gebracht.
In diesem Zusammenhang lassen sich viele Sportarten wie Handball, Fußball oder Basketball nennen. Der Schwerpunkt dieser Arbeit liegt auf dem Tennisspiel, welches hohe Voraussetzungen an die geistigen und körperlichen Befähigungen eines Menschen stellt. Hierbei haben die koordinativen Fähigkeiten eine besondere Bedeutung. Das Hauptaugenmerk liegt auf der Bewegungsschulung von Kindern und Jugendlichen, da sich die Koordination in jungen Jahren besonders gut schulen lässt.
Noch vor wenigen Jahren erfreuten sich Tennistrainer über qualifizierten Nachwuchs. Be-dingt durch den Tennisboom Ende der 1980er und Anfang der 1990er Jahre kam es zu einem Anstieg an jugendlichen Vereinsspielern. Der Mangel an fehlenden Vorbildern, internationalen Erfolgen im Spitzensport, sowie die geringe Förderung dieses Rückschlagspiels im Jugendbereich verursachten in den Folgejahren einen Rückgang der jungen Vereinsmitglieder. Seit einigen Jahren wird deshalb nach neuen Konzepten und Ideen ge-sucht, welche den Tennissport wieder populärer machen sollen. Der Deutsche Tennis Bund hat sich zum Ziel gesetzt, Tennis in den Schulsport zu integrieren, um somit das Interesse der Schüler an dieser Sportart zu wecken.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition von Rückschlagspielen mit Schläger und Ball

3. Historische Entwicklung von Rückschlagspielen

4. Ausgewählte Rückschlagspiele mit Schläger und Ball

4.1 Einfeldspiele

4.1.1 Squash

4.1.2 Racquetball

4.2 Zweifeldspiele

4.2.1 Tennis

4.2.2 Tischtennis

4.2.3 Badminton

4.2.4 Speedminton

5. Koordination als Grundlage von Training

5.1 Theoretischer Hintergrund

5.1.1 Veränderung der Bewegungskoordination im Zusammenhang mit Verletzungen und Erkrankungen des Bewegungssystems

5.1.2 Bewegungskoordination als Gesundheitsressource bzw. als Schutzfaktor des Bewegungssystems

5.2 Messbarkeit von Koordination

5.3 Koordinationsschwächen

5.4 Methoden zur Koordinationsverbesserung

5.5 Koordination in der Jugend

5.6 Koordination im Alter

6. Definition und Differenzierung von koordinativen Fähigkeiten

6.1 Definition von koordinativen Fähigkeiten

6.2 Differenzierung allgemeiner und spezieller koordinativer Fähigkeiten

6.3 Koordinative Leistungsvoraussetzungen

6.4 Koordinative Schulung von Rückschlagspielen am Modell der allgemeinen koordinativen Fähigkeiten

6.4.1 Koordinationstraining zu den allgemeinen koordinativen Fähigkeiten

6.5 Schulung der koordinativen Fähigkeiten am Modell der koordinativen Anforderungskategorien

6.5.1 Theoretischer Hintergrund

6.5.2 Übungen für das Modell des koordinativen Anforderungsprofils

7. Koordinative Schulung im Tennis

7.1 Theoretischer Hintergrund

7.2 Ballkontrolle

7.3 Distanzregulation

7.4 Timing

7.5 Transfertraining

8. Mögliche Erscheinungsformen von Tennis in der Schule

9. Kooperation von Schule und Verein

10. Grenzen von Tennis im Schulsport

11. Diskussion

12. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, ob und in welcher Weise eine gezielte Förderung koordinativer Fähigkeiten durch das Tennisspiel im Schulsport realisiert werden kann. Angesichts der Komplexität koordinativer Anforderungen im Tennis analysiert der Autor die Eignung verschiedener Vermittlungsformen und diskutiert die Herausforderungen bei der Implementierung in das schulische Umfeld.

  • Theoretische Grundlagen zur Koordination und deren Bedeutung im Training
  • Klassifikation und Charakterisierung gängiger Rückschlagspiele
  • Differenzierung zwischen allgemeinen und speziellen koordinativen Fähigkeiten
  • Methoden der koordinativen Schulung mittels tennis- und sportartspezifischer Übungsformen
  • Analyse der Rahmenbedingungen und Grenzen für Tennis im Schulsport

Auszug aus dem Buch

Orientierungsfähigkeit

Die Orientierungsfähigkeit ist in jeder Ballsportart ein leistungsbestimmender Faktor. „Diese Fähigkeit bezieht sich auf die Wahrnehmung und Bestimmung von Körpern im Raum und die sich daraus ergebende Steuerung von Bewegungen“ (Heinzel et. al., 1997, S.16). Häufig muss ein Spieler in Sekundenbruchteilen die aktuelle Spielsituation erkennen und dabei noch Einflussgrößen (meistens visuelle) wie zum Beispiel Gegenspieler, Ballsprungverhalten oder das Raumangebot richtig einschätzen und entsprechend reagieren. Diese Fähigkeit ist durch Peter Burwash (1986, S. 32) als der „dreifache Blick“ bekannt. Dies bedeutet, dass man gleichzeitig den Ball, den Gegner und den Platz im Auge behält. Obwohl ein Spieler beim Tennis sich auf den zu schlagenden Ball konzentrieren muss, ist es ist es ebenfalls für die Ausübung des Drucks auf den Gegenspieler wichtig zu wissen, wo sich dieser befindet. Diese Fähigkeit ist dafür verantwortlich, dass ein guter Tennisspieler einen Volley- oder Schmetterball nicht nur abwehren, sondern ihn so platzieren kann, dass er unerreichbar für den Gegner wird (vgl. Schneider, 1977, S.103).

Die Beobachtung des Gegenspielers ist die wichtigste Komponente des „dreifachen Blicks“. Durch die Schlaghaltung, Laufarbeit, Stellung zum Ball, sowie der Ausholbewegung und der Neigung der Schlägerfläche in der Schlagbewegung und schließlich der Treffpunkt des Balles selbst, kann ein geübter Spieler sehr viel über die Spielabsicht des Gegners erkennen. Des Weiteren kann man durch die Beobachtung des Balles ebenfalls viele Informationen sammeln, wie zum Beispiel die Absprunghöhe, Rotation oder die Geschwindigkeit. Die Rotation des Balles ist beim Tennis sehr wichtig, da dieser mit Vorwärtsdrall höher abspringt und schneller wird, im Gegensatz zu einem Ball mit Rückwärtsdrall (vgl. Schneider, 1977, S. 103).

Ein Tennisspieler muss sich ebenfalls auf den Platz konzentrieren, da dieser durch Zielbereiche bestimmt wird, in die er seine Bälle schlagen kann, um eine Drucksituation aufzubauen. Je mehr der Gegenspieler unter Druck gerät, desto weniger bleibt ihm die Möglichkeit das gesamte Spielfeld abzudecken. Diese offenen Räume zu erkennen und auszunutzen ist die dritte Phase des „dreifachen Blickes“ (vgl. Schneider, 1977, S. 104).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die Rolle koordinativer Fähigkeiten im Schulsport, insbesondere durch die Integration des Tennissports.

2. Definition von Rückschlagspielen mit Schläger und Ball: Es wird eine klassifizierende Definition von Rückschlagspielen gegeben, unterteilt in Einfeld- und Zweifeldspiele.

3. Historische Entwicklung von Rückschlagspielen: Ein kurzer historischer Abriss verdeutlicht die Tradition und Evolution von Rückschlagspielen.

4. Ausgewählte Rückschlagspiele mit Schläger und Ball: Verschiedene Einfeld- und Zweifeldspiele werden hinsichtlich ihrer Spielidee und Ausrüstung vorgestellt.

5. Koordination als Grundlage von Training: Dieser Abschnitt beleuchtet den medizinischen und gesundheitlichen Stellenwert von Koordination und thematisiert deren Messbarkeit sowie Entwicklungsphasen.

6. Definition und Differenzierung von koordinativen Fähigkeiten: Hier werden theoretische Modelle der koordinativen Fähigkeiten erläutert und der Zusammenhang zwischen allgemeinen und speziellen Fähigkeiten hergestellt.

7. Koordinative Schulung im Tennis: Der Hauptteil konzentriert sich auf tennisspezifische Aspekte wie Ballkontrolle, Distanzregulation und Timing sowie deren Training.

8. Mögliche Erscheinungsformen von Tennis in der Schule: Es werden verschiedene schulische Organisationsformen für Tennis diskutiert, von der AG bis zum Wahlpflichtunterricht.

9. Kooperation von Schule und Verein: Die notwendige Zusammenarbeit zwischen Schulen und Tennisvereinen zur Ressourcenoptimierung wird analysiert.

10. Grenzen von Tennis im Schulsport: Die Herausforderungen wie hoher organisatorischer Aufwand, Platzmangel und fehlendes Equipment werden kritisch beleuchtet.

11. Diskussion: Eine abschließende wissenschaftliche Reflexion über die Umsetzbarkeit der Koordinationsförderung durch Tennis im schulischen Kontext.

12. Fazit: Die Arbeit resümiert, dass Tennis als Schulsport zwar limitiert ist, Koordinationstraining jedoch einen hohen Stellenwert für die allgemeine motorische Entwicklung von Kindern einnimmt.

Schlüsselwörter

Koordination, koordinative Fähigkeiten, Rückschlagspiele, Tennis, Schulsport, Bewegungskoordination, Ballkontrolle, Distanzregulation, Timing, Sportunterricht, motorische Entwicklung, Kooperation, Schule und Verein, Trainingslehre, Sensomotorik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit setzt sich mit der Frage auseinander, inwiefern Tennis im Schulsport dazu beitragen kann, die koordinativen Fähigkeiten von Kindern und Jugendlichen zu verbessern und welche Hürden dabei bestehen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung der Koordination, die Differenzierung in allgemeine und spezifische koordinative Fähigkeiten sowie die organisatorischen Aspekte der Umsetzung in Schulen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Möglichkeiten und Grenzen einer koordinativen Schulung durch Tennis aufzuzeigen und Strategien zu bewerten, wie Schulen durch Kooperationen mit Vereinen das Angebot erweitern können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die sportwissenschaftliche Studien, Definitionen und Konzepte zur Bewegungskoordination sowie didaktische Ansätze zur Vermittlung im Sportunterricht zusammenführt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die koordinativen Leistungsvoraussetzungen im Tennis, insbesondere Ballkontrolle, Distanzregulation und Timing, ergänzt durch konkrete Übungsbeispiele für die Praxis.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Koordination, koordinative Fähigkeiten, Rückschlagspiele, Tennis, Schulsport, Ballkontrolle, Distanzregulation, Timing sowie die Zusammenarbeit zwischen Schule und Verein.

Warum ist die Kooperation mit Vereinen für Schulen so wichtig?

Da viele Schulen nicht über die notwendigen Tennisplätze, Netze oder Schläger verfügen, ermöglichen Kooperationen mit lokalen Vereinen den Schülern den Zugang zu Sportstätten und professionellem Equipment.

Inwiefern ist das Alter bei der Koordinationstraining entscheidend?

Die Arbeit betont, dass das Alter zwischen sechs und zwölf Jahren der Höhepunkt für die Trainierbarkeit koordinativer Fähigkeiten ist, weshalb die Förderung in diesem Zeitraum für die spätere Bewegungsqualität essenziell ist.

Welche Alternative schlägt der Autor für Schulen vor?

Der Autor verweist auf Speedminton als eine unkompliziertere Alternative, die weniger Platz und Material benötigt und dennoch koordinative sowie konditionelle Anforderungen effektiv anspricht.

Wie bewertet der Autor den Einsatz von Tennis in der Schule abschließend?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass Tennis aufgrund des hohen organisatorischen Aufwands und materieller Engpässe als regulärer Schulsport schwierig umzusetzen ist, jedoch als außerunterrichtliches Angebot großes Potenzial besitzt.

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Details

Title
Die koordinative Schulung von Rückschlagspielen mit Schläger und Ball
Subtitle
Möglichkeiten und Grenzen von Tennis im Schulsport
College
University of Marburg
Grade
2,0
Author
Sebastian Schrammeck (Author)
Publication Year
2008
Pages
82
Catalog Number
V126394
ISBN (eBook)
9783640323401
ISBN (Book)
9783640321421
Language
German
Tags
Schulung Rückschlagspielen Schläger Ball Möglichkeiten Grenzen Tennis Schulsport
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sebastian Schrammeck (Author), 2008, Die koordinative Schulung von Rückschlagspielen mit Schläger und Ball, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/126394
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