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Aufarbeitung sexueller Gewalt an Kindern in Dea Lohers Theaterstück "Tätowierung"

Title: Aufarbeitung sexueller Gewalt an Kindern in Dea Lohers Theaterstück "Tätowierung"

Term Paper (Advanced seminar) , 2018 , 27 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Romy Eidam (Author)

Theater Studies, Dance
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Diese Arbeit widmet sich dem Thema der sexualisierten Gewalt an Kindern, in und außerhalb der Familie. Um einen ersten Einblick in diese Thematik zu erhalten, wird im Anschluss eine inhaltliche Analyse von Dea Lohers Theaterstück "Tätowierung" durchgeführt.

Inzest oder sexueller Missbrauch an Kindern ist in unserer heutigen Gesellschaft noch immer ein Tabuthema und dennoch geschieht es bzw. kann es immer wieder geschehen, wie in den Medien zu lesen oder zu hören ist. Aktuelle Fälle wie zum Beispiel in der katholischen Kirche oder der Missbrauchsskandal in Lügde sind keine Seltenheit. Dea Loher war in den 90iger Jahren eine der ersten Dramatikerinnen, die dieses Thema in einem Theaterstück aufgegriffen hat.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Inhaltliche Analyse

2.1 „Sexueller Missbrauch“

2.1.1 Inzest – kulturelles Tabukonzept?

2.2 Juristische Aspekte - Grundlage Strafgesetzbuch (StGB)

2.3 Kindertheater

2.4 Theaterpädagogik

3 Analyse

3.1 Vorstellung Theaterstück

3.2 Formanalyse

3.3 Sprache

3.4 Darstellung sexualisierte Gewalt

3.5 Opferdarstellung

3.6 Täterdarstellung

4 Schlussfolgerung / Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit widmet sich der Untersuchung sexualisierter Gewalt an Kindern und stellt die Eignung des Theaterstücks „Tätowierung“ von Dea Loher als präventionspädagogisches Werk für die Altersgruppe der 7 bis 12-Jährigen kritisch in Frage, indem sie es mit dem spezifisch für diese Zielgruppe konzipierten Stück „Mein Körper gehört mir!“ vergleicht.

  • Analyse und Vergleich der Theaterstücke „Tätowierung“ und „Mein Körper gehört mir!“
  • Untersuchung von Form, Sprache sowie Täter- und Opferdarstellung in beiden Werken
  • Definition und juristische Einordnung von sexuellem Missbrauch und Inzest
  • Kritische Reflexion über die Eignung künstlerisch-lyrischer Dramen zur Gewaltprävention bei Kindern
  • Darstellung der Merkmale und Ziele des Kindertheaters und der Theaterpädagogik

Auszug aus dem Buch

3.3 Sprache

„Tätowierung“

Dea Loher verwendet eine vielfältige künstlerische und lyrische Sprache, die durch Pausen, Leerstellen und ohne Interpunktion, als Skripturale Technik bezeichnet wird. Jeder Satz ist mehrmals durch leere Stellen und Pausen unterbrochen. Der syntaktische Zusammenhang wird durch diese Unterbrechung schwer erkennbar. Durch die fehlenden Satzzeichen wie z.B. Punkt, Komma usw. wird eine Verwechslung des Anfangs und des Endes provoziert. Die Sprache wirkt dadurch als eine ununterbrochene Ansammlung von Sprachmaterial.

Lediglich die Rede der einzelnen Figuren ist deutlich gekennzeichnet. Beide stilistischen Methoden sind Abweichungen von den Regeln der Gemeinsprache. Sie brechen den Zusammenhalt des Satzes und beseitigen seine Differenzierung. Die herkömmliche Ordnung der Sprache wird pervertiert, die Strukturen des Diskurses gehemmt, die Mitteilung chaotisch, das Verständnis beeinträchtigt und die Verständlichkeit ungewiss. Die Sprachlosigkeit der einzelnen Figuren wird folglich stark unterstützt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Metaphorik des Stückes „Tätowierung“ und führt in die Problematik des sexuellen Missbrauchs als Tabuthema ein.

2 Inhaltliche Analyse: Dieses Kapitel klärt grundlegende Begrifflichkeiten, forschungsgeschichtliche Aspekte zum Inzest sowie juristische Rahmenbedingungen und definiert die Disziplinen Kindertheater und Theaterpädagogik.

3 Analyse: Die Hauptanalyse vergleicht die Form, die sprachliche Gestaltung und die Darstellung von Tätern und Opfern in den beiden Theaterstücken.

4 Schlussfolgerung / Fazit: Das Fazit bewertet die Eignung beider Stücke für die Präventionsarbeit mit Kindern und kommt zu dem Schluss, dass Loher's Drama aufgrund seiner komplexen Struktur eher für Jugendliche geeignet ist.

Schlüsselwörter

Sexueller Missbrauch, Inzest, Theaterpädagogik, Prävention, Tätowierung, Mein Körper gehört mir, Kindertheater, Sprachanalyse, Formanalyse, Täterdarstellung, Opferdarstellung, Dea Loher, Gewaltprävention, Kinderschutz, Dramenanalyse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das menschliche und gesellschaftliche Problem der sexualisierten Gewalt an Kindern im Kontext theaterpädagogischer Ansätze.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse der Theaterstücke „Tätowierung“ und „Mein Körper gehört mir!“ sowie der allgemeinen theoretischen Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch und Inzest.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es zu ergründen, ob Dea Lohers „Tätowierung“ für eine Altersgruppe von 7 bis 12 Jahren als Präventionsstück geeignet ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es erfolgt eine inhaltliche und formale Textanalyse der beiden Theaterstücke sowie ein Vergleich ihrer sprachlichen und inhaltlichen Struktur hinsichtlich ihrer pädagogischen Eignung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine inhaltliche Einordnung der Thematik sowie die detaillierte formale und sprachliche Untersuchung der beiden Stücke, inklusive der Analyse von Täter- und Opfercharakteren.

Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind sexueller Missbrauch, Präventionspädagogik, Täter-Opfer-Dynamik, Sprachlosigkeit und theaterpädagogische Konzepte.

Wie unterscheidet sich die Sprachgestaltung der beiden Stücke?

Während „Tätowierung“ durch komplexe, lyrische und skripturale Technik die Sprachlosigkeit unterstreicht, nutzt „Mein Körper gehört mir!“ eine klare, kindgerechte und leicht verständliche Sprache.

Welches Fazit zieht die Autorin zur Eignung von „Tätowierung“?

Die Autorin schlussfolgert, dass „Tätowierung“ für Kinder der Altersgruppe 7 bis 12 Jahre aufgrund seiner Metaphorik überfordernd wirkt und eher für Jugendliche ab 14 Jahren als Präventionsstück geeignet wäre.

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Details

Title
Aufarbeitung sexueller Gewalt an Kindern in Dea Lohers Theaterstück "Tätowierung"
College
Dresden Technical University  (Institut für Germanistik)
Course
Poet(h)isches Theater - Das Werk der Dramatikerin Dea Loher
Grade
2,3
Author
Romy Eidam (Author)
Publication Year
2018
Pages
27
Catalog Number
V1264470
ISBN (PDF)
9783346707970
ISBN (Book)
9783346707987
Language
German
Tags
Theaterstück Tätowierung von Dea Loher
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Romy Eidam (Author), 2018, Aufarbeitung sexueller Gewalt an Kindern in Dea Lohers Theaterstück "Tätowierung", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1264470
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