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Finanzkrise – Wie verwundbar ist die Schweiz?

Título: Finanzkrise – Wie verwundbar ist die Schweiz?

Trabajo de Seminario , 2009 , 17 Páginas

Autor:in: Elena Holzheu (Autor)

Política - Región: Europa Occidental
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Die gegenwärtige Finanzkrise, welche im September 2007 in den USA als Hypothekenkrise ihren Anfang nahm, hat inzwischen zu einer beachtlichen Rezession der Weltwirtschaft geführt. Die Auswirkungen bereits getroffener und antizipierter Massnahmen auf die Haushalte wie auch auf die politische Kohärenz der Staaten sind noch nicht absehbar. Daher besteht ein offensichtlicher Bedarf an Risikoanalysen für Staaten, so auch für die Schweiz. An Versuchen, die Krise abschliessend zu erklären, mangelt es in der Literatur ebenso wenig wie an Prognosen zur finanziellen und politischen Zukunft. Während die gegenseitige Abhängigkeit der Akteure USA und China einfach auf den Punkt gebracht werden kann, scheiden sich im Falle der Verwundbarkeit des Kleinstaates Schweiz die Geister. Wo gewisse Exponenten bereits den Teufel in Gestalt eines Staatsbankrotts an die Wand malen, schätzen andere das Gefahrenpotential für die Schweiz im internationalen Vergleich eher gering ein. Die vorliegende Arbeit möchte die Verwundbarkeit der Schweiz in der Finanzkrise untersuchen. Als Analysewerkzeug wird der interdependenztheoretische Ansatz von Robert Keohane und Joseph Nye4 verwendet. Eine Schwäche der vorliegenden Arbeit liegt in der mangelnden Nachweisbarkeit von Kosteneffekten, die in einer Schwäche des interdependenztheoretischen Ansatzes an sich zu verorten ist. Ein zweites Problem stellt der grossen Veränderungen unterworfene Untersuchungsgegenstand dar. Die Wirtschaftskrise ist in vollem Gange und als solche ein bewegliches Ziel.
Im ersten Teil wird das analytische Werkzeug, namentlich die Interdependenztheorie, vorgestellt. Im zweiten Teil werden Ursachen und Folgen der Wirtschaftskrise untersucht und daraus resultierende Faktoren der Interdependenz-Verwundbarkeit herausgearbeitet. Im dritten und hauptsächlichen Teil wird der Fall Schweiz untersucht. Abschliessend bespricht der vierte Teil, welche Massnahmen seitens der Schweiz Kosteneffekte und damit deren Verwundbarkeit in der Krise reduzieren können.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Interdependenztheorie

3. Finanzkrise

3.1 Ursachen

3.1.1 Legislative Voraussetzungen

3.1.2 Niedrigzinspolitik

3.1.3 Das Subprime-Problem

3.2 Folgen

3.2.1 Hypothekenkrise

3.2.2 Bankenkrise - Liquiditätskrise oder Solvenzkrise?

3.2.3 Auswirkungen auf die Realwirtschaft

3.3 Risikofaktoren - Indikatoren der Interdependenz-Verwundbarkeit

4. Fall Schweiz auf dem Hintergrund pessimistischer Prognosen

4.1 Ausprägungen der Interdependenz-Verwundbarkeit der Schweiz

5. Schlussfolgerungen

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Das Ziel der Arbeit besteht darin, die Verwundbarkeit der Schweiz gegenüber der globalen Finanzkrise zu untersuchen, wobei der theoretische Rahmen der Interdependenztheorie nach Keohane und Nye als Analysewerkzeug dient. Die Autorin analysiert, inwieweit die Schweiz trotz ihrer ökonomischen Stabilität durch internationale Verflechtungen anfällig für exogene Schocks ist und welche politischen Maßnahmen zur Risikominimierung beitragen können.

  • Grundlagen der Interdependenztheorie in den internationalen Beziehungen
  • Ursachen und Mechanismen der globalen Finanzkrise (US-Subprime-Markt)
  • Analyse der spezifischen Risikofaktoren für die Schweiz
  • Evaluierung der Schweizer Wirtschaftsstruktur und Staatsfinanzen
  • Politische und ökonomische Lösungsansätze zur Stärkung der Resilienz

Auszug aus dem Buch

3.2.2 Bankenkrise - Liquiditätskrise oder Solvenzkrise?

Nebst Milliardenabschreibungen sahen sich Banken bis Ende 2007 vordergründig mit einer Liquiditätskrise konfrontiert. Die grosse Unsicherheit über die Höhe toxischer Aktiven in den Bilanzen von Banken führte zu einem enormen Vertrauensverlust am Markt. Dass Kapitalinjektionen bisher ohne grosse Wirkung blieben, weist daraufhin, dass anstatt der anfangs postulierten Liquiditätskrise eine Solvenzkrise vorliegt. Während bei einer Liquiditätskrise kurzfristige Engpässe flüssiger Mittel bestehen, und die Werthaltigkeit von Aktiva nicht zur Diskussion steht, ist bei einer Solvenzkrise das Geldproblem auf ein marodes Geschäftsmodell (siehe 3.3) zurückzuführen, welches keine Erträge abwirft und, bei der gegenwärtigen Konjunkturlage, auch künftig keine Erträge abwerfen wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die globale Finanzkrise ab 2007 ein und begründet die Relevanz einer Risikoanalyse für die Schweiz unter Anwendung der Interdependenztheorie.

2. Interdependenztheorie: Dieses Kapitel erläutert das theoretische Konzept von Keohane und Nye und definiert die Begriffe Interdependenz, Verwundbarkeit und Empfindlichkeit als Messgrößen für staatliche Macht und Abhängigkeit.

3. Finanzkrise: Der Hauptteil analysiert die Entstehung der Krise durch regulatorische Lockerungen, die Niedrigzinspolitik und das Subprime-Problem sowie deren fatale Folgen für das globale Finanzsystem und die Realwirtschaft.

4. Fall Schweiz auf dem Hintergrund pessimistischer Prognosen: Dieses Kapitel wendet die identifizierten Risikofaktoren auf den spezifischen Kontext der Schweiz an und bewertet deren Verwundbarkeit anhand von Staatsverschuldung, Währungsstabilität und Exportabhängigkeit.

5. Schlussfolgerungen: Die Autorin resümiert, dass die Schweiz trotz vorhandener Stabilisatoren wie einem ausgebauten Sozialnetz aufgrund ihrer internationalen Verflechtung und der Dominanz des Finanzsektors hochgradig verwundbar bleibt.

Schlüsselwörter

Finanzkrise, Interdependenztheorie, Schweiz, Verwundbarkeit, Subprime-Krise, Bankenkrise, Liquiditätskrise, Solvenzkrise, Staatsverschuldung, Währungsstabilität, Exportwirtschaft, Finanzplatz Schweiz, Risikomanagement, Wirtschaftsrezession, Bankenregulierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit im Kern?

Die Arbeit untersucht, inwiefern die Schweiz durch ihre internationale Vernetzung gegenüber der globalen Finanzkrise verwundbar ist.

Welche theoretische Basis wird verwendet?

Es wird der interdependenztheoretische Ansatz von Robert Keohane und Joseph Nye verwendet, um die Machtverhältnisse und Abhängigkeiten zwischen Staaten zu analysieren.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, anhand theoretischer Konstrukte Risikofaktoren zu identifizieren, um die spezifische Anfälligkeit der Schweizer Volkswirtschaft in der Krise zu bestimmen.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewandt?

Die Autorin nutzt eine theoretisch geleitete Analyse, bei der zunächst die Theorie vorgestellt, die Krisenursachen erläutert und diese anschließend auf die Schweiz angewandt werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der theoretischen Grundlagen, die Analyse der globalen Krisenentstehung (Ursachen und Folgen) sowie eine detaillierte Fallstudie zur Schweiz.

Durch welche Schlagworte lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Zentrale Begriffe sind Finanzkrise, Interdependenz, Verwundbarkeit, Bankenkrise, Währungsstabilität und Exportabhängigkeit.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle der Schweizer Großbanken?

Die Arbeit betrachtet die dominante Position von UBS und CS als erheblichen Risikofaktor, der die Schweiz aufgrund der internationalen Vernetzung besonders anfällig macht.

Welche Rolle spielen die Staatsfinanzen für die Verwundbarkeit?

Die Staatsverschuldung wird als ein zentraler Indikator betrachtet; obwohl die Schweiz im Vergleich zu anderen Staaten gut dasteht, wächst der Druck durch Steuerausfälle und drohende Bankenrettungen.

Warum reicht laut der Autorin die Analyse der Subprime-Hypotheken als Krisenursache nicht aus?

Die Arbeit argumentiert, dass die Krise nicht nur auf dem Immobilienmarkt basiert, sondern maßgeblich durch legislative Voraussetzungen und eine anhaltende Niedrigzinspolitik begünstigt wurde.

Final del extracto de 17 páginas  - subir

Detalles

Título
Finanzkrise – Wie verwundbar ist die Schweiz?
Universidad
University of Zurich  (Institut für Politikwissenschaft)
Curso
Vertiefung Internationale Beziehungen: Theorien der Internationalen Beziehungen
Autor
Elena Holzheu (Autor)
Año de publicación
2009
Páginas
17
No. de catálogo
V126454
ISBN (Ebook)
9783640324231
ISBN (Libro)
9783640326037
Idioma
Alemán
Etiqueta
Finanzkrise Politikwissenschaft Internationale Beziehungen
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Elena Holzheu (Autor), 2009, Finanzkrise – Wie verwundbar ist die Schweiz?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/126454
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