Für Eltern und Erwachsene ist es oft schwer mit Jugendlichen umzugehen und diese zu verstehen. Es liegt oft eine zu große Kluft zwischen ihren Lebenswelten, aber auch die Denkweisen unterscheiden sich. Wie schwierig ist es doch, erwachsen zu werden. Welche Frage den Jugendlichen zentral beschäftigt wird allzu oft vergessen. Dabei werden in der Jugend so viele Weichen für die Zukunft gestellt. Was es ist, dass diese Differenzen zu Stande kommen lässt will ich hier genauer beleuchten – der Jugendliche ist auf der Suche nach sich selbst. Wie geht diese Identitätsfindung von Statten und wie können Eltern ihre Kinder besser verstehen und ihnen in dieser Zeit besser zur Seite stehen, darum soll es in meiner Arbeit gehen. Zunächst einmal befasse ich mit dem Begriff der Adoleszenz um verständlich zu machen in welcher Situation sich ein Jugendlicher während dieser Phase befindet. Dann wird der Begriff der Identität genauer beschrieben um bewusst zu machen, was es für den Jugendlichen bedeutet, sich auf die Suche nach eben dieser zu machen. Hierbei begegnen wir im weiteren Verlauf meiner Arbeit Theorien von Erikson und Marcia. Desweiteren werden die vier Ebenen der Identitätsfindung geklärt und Faktoren beleuchtet, die Einfluss nehmen auf die Entwicklung der Identität. Insbesondere wird hier eingegangen auf die Familie und die Peer Group. Es werden Risikofaktoren zusammengefasst und Jugendagressivität wird untersucht. Abschließend wird festgestellt, was eine positive Auswirkung auf die Identitätsentwicklung Jugendlicher haben kann und wie Eltern positiv zu dieser beitragen können.
Inhaltsverzeichnis
2 EINLEITUNG
3 DIE ADOLESZENZ
4 DEFINITION: IDENTITÄT
5 ERIKSON
6 DIE ENTWICKLUNG DER IDENTITÄT NACH MARCIA
7 DIE EBENEN DER IDENTITÄTSFINDUNG
7.1 Die reflexive Ebene
7.2 Die optative Ebene
7.3 Die akzeptative Ebene
7.4 Die soziale Ebene
8 DAS SELBST
9 FAKTOREN, DIE DIE ENTWICKLUNG DER IDENTITÄT BEEINFLUSSEN
9.1 Einfluss der Familie
9.2 Peer Groups
10 RISIKOFAKTOREN
10.1 Jugendagressivität
11 FAZIT
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht den komplexen Prozess der Identitätsfindung im Jugendalter, beleuchtet zentrale theoretische Konzepte und analysiert die Einflussfaktoren der sozialen Umwelt sowie bestehende Risikofaktoren, um Eltern Hilfestellungen für eine positive Begleitung zu geben.
- Theoretische Grundlagen der Adoleszenz und Identitätsentwicklung
- Modelle zur Identitätskonstruktion nach Erikson und Marcia
- Einfluss von Familie und Peer Groups auf den Heranwachsenden
- Ursachen und Auswirkungen von Jugendaggressivität als Risikofaktor
Auszug aus dem Buch
7.2 Die optative Ebene
Der Jugendliche neigt dazu, sich an Vor- und Leitbildern zu orientieren. Hierbei erschafft er sich anhand dieser Vorbilder ein Wunschbild von sich selbst, welches er versucht zu verwirklichen. Dieses Wunschbild beinhaltet berufliche wie persönliche Zukunftsperspektiven. Sein Ziel ist es die äußere Realität mit seinen inneren Ansprüchen in Übereinstimmung zu bringen. Heut zu Tage besteht die Gefahr jedoch darin, dass der Jugendliche der Manipulation der Massenmedien erliegt, die oft mit Hilfe diverser Vor- und Leitbilder einen Lebensstil suggerieren, der im Normalfall nicht erreichbar ist. Dies hat eine negative Wirkung auf die Selbstfindung der Jugendlichen, wenn diese nicht in der Lage sind die Manipulation zu durchschauen.
Zusammenfassung der Kapitel
EINLEITUNG: Die Autorin legt die Schwierigkeiten des Erwachsenwerdens dar und skizziert das Ziel, den Prozess der Identitätsfindung sowie unterstützende Erziehungsstrategien zu beleuchten.
DIE ADOLESZENZ: Dieses Kapitel beschreibt das Jugendalter als eine Zeit des Umbruchs und des Abschieds von der Kindheit, geprägt durch die zentrale Frage nach der eigenen Identität.
DEFINITION: IDENTITÄT: Es werden verschiedene psychologische Ansätze definiert, die Identität als lebenslangen Prozess der Persönlichkeitsentwicklung und Selbstwahrnehmung beschreiben.
ERIKSON: Der Fokus liegt auf Eriksons Stufenmodell, in dem Identität durch die Bewältigung von Krisen und die Auseinandersetzung mit sozialen Rollen entsteht.
DIE ENTWICKLUNG DER IDENTITÄT NACH MARCIA: Marcia ergänzt das Modell durch vier Stadien der Identität und differenziert zwischen Identitätsbildung und Identitätskonstruktion.
DIE EBENEN DER IDENTITÄTSFINDUNG: Der Prozess der Identitätsfindung wird in vier spezifische Stadien bzw. Ebenen unterteilt, die der Jugendliche durchläuft.
DAS SELBST: Basierend auf Baacke wird die Differenzierung des Selbst in materielle, soziale und geistige Komponenten erläutert.
FAKTOREN, DIE DIE ENTWICKLUNG DER IDENTITÄT BEEINFLUSSEN: Das Kapitel thematisiert das Zusammenspiel von inneren Anlagen und äußeren Faktoren aus der Lebenswelt des Individuums.
RISIKOFAKTOREN: Es wird untersucht, welche Belastungen zu einer Gefährdung der Identitätsentwicklung führen und welche Scheinalternativen Jugendliche wählen können.
FAZIT: Die Autorin fasst zusammen, dass Verständnis und gezielte Förderung durch das soziale Umfeld essenziell für eine positive Identitätsentwicklung sind.
Schlüsselwörter
Identitätsfindung, Adoleszenz, Jugendliche, Persönlichkeitsentwicklung, Sozialisation, Erikson, Marcia, Familie, Peer Group, Identitätsdiffusion, Selbstbild, Erziehungsstile, Jugendaggressivität, Risikofaktoren, Identitätskonstruktion.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?
Die Arbeit befasst sich mit den psychologischen und sozialen Aspekten der Identitätsfindung bei Jugendlichen während der Adoleszenz.
Welche Themenfelder stehen im Zentrum der Betrachtung?
Zentrale Themen sind die theoretischen Modelle von Erikson und Marcia, die Ebenen der Identitätsfindung sowie der Einfluss des sozialen Umfelds.
Was ist das primäre Ziel dieser Untersuchung?
Ziel ist es, den Jugendlichen auf seinem Weg zur Selbstfindung besser zu verstehen und Eltern Wege aufzuzeigen, wie sie diesen Prozess positiv begleiten können.
Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit angewandt?
Es handelt sich um eine theoretische Literaturarbeit, die existierende entwicklungspsychologische Theorien und Konzepte zusammenführt und analysiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in Definitionen, die Vorstellung von Entwicklungsmodellen, die Beschreibung der Identitätsebenen und die Untersuchung von Familien- und Gruppeneinflüssen.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt charakterisieren?
Die Kernbegriffe umfassen Identitätsfindung, Adoleszenz, Persönlichkeitsentwicklung, soziale Einflüsse und Risikofaktoren.
Was unterscheidet den autoritären vom autoritativen Erziehungsstil?
Während der autoritative Stil Selbstsicherheit und Unabhängigkeit fördert, setzt der autoritäre Stil einseitig auf Gehorsam und Anpassung, was die Identitätsentwicklung hemmen kann.
Warum spielt die Peer Group eine so wichtige Rolle?
Die Peer Group unterstützt den Jugendlichen bei der Ablösung vom Elternhaus und bietet einen Freiraum, in dem er sich ausprobieren und neue Verhaltensweisen testen kann.
Welche Auswirkung hat eine diffuse Identität nach Marcia?
Bei einer diffusen Identität ist der Jugendliche bezüglich Werten und Zielen nicht festgelegt, was eine Unterstützung durch klare Ratschläge und Hilfe beim Aufbau von Bindungen erfordert.
- Citar trabajo
- Stefanie Jahn (Autor), 2008, Auf der Suche nach sich selbst , Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/126538