In dieser Arbeit soll der Ablauf eines IPOs und die Prozesse der Emissionspreisbildung, die Aktienplatzierungsprozesse, sowie die Vor- und Nachteile eines Börsenganges für das Unternehmen erläutert werden.
Neue Technologien, wie künstliche Intelligenz, augmented Reality, der Vorstoß ins Metaverse, die Vernetzung und Digitalisierung wie auch die Nutzung erneuerbaren Energien sind nur einige wenige Beispiele für Dinge, die Unternehmen aktuell vorhaben könnten. Für all diese und für jede andere Veränderungen benötigen Unternehmen Kapital.
Für die Gewinnung des Kapitals gibt es zwei Optionen. Entweder durch Aufnahme von Eigenkapital oder durch Aufnahme von Fremdkapital. Für die Aufnahme von Fremdkapital wäre der einfachste Weg der Gang zur Bank. Hier ist die zu bekommende Geldmenge allerdings durch verschiedene Gesetze deutlich limitiert, vor allem für junge und noch wachsende Unternehmen. Obwohl gerade diese jungen Unternehmen frisches Kapital brauchen, um wettbewerbsfähig zu bleiben und den Vorteil zu nutzen, dass sie womöglich die Ersten sind mit der neuen Technologie oder Idee.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Ausgangssituation
1.3 Forschungsfrage und Zielsetzungen
1.4 Methodik
1.5 Aufbau der Arbeit
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Börse
2.2 Aktien
2.3 Going Public
2.4 IPO
3 Initial Public Offering
3.1 Motive für den IPO
3.2 Ablauf des IPO
4 Preisbildungsprozess
4.1 Vorüberlegung Preisbildung
4.2 Preisbildung
4.2.1 Festpreisverfahren
4.2.2 Auktionsverfahren
4.2.3 Bookbuildingverfahren
5 Vor- und Nachteile eines IPOs
6 Zusammenfassung
6.1 Zielerreichung
6.2 Kritische Reflexion der methodischen Vorgehensweise
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht den Prozess des Börsengangs (Initial Public Offering) von der theoretischen Basis über die praktischen Schritte der Preisbildung bis hin zur kritischen Abwägung von Chancen und Risiken für Unternehmen.
- Mechanismen der Unternehmensbewertung im Umfeld eines Börsengangs
- Vergleichende Analyse gängiger Emissions- und Platzierungsverfahren
- Identifikation strategischer Motive für einen Going-Public-Prozess
- Bewertung der ökonomischen Vor- und Nachteile einer Börsennotierung
Auszug aus dem Buch
4.2 Preisbildung
Im Festpreisverfahren wird der Emissionspreis vor dem Börsengang unveränderlich festgesetzt. Die Aktien des gesamten Unternehmens werden von der Konsortialbank übernommen und an Investoren verkauft. Hier besteht die Gefahr, dass es nicht genügend Investoren gibt, die zeichnungsbereit sind und somit die Konsortialbank Aktionär des Unternehmens wird, welches sie an die Börse bringen möchte. Deshalb sind die Emissionspreise bei diesem Verfahren in der Regel sehr niedrig angesetzt um nach Möglichkeit den gesamten Bestand veräußern zu können.
Dieses Verfahren ist aber seit Mitte der Neunziger Jahre nicht mehr üblich, da es andere gebräuchliche Verfahren wie das Bookbuilding oder Auktionsverfahren gibt. Des Weiteren hat das Festpreisverfahren höhere Risiken gegenüber den anderen beiden Verfahren, da der Preis der Aktie schon vor dem Börsengang festgelegt und die Ermittlung des Emissionspreises nur vom Bookrunner erledigt wird und somit eine breitere und diversifiziertere Betrachtung des Emissionspreises durch andere Marktteilnehmer nicht erfolgt. Hierdurch entsteht „die Gefahr eines nicht marktkonformen Platzierungspreises.“
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz von Kapitalbeschaffung für wachsende Unternehmen ein und umreißt die Forschungsziele sowie die Struktur der vorliegenden Arbeit.
2 Theoretische Grundlagen: In diesem Kapitel werden grundlegende Begrifflichkeiten wie Börse, Aktien, Going Public und IPO definiert, um ein gemeinsames Verständnis für die weitere Analyse zu schaffen.
3 Initial Public Offering: Hier werden die zentralen Beweggründe für ein Unternehmen, an die Börse zu gehen, detailliert beleuchtet und der strukturelle Ablauf von der Vorbereitungs- bis zur Notierungsphase beschrieben.
4 Preisbildungsprozess: Dieses Kapitel erläutert die methodischen Ansätze zur Unternehmensbewertung sowie die spezifischen Verfahren wie das Festpreis-, Auktions- und Bookbuildingverfahren bei der Emissionspreisgestaltung.
5 Vor- und Nachteile eines IPOs: Hier erfolgt eine Gegenüberstellung der strategischen Vorteile, wie der Zugang zu frischem Kapital, sowie der Risiken, etwa durch Kosten und gesteigerten Transparenzdruck.
6 Zusammenfassung: Das letzte Kapitel fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen, reflektiert die Zielerreichung und hinterfragt kritisch die gewählte methodische Vorgehensweise.
Schlüsselwörter
Initial Public Offering, IPO, Börsengang, Going Public, Emissionspreis, Unternehmensbewertung, Kapitalmarkt, Bookbuildingverfahren, Festpreisverfahren, Auktionsverfahren, Aktien, Eigenkapital, Emissionskonzept, Transparenz, Marktkapitalisierung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt den professionellen Prozess eines Börsengangs (IPO) und analysiert dessen zentrale Phasen und Mechanismen.
Welche Themenfelder stehen im Fokus?
Die zentralen Schwerpunkte liegen auf der Unternehmensbewertung im IPO-Prozess, der Preisfindung und den Verfahren zur Aktienplatzierung.
Was ist die zentrale Forschungsfrage?
Die Arbeit geht den Fragen nach, wie ein IPO abläuft, wie die Preisbildung funktioniert und welche Vor- und Nachteile sich für das emittierende Unternehmen ergeben.
Welche wissenschaftliche Methode wurde angewandt?
Die Grundlage bildete eine systematische Literaturanalyse durch die Nutzung wissenschaftlicher Datenbanken und relevanter Fachliteratur.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Definitionen, den Prozessablauf, die verschiedenen Bewertungsansätze sowie eine detaillierte Gegenüberstellung der Vor- und Nachteile eines Börsengangs.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Initial Public Offering, Unternehmensbewertung, Bookbuildingverfahren, Eigenkapital und Kapitalmarkt.
Warum ist die Wahl des Emissionspreises so kritisch für den Erfolg?
Ein zu hoher Preis riskiert eine Unterzeichnung, während ein zu niedriger Preis den Erlös für die Alteigentümer schmälert; zudem ist der Emissionspreis direkt ausschlaggebend für die Marktkapitalisierung.
Welche Rolle spielt das Bookbuildingverfahren bei heutigen IPOs?
Es hat sich als Standardverfahren etabliert, da es durch die Einbindung institutioneller Anleger eine marktnahe und dynamische Preisfindung ermöglicht.
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- Steffen Wietholt (Autor), 2022, Public Offering (IPO). Techniken und Preisbildung von Emissionen und Aktienplatzierung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1265829