Ziel der Arbeit ist es, einen Überblick über den Wasserkonflikt im israelisch-palästinensischen Territorium zu verschaffen.
Die Wasserknappheit ist von großer gesellschaftlicher Bedeutung. Er stellt vor allem ein enorm hohes Konfliktpotenzial dar und kostet somit viele Menschenleben. Ferner muss man für das Verständnis des Konfliktes um die knappe Ressource, den gesellschaftlichen Kontext berücksichtigen. Die wissenschaftliche Relevanz der Forschung in diesem Gebiet liegt in der Erweiterung des Wissens bezüglich des aktuellen Konflikts. Darüber hinaus kann es durch eine wissenschaftliche Auseinandersetzung des akuten Problems in der Praxis zu Lösungsansätzen kommen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung und Forschungsproblem
2 Forschungsfrage
3 Forschungsstand
4 Methode
5 Theoretischer Rahmen
5.1 Konflikt-Tradition und Bezug auf den Wasserkonflikt
5.2 Tradition nach Durkheim und Bezug auf den Wasserkonflikt
5.3 Rationalitäts- Theorietradition und Bezug auf den Wasserkonflikt
5.4 Symbolischer Interaktionismus und Bezug auf den Wasserkonflikt
6 Fazit
7 Literaturverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht das Potenzial und die Nutzung von Wasser als politischem Instrument im israelisch-palästinensischen Konflikt seit 1948 unter Anwendung verschiedener soziologischer Theorietraditionen.
- Analyse von Wasser als Macht- und Kontrollinstrument
- Soziologische Betrachtung durch Konflikttheorien, Durkheim, Rationalitätsmodelle und Symbolischen Interaktionismus
- Untersuchung von Abhängigkeitsverhältnissen und Machtasymmetrien
- Einordnung technischer und gesellschaftlicher Wasserknappheit
Auszug aus dem Buch
5.1 Konflikt-Tradition und Bezug auf den Wasserkonflikt
Nach Collins, gehört die Konflikttheorietradition der Makro- Dimension an und ist politisch- ökonomisch orientiert. Außerdem sei sie mit der Ökonomie und der Geschichte verwandt (Collins 1994: 49).
Sie lässt sich am besten auf die Forschungsfrage anwenden und wird demnach intensiver als die anderen Theorietraditionen behandelt.
Die Konflikttheorietradition, wurde von verschiedenen Soziologen geprägt.
Im Allgemeinen vertreten Anhänger dieser Theorietradition die These, dass es immer eine herrschende Gruppe gäbe, die stets ihre Dominanz auf eine unterdrückte Gruppe ausübe. Beide Gruppen würden dabei jeweils unterschiedliche Interessen verfolgen, wodurch Konflikte entstehen würden. Würden diese nicht offen ausgetragen werden, begäben sich die beiden Gruppen in einen Prozess der Unterdrückung, in welchem die eine die andere Gruppe dominiere (Collins 1994: 52).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung und Forschungsproblem: Umreißt die mediale und gesellschaftliche Relevanz des Wassermangels im israelisch-palästinensischen Konflikt und definiert das Ziel der Arbeit.
2 Forschungsfrage: Formuliert die zentrale Frage nach der Nutzung von Wasser als politisches Instrument seit dem Jahr 1948.
3 Forschungsstand: Gibt einen Überblick über die bestehende Literatur und die klimatischen sowie historischen Hintergründe der Wasserknappheit in der Region.
4 Methode: Erläutert das Vorgehen mittels Literaturanalyse soziologischer Theorien und definiert die verwendeten Begrifflichkeiten.
5 Theoretischer Rahmen: Dient als analytische Basis, indem vier soziologische Traditionen auf den Wasserkonflikt angewandt werden.
5.1 Konflikt-Tradition und Bezug auf den Wasserkonflikt: Analysiert Machtasymmetrien und die Rolle von Ressourcenbesitz aus der Perspektive von Marx und Engels.
5.2 Tradition nach Durkheim und Bezug auf den Wasserkonflikt: Beleuchtet soziale Ordnung, Anomie und Integrationsleistungen im Kontext der Ressourcenverteilung.
5.3 Rationalitäts- Theorietradition und Bezug auf den Wasserkonflikt: Untersucht Nutzenmaximierung und Austauschbeziehungen zwischen den Akteuren.
5.4 Symbolischer Interaktionismus und Bezug auf den Wasserkonflikt: Betrachtet die Identitätsbildung und Wahrnehmung von Rollen im Konfliktgeschehen.
6 Fazit: Führt die Ergebnisse zusammen und bestätigt die Rolle von Wasser als politisches Machtinstrument.
7 Literaturverzeichnis: Listet sämtliche für die Arbeit herangezogenen Quellen auf.
Schlüsselwörter
Wasserknappheit, Israel-Palästina-Konflikt, politische Instrumentalisierung, Konflikttheorie, Machtasymmetrie, Ressourcenmanagement, Soziologie, Rational Choice, Identität, Machtinstrument, Wasserpolitik, Nahostkonflikt, Ökonomie, soziale Ordnung, Besatzungspolitik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit untersucht, inwiefern die natürliche Ressource Wasser im israelisch-palästinensischen Konfliktseit 1948 als gezieltes politisches Machtinstrument und zur Sicherung von Dominanz eingesetzt wird.
Welche Themenfelder sind zentral?
Zentral sind die Untersuchung soziologischer Theorien im Kontext knapper Ressourcen, die Analyse der asymmetrischen Machtverteilung zwischen Israel und Palästina sowie die Auswirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft.
Was ist die primäre Forschungsfrage?
Die Forschungsfrage lautet: Inwiefern wird die Ressource Wasser, als politisches Instrument, in dem seit 1948 herrschenden Konflikt zwischen Israel und Palästina verwendet?
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt die Methode der Literaturanalyse, um das Thema durch vier verschiedene soziologische Traditionen zu beleuchten, darunter Konflikttheorien sowie Nutzenmaximierungs-Ansätze.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden soziologische Perspektiven von Marx, Engels, Durkheim, Coleman und Cooley auf den konkreten Wasserkonflikt angewandt, um Machtstrukturen und Handlungslogiken der Akteure zu erklären.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Wasserknappheit, politische Instrumentalisierung, Machtasymmetrie, Nahostkonflikt, soziologische Traditionen sowie Ressourcenmanagement.
Wie bewerten die soziologischen Ansätze die Rolle des Wassers?
Die Theorien zeigen, dass Wasser nicht nur eine biologische Notwendigkeit darstellt, sondern als Katalysator für soziale Dynamiken, politische Dominanz und die Etablierung nationaler Interessen dient.
Welche Schlussfolgerung zieht der Autor?
Das Fazit verdeutlicht, dass Wasser als strategisches Mittel der Besatzungspolitik fungiert, das Abhängigkeiten erzeugt und eine autonome Entwicklung Palästinas erschwert.
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- Anonym (Author), 2018, Der Konflikt zwischen Israel und Palästina. Die Ressource Wasser als politisches Instrument, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1265854