Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, inwieweit der Bilingualismus Auswirkungen auf den Leistungserfolg von Kindern und Jugendlichen im Bildungswesen hat.
Es wird zuerst auf die sozialen und ethnischen Ungleichheiten von Kindern und Jugendlichen im Bildungswesen eingegangen. Anschließend werden die Auswirkungen und das Problem, dass die Zweisprachigkeit von Kindern und Jugendlichen mit einem Migrationshintergrund zu ungleichen Bildungschancen führt, näher betrachtet.
Dabei wird auf die Humankapitaltheorie eingegangen. Daraufhin werden die Korrekturmöglichkeiten und Sprachförderungen diskutiert. Diese Theorien werden mit wissenschaftlichen Texten untersucht und durch empirische Studien belegt. Schlussfolgernd werden Lösungsansätze genannt, die diese Ungleichheiten schmälern sollen und Forschungslücken sowie Konsequenzen aufzeigen.
Die Sprache ist unser Hauptkommunikationsmittel und durch sie präsentieren wir uns. Kinder und Jugendliche mit einem Migrationshintergrund wachsen meist zweisprachig auf. Sie sprechen in ihrem Elternhaus oft ihre Muttersprache und müssen, vor allem Kinder aus der ersten Zuwanderungsgeneration, in der Schule eine neue Sprache lernen, um sich integrieren zu können.
Dies führt meistens zu schulischen Problemen, da es sprachlich zu einem „Nullsummenproblem“ kommen kann und der Erwerb von einem kompetenten Bilingualismus von verschiedenen Faktoren abhängt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Ethnische Ungleichheiten
2.1 Auswirkungen der Zweisprachigkeit
2.2 Förderungsmaßnahmen
3. Fazit
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen Bilingualismus, der sozialen Herkunft und dem schulischen Erfolg von Kindern und Jugendlichen. Ziel ist es, die Auswirkungen der Zweisprachigkeit im Kontext von Bildungsungleichheiten kritisch zu beleuchten und mögliche Förderansätze sowie wissenschaftliche Argumentationen zu analysieren, um der Frage nachzugehen, inwiefern der Bilingualismus den Leistungserfolg beeinflusst.
- Analyse ethnischer Bildungsungleichheiten im deutschen Schulsystem
- Einflussfaktoren des Spracherwerbs und der Zweisprachigkeit auf das Leistungsniveau
- Untersuchung von Fördermaßnahmen im vorschulischen und schulischen Bereich
- Diskussion der Bedeutung von Humankapitaltheorie und Kosten-Nutzen-Modellen
- Identifikation von Forschungslücken in der aktuellen Bildungsdebatte
Auszug aus dem Buch
2.1 Auswirkungen der Zweisprachigkeit
Bildungsunterschiede zwischen Kindern und Jugendlichen mit und ohne einem Migrationshintergrund, lassen sich vor allem auf den Bilingualismus der Zuwanderungskinder zurückführen. Die zu Hause gesprochene Sprache hat große Auswirkungen auf die Leistungen der Schüler/-innen (vgl. Esser 2009).
Normalerweise ist das Beherrschen mehrerer Sprachen politisch und gesellschaftlich wünschenswert und auf dem Arbeitsmarkt gefragt. Doch im Bildungswesen kommt es oft zu negativen Folgen. Ein Kind, das zwei Sprachen erlernen muss, ist auf viele Nebenbedingungen (Motivation, Lernfähigkeiten) angewiesen, um dies vollständig und ohne Nachteile vollziehen zu können. Dabei spielt der soziale Hintergrund, die Umgebung und das Einreisealter eine entscheidende Rolle (Esser 2009: 70).
In Deutschland sprechen ungefähr 60 Prozent der Kinder und Jugendlichen mit einem Zuwanderungshintergrund, zu Hause vorwiegend ihre Muttersprache (PISA 2015: 327). Diejenigen zeigen in der PISA Studie 2000 deutliche Nachteile. Es kommt jedoch zu starken Verbesserungen, sodass zwischen Kindern und Jugendlichen mit einem Migrationshintergrund, die zu Hause nur deutsch reden und denjenigen, die vorwiegend ihre Herkunftssprache sprechen, keine signifikanten Unterschiede festgestellt werden können. Dennoch gelten die Sprachkompetenzen der Schüler und Schülerinnen 2015 weiterhin als Indikator für ihre Leistungen (PISA 2015: 321).
Positive Effekte die bilingualen Fertigkeiten und dem Sprechen der Muttersprache, wie beispielsweise die Förderung von kognitiven Fähigkeiten, schulischen Leistungen und des Zweitsprachenerwerbs können im Vergleich zu Kindern und Jugendlichen, die sprachlich angepasst sind nicht festgestellt werden (Esser 2015, S. 423, Tab. 2).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der Bildungsungleichheit ein und formuliert die zentrale Forschungsfrage zum Einfluss des Bilingualismus auf den schulischen Leistungserfolg.
2. Ethnische Ungleichheiten: Dieses Kapitel analysiert die komplexen Ursachen für Leistungsunterschiede zwischen Kindern mit und ohne Migrationshintergrund sowie die Rolle sozioökonomischer Faktoren.
2.1 Auswirkungen der Zweisprachigkeit: Hier wird der Fokus spezifisch auf die sprachlichen Kompetenzen und die empirische Debatte um die Vor- und Nachteile von Mehrsprachigkeit im Lernprozess gelegt.
2.2 Förderungsmaßnahmen: Dieser Abschnitt befasst sich mit der Wirksamkeit von Sprachförderprogrammen und institutionellen Unterstützungsangeboten in Deutschland.
3. Fazit: Das Fazit fasst die Analyseergebnisse zusammen und diskutiert den weiteren Forschungsbedarf für eine gerechtere Bildungspolitik.
Schlüsselwörter
Bildungsungleichheit, Bilingualismus, Migrationshintergrund, Zweitspracherwerb, Schulerfolg, Sprachförderung, Humankapitaltheorie, PISA-Studie, Sozioökonomischer Status, Sprachkompetenz, Integrationserfolg, Bildungswesen, Muttersprache.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?
Die Arbeit untersucht, welchen Einfluss die Zweisprachigkeit (Bilingualismus) von Kindern und Jugendlichen aus Migrantenfamilien auf deren schulischen und bildungsmäßigen Erfolg hat.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die zentralen Themen sind ethnische Bildungsungleichheit, die Bedeutung des Spracherwerbs sowie die Wirksamkeit staatlicher und schulischer Förderungsmaßnahmen.
Was ist die spezifische Forschungsfrage der Arbeit?
Die Forschungsfrage lautet: „Inwiefern hat der Bilingualismus Auswirkungen auf den Leistungserfolg von Kindern und Jugendlichen im Bildungswesen?“
Welche wissenschaftliche Methode wird primär genutzt?
Die Autorin/der Autor stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse bestehender wissenschaftlicher Texte sowie auf die Auswertung umfangreicher empirischer Studien wie der PISA-Studien.
Welche Kernthemen dominieren den Hauptteil?
Der Hauptteil behandelt die sozialen und ethnischen Bildungsdifferenzen, die Auswirkungen bilingualer Sprachpraxis auf das Lernen und die Bewertung verschiedener Förderansätze.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten beschreiben?
Die wichtigsten Schlagworte sind Bildungsungleichheit, Bilingualismus, Migrationshintergrund, Sprachförderung und Schulerfolg.
Wie bewertet die Arbeit den Einfluss des Elternhauses?
Die Arbeit betont, dass die soziale Herkunft, das Bildungsniveau der Eltern und die zu Hause gesprochene Sprache signifikante Faktoren für den Bildungsweg darstellen.
Welches Fazit zieht die Arbeit in Bezug auf Fördermaßnahmen?
Es wird festgestellt, dass trotz zahlreicher Bemühungen ein einheitliches, effektives System der Sprachförderung in Deutschland noch fehlt und weiterer Forschungsbedarf besteht.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2019, Auswirkungen von Bilingualismus auf den Leistungserfolg von Kindern und Jugendlichen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1266246