Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Política - Sistemas políticos en general y en comparación

Die Beziehung von Religiosität, Laizismus- und Demokratiebefürwortung als subjektive Messung

Título: Die Beziehung von Religiosität, Laizismus- und Demokratiebefürwortung  als subjektive Messung

Trabajo , 2008 , 29 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Andreas Kleine (Autor)

Política - Sistemas políticos en general y en comparación
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

In dieser Arbeit ist untersucht worden, ob es einen Zusammenhang zwischen Religiosität, Befürwortung des Laizismus und Zustimmung zu Demokratie als Regierungsform gibt. Laizismus beutet die „radikale Trennung von Staat und Kirche“, und stellt somit als Idealform den Gegenpol zu vollständigen Union von Staat und Kirche dar. Es war zu erwarten, dass religiöse Menschen eher dazu neigen, durch Gott legitimierte Herrscher anzuerkennen, als unreligiöse Menschen dies machen würden.
Diese Frage ist in vielerlei Hinsicht interessant, da grade das Problem der Trennung von Staat und Kirche immer wieder Anlass zu Diskussion gibt. Ein prominentes Beispiel war die Uneinigkeit um das Vorwort zur Verfassung der Europäischen Union (EU). Hier entbrannte ein Streit, ob die EU ein christlich geprägtes Bündnis sein sollte, oder ob man Bezüge zur Religion in dem Verfassungstext vermeiden müsse, um sowohl andere Religionen aufnehmen zu können, als auch Atheisten zu integrieren. Auch wenn diese Frage sich mittlerweile erübrigt hat, zeigte sich, welches Konfliktpotential die Frage in sich birgt.
Ein anderes Beispiel ist die anhaltende Diskussion in der Türkei. Während Teile der Bevölkerung bewusst am ausgeprägten Laizismus festhalten, betreiben andere Gruppen eine zunehmende Unierung von Staat und Kirche. Welchen Stellenwert in diesen Fällen die Religiosität einnimmt kann unter Umständen durch das Ergebnis dieser Arbeit beantwortet werden können.
Um dem Forschungsvorhaben nachzugehen war es notwendig, die subjektiven Einstellungen der Bürger möglichst vieler Staaten zu untersuchen und auszuwerten. Dazu eigneten sich besonders die Umfrageergebnisse des später näher erläuterten World Values Survey (WVS), die auf der Website des Projekts publiziert werden. Diese beinhalten alle Umfragedaten, die im World Values Survey und in der European Values Study (EVS) erhoben wurden. Anhand der theoretischen Vorüberlegungen und der Hypothese wurden relevante Fragen des WVS identifiziert und einem einheitlichen, später zu erläuternden System nach aggregiert. Die so gewonnenen Aggregatdaten konnten dann durch statistische Verfahren ausgewertet werden.
Die Untersuchung stützt sich lediglich auf die Daten des WVS, also die Einstellungen der Befragten.

Weiterhin wurde analysiert, ob es Zusammenhänge zwischen den Freedom House - Rankings und Laizismuspräferenz sowie den Polity IV – Werten und der Laizismuspräferenz gibt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. GRUNDLAGEN

2.1. HYPOTHESE: RELIGIOSITÄT, LAIZISMUS UND DEMOKRATIE KORRELIEREN

2.2. THEORIEGELEITETE VARIABLENENTWICKLUNG

2.3. DATENBASIS: WORLD VALUES SURVEY, FREEDOM HOUSE UND POLITY IV

3. DURCHFÜHRUNG DER UNTERSUCHUNG

3.1. OPERATIONALISIERUNG

3.2. AGGREGATION UND REKODIERUNG DER WVS-ROHDATEN

3.3. FAKTORENANALYSE

3.4. ZUSAMMENHANG ZWISCHEN LAIZISMUS, DEMOKRATIE UND RELIGIOSITÄT

3.5. ERGEBNISSE

4. WEITERFÜHRENDE ANALYSEN

4.1. FREEDOM HOUSE, POLITY IV IN KORRELATION MIT LAIZISMUS

4.2. RELIGIOSITÄT UND LAIZISMUS

5. FAZIT

6. ZUSAMMENFASSUNG / ABSTRACT

7. ANHANG

7.1. HÄUFIGKEITSAUSZÄHLUNG DER RELEVANTEN WVS-INDIKATOREN

7.2. STREUDIAGRAMME „PRO LAIZISMUS“ UND „PRO DEMOKRATIE“-DIMENS.

7.3. STREUDIAGRAMME „RELIGIOSITÄT“ UND „PRO DEMOKRATIE“-DIMENSIONEN

8. LITERATURVERZEICHNIS

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den statistischen Zusammenhang zwischen der Religiosität von Bürgern, ihrer Befürwortung des Laizismus und ihrer Zustimmung zur Demokratie als Regierungsform, um zu prüfen, ob religiöse Einstellungen die Haltung gegenüber staatlichen Strukturen beeinflussen.

  • Analyse subjektiver Einstellungen basierend auf dem World Values Survey (WVS).
  • Einfluss von Religiosität auf die Einstellung zur Trennung von Staat und Kirche (Laizismus).
  • Zusammenhang zwischen demokratischer Überzeugung und laizistischen bzw. religiösen Tendenzen.
  • Einbezug institutioneller Demokratie-Indices (Freedom House, Polity IV).
  • Überprüfung kulturtheoretischer Ansätze (Samuel P. Huntington) im Kontext globaler Daten.

Auszug aus dem Buch

2.1. Hypothese: Religiosität, Laizismus und Demokratie korrelieren

Dieser Hypothese liegen drei Thesen zugrunde, die sich an führenden Theorieströmungen orientieren.

Die Modernisierungstheorie sagt, „dass sich die Welt auf eine Weise verändert, die traditionelle Werte aushöhlt. Wirtschaftliche Entwicklung bringt fast zwangsläufig den Niedergang von Religion, Provinzialismus und kulturellen Unterschieden mit sich.“ (Inglehart 2003: 125). Gleichzeitig lässt sich feststellen, dass es immer mehr Demokratien auf der Welt gibt, mittlerweile ist die Demokratie das vorherrschende politische System (Pickel/ Pickel 2006a:7). Somit stellt sich die Frage, ob demokratische Länder statistisch signifikant laizistischer sind, als andere Länder. Neben den aggregierten Umfragedaten eignen sich für die Untersuchung dieser These besonders die Daten der Demokratie-Indices Freedom House und Polity IV.

Die zweite These hat einen religionssoziologischen Ansatz als Grundlage. Demnach sind Christen, und besonders die Protestanten wirtschaftlicher, also weltlicher, orientiert als andere Konfessionen (Knoblauch 1999: 41f.). Die protestantische Kirche ist schon in ihrer inneren Struktur demokratisch aufgebaut, und verzichtet auf eine Legitimierung durch einen Gott. Andere Konfessionen beinhalten das Prinzip der göttlichen legitimierten Regierung von oben, die sich in ihrer deutlichsten Form im Papsttum ausdrückt. Folglich sollten protestantisch geprägte Staaten eher zur Trennung von Staat und Kirche neigen als Staaten, die durch andere Konfessionen dominiert werden. Folglich kann auch erwartet werden, dass religiöse Menschen eher dazu neigen, eine Verbindung von Staat und Kirche zu befürworten, als unreligiöse Menschen dies machen.

Die dritte These stützt sich auf den kulturtheoretischen Ansatz Samuel P. Huntingtons. Nach Huntingtons Theorie unterteilt sich die Welt in neun Kulturkreise (Inglehart 2003: 13), die sich durch unterschiedliche Religionen, Entwicklungsstadien und Demokratisierbarkeiten auszeichnen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Darstellung der Forschungsfrage, ob ein Zusammenhang zwischen Religiosität, Laizismus und Demokratie existiert, sowie der methodischen Herangehensweise via World Values Survey.

2. GRUNDLAGEN: Herleitung der Hypothesen auf Basis der Modernisierungstheorie, religionssoziologischer Ansätze und kulturtheoretischer Konzepte wie der von Huntington.

3. DURCHFÜHRUNG DER UNTERSUCHUNG: Beschreibung der Operationalisierung, Rekodierung der WVS-Daten und der statistischen Faktorenanalyse zur Variablenkonstruktion.

4. WEITERFÜHRENDE ANALYSEN: Untersuchung der Korrelation zwischen institutionellen Demokratie-Indices (Freedom House, Polity IV) und den Einstellungsdaten zum Laizismus.

5. FAZIT: Zusammenfassung der Ergebnisse, wonach kein direkter Zusammenhang zwischen Demokratiebefürwortung und Laizismus gefunden wurde, wohl aber eine starke Korrelation zwischen Religiosität und Laizismus-Ablehnung.

6. ZUSAMMENFASSUNG / ABSTRACT: Kompakte Darlegung der Forschungsziele, Methoden und der zentralen Erkenntnisse in deutscher und englischer Sprache.

7. ANHANG: Tabellarische Aufbereitung der WVS-Häufigkeiten sowie Darstellung der Streudiagramme zur visuellen Datenanalyse.

8. LITERATURVERZEICHNIS: Auflistung der verwendeten Quellen, Fachliteratur und Datengrundlagen.

Schlüsselwörter

Religiosität, Laizismus, Demokratie, World Values Survey, Freedom House, Polity IV, Modernisierungstheorie, Religionssoziologie, Huntington, Korrelationsanalyse, Faktorenanalyse, politische Kultur, Demokratiebefürwortung, institutionelle Demokratie, Umfrageforschung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen Religiosität, der Befürwortung einer radikalen Trennung von Staat und Kirche (Laizismus) und der Zustimmung zur Demokratie als Regierungsform.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Untersuchung verknüpft religionssoziologische Theorien mit Ansätzen der Demokratieforschung und nutzt dabei sowohl subjektive Umfragedaten als auch objektive Indikatoren für politische Systeme.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Hauptziel ist es, statistisch zu prüfen, ob die Religiosität von Bürgern einen signifikanten Einfluss auf ihre Haltung zu staatlich-religiösen Trennungsmodellen und zur Demokratie hat.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Der Autor nutzt eine quantitative Analyse der World Values Survey (WVS) Daten, ergänzt durch Faktorenanalysen und lineare Korrelationsstudien, sowie einen Vergleich mit den Indizes von Freedom House und Polity IV.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Neben der theoretischen Herleitung werden die Operationalisierung der Variablen, die Durchführung von Faktorenanalysen zur Datenreduktion und die anschließende Korrelationsprüfung der Dimensionen detailliert dargelegt.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Religiosität, Laizismus, Demokratiebefürwortung, quantitative Datenanalyse und kulturtheoretische Ansätze im Sinne von Huntington beschreiben.

Welches Ergebnis zeigt sich bezüglich des Zusammenhangs zwischen Demokratie und Laizismus?

Überraschenderweise konnte im Rahmen der Analyse kein statistisch nachweisbarer signifikanter Zusammenhang zwischen der Befürwortung der Demokratie und der Einstellung zum Laizismus belegt werden.

Welche Erkenntnis gewinnt die Arbeit zur Rolle der Religion?

Die Studie belegt eine signifikant positive Korrelation zwischen hoher Religiosität und der Ablehnung des Laizismus, was die religionssoziologische Hypothese stützt.

Final del extracto de 29 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Beziehung von Religiosität, Laizismus- und Demokratiebefürwortung als subjektive Messung
Universidad
Ernst Moritz Arndt University of Greifswald  (Institut für Politik- und Kommunikationswissenschaft)
Curso
Hauptseminar Vergleichende Demokratiemessung und –forschung
Calificación
1,7
Autor
Andreas Kleine (Autor)
Año de publicación
2008
Páginas
29
No. de catálogo
V126650
ISBN (Ebook)
9783640328147
ISBN (Libro)
9783640328802
Idioma
Alemán
Etiqueta
Religiosität Laizismus Demokratie Subjektive Messung Statistik WVS
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Andreas Kleine (Autor), 2008, Die Beziehung von Religiosität, Laizismus- und Demokratiebefürwortung als subjektive Messung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/126650
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  29  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint