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Freiheit und Schuld: Darstellung an den Gedanken Kants

Title: Freiheit und Schuld: Darstellung an den Gedanken Kants

Term Paper , 2008 , 25 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Manuel Berg (Author)

Philosophy - Miscellaneous
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Diese Arbeit möchte sich zunächst mit Kant´s Gedanken zur Thematik des Bösen beschäftigen und im Verlauf klären, woher sich das moralisch Böse ableiten lässt und welche Problematik sich daraus ergibt. Insbesondere möchte ich der Frage nach dem Maximum des Bösen näher nachgehen, sowie auch der Rolle der Vernunft und des Willens, denn, was bringt uns dazu, böse Gedanken zu hegen und wie wirken sich diese auf unser Leben aus? Im weiteren Verlauf dieser Arbeit möchte ich näher auf die Begriffe der Willens- und Wesensfreiheit bei Thomas von Aquin eingehen. In diesem Punkt möchte ich u. a. klären, was der Mensch tun muss, um ganz er selbst zu werden. Wie kann der Mensch in seine ihm eigenste Wesensgestalt gelangen und welche Rolle spielt hierbei der Wille? Was muss der Wille wollen, damit das Wesen Mensch seine Autarkie erlangt? Welche Funktion spielt in diesem Sinne die Wahrheit? Wie erfahre ich sie und wie kann der Mensch durch sie frei werden? Welchen Einfluss haben äußere Determinanten auf den Menschen? Diese Frage stellt für den weiteren Verlauf eine gute Überleitung zu Kant´s Überlegungen zum Autonomieverständnis dar. Hier möchte ich der Frage nachgehen, inwiefern der Mensch von sich selbst behaupten kann, dass er das, was er getan auch wirklich gewollt hat. Welche Rolle spielen in diesem Zusammenhang die Vernunft und der Akt der Erkenntnis? Ab wann kann der Mensch von sich selbst behaupten, er sei frei oder selbstbestimmt, und wie steht es um das eigene Gewissen? Kann uns das Gewissen den Weg zu Gott weisen? Wie soll man sein Leben nach kant´schem Verständnis nach ausrichten, um frei zu werden? Gibt es in Kant´s Vorstellungen vielleicht eine Möglichkeit, einen Moment oder eine Situation, in welcher der Mensch moralisch frei werden kann, ohne dass die sinnliche Natur auf ihn einwirkt? Anschließend möchte ich versuchen zu erklären, woher Kant die bösen Taten der Menschen herleitet und wie er eine Beziehung zwischen dem Willen Gottes und dem Willen des Menschen begründet. Zum Abschluss dieser Arbeit soll eine kritische Stellungnahme zur empirischen Ethik erfolgen, in der ich versuche aufzuzeigen, dass das Handeln des Menschen nicht rein naturwissenschaftlich begründbar ist und dass wir Menschen nicht die willenlosen Sklaven unserer Gene sind. Eine eigene Stellungnahme soll diese Arbeit abrunden und meine eigene Sicht der Dinge verdeutlichen, als auch nochmals die Grenzen der empirischen Ethik darlegen...

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Herleitung des Bösen und Problematiken

3 Was folgt aus der Freiheit als Wesensfreiheit (Thomas von Aquin) für den Begriff der Willensfreiheit?

4 Moral und Freiheit als Autonomie bei Kant

5 Kritische Auseinandersetzung mit der empirischen Ethik

6 Eigene Stellungnahme

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen Freiheit, Moral und dem Phänomen des Bösen, wobei sie insbesondere die Positionen von Thomas von Aquin und Immanuel Kant gegenüberstellt und kritisch zu aktuellen naturwissenschaftlichen Erklärungsmodellen der menschlichen Natur in Beziehung setzt. Das zentrale Forschungsanliegen ist dabei die Verteidigung der menschlichen Willensfreiheit gegen einen rein genetischen oder evolutionären Determinismus.

  • Die philosophische Herleitung des Bösen und die Problematik des "teuflischen Willens".
  • Die Analyse der Willens- und Wesensfreiheit bei Thomas von Aquin.
  • Die Untersuchung von Moral und Freiheit als Autonomie in der Philosophie Kants.
  • Eine kritische Auseinandersetzung mit den Grundannahmen der empirischen und evolutionären Ethik.

Auszug aus dem Buch

4. Moral und Freiheit als Autonomie bei Kant

Kant geht von einer doppelten Prämisse aus, er nimmt die Annahme einer kausal geschlossenen Natur hin, zugleich weist er aber die auf diesem Boden stehende Annahme einer Erklärung der Freiheit als innere Determination des Handelnden zurück. In seiner Kritik der reinen Vernunft beschreibt Kant zunächst den Widerstreit von Freiheit und Notwendigkeit als eine Antinomie, die durch die theoretische Naturerkenntnis nicht zu lösen ist. Vernunft muss einen Anfang haben, dieser ist in der Natur gegeben. In seiner weiteren Denkschrift folgert Kant, dass die Natur auf Gesetzen basiert und so bleibt die Freiheit für die Vernunft nur ein leeres Gedankengut. Alle Handlungen des Menschen sind auf einen früheren Zustand zurückzuführen.

Es lässt sich nicht eine einzelne Handlung aus der Kausalkette lösen und ihr Freiheit zusprechen. Gleichzeitig lehnt es Kant entschieden ab, eine Handlung schon dann als frei zu bezeichnen, wenn sie durch Ursachen determiniert ist, die im Innern des Handelnden selbst wirken. Freiheit meint in diesem Sinne nicht nur Freiheit von äußeren Zwängen, denn sie darauf zu beschränken, hieße, dass wir schon dann frei wären, sobald nichts von außen auf uns einwirkt, und wäre damit als komparative Freiheit zu bezeichnen. Für Kant ist eine rein psychologische Freiheit nicht die richtige Freiheit, er sieht die Freiheit des Menschen in einer Transzendenz, die mehr ist, als eine Freiheit innerhalb des Mechanismus der Natur als Verursachung durch innere Wirkfaktoren.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Themenfelder des moralisch Bösen, der Willens- und Wesensfreiheit sowie der kritischen Auseinandersetzung mit empirischen Ethik-Ansätzen ein.

2 Herleitung des Bösen und Problematiken: Das Kapitel diskutiert Kants Verständnis des Bösen, die Frage nach dem "teuflischen Willen" und die Schwierigkeit, böses Handeln philosophisch zu begründen.

3 Was folgt aus der Freiheit als Wesensfreiheit (Thomas von Aquin) für den Begriff der Willensfreiheit?: Hier wird Thomas von Aquins Konzept der Wesensfreiheit analysiert, welches die Bindung des Menschen an das Gute und an Gott als Voraussetzung für wahre Autarkie betont.

4 Moral und Freiheit als Autonomie bei Kant: Dieses Kapitel erläutert Kants Freiheitsbegriff, der die Freiheit als transzendentale Kausalität und Selbstgesetzgebung (Autonomie) begreift, die vom Sinnenwesen unterschieden ist.

5 Kritische Auseinandersetzung mit der empirischen Ethik: Der Autor setzt sich kritisch mit evolutionären und behavioristischen Erklärungen menschlichen Handelns auseinander und weist einen reduktionistischen Determinismus zurück.

6 Eigene Stellungnahme: In der abschließenden Stellungnahme betont der Autor die menschliche Fähigkeit zur sittlichen Entscheidung und bekräftigt die Existenz eines freien Willens trotz biologischer Einflüsse.

Schlüsselwörter

Freiheit, Schuld, moralisch Böses, Willensfreiheit, Wesensfreiheit, Thomas von Aquin, Immanuel Kant, Autonomie, empirische Ethik, Evolution, Determinismus, Vernunft, Gewissen, Transzendenz, Sittlichkeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der philosophischen Untersuchung von Freiheit und Schuld, insbesondere unter Berücksichtigung der Frage, wie Freiheit und moralisches Handeln angesichts möglicher deterministischer Einflüsse zu verstehen sind.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind das moralisch Böse bei Kant, das Konzept der Wesensfreiheit bei Thomas von Aquin, der Freiheitsbegriff bei Kant sowie die Auseinandersetzung mit der evolutionären und empirischen Ethik.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, den menschlichen freien Willen als eine Form der Autonomie zu begründen und aufzuzeigen, dass der Mensch trotz biologischer oder natürlicher Dispositionen zu einer selbstbestimmten, sittlichen Lebensführung fähig ist.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor bedient sich primär der philosophischen Literaturanalyse und der kritischen Argumentation, um bestehende philosophische Theorien zu diskutieren und sie in den Kontext gegenwärtiger wissenschaftlicher Debatten zu stellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Herleitung des Bösen, die Untersuchung der Freiheitsbegriffe bei Thomas von Aquin und Immanuel Kant sowie eine kritische Stellungnahme zur empirischen Ethik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Freiheit, Schuld, Moral, Autonomie, Wesensfreiheit, Determinismus, Vernunft und die philosophische Reflexion auf den Ursprung des Bösen.

Wie unterscheidet der Autor zwischen menschlichem Verhalten und tierischem Instinkt?

Der Autor argumentiert, dass Tiere rein durch genetische Codes und Instinkte geleitet sind, während der Mensch über Vernunft verfügt, durch die er sein Handeln moralisch bewerten und autonom nach eigenen Prinzipien gestalten kann.

Warum lehnt der Autor eine rein naturwissenschaftliche Erklärung von Moral ab?

Der Autor lehnt diese ab, da er der Ansicht ist, dass die Natur keine moralische Finalität kennt und dass ein reduktionistisches Verständnis des Menschen als "Überlebensmaschine" die menschliche Freiheit und Verantwortung untergraben würde.

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Details

Title
Freiheit und Schuld: Darstellung an den Gedanken Kants
College
University of Osnabrück  (Katholische Theologie)
Course
Freiheit und Schuld
Grade
2,7
Author
Manuel Berg (Author)
Publication Year
2008
Pages
25
Catalog Number
V126651
ISBN (eBook)
9783640328192
ISBN (Book)
9783640328819
Language
German
Tags
Freiheit Schuld Darstellung Gedanken Kants
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Manuel Berg (Author), 2008, Freiheit und Schuld: Darstellung an den Gedanken Kants, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/126651
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