Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Politique - Systèmes politiques en général et en comparaison

Die politische Kommunikation in Demokratien unter besonderer Berücksichtigung der Wahlkampfkommunikation

Titre: Die politische Kommunikation in Demokratien unter besonderer Berücksichtigung der Wahlkampfkommunikation

Dossier / Travail , 2008 , 36 Pages

Autor:in: Christian Kreß (Auteur)

Politique - Systèmes politiques en général et en comparaison
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

Zum Zwecke einer umfassenden theoretischen Fundierung meiner Analyse werde ich zunächst den Aspekt der politischen Kommunikation in Demokratien beleuchten und hierbei speziell auf die Wahlkampfkommunikation eingehen. Das populäre Mediokratie-Modell soll dazu dienen, die Ausrichtung der Politik in den USA an der Logik des Mediensystems erklären zu können. Hierbei werden Erkenntnisse aus der politische Kommunikationsforschung hinzugezogen. In einem zweiten, und darauf aufbauenden Schritt, werde ich auf die verschiedenen Elemente und Strategien in US-Präsidentschaftswahlkämpfen eingehen und mich auf den jüngsten Wahlkampf 2004 zwischen George W. Bush und John F. Kerry konzentrieren. Anschließend untersuche ich unter Bezugnahme auf meine These die systemischen Ursachen für die Personalisierung und marginalisierte Stellung von Parteien in Präsidentschaftswahl
kämpfen. Daraufhin untersuche ich das politische System der BRD hinsichtlich der Frage, wie wahrscheinlich eine weitumfassende Amerikanisierung der Wahlkampfkommunikation in Deutschland möglich ist, die die Parteien in die Bedeutungslosigkeit manövrieren würde. Hierbei gehe ich durchaus auf Elemente in BRD-Wahlkämpfen ein, die solchen in US-Wahlkämpfen ähnlich sind. Ich stelle auch die Positionen von Vertretern der Amerikanisierungsthese auf der einen Seite und der Evolutionsthese auf der anderen Seite vor. Die Analyse in dieser Hausarbeit bewegt sich also zum einen auf der prozeduralen Ebene der "politics" (Analyse der politischen Wahlkampfkommunikation in Demokratien) und der formalen Ebene der "polity" (Analyse der politischen Systeme der USA und BRD). Auch die inhaltliche Ebene der "policy" wird beleuchtet, indem die Inhalte der politischen Wahlkampfkommunikation daraufhin untersucht werden, ob politische Themen oder eher Personalisierung im Vordergrund stehen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Politische Kommunikation in Demokratien

2.1. Bedeutung der politischen Kommunikation

2.2. Rolle der Massenmedien

2.2.1. Funktionen in der Demokratie

2.2.2. Logik des Mediensystems

2.2.2.1. Selektionslogik

2.2.2.2. Präsentationslogik

2.3. Die Ausrichtung der politischen Kommunikation an den Regeln des Mediensystems nach dem Mediokratie-Modell

2.3.1. Definition des Begriffs „Mediokratie“

2.3.2. Inszenierungsstrategien der politischen Akteure

2.3.2.1. Event-Politik

2.3.2.2. Image-Politik

2.3.2.3. Symbolische Scheinpolitik

2.4. Fernsehen als Leitmedium

2.5. Wahlkampf als fokussierte politische Kommunikation

3. Ist die Personalisierung der politischen Kommunikation in den USA ein Missstand?

3.1. Bedeutung der Medien in der Verfassung

3.2. Mediennutzung in den USA

3.3. Ausrichtung der Politik an die Medien

3.3.1. Professionalisierung

3.3.2. Personalisierung

3.3.3. Negativisierung

3.4. Systemische Ursachen für Personalisierung und Marginalisierung der Parteien

4. Droht eine weitgehende Amerikanisierung deutscher Wahlkämpfe, durch die die Parteien in die Bedeutungslosigkeit manövriert werden?

4.1. Begriff der Amerikanisierung in Abgrenzung zur Modernisierungsthese

4.2. Personalisierung, Negativisierung und Professionalisierung in deutschen Bundestagswahlkämpfen

4.2.1. Personalisierung und Negativisierung

4.2.2. Professionalisierung

4.3. Das politische System der BRD im Vergleich zum US-amerikanischen System

4.4. Wie wahrscheinlich ist eine durch Amerikanisierung verursachte Manövrierung deutscher Parteien in die Bedeutungslosigkeit?

5. Zusammenfassung und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht kritisch die mediale These, dass eine "Amerikanisierung" – geprägt durch Personalisierung, Negativismus und Professionalisierung – die Parteien in die Bedeutungslosigkeit führt. Ziel ist es, diese Annahme durch einen Vergleich der politischen Systeme der USA und der BRD sowie die Analyse der politischen Kommunikation zu hinterfragen und zu prüfen, ob es sich tatsächlich um einen Missstand handelt.

  • Politische Kommunikation im "dritten Zeitalter" und das Mediokratie-Modell.
  • Analyse US-amerikanischer Präsidentschaftswahlkämpfe (insb. 2004).
  • Systemische Gründe für die Personalisierung in den USA (präsidentielles System, Wahlrecht).
  • Transfer von Wahlkampftechniken auf deutsche Bundestagswahlkämpfe (insb. 2005).
  • Gegenüberstellung parlamentarischer vs. präsidentieller Regierungssysteme.

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

In den aktuellen primaries, den US-Vorwahlen, treten wieder die Markenzeichen amerikani scher Wahlkämpfe zu Tage: Personalisierung und Negativismus. Im Duell um die Präsident schaftskandidatur sparen die beiden Kontrahenten Hillary Clinton und Barack Obama nicht an politischen Angriffen und fokussieren gerne die Profilierung der eigenen Person. Politische Programme geraten hierbei dann oft nur ins Hintertreffen. Oft kritisieren die deutschen Me dien an amerikanischen Wahlkämpfen diesen Trend zur Personalisierung, die fast immer mit einer Inhaltslosigkeit der Politik verknüpft wird (vgl. Voss 2001: 256). Das Magazin „Der Spiegel“ etwa bezeichnete die Personalisierung in der amerikanischen Politik als „billig, laut, originell“ („Der Spiegel“ vom 1.6.1998) und schrieb über US-Präsident Bill Clinton: „[…] Clinton ist längst eins geworden mit seinem Job als Entertainer“ („Der Spiegel“ vom 20.7.1998).

Gleichzeitig fördern die deutschen Medien eine negative Wahrnehmung US amerikanischer Parteien, indem sie sie als schwach und schlecht organisiert darstellen. Wie die Politologin Kathrin Voss bemerkt: „Die Struktur der amerikanischen Parteien wird dabei immer mit dem Idealbild deutscher Parteien verglichen“ (Voss 2001: 257). Steht ein Wahl kampf in Deutschland an, ist oft von einer Amerikanisierung die Rede. Im Bundestagswahl kampf 1998 wurde erstmals eine solche Amerikanisierung wahrgenommen. Wie die Wochen zeitung „Die Zeit“ berichtete: „Wir erleben derzeit eine ,Amerikanisierung’ der Politik. Das heißt: eine verstärkt mediale transportierte Politik mit plebiszitärem Charakter, eine Politik, die an Personen gebunden ist und Programm- und Gremienparteien in den Hintergrund rückt“ („Die Zeit“ vom 5.3.1998).

Ergo suggerieren uns die deutschen Medien zwangsläufig die beiden folgende Realitäten: Erstens ist Personalisierung in den USA ein Missstand. Zweitens droht dem deutschen Wahl kampf eine weitgehende Amerikanisierung, die die Parteien in die Bedeutungslosigkeit ma növriert. In dieser Hausarbeit vertrete ich die These, dass diese beiden von den Medien sugge rierten Feststellungen jedoch unbegründet und irrational sind, wenn man die Eigenheiten des politischen Systems der USA studiert und hinzu einen Vergleich mit dem System der BRD durchführt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der vermeintlichen "Amerikanisierung" politischer Wahlkämpfe ein, hinterfragt die mediale Kritik an Personalisierung und Negativismus und stellt die Arbeitsthese auf, dass diese Entwicklung systembedingt und kein Missstand ist.

2. Politische Kommunikation in Demokratien: Dieses Kapitel erläutert die mediale Vermittlung von Politik, das "dritte Zeitalter" der Kommunikation sowie das Mediokratie-Modell und verschiedene Inszenierungsstrategien wie Event- oder Image-Politik.

3. Ist die Personalisierung der politischen Kommunikation in den USA ein Missstand?: Hier wird analysiert, wie US-Wahlkämpfe durch Professionalisierung, Personalisierung und Negativisierung geprägt sind, wobei die systemischen Ursachen (präsidentielles Regierungssystem, spezifisches Wahlrecht) für diese Entwicklung hervorgehoben werden.

4. Droht eine weitgehende Amerikanisierung deutscher Wahlkämpfe, durch die die Parteien in die Bedeutungslosigkeit manövriert werden?: Das Kapitel untersucht den Transfer amerikanischer Techniken auf den Bundestagswahlkampf 2005 und vergleicht das parlamentarische System der BRD mit dem US-amerikanischen System, um die Wahrscheinlichkeit einer Marginalisierung deutscher Parteien zu bewerten.

5. Zusammenfassung und Fazit: Das Fazit bestätigt, dass Personalisierung im US-System strukturell begründet ist und dass im parlamentarischen System der BRD die Bedeutung politischer Parteien und Themen durch die Systemlogik weiterhin gesichert bleibt.

Schlüsselwörter

Amerikanisierung, politische Kommunikation, Mediokratie, Personalisierung, Negativisierung, Professionalisierung, Parteienmarginalisierung, Präsidentschaftswahlkampf, Bundestagswahlkampf, Wahlkampftechniken, Mediensystem, parlamentarisches System, präsidentielles Regierungssystem, Image-Politik, politische Parteien.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Frage, ob politische Wahlkämpfe in Demokratien zunehmend amerikanisiert werden, was laut medialer Kritik zu einer gefährlichen Personalisierung und zur Bedeutungslosigkeit politischer Parteien führt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die Konzepte der politischen Kommunikation, das "Mediokratie-Modell", die Analyse von Wahlkampfstrategien wie Personalisierung, Negativisierung und Professionalisierung sowie der Vergleich zwischen dem US-amerikanischen und dem deutschen politischen System.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit verfolgt das Ziel, die These zu widerlegen, dass die Amerikanisierung von Wahlkämpfen ein rein negativer Trend ist, und untersucht, ob das deutsche Parteiensystem aufgrund seiner strukturellen Eigenheiten vor einer solchen Marginalisierung geschützt ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin/der Autor nutzt eine theoretische Fundierung mittels politikwissenschaftlicher Kommunikationsforschung und führt einen vergleichenden Systemvergleich (USA und BRD) durch, gestützt auf Inhaltsanalysen und Sekundärliteratur zu den jeweiligen Wahlkämpfen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert zunächst die Kommunikation in Demokratien und das Mediokratie-Modell, beleuchtet dann die Ursachen der Personalisierung im US-System und untersucht im Anschluss, ob und wie diese Strategien in den deutschen Bundestagswahlkampf 2005 eingedrungen sind.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere die Amerikanisierungsthese, das Mediokratie-Modell, Personalisierung, Negativismus sowie die strukturellen Unterschiede zwischen präsidentiellen und parlamentarischen Regierungssystemen.

Warum ist die Personalisierung in den USA laut der Arbeit kein "Missstand"?

Die Arbeit argumentiert, dass die Personalisierung kein Ausdruck von inhaltlicher Leere ist, sondern eine direkte systemische Folge des US-amerikanischen präsidentiellen Regierungssystems, in dem Kandidaten unabhängig von Parteistrukturen gewählt werden.

Warum ist eine "Amerikanisierung" in Deutschland nur bedingt wahrscheinlich?

Aufgrund des parlamentarischen Systems der BRD, in dem der Kanzler auf eine Parlamentsmehrheit angewiesen ist, sind die Parteien weiterhin die zentralen Akteure für die inhaltliche Arbeit und die Regierungsbildung, was einer reinen Personalisierung enge Grenzen setzt.

Fin de l'extrait de 36 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Die politische Kommunikation in Demokratien unter besonderer Berücksichtigung der Wahlkampfkommunikation
Auteur
Christian Kreß (Auteur)
Année de publication
2008
Pages
36
N° de catalogue
V126667
ISBN (ebook)
9783640328994
ISBN (Livre)
9783640328987
Langue
allemand
mots-clé
Kommunikation Demokratien Berücksichtigung Wahlkampfkommunikation mediokratie massenmedien amerikanisierung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Christian Kreß (Auteur), 2008, Die politische Kommunikation in Demokratien unter besonderer Berücksichtigung der Wahlkampfkommunikation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/126667
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  36  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint