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Einführung in die Stadtsoziologie

Stadtentwicklung und Stadtentwicklungsplanung

Title: Einführung in die Stadtsoziologie

Term Paper , 2009 , 23 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Josias Schmidt (Author)

Sociology - Habitation and Urban Sociology
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Die Überzeugung, dass die vollständig zerstörte Frauenkirche wieder aufgebaut werden müsse, teilten viele Menschen in- und außerhalb Dresdens. Aber es sollte 45 Jahre dauern, bis die Erfüllung dieses Wunsches in greifbare Nähe rückte. Ganze 60 Jahre mussten vergehen, bis die Frauenkirche wieder in ihrer vollen barocken Schönheit die Tore öffnen konnte.
Erste Bestrebungen zum Wiederaufbau gab es schon in den letzten Kriegsmonaten. Da in der DDR der Wiederaufbau einer Kirche jedoch keine Priorität hatte, waren die Bedingungen erst nach der politischen Wende gegeben. Über 11 Jahre hinweg wurde die Kirche Stück für Stück wieder aufgebaut, getreu den Vorgaben George Bährs und unter weitestgehender Verwendung historischer Materialien.
Am 30. Oktober 2005 wurde der Wiederaufbau der Kirche abgeschlossen. In dem nun fertigen Sakralbau spiegeln sich Facetten einer mitteleuropäischen Stadt. Die dunkel verwitterten historischen Fassadensteine erinnern dabei an den vergangenen Krieg und die Zerstörung der Kirche. Zugleich sind sie ein Mahnmal für die Opfer. Die überwiegenden, hellen sandfarbenen Steine stehen für gesellschaftliches Engagement und private Initiative. Beides zentrale, nicht wegzudenkende Bestandteile unserer Gesellschaft. Der kulturelle Wert historischsakraler Bausubstanz steht für sich selbst.
Wie wichtig Tradition und historischer Bezug heute sind, zeigte und zeigt sich auch an der Diskussion um den Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses. Fast scheint es, als suche eine in immer kürzeren Abständen Veränderungen unterworfene Gesellschaft nach einer Konstante in ihrer eigenen Geschichte.
Wie sich diese Veränderungen zeigen und auswirken, welche Veränderungen in Zukunft zu erwarten sind und wie diesen zu entgegnen sein wird, ist Thema dieser Arbeit.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Stadt - Geschichte

2 Historische Stadtentwicklung – Ein Rückblick

2.1 Das Altertum und die ersten Städte

2.2 Das Mittelalter und die Neuzeit

2.3 Das Zeitalter der Industrialisierung

2.4 Die Moderne im Spiegel der Charta von Athen

3 Tendenzen gegenwärtiger Stadtentwicklung

3.1 Die schrumpfende Stadt

3.2 Das Leitbild der "Europäischen Stadt"

3.3 Neue Medien und die Stadt

3.4 Die globale Stadt

4 Planende Stadtentwicklung - Handlungsfelder in Deutschland und Europa

4.1 Infrastruktur und Verkehr

4.2 Urbanisierung versus Suburbanisierung

4.3 Demografischer Wandel

4.4 Migration und Segregation

4.5 Die Nachhaltigkeitsdebatte

4.6 Nachhaltigkeit durch Partizipation

5 Stadtentwicklungsplanung in der Europäischen Union

5.1 Rahmenbedingungen und Instrumente

5.2 Motive und Zielsetzungen

5.3 Die Zukunft der europäischen Stadt – Aktualität und Vision der „Charta von Athen 2003“

6 Stadt - Nachhaltigkeit

7 Anhang

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht den historischen Wandel der Stadtentwicklung sowie aktuelle Herausforderungen und Planungsansätze im europäischen Kontext. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie zukünftige Stadtbilder unter den Bedingungen des demografischen Wandels, der globalen Vernetzung und des Erfordernisses nachhaltiger Planung gestaltet werden können.

  • Historische Entwicklungslinien der Stadt vom Altertum bis zur Moderne
  • Aktuelle Tendenzen wie Schrumpfungsprozesse und die Idealisierung suburbaner Lebensweisen
  • Die europäische Stadtplanung als Instrument zur Steuerung von Infrastruktur und Verkehr
  • Herausforderungen durch demografischen Wandel sowie Migration und Segregation
  • Nachhaltigkeit durch Partizipationsprozesse und die Rolle der EU-Politik

Auszug aus dem Buch

2.1 Das Altertum und die ersten Städte

Die Wurzeln der modernen Stadt liegen in der griechischen Polis. Soziale und politische Konstruktionen organisieren sich erstmals zu einem differenzierten Machtgefüge, dem griechisch-antiken Stadtstaat. Dieser rationale Gestaltungswille spiegelt sich ab 479 v.Chr. auch im Stadtgrundriss wieder, als Hippodamus dem Wiederaufbau von Milet ein geometrisches Raster zugrunde legt (Hippodamisches Schema).

Als Rom die griechischen Machtansprüche nach und nach zurückdrängte und sich im 3. Jahrhundert unserer Zeitrechnung bis weit in Gebiete der heutigen Bundesrepublik ausdehnte, entstanden neue Städte, die, in ihrer Grundrissorganisation einerseits an das Hippodamische Schema anknüpfend, sich andererseits bis in unsere heutige Zeit erhalten haben und das Stadtbild, beispielsweise von Trier und Regensburg, prägen.

Die Weiterentwicklung gegenüber der griechischen Polis zeigt sich in der räumlichen Organisation politischer und sozialer Funktionen. Sie werden ins Zentrum gerückt und bilden dort einen Übergangs- und Konzentrationspunkt der einzelnen Stadtteile. Ein planerisches Selbstverständnis in der heutigen Stadtplanung.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Stadt - Geschichte: Das Kapitel führt anhand des Wiederaufbaus der Dresdner Frauenkirche in die Bedeutung von Tradition, historischem Bezug und gesellschaftlichem Engagement für den modernen Städtebau ein.

2 Historische Stadtentwicklung – Ein Rückblick: Dieser Abschnitt beleuchtet die Evolution der Stadt von den antiken Ursprüngen über das Mittelalter bis hin zum Einfluss der Industrialisierung und der „Charta von Athen“.

3 Tendenzen gegenwärtiger Stadtentwicklung: Hier werden aktuelle Herausforderungen wie schrumpfende Städte, die globale Stadt sowie die Auswirkungen neuer Medien auf die Raumstruktur diskutiert.

4 Planende Stadtentwicklung - Handlungsfelder in Deutschland und Europa: Das Kapitel analysiert zentrale Problemfelder wie Verkehr, demografischen Wandel, Migration und die Bedeutung der Nachhaltigkeitsdebatte für die Stadtplanung.

5 Stadtentwicklungsplanung in der Europäischen Union: Hierbei stehen die Rahmenbedingungen, Motive und Instrumente der EU-Regionalpolitik sowie die Visionen der „Charta von Athen 2003“ im Fokus.

6 Stadt - Nachhaltigkeit: Das Kapitel schließt mit einer kritischen Reflexion über zukünftige Stadtmodelle und betont die Notwendigkeit einer Synthese aller Nachhaltigkeitsaspekte.

Schlüsselwörter

Stadtentwicklung, Stadtsoziologie, Europäische Stadt, Stadtplanung, Nachhaltigkeit, Demografischer Wandel, Schrumpfende Stadt, Migration, Segregation, Partizipation, Urbanisierung, Suburbanisierung, Infrastruktur, Autogerechte Stadt, Europäische Union.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit bietet eine fundierte Einführung in die Stadtsoziologie und analysiert die historische sowie gegenwärtige Entwicklung von Städten unter Berücksichtigung planerischer Herausforderungen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Rückschau, aktuellen Tendenzen der Stadtentwicklung (wie Schrumpfung und globale Vernetzung) sowie politischen Handlungsfeldern auf nationaler und europäischer Ebene.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie städtebauliche Konzepte auf den gesellschaftlichen und demografischen Wandel reagieren können und welche Rolle dabei eine ganzheitliche Nachhaltigkeit spielt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Literaturanalyse, die verschiedene städtebauliche Leitbilder und soziologische Perspektiven der Stadtentwicklung zusammenführt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die historischen Grundlagen, diskutiert aktuelle Trends der Stadtentwicklung und untersucht spezifische Handlungsfelder wie Verkehr, Demografie und Partizipation.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Stadtentwicklung, Nachhaltigkeit, demografischer Wandel, Partizipation und die „Europäische Stadt“.

Inwiefern beeinflusst der demografische Wandel die Stadtplanung?

Der Wandel führt zu einer sinkenden Nachfrage nach Infrastruktur bei gleichzeitig steigenden Pro-Kopf-Kosten und erfordert neue Konzepte für die barrierefreie Erschließung und soziale Integration.

Welche Bedeutung hat das Beispiel "Masdar" für die Arbeit?

Masdar dient als Fallbeispiel für eine energieautarke Stadt, anhand dessen der Autor die Grenzen rein ökologischer Nachhaltigkeit aufzeigt und die Wichtigkeit kultureller Identität betont.

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Details

Title
Einführung in die Stadtsoziologie
Subtitle
Stadtentwicklung und Stadtentwicklungsplanung
College
University of Constance  (Soziologie)
Course
Einführung in die Stadtsoziologie
Grade
1,0
Author
Josias Schmidt (Author)
Publication Year
2009
Pages
23
Catalog Number
V126668
ISBN (eBook)
9783640334513
Language
German
Tags
Einführung Stadtsoziologie Stadtentwicklung Stadtentwicklungsplanung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Josias Schmidt (Author), 2009, Einführung in die Stadtsoziologie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/126668
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