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Voraussetzungen zum Erwerb und Erhalt von Lesemotivation

Eine qualitative Analyse von Leseanimationsmethoden im Rahmen eines Lesekompetenztrainings für Hauptschüler

Title: Voraussetzungen zum Erwerb und Erhalt von Lesemotivation

Examination Thesis , 2009 , 115 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Juliane Dube (Author)

Didactics - German Studies
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Summary Excerpt Details

[...] Im Hauptteil der Arbeit wird anschließend eine Auswahl an Leseanimationsverfahren
vorgestellt und mithilfe von qualitativen und quantitativen Instrumenten
hinsichtlich ihrer Wirkung bzw. in ihrer Funktion als Voraussetzung
zur Ausbildung von Lesemotivation bei zehn Hauptschülern der Albert-
Schweitzer-Schule (ASS) in Oberhausen evaluiert und diskutiert. Die Verfahren
werden in diesem und dem darauffolgenden Kapitel zusammen mit einigen
Informationen zum programmatischen Kontext der Leseförderung in ihrem
Aufbau vorgestellt, im Bezug auf ihre schulische Umsetzung analysiert und in
ihrer Effektivität auf das Leseverhalten und die Lesemotivation der ausgewählten
Kohorte gemessen. Demzufolge besteht das Ziel der Arbeit nicht nur darin
herauszufinden, ob die schulische Ausbildung mithilfe von Leseanimationsverfahren
als Voraussetzung zur Ausbildung von Lesemotivation dem zunehmenden
Rückgang der Lesemotivation und der Buchlektüre im Freizeitbereich heutiger
Jugendlicher entgegen wirken kann, sondern vor allem darin zu analysieren,
wie sich die Leseanimationsverfahren auf die Lesehaltung und die Wertstellung
des Buches bei leseabstinenten Schülern auswirken können. Im Anschluss
an die Vorstellung und Synthese der Ergebnisse ziehe ich im fünften
Kapitel Schlussfolgerungen für die schulische Praxis. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Motivation als notwendige Bedingung zum Aufbau von Lesekompetenz

1.1 Fragestellung und Aufbau der Arbeit

1.2 Formale Verfahrensweisen zur Erhebung

2. Grundlegendes zum Lesen, zur Lesesozialisation und zur Lesemotivation

2.1 Historische Entwicklung des Lesens (und die Angst vor dem Untergang der Bücherkultur)

2.2 Lesesozialisation – ein Überblick zu Phasen und Einflussfaktoren

2.3 Lesemotivation

2.3.1 Motivation und Lesen

2.3.2 Intrinsische und extrinsische Lesemotivation

3. Forschungskontext und Ergebnisse der Voruntersuchung zur Analyse von Leseanimationsverfahren

3.1 Lesekompetenztraining „Lesen(d) lernen“ an Oberhausener Hauptschulen – eine Initiative der städtischen Sparkasse und des Oberhausener Schulamts

3.2 Zur Situation in der Leseklasse – Testumgebung

3.3 Ergebnisse der Voruntersuchung

4. Darstellung und Evaluierung ausgesuchter Methoden als Voraussetzung zum Erwerb von Lesemotivation

4.1 Einfach lesen

4.1.1 Bibliotheken/Bücherkisten und die Arbeit mit dem Leseausweis

4.1.2 Feste Lesezeiten

4.1.3 Lesevertrag

4.2 Vielfältige Situationen zum Umgang mit Büchern

4.2.1 Lesetheater

4.3 Lesen und neue Medien

4.3.1 Erstellen eines Hörbuchs

5. Synthese und Diskussion der Evaluationsergebnisse

6. „Lesen lernt man nur durch Lesen“ – Schlussfolgerungen der Arbeit für den Deutschunterricht

7. Anhang

7.1 Fragebögen zur Lesemotivation und –sozialisation (Teil I+II)

7.2 Allgemeine statistische Daten zu den Probanden

7.3 Statistische Daten zum Bildungshintergrund der Eltern

7.4 Fragebögen und Auswertungen zu den Leseanimationsverfahren

7.4.1Fragebogen zur Arbeit in der Bibliothek

7.4.1.1 Auswertungen des Fragebogens zur Bibliothek

7.4.1.2 Bilder der Bibliothek an der ASS

7.4.2 Fragebogen zur Arbeit mit den Lesekisten

7.4.2.1 Auswertungen der Fragebögen zu den Lesekisten

7.4.3 Fragebogen zu den festen Lesezeiten

7.4.3.1 Auswertungen der Fragebögen zu den festen Lesezeiten

7.4.4 Fragebogen zum Lesevertrag

7.4.4.1 Auswertungen des Fragebogens zum Lesevertrag

7.4.4.2 Lesevertrag

7.4.5.Fragebogen zum Lesetheater

7.4.5.1 Auswertungen des Fragebogens zum Lesetheater

7.4.5.2 Zeitungsartikel zum Lesetheater

7.4.5.3 Bilder des Lesetheaters

7.4.6. Fragebogen zum Erstellen eines Hörbuchs

7.4.6.1 Auswertungen des Fragebogens zum Erstellen eines Hörbuchs

7.5 Überblick zur Steigerung der Lesemotivation

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie Hauptschüler durch gezielte Leseanimationsverfahren im Erwerb und Erhalt von Lesemotivation sowie einer positiven Einstellung zur Lektüre unterstützt werden können, um den Rückgang der Leselust bei Jugendlichen zu bremsen.

  • Analyse der Bedeutung von Lesemotivation und Lesesozialisation
  • Evaluation von Methoden zur Leseanimation im schulischen Kontext
  • Untersuchung der Auswirkungen auf leseschwache Schüler
  • Diskussion über die Integration von Leseförderung in den Deutschunterricht
  • Erforschung der Wechselwirkung zwischen Lehrkräften, Schülern und Lesemotivation

Auszug aus dem Buch

4.1.1Bücherkisten/Bibliotheken und die Arbeit mit dem Leseausweis

Lesekisten, Klassen- und Schulbibliotheken sowie eine enge Zusammenarbeit mit den ansässigen Stadtteilbibliotheken sollten einen elementaren Bestandteil der Schulleseförderung bilden. Schüler, die zu Hause nicht auf eine lesefreundliche Umgebung treffen, sollten zumindest in der Schule die Möglichkeit bekommen, sich intensiv mit Literatur auseinanderzusetzen. Obwohl Studien aus den USA und Kanada belegen, dass Schüler in einer lesefreundlichen Lernumgebung besonders offen für Bücher sind, entsprechen die Schulbibliotheken im Allgemeinen nicht den fachlichen Standards von Sach- und Fachbibliotheken. K.H. Spinner, emeritierter Professor der Literaturdidaktik an der Universität Augsburg, fordert demzufolge den verstärkten Ausbau von Schulbibliotheken, die den Ausgangspunkt einer sich gleichsam automatisch vollziehenden, dabei schülerzentrierten und zur Selbstständigkeit anregenden Leseerziehung bilden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Motivation als notwendige Bedingung zum Aufbau von Lesekompetenz: Dieses Kapitel erläutert die zentrale Rolle der Lesemotivation für den schulischen Erfolg und diskutiert die Herausforderungen bei der Leseförderung von Hauptschülern.

2. Grundlegendes zum Lesen, zur Lesesozialisation und zur Lesemotivation: Hier werden die theoretischen Grundlagen des Lesebegriffs, der historischen Entwicklung des Lesens sowie der Phasen und Einflussfaktoren der Lesesozialisation behandelt.

3. Forschungskontext und Ergebnisse der Voruntersuchung zur Analyse von Leseanimationsverfahren: Dieses Kapitel beschreibt das praktische Umfeld der Untersuchung an einer Hauptschule und stellt die Ergebnisse der anfänglichen Befragungen zur Situation der Schüler dar.

4. Darstellung und Evaluierung ausgesuchter Methoden als Voraussetzung zum Erwerb von Lesemotivation: Hier werden konkrete Methoden wie Lesekisten, Lesezeiten, Leseverträge, Lesetheater und das Erstellen eines Hörbuchs vorgestellt und ihre Wirkung evaluiert.

5. Synthese und Diskussion der Evaluationsergebnisse: Dieses Kapitel fasst die gewonnenen Erkenntnisse zusammen und diskutiert die Wirksamkeit der eingesetzten Methoden im Hinblick auf die Steigerung der Lesemotivation bei den beteiligten Schülern.

6. „Lesen lernt man nur durch Lesen“ – Schlussfolgerungen der Arbeit für den Deutschunterricht: Abschließend werden Konsequenzen für die schulische Praxis gezogen und Empfehlungen für eine stärkere institutionelle Verankerung der Leseförderung gegeben.

Schlüsselwörter

Lesemotivation, Lesesozialisation, Leseförderung, Hauptschule, Leseanimationsverfahren, Lesekompetenz, Lesestudien, Lesetagebuch, Lesetheater, Lesevertrag, Hörbuch, Schulisches Curriculum, Bildungsforschung, Leseverhalten, Didaktik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht Möglichkeiten zur Steigerung der Lesemotivation bei Hauptschülern durch verschiedene Leseanimationsmethoden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind Lesesozialisation, Motivationsforschung im Kontext des Lesens, schulpraktische Leseanimationsverfahren und die Integration von Leseförderung in den Unterricht.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, herauszufinden, wie leseschwache Jugendliche an der Hauptschule beim Erwerb und Erhalt von Lesemotivation unterstützt werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es werden qualitative und quantitative Methoden der Sozialforschung angewandt, insbesondere strukturierte Interviews und Fragebögen zur Evaluation der Leseeinstellung und des Leseverhaltens.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden fünf spezifische Leseanimationsmethoden vorgestellt und hinsichtlich ihrer praktischen Umsetzbarkeit sowie ihrer Wirkung auf die Schülerschaft evaluiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Lesemotivation, Lesesozialisation, Lesekompetenz, Hauptschule, Lesetraining und didaktische Leseanimationsmethoden.

Welche Rolle spielt die Familie bei der Lesesozialisation?

Die Familie wird als ein Hauptfaktor für die frühe Entwicklung der Leselust identifiziert, wobei die Studie zeigt, dass bei den untersuchten Hauptschülern familiäre Förderung oft nur schwach ausgeprägt ist.

Warum ist das "Lesetheater" eine effektive Methode?

Das Lesetheater kombiniert Lesen mit spielerischen Darstellungsformen, was den "angstvollen" Charakter des Lesens auflockert und das Selbstvertrauen sowie die soziale Interaktion der Schüler fördert.

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Details

Title
Voraussetzungen zum Erwerb und Erhalt von Lesemotivation
Subtitle
Eine qualitative Analyse von Leseanimationsmethoden im Rahmen eines Lesekompetenztrainings für Hauptschüler
College
University of Duisburg-Essen
Grade
1,0
Author
Juliane Dube (Author)
Publication Year
2009
Pages
115
Catalog Number
V126714
ISBN (eBook)
9783640326891
ISBN (Book)
9783640407354
Language
German
Tags
Voraussetzungen Erwerb Erhalt Lesemotivation Eine Analyse Leseanimationsmethoden Rahmen Lesekompetenztrainings Hauptschüler
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Juliane Dube (Author), 2009, Voraussetzungen zum Erwerb und Erhalt von Lesemotivation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/126714
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