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Internationalisierung von gemeinnützigen Organisationen

Hilfe zur Selbsthilfe als best-practise Strategie?

Titre: Internationalisierung von gemeinnützigen Organisationen

Mémoire (de fin d'études) , 2008 , 55 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Sven Leichner (Auteur)

Gestion d'entreprise - Généralités
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Résumé Extrait Résumé des informations

Die Arbeit von gemeinnützigen Organisationen der freien Wohlfahrtspflege begegnet den Menschen jeden Tag. Mit Organisationen wie dem Arbeiter-Samariter-Bund, dem Deutschen Roten Kreuz oder der Arbeiterwohlfahrt verbindet jeder schnell den Dienst am kranken, behinderten oder alten Menschen. Die Schwerpunkte dieser Tätigkeiten werden in den Bereichen Krankentransport, Behindertenfahrdienst oder dem Betreiben von Alten- und Pflegeeinrichtungen gesehen. Wie facettenreich und international die Arbeit der Organisationen wirklich ist, ist den Wenigsten bekannt. Die internationale Präsenz einer Wohlfahrtsorganisation wird häufig nur in Krisensituationen deutlich. Bilder von Einsätzen bei Erdbeben, Hochwasser, Orkanen oder Krank-heiten sind den meisten Menschen präsent. Eine internationale Tätigkeit ausserhalb dieser Krisensituationen ist allerdings nur schwer vorstellbar. Liegt diese Wahrnehmung darin begründet, dass die Organisationen international tatsächlich nur wenig tätig werden bzw. tätig werden können? Ist das Selbstverständnis von gemeinnützigen Organisationen so ausgeprägt, dass internationale Tätigkeiten nicht ausreichend publiziert werden? Was bedeutet eigentlich Internationalisierung im Zusammenhang mit gemeinnützigen Organisationen und wie unterscheiden sich deutsche gemeinnützige Organisationen von ihren Pendants im Ausland?
Die vorliegende Arbeit soll diesen Fragen nachgehen und aufzeigen, dass gemeinnützige Organisationen der Wohlfahrtspflege seit Jahren auf verschiedenste Art und Weise international tätig sind und dass sich ihre Tätigkeiten auch international anders gestalten als die von nach Gewinn strebenden Unternehmen.
[...]
Zielsetzung der Arbeit ist, herauszustellen, in welcher Art und Weise gemeinnützige Organisationen international tätig werden und welche gängigen Wege hierbei verwendet werden. Diese Wege untereinander zu vergleichen und deren Stärken und Schwächen zu analysieren, mündet in einer Empfehlung, ob die Strategie „Hilfe zur Selbsthilfe“ als best-practise Strategie bezeichnet werden kann und wie diese dem Selbstverständnis gemeinnütziger Organisationen entspricht.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

1.1 Anlass dieser Arbeit

1.2 Beschreibung des Themas und der Schwerpunkte

1.3 Zielsetzung

2 GRUNDLAGEN

2.1 Begriff: Gemeinnützige Organisation / Nonprofit-Organisation

2.2 Begriff: freie Wohlfahrtspflege / Wohlfahrtsverband

2.3 Aufbau einer gemeinnützigen Organisation

2.4 Stärken von gemeinnützigen Organisationen

2.4.1 Image

2.4.2 Geschichte

2.4.3 Ortstreue

2.4.4 Mitgliedsbeiträge / Spenden / Fördermittel

2.4.5 Engagierte Mitarbeiter

2.5 Schwächen von gemeinnützigen Organisationen

2.5.1 Zeitnahe Mittelverwendung

2.5.2 Regionale Bindung / Geschäftsfelder

2.5.3 Verbandsstruktur

2.6 Begriff: Internationalisierung und humanitäre Hilfe

2.7 Zwischenfazit

3 DISKUSSION DER FRAGESTELLUNG

3.1 Mögliche Gründe und Motive für eine Internationalisierung

3.1.1 Selbstverständnis als gemeinnützige Wohlfahrtsorganisation

3.1.2 Markterweiterung / Erfahrungsaustausch

3.1.3 Persönliche Erfahrungen / Interessen

3.2 In welchen Bereichen kann internationalisiert werden?

3.2.1 Krankentransport / Behindertenfahrdienst / Rettungsdienst / Katastrophenschutz

3.2.2 Alten- und Pflegeeinrichtungen

3.2.3 Ambulante Pflege

3.2.4 Satzungsgemäße Aufgaben

3.3 Wege der Internationalisierung

3.3.1 Finanzielle Unterstützung durch Spendengelder

3.3.2 Ideelle Unterstützung basierend auf gleichen Grundsätzen

3.3.3 Kooperation mit einem Partnerverbandes bzw. Gründung eines Solchen

3.3.4 Hilfe zur Selbsthilfe

4 FAZIT

4.1 Zusammenfassung

4.2 Beantwortung der Fragestellung

4.3 Abschließende Stellungnahme

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie gemeinnützige Organisationen der Wohlfahrtspflege international tätig werden und welche Strategien sie dabei anwenden. Das primäre Ziel besteht darin, gängige Vorgehensweisen zu vergleichen und zu analysieren, ob die Strategie „Hilfe zur Selbsthilfe“ als best-practise Modell bezeichnet werden kann.

  • Internationalisierung von Nonprofit-Organisationen
  • Strategien der Hilfeleistung und Projektarbeit im Ausland
  • Stärken und Schwächen gemeinnütziger Strukturen
  • Einfluss von Selbstverständnis und persönlichen Interessen auf Auslandsprojekte
  • Vergleich von Ansätzen wie finanzieller Unterstützung versus Hilfe zur Selbsthilfe

Auszug aus dem Buch

3.3.4 Hilfe zur Selbsthilfe

In Südafrika existiert ein Sprichwort, das frei übersetzt wie folgt lautet: Es reicht nicht, die Löwen nur zu füttern ohne diese auch leistungsmäßig zu fordern, denn sonst kommen sie nur aus dem Schatten, fressen und legen sich wieder zurück in den Schatten. Übertragen ist dieses Sprichwort einer der Hauptgründe für die Hilfe zur Selbsthilfe. Es bedeutet, dass gemeinnützige Organisationen nicht nur fördern und finanzieren sollen, sondern dass sie die geförderte Organisation auch auffordern und unterstützen, eigene Leistungen zu erbringen. Hilfe zur Selbsthilfe ist demnach mehr als nur eine eingleisige Fördermaßnahme und eher als Aufbauhilfe oder Training zur Selbstständigkeit zu verstehen. Ziel ist es, dass Finanzierungen und Förderungen irgendwann langsam zurückgefahren werden und schlussendlich ganz eingestellt werden können, ohne dass bei der Partnerorganisation eine Lücke (z.B. finanziell) entsteht, die sie allein nicht schließen kann. In allgemein gefassten Worten bedeutet Hilfe zur Selbsthilfe, dass solange Hilfe geleistet wird, bis die Menschen / die Organisation vor Ort in der Lage sind, sich selbst zu helfen.

Der Weg Hilfe zur Selbsthilfe ist zeitlich begrenzt ausgelegt, wobei dieser Zeitraum in der Regel mehrere Jahre umfasst. Ein weiteres Ziel ist, dass Abhängigkeiten schrittweise abgebaut werden sollen. Dieses Problem wurde vielen Organisationen deutlich, als beispielsweise EU-geförderte Programme nach dem vereinbarten Zeitraum ausliefen. Die Konsequenz waren Projekte, die nur kurzweilig funktionierten und mit der Einstellung der Förderung komplett zusammenbrachen. Die Folge für die Menschen und Organisationen im geförderten Land waren teilweise gravierend, denn oftmals brachen mit dem Projekt auch Einnahmequellen und Arbeitsplätze weg.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Der Einleitungsteil begründet das Thema durch das Spannungsfeld zwischen der öffentlichen Wahrnehmung internationaler Hilfe und der tatsächlichen Tätigkeit gemeinnütziger Verbände.

2 GRUNDLAGEN: Hier werden zentrale Definitionen für NPOs und Wohlfahrtsverbände erarbeitet sowie die spezifischen Stärken und Schwächen gemeinnütziger Organisationen beleuchtet.

3 DISKUSSION DER FRAGESTELLUNG: Dieses Kapitel analysiert Motive und konkrete Bereiche der Internationalisierung und stellt die vier gängigen Wege des internationalen Engagements vor.

4 FAZIT: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die „Hilfe zur Selbsthilfe“ abschließend als die erfolgversprechendste Strategie für nachhaltige internationale Arbeit.

Schlüsselwörter

Internationalisierung, gemeinnützige Organisationen, Nonprofit-Organisationen, Wohlfahrtspflege, Hilfe zur Selbsthilfe, Best-practise Strategie, humanitäre Hilfe, Fundraising, Auslandsprojekte, Kooperation, Organisationsstruktur, Gemeinnützigkeit, Sozialsysteme, Entwicklungshilfe, Projektarbeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Internationalisierung gemeinnütziger Organisationen der Wohlfahrtspflege und untersucht, wie diese ihre Arbeit im Ausland gestalten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Motive für internationales Engagement, die strukturellen Gegebenheiten deutscher Wohlfahrtsverbände und der Vergleich verschiedener Internationalisierungsstrategien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die gängigen Wege der Internationalisierung zu analysieren und zu prüfen, ob die „Hilfe zur Selbsthilfe“ als best-practise Strategie für diese Organisationen geeignet ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, ergänzt durch praktische Ansichten des Verfassers aus seiner Berufserfahrung und aus durchgeführten Experteninterviews.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen (Definitionen, Stärken/Schwächen) und eine detaillierte Diskussion über Gründe, Bereiche und Wege der Internationalisierung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den Kernbegriffen gehören Internationalisierung, gemeinnützige Organisation, NPO, Hilfe zur Selbsthilfe, Best-practise und Wohlfahrtspflege.

Warum ist das "Regionalprinzip" eine Herausforderung für die Internationalisierung?

Das Regionalprinzip und der Gebietsschutz begrenzen den Wirkungsbereich gemeinnütziger Organisationen oft auf lokale oder regionale Ebenen, was finanzielle Spielräume für internationale Tätigkeiten einschränkt.

Wie unterscheidet sich die „Hilfe zur Selbsthilfe“ von anderen Strategien?

Im Gegensatz zu reinen Spendenmodellen zielt diese Strategie auf die langfristige Unabhängigkeit der geförderten Organisation durch Aufbauhilfe und Training ab, um eine nachhaltige Selbstversorgung zu erreichen.

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Résumé des informations

Titre
Internationalisierung von gemeinnützigen Organisationen
Sous-titre
Hilfe zur Selbsthilfe als best-practise Strategie?
Université
Mangement School Bochum
Note
1,3
Auteur
Sven Leichner (Auteur)
Année de publication
2008
Pages
55
N° de catalogue
V126717
ISBN (ebook)
9783640324774
ISBN (Livre)
9783640326556
Langue
allemand
mots-clé
Internationalisierung NPO Gemeinnützige Organisationen Nonprofit Organisation Herne ASB Gemeinnützig Südafrika DRK Malteser best-practise best-practise Strategie Leichner
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Sven Leichner (Auteur), 2008, Internationalisierung von gemeinnützigen Organisationen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/126717
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Extrait de  55  pages
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