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Kinderlyrik in der DDR. Die Erziehung zur sozialistischen Persönlichkeit

Titel: Kinderlyrik in der DDR. Die Erziehung zur sozialistischen Persönlichkeit

Hausarbeit , 2019 , 17 Seiten , Note: 2,7

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit soll es vor allem um die Kultur des „alten Ostens“, also um die Kultur der DDR gehen. Wie kam es zustande, dass sich die Kinder der DDR mit dem sozialistischen Persönlichkeitsbild identifizieren konnten und welche Dinge haben diese Kinder beschäftigt, besser gesagt: mit welchen Dingen durften sie sich beschäftigen? All diese Fragen und auch die Prägung der Kinderlyrik als solche soll im Folgenden herausgearbeitet werden. Es soll hinterfragt werden, wie sich die Erziehung zur sozialistischen Persönlichkeit in der Kinderlyrik der DDR widerspiegelt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einführung

Kinderlyrik

Kriterien und Merkmale

Historischer Hintergrund der DDR

Die Erziehung zur sozialistischen Persönlichkeit

Inhaltliche Analyse der Gedichte

Auswahlbegründung der Gedichte

Gedicht 1

Gedicht 2

Gedicht 3

Gedicht 4

Die zehn Gebote der Jungpioniere

Fazit

Anhang

Gedicht 1 – Der Tischler (Gottfried Herold)

Gedicht 1 – Die Krankenschwester

Gedicht 2 – Bitten der Kinder

Gedicht 3 – Geburtstagslied

Gedicht 4 – Wenn Mutti früh zur Arbeit geht

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht, wie die Erziehung zur sozialistischen Persönlichkeit in der DDR durch Kinderlyrik geprägt und gefestigt wurde. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert sich darauf, wie staatliche Ideale und ein spezifisches Kinderbild mittels literarischer Texte an die jüngste Generation vermittelt wurden.

  • Analyse der definitionsgemäßen Merkmale von Kinderlyrik
  • Untersuchung des historischen und erziehungspolitischen Kontextes der DDR
  • Detaillierte inhaltliche Analyse beispielhafter DDR-Werke
  • Bezugnahme der Gedichtinterpretationen auf die "zehn Gebote der Jungpioniere"
  • Reflektion des vermittelten Männer-, Frauen- und Kinderbildes

Auszug aus dem Buch

Die Erziehung zur sozialistischen Persönlichkeit

Oberstes Ziel des Bildungssystems der DDR war die Erziehung zur sozialistischen Persönlichkeit, da die Jugend der DDR als Hoffnungsträger der führenden sozialistischen Partei galt.

Diese Form der Erziehung wurde vor allem aus dem Selbstverständnis der SED abgeleitet, da diese als kommunistische Partei über die notwendigen wissenschaftlichen Einsichten und Erfahrungen im Klassenkampf verfüge (Bongertmann, 2014). Auf Grundlage des Marxismus-Leninismus wurde eine Erziehung zur wissenschaftlich fundierten und unverrückbaren Klassenposition und die Parteinahme für den Sozialismus erstrebt.

Die daraus resultierende planmäßige Erziehung zum sozialistischen Menschen setzte dann schon im Kindergartenalter ein und durchzog alle Unterrichtsfächer. Dies wurde sichergestellt durch eine einheitliche Organisation des Erziehungssystems. Die vermittelten Weltorientierungen und Verhaltensweisen erfüllten dabei aber ihre Funktion nur dann, wenn sie mit den Zielen von Partei und Staat in Übereinstimmung lagen (vgl. Gatzemann (2008), S.35). Um letztendlich aber die Erziehung zur sozialistischen Persönlichkeit sicher zu stellen, wurde der Erziehung an sich ein unzerrüttelbares Freund-Feind-Schema zu Grunde gelegt, welches im Bild des Feindes negative Vorurteile bündelt und dadurch die differenzierte Beurteilung des Feindes unmöglich macht (vgl. Margelant, S.24,33).

Zusammenfassung der Kapitel

Einführung: Die Einleitung beleuchtet das anhaltende Interesse an der DDR-Kultur und die Relevanz der pädagogischen Prägung der jungen Generation durch sozialistische Erziehungsideale.

Kinderlyrik: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Kinderlyrik anhand der Kriterien von Magda Motte, insbesondere hinsichtlich kindgerechter Sprache und Lebensweltbezug.

Historischer Hintergrund der DDR: Das Kapitel erläutert, wie das Bildungssystem und die SED-Ideologie die Erziehung zur „sozialistischen Persönlichkeit“ als staatspolitische Aufgabe etablierten.

Die Erziehung zur sozialistischen Persönlichkeit: Vertiefung der erzieherischen Indoktrination, des Pionierwesen sowie der Rolle von Medienpolitik und Sanktionsmaßnahmen wie Jugendwerkhöfen.

Inhaltliche Analyse der Gedichte: Analyse von Werken bekannter DDR-Autoren hinsichtlich des vermittelten Frauen-, Männer- und Kinderbildes.

Auswahlbegründung der Gedichte: Erläuterung der Kriterien, warum spezifische Werke von Herold, Brecht und Kahlau für die Analyse gewählt wurden.

Gedicht 1: Analyse der Berufsgedichte von Gottfried Herold und wie diese die Wertschätzung für die Arbeiterklasse vermitteln.

Gedicht 2: Untersuchung von Bertolt Brechts „Bitten der Kinder“ als Aufruf zu Frieden und Zukunftshoffnung durch die Nachkriegsgeneration.

Gedicht 3: Betrachtung des „Geburtstagsliedes“ von Heinz Kahlau als identitätsstiftendes Element der Heimatverbundenheit zur DDR.

Gedicht 4: Analyse des Kinderliedes „Wenn Mutti früh zur Arbeit geht“ im Hinblick auf das Frauenbild und staatliche Kinderbetreuung.

Die zehn Gebote der Jungpioniere: Zusammenführung der Gedichtanalysen unter Einbeziehung der zentralen Verhaltenslehre der Pioniere.

Fazit: Abschließende Reflexion darüber, wie durch die indirekte Vermittlung in der Lyrik eine sozialistische Lebensweise als alternativlos dargestellt wurde.

Schlüsselwörter

DDR, Kinderlyrik, sozialistische Persönlichkeit, SED, Jungpioniere, Erziehung, Ideologie, Bertold Brecht, Gottfried Herold, Heinz Kahlau, Pädagogik, Literaturanalyse, Sozialismus, Frauenbild, Nachkriegsgeneration

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Zusammenhang zwischen Kinderlyrik aus der ehemaligen DDR und der darin verankerten Erziehung zur sozialistischen Persönlichkeit.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Schwerpunkte liegen auf DDR-Erziehungsidealen, der Definition von Kinderlyrik, der Analyse spezifischer Gedichte und der Einbettung dieser Texte in die Pionier-Moraltheorie.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Kinder durch literarische Texte subtil an das sozialistische Weltbild herangeführt und als "Hoffnungsträger" des Staates konditioniert wurden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse von ausgewählten Gedichten vorgenommen, ergänzt um historisch-kontextuelle Informationen zur DDR-Pädagogik.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Basis zur Kinderlyrik, den historischen Kontext der DDR-Erziehung sowie die detaillierte inhaltliche Analyse von vier ausgewählten Gedichten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind DDR, sozialistische Persönlichkeit, Kinderlyrik, Jungpioniere und Erziehung.

Wie werden die "zehn Gebote der Jungpioniere" in der Arbeit verwendet?

Diese dienen als analytischer Raster, um zu prüfen, inwieweit die untersuchten literarischen Texte die staatlich vorgegebenen Verhaltensregeln der Kinderorganisation widerspiegeln.

Inwiefern beeinflussten die untersuchten Gedichte das Kinderbild in der DDR?

Die Gedichte porträtierten Kinder als fleißige, arbeitswillige Nachkriegsgeneration, die den Auftrag hatte, den neuen sozialistischen Staat aktiv aufzubauen und zu stützen.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Kinderlyrik in der DDR. Die Erziehung zur sozialistischen Persönlichkeit
Hochschule
Universität Hildesheim (Stiftung)
Note
2,7
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
17
Katalognummer
V1267291
ISBN (PDF)
9783346709639
ISBN (Buch)
9783346709646
Sprache
Deutsch
Schlagworte
kinderlyrik erziehung persönlichkeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2019, Kinderlyrik in der DDR. Die Erziehung zur sozialistischen Persönlichkeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1267291
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