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Verbeamtung von Lehrern - Muss oder Verdruss

Eine Diskussion über die Notwendigkeit des Beamtentums bei Lehrern

Título: Verbeamtung von Lehrern - Muss oder Verdruss

Trabajo Escrito , 2009 , 15 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Danilo Schmogro (Autor)

Organización y administración - Otros
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Die Bildungsdebatte in Deutschland ist in aller Munde. Nach den mageren Ergebnissen der PISA-Studien vergangener Jahre und einem zunehmenden globalen Wettbewerb steht die Bereitstellung einer guten bzw. besseren und umfassenderen Bildung auf der politischen Tagesordnung. Unsere Gesellschaft hat die Aufgabe, nachwachsenden Generationen Kenntnisse und Fähigkeiten zu übermitteln, mit denen sie später die Herausforderungen des Lebens und des Arbeitsmarktes bewältigen können. Die Schule stellt dabei eine wichtige und zugleich reformbedürftige Ressource im deutschen Bildungssystem dar. Nach Artikel 7 Absatz 1 des Grundgesetzes steht das gesamte Schulwesen unter der Aufsicht des Staates. Dieser setzt wiederum Personen ein, die die heranwachsenden Generationen unterrichten: Lehrer. Sie gelten nach wie vor stereotypisch als Beispiel für Beamte in Deutschland. Jedoch hat die heutige Industrie- und Dienstleistungsgesellschaft dem Staat eine wachsende Fülle von Aufgaben übertragen, die nicht zu den hoheitlichen Befugnissen im Sinne des eingangs zitierten Artikels 33 des Grundgesetzes gehören. So wird heute auch den Lehrern zum Teil nachgesagt, dass ihre Lehrtätigkeit keine hoheitliche Aufgabe darstellt und schlussfolgernd der Beamtenstatus nicht notwendig bzw. überflüssig ist. In dieser Arbeit soll der Frage nachgegangen werden, ob der Beamtenstatus bei Lehrern noch zu rechtfertigen ist oder ob es sinnvoller wäre, jenen abzuschaffen.
Zu Beginn meiner Arbeit werde ich zunächst erläutern, wodurch das Berufsbeamtentum im Allgemeinen gekennzeichnet ist, wie es sich im Laufe der Geschichte entwickelt hat und welche rechtlichen Komponenten zu berücksichtigen sind.
Im Anschluss werde ich die aktuelle Situation der Lehrer am Beispiel des Bundesstaates Berlin darstellen. Dort werden Lehrer seit 2004 nicht mehr verbeamtet; eine interessante und zugleich problematische Regelung, wie ich in diesem Teil der Hausarbeit aufzeigen werde.
Im Folgenden ist es nun möglich, nachdem die Hintergründe des Beamtentums, der Stellung des Beamten im Allgemeinen und speziell bei Lehrern erläutert wurden, sich kritisch mit der Frage auseinanderzusetzen, warum der Lehrer Beamter bleiben sollte bzw. welche Vorteile ein Angestelltenverhältnis für Lehrer hat. Hierbei soll wissenschaftlich und gesellschaftlich übergreifend erörtert werden, welche Perspektiven und Konsequenzen sich für die jeweilige Regelung ergeben.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Berufsbeamtentum

2.1. Entstehung und Entwicklung

2.2. Merkmale und rechtliche Stellung

3. Die aktuelle Situation der Lehrer in Berlin

4. Der Lehrer als Beamter – Die Pro-Argumentation

5. Der Lehrer als Beamter – Die Contra-Argumentation

6. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Berechtigung und Notwendigkeit des Beamtenstatus für Lehrer im deutschen Bildungssystem zu analysieren. Dabei wird untersucht, ob die Verbeamtung angesichts moderner Anforderungen noch zeitgemäß ist oder ob alternative Beschäftigungsformen, wie das Angestelltenverhältnis, vorteilhafter wären.

  • Historische Entwicklung und rechtliche Grundlagen des Berufsbeamtentums
  • Analyse der aktuellen Beschäftigungssituation von Lehrern am Beispiel Berlins
  • Argumentationslinien pro Verbeamtung (hoheitliche Aufgaben, Streikverbot, Neutralität)
  • Argumentationslinien contra Verbeamtung (Kosten, Flexibilität, Leistungsanreize)
  • Bewertung der Auswirkungen einer möglichen Entbeamtung auf das Bildungssystem

Auszug aus dem Buch

Der Lehrer als Beamter – Die Pro-Argumentation

Die Verbeamtung von Lehrern erschien lange Zeit als selbstverständlich und ist auch heutzutage in den meisten westdeutschen Bundesländern die Regel, wohingegen in den ostdeutschen Bundesländern und Berlin die Verbeamtung von Lehrern für gewöhnlich nicht mehr zur Anwendung kommt. Seit einiger Zeit wird von einigen politischen Kräften und der Öffentlichkeit eine flächendeckende Entbeamtung der Lehrer angestrebt und gefordert. Das Hauptargument stellt hierbei der Vorwurf dar, dass Beamte hoheitliche Aufgaben erfüllen müssten, wie bei der Polizei, der Feuerwehr und in der Justiz.

Betrachten wir zunächst den Aufgaben- und Verantwortungsbereich eines Lehrers, der „einheitlich hoheitlich geprägt ist“ (vgl. Leisner 1995, 244). Dazu zählen in erster Linie Ordnungs- und Disziplinarmaßnahmen wie Schularrest und Rauchverbot. Weiter kann man sagen, dass die Versetzung von Schülern und Verleihung von Zeugnissen, insbesondere die des Abiturzeugnisses, in hohem Maße die Zukunft von jungen Menschen mitbestimmt und damit Berufs- und Lebenschancen eröffnet oder vermindert (vgl. Schwanengel 1999, 111). Solch bedeutsame Entscheidungs- und Beurteilungsprozesse sollten von beamteten Lehrern in staatlicher Verantwortung erfolgen (vgl. Leisner 1995, 245). Auch die Haftung der Lehrer ist nicht privatrechtlich, sondern „als echte Amtshaftung“ im Sinne des § 839 BGB, Art. 34 GG ausgestaltet, welches wiederum Ausdruck der Hoheitstätigkeit eines Lehrers ist (vgl. Leisner 1995, 245).

Das Grundgesetz besagt ausdrücklich, dass die Tätigkeit der Lehrer eine Hoheitsaufgabe darstellt und die Verbeamtung in aller Regel die Konsequenz dessen ist (vgl. Leisner 1995, 246). Eine flächendeckende Entbeamtung würde demzufolge auch so lange verfassungswidrig sein, bis es zu einer Änderung der Organisation des gesamten Schulwesens in Deutschland käme und die Schulverhältnisse „privatisiert“ werden (vgl. Leisner 1995, 245). In diesem Kontext hat auch das Bundesverwaltungsgericht die Hoheitstätigkeit der Lehrer ausdrücklich anerkannt, da „für die Lehrer die gleichen hergebrachten Grundsätze des Berufsbeamtentums gelten wie für andere Beamte“ (vgl. Leisner 1995, 243) und der Beamtenstatus einheitlich dadurch gerechtfertigt wird, dass bestimmte Hoheitsaufgaben zu erfüllen sind (vgl. Leisner 1995, 244).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert die aktuelle Bildungsdebatte in Deutschland und stellt die Forschungsfrage zur Berechtigung des Beamtenstatus bei Lehrern auf.

2. Das Berufsbeamtentum: Dieses Kapitel beleuchtet die historische Genese des deutschen Beamtentums und definiert dessen rechtliche Merkmale sowie den Status des Beamten.

3. Die aktuelle Situation der Lehrer in Berlin: Hier wird das konkrete Beispiel Berlin betrachtet, wo seit 2004 keine Verbeamtungen mehr stattfinden, und die daraus resultierenden Probleme und Forderungen der Lehrkräfte analysiert.

4. Der Lehrer als Beamter – Die Pro-Argumentation: Dieses Kapitel führt die Argumente für den Beamtenstatus an, wobei der Fokus auf dem hoheitlichen Charakter der Lehrtätigkeit und der staatlichen Erziehungsfunktion liegt.

5. Der Lehrer als Beamter – Die Contra-Argumentation: Hier werden kritische Stimmen gegen die Verbeamtung zusammengefasst, insbesondere hinsichtlich der Bürokratisierung und fehlender Leistungsanreize.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass der Beamtenstatus trotz berechtigter Kritik aufgrund des staatlichen Bildungsauftrags legitimiert bleibt.

Schlüsselwörter

Berufsbeamtentum, Lehrer, Verbeamtung, öffentlicher Dienst, Bildungsauftrag, Hoheitsaufgabe, Grundgesetz, Beamtenstatus, Angestelltenverhältnis, Berlin, Schulaufsicht, Pädagogik, Treueverhältnis, Lebenszeitprinzip, Bildungspolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der kontroversen Frage, ob Lehrer im deutschen Bildungssystem weiterhin verbeamtet werden sollten oder ob das Beamtenverhältnis durch ein Angestelltenverhältnis ersetzt werden sollte.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die historische Entwicklung des Beamtentums, die rechtlichen Voraussetzungen der Verbeamtung sowie die Pro- und Contra-Argumente im Kontext der aktuellen Bildungssituation.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist zu analysieren, ob der Beamtenstatus für Lehrer noch notwendig und zu rechtfertigen ist, insbesondere vor dem Hintergrund staatlicher Aufgaben und gesellschaftlicher Erwartungen an gute Bildung.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die auf Literaturrecherche, der Auswertung von Rechtsgrundlagen (wie dem Grundgesetz) sowie der Untersuchung aktueller politischer Beispiele und Umfragen basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Einordnung, eine Darstellung der Berliner Situation sowie eine Gegenüberstellung von Argumenten, die für oder gegen den Beamtenstatus bei Lehrkräften sprechen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Beamtenstatus, Bildungsauftrag, Hoheitsaufgabe, Verbeamtung und öffentlicher Dienst charakterisiert.

Warum ist das Beispiel Berlin für die Untersuchung so bedeutend?

Berlin dient als Praxisbeispiel, da dort seit 2004 Lehrer nur noch in Angestelltenverhältnissen eingestellt werden, was eine direkte Vergleichsmöglichkeit und Analyse von Problemen wie Abwanderung und Motivationsrückgang bietet.

Wie bewertet der Autor den Einfluss von Streikrecht auf die Schule?

Der Autor argumentiert, dass das Beamtenverhältnis ein Streikverbot beinhaltet, welches für einen reibungslosen Ablauf der staatlichen Schulaufsicht essenziell ist, da Streiks im Schulwesen zu Bildungslücken bei Schülern führen würden.

Welche Rolle spielen hoheitliche Aufgaben bei der Argumentation für die Verbeamtung?

Hoheitliche Aufgaben wie Disziplinarmaßnahmen, die Notengebung und die Zeugniserteilung werden als Grundpfeiler angesehen, die nach Ansicht des Autors eine besondere staatliche Anbindung und damit den Beamtenstatus rechtfertigen.

Final del extracto de 15 páginas  - subir

Detalles

Título
Verbeamtung von Lehrern - Muss oder Verdruss
Subtítulo
Eine Diskussion über die Notwendigkeit des Beamtentums bei Lehrern
Universidad
University of Potsdam  (Sozialwissenschafliche Fakultät)
Curso
Verwaltung und Public Policy
Calificación
1,7
Autor
Danilo Schmogro (Autor)
Año de publicación
2009
Páginas
15
No. de catálogo
V126735
ISBN (Ebook)
9783640326969
ISBN (Libro)
9783640327447
Idioma
Alemán
Etiqueta
Public Policy Politik Politikwissenschaften Verwaltung Verwaltungswissenschaften Beamtentum Lehrer
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Danilo Schmogro (Autor), 2009, Verbeamtung von Lehrern - Muss oder Verdruss, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/126735
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