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Japans Obsession mit CDs in Zeiten des Streamings

Titel: Japans Obsession mit CDs in Zeiten des Streamings

Essay , 2020 , 8 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Jenny Karpe (Autor:in)

Musik - Populäre Musik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Musik-Streaming ist auf dem Vormarsch und seit einigen Jahren fester Bestandteil der Debatte um die Zukunft der Musikindustrie (und letztlich der Musik selbst). Das ist jedoch nicht überall so: In Japan erfreuen sich CDs weiterhin großer Beliebtheit. Woran liegt das?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Analyse des japanischen Musikmarktes

3. Faktoren der CD-Dominanz in Japan

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das anhaltend hohe Interesse am physischen Musikformat der Compact Disc in Japan, trotz des globalen Trends zum digitalen Streaming. Ziel ist es, die kulturellen, wirtschaftlichen und technischen Gründe für dieses Phänomen zu beleuchten und mit der Situation auf dem deutschen Musikmarkt zu vergleichen.

  • Vergleich der Umsatzstrukturen zwischen Japan und Deutschland
  • Die Rolle der Sammlerkultur und haptischer Musikprodukte
  • Einfluss von Preismodellen und Vertriebswegen
  • Wirtschaftliche Bedeutung von heimischer vs. internationaler Musik für den japanischen Markt
  • Herausforderungen für internationale Streaming-Anbieter in Japan

Auszug aus dem Buch

Big in Japan (immer noch)

Als die deutsche Synth-Pop-Gruppe Alphaville im Jahr 1984 mit »Big In Japan« einen großen Erfolg feierte, erschien das dazugehörige Album »Forever Young« als eines der ersten auf CD. In diesem Jahr wurden 3,0 Mio. Compact Discs (ohne Singles) in der BRD abgesetzt, während die Vinyl-Langspielplatte noch 71,1 Mio. Mal verkauft wurde. Anschließend, im Jahr 1985, erlebte die Schallplatte hierzulande ihre höchsten Absatzzahlen (74,0 Mio.) und wurde dann rasch von der CD verdrängt. 2001 hatte schließlich die CD mit 133,7 Mio. verkauften Stück ihren Zenit erreicht (vgl. Bundesverband Phono/BVMI o.D.), während die Schallplatte trotz »Vinylbooms« weiterhin ein Dasein im Untergrund fristet.

Stattdessen ist Streaming auf dem Vormarsch und seit einigen Jahren fester Bestandteil der Debatte um die Zukunft der Musikindustrie (und letztlich der Musik selbst). Das veranlasste mich dazu, den Einfluss des Streamings auf eben jene Industrie zum Thema meiner Bachelorarbeit zu machen, wofür ich nicht nur eine Umfrage mit 1.600 Teilnehmern durchführte und die Introlängen der Charts aus vier Jahrzehnten analysierte, sondern mich nebenbei immer wieder mit den übrigen Medien und Datenträgern beschäftigte. Das Kolloquium hielt ich beispielsweise über Vinyl in Zeiten des Streamings. Nach meiner Abgabe beschäftigte mich aber eine Sache weiterhin: Wie konnte es sein, dass Japans physischer Anteil am Musikumsatz zum damaligen Zeitpunkt 72 % betrug, während Deutschland weltweit auf Platz 2 mit 43 % rangierte (vgl. IFPI 2018: 11-13)? Das ist eine Frage, die aufgrund der kulturellen und geographischen Entfernung nach Ostasien subjektiv schwer einzuschätzen ist, aber dadurch nicht minder interessant ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Entwicklung von Musikmedien von der Vinyl über die CD hin zum Streaming und formuliert die zentrale Fragestellung über die außergewöhnliche Stellung des japanischen Musikmarktes.

2. Analyse des japanischen Musikmarktes: Dieses Kapitel stellt aktuelle Marktdaten gegenüber, vergleicht Vertriebszahlen und beleuchtet die spezifische Konsumentenhaltung sowie Herausforderungen für Streaming-Dienste im japanischen Kontext.

3. Faktoren der CD-Dominanz in Japan: Hier werden die Gründe für die Stabilität der CD analysiert, darunter die Sammlerkultur, nationale Besonderheiten, der Einfluss der Industrie sowie die japanische Affinität für haptische Erlebnisse bei Musikprodukten.

Schlüsselwörter

Japan, Musikmarkt, Compact Disc, Streaming, Vinyl, Musikindustrie, Konsumentenverhalten, Haptik, Musiksammlung, Musikumsatz, Digitalisierung, Musikmedien, physische Tonträger, Musikfans, Musikwirtschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, warum Japan eine Ausnahmestellung beim Musikkonsum einnimmt und entgegen weltweiter Trends weiterhin stark auf physische CD-Verkäufe setzt, anstatt primär zu streamen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Untersuchung umfasst den Vergleich der deutschen und japanischen Musikmärkte, die Einflüsse von Popkultur wie Anime auf Verkaufszahlen, die Struktur der japanischen Musikindustrie und das Konsumentenverhalten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Gründe für den hohen physischen Umsatzanteil in Japan zu ergründen, da das Land trotz seines Rufs als High-Tech-Nation eine sehr konservative Einstellung zur Art der Musiknutzung pflegt.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Arbeit verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Kombination aus quantitativen Marktdaten (IFPI, RIAJ, BVMI), einer eigenen Umfrage unter 1.600 Teilnehmern sowie einer qualitativen Analyse der kulturellen und Branchen-spezifischen Rahmenbedingungen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden technische Entwicklungen, ökonomische Faktoren wie Preisbindungen, die Bedeutung der Sammlerkultur und die Strategien der japanischen Musikindustrie und Regierung gegenüber ausländischen Streaming-Anbietern detailliert dargestellt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Zentrale Begriffe sind der japanische Musikmarkt, die Compact Disc, Streaming, Sammlerkultur, haptische Musikformate, das Konsumentenverhalten und der Wandel der globalen Musikindustrie.

Welche Rolle spielt die Band AKB48 für die Argumentation des Autors?

AKB48 dient als Fallbeispiel für die enorme Sammlerkultur in Japan, bei der Fans durch Beigaben wie Sammelbildchen und Stimmkarten motiviert werden, große Mengen physischer Tonträger zu erwerben.

Wie erschwert die japanische Industrie den Einstieg für Anbieter wie Spotify?

Durch Barrieren bei Verhandlungen, das Festhalten an physischen Formaten, die späte Öffnung gegenüber digitalen Modellen und eine enge Kooperation zwischen lokalen Labels und Behörden wird ausländischen Anbietern der Markteintritt deutlich erschwert.

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Details

Titel
Japans Obsession mit CDs in Zeiten des Streamings
Hochschule
Universität Paderborn  (Musik)
Veranstaltung
Pop und Digitalisierung
Note
1,0
Autor
Jenny Karpe (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
8
Katalognummer
V1267739
ISBN (PDF)
9783346712318
Sprache
Deutsch
Schlagworte
CD Japan Datenträger Popkultur Kassette Vinyl Ostasien J-Pop
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Jenny Karpe (Autor:in), 2020, Japans Obsession mit CDs in Zeiten des Streamings, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1267739
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  8  Seiten
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