Die Stummfilmgeschichte von New York und Berlin


Hausarbeit, 2020

16 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Allgemeine Geschichte des Stummfilms

3 Stummfilmgeschichte in den Vereinigten Staaten
3.1 New York als Kulisse und Entstehungsort für Stummfilme

4 Stummfilmgeschichte in Deutschland
4.1 Berlin als Kulisse und Entstehungsort für Stummfilme

5 Bekannte Komponisten der Stummfilmzeit

6 Fazit

Quellenverzeichnis

Zitate

»Der Kinematograph ist von Anfang an ein Medium der Metropolen.« [Karl Prümm]

1 Einleitung

Die Geschichte des Films ist geprägt von Neuerungen: Vom Stummfilm zum Tonfilm, von Schwarz-Weiß zu Farbe, von 2D zu 3D. In dieser Hausarbeit wird untersucht, welchen Einfluss die Städte New York und Berlin auf die frühe internationale und nationale Filmgeschichte hatten – und umgekehrt. Dies geschieht mit einer Aufarbeitung der allgemeinen Stummfilmgeschichte, einem Fokus auf die jeweiligen Städte sowie einiger ihrer wichtigsten Akteure und Filme.

2 Allgemeine Geschichte des Stummfilms

In der globalen Geschichte des Films gab es viele Pioniere. Einer von ihnen war der britische Fotograf Eadweard Muybridge, der 1878 mit »Horse in Motion« als Erster Serienbilder eines Bewegungsablaufes anfertigte (vgl. TIME o.D.). Dies gilt als Begründung der sogenannten Chronofotografie. Der französische Wissenschaftler Étienne-Jules Marey schaffte es mit dieser Technik, mehrere Bewegungen eines Tiers oder eines Menschen einzufangen, indem er mit einer Lochscheibe das Licht kontrollierte und immer nur Fragmente auf eine Glasscheibe übertrug. So wurden Bewegungsabläufe in einem Bild zusammengefasst und waren analysierbar. Solche Arbeiten dienten nicht der Unterhaltung, sondern sollten wissenschaftliche Fragen beantworten – zum Beispiel jene, warum eine Katze immer auf ihren Pfoten landet (vgl. Vox 2019: 1:54min). Diese Forscher inspirierten unter anderem die Arbeit des Franzosen Louis Le Prince, der 1888 die ersten chronofotografischen Aufnahmen mit einer Kamera für Papierfilm machte. 1881 war er mit seiner Familie nach New York gezogen und entwickelte ab 1886 eine Kamera, die mithilfe von 16 Objektiven bewegte Bilder aufnehmen konnte. Allerdings musste deswegen jedes Bild aus einer etwas anderen Perspektive aufgenommen werden (vgl. National Museum of Photography, Film & Television o.D.). Es folgten drei weitere Kameras, wovon lediglich die »Single-lens camera Mk2« patentiert wurde. 1888 war Louis Le Prince der Urheber des ersten Films der Geschichte, »Roundhay Garden Scene«: Im Garten der Familie Whitley in Roundhay (Großbritannien) laufen mehrere Person in Kreisen und lachen dabei. Der Film ist 24 Frames lang, also insgesamt zwei Sekunden (vgl. IMDb1 o.D). Le Prince verschwand am 16. September 1890 spurlos (vgl. Fisher 2009) und hinterließ dabei zahlreiche Gerüchte, dass sein Konkurrent Thomas Edison damit zu tun hätte (vgl. Dantzer 2019).

Der amerikanische Erfinder Thomas Alva Edison spielte die wahrscheinlich wichtigste Rolle in der Entwicklung von Chronomedien. Er stellte am 20. Mai 1891 den Kinematographen vor, der von seinem Mitarbeiter William Dickson entwickelt wurde. Dabei handelte es sich um eine der ersten Filmkameras, historisch steht der Begriff für Kamera und Projektor allgemein (vgl. Filmlexikon 2011). Die erste öffentliche Vorstellung erfolgte am 09. Mai 1893 im Brooklyn Institute of Arts and Sciences (vgl. Change Before Going Productions 2011). Die ersten Filme zeigten allesamt unspektakuläre Alltagsszenen, die technischen Möglichkeiten an sich waren zunächst faszinierend genug. Erste »Kino«-Vorführungen, also vor einem zahlenden Publikum, gab es am 20. Mai 1895 in New York durch die Familie Latham, am 01. November 1895 in Berlin durch die Gebrüder Skladanowsky sowie am 28. Dezember 1895 in Paris durch die Brüder Lumière (vgl. Loiperdinger 1999: 97). Letztere waren die Erfinder des Cinématographe, einem Aufnahme-, Kopier- und Abspielgerät. Besonders bekannt ist der Film »Arbeiter verlassen die Lumière-Werke«, welcher am 22. März 1895 der Oberschicht vorgeführt wurde (vgl. Lanzoni 2002: 28).

Der französische Theaterbesitzer und Magier Georges Méliès erkannte hingegen das erzählerische Potenzials des Mediums und nutzte es nicht nur für Trickeffekte, sondern auch für den Film »Die Reise zum Mond« von 1902 (vgl. IMDb2 o.D.). Anfangs war es allerdings noch nicht möglich, Bild und Ton zeitgleich aufzunehmen. Die Erzählung der Geschichte erfolgte zunächst über Texttafeln innerhalb des Films. Zum damaligen Zeitpunkt herrschte die Auffassung, dass ein Film schlechter sei, je mehr Tafeln er benötigte – die Mimik der Schauspieler solle schließlich ausreichen. Zusätzlich begleiteten häufig Filmerzähler die Vorstellungen, die meistens in Varieté-Theatern stattfanden und zunächst vorrangig an die Mittelschicht gerichtet waren. Filme wurden fast ausnahmslos musikalisch untermalt, meist mit einem Orchester, einer Kinokapelle, Klavier oder Pianola. Auch selbstspielende Klaviere, sogenannte Photoplayer, kamen häufig zum Einsatz (vgl. Silent Cinema Society o.D.). Zwischen 1912 und 1928 wurden in den USA und in Deutschland (zum Beispiel bei Philipps in Frankfurt am Main) 8.000 bis 10.000 Photoplayer produziert und international verkauft. Das von den US-amerikanischen Brüdern Burt und Harold Van Valkenburg erfundene Gerät war im Kern ein pneumatisches Klavier, das weitere Instrumente in seitlichen Schränken beinhaltete, zum Beispiel Percussion. Zusätzliche Pfeifwerke konnten Orgel- oder Streicherklänge imitierten, beliebt waren aber auch Autohupen, Klingeln oder Vogelgezwitscher, die via »cow tails« (Handzüge) oder Pedale aktiviert wurden (vgl. Jasen und Jones 2000: 75). Die Musik kam meist von sogenannten Notenrollen, das Klavier konnte bei einigen Modellen aber auch von einem Pianisten gespielt werden. Komponisten wie Gaston Borch, Fred Hager, Ernst Luz, Ernö Rapée oder William Axt gelten als bekannte Erschaffer von damaliger Begleitmusik. Sie komponierten oft nicht für spezielle Filme, sondern für Stimmungen und Situationen (vgl. Fuchs 2018: 45). Der »Operator« des Photoplayers musste die Rollen dann passend zum Film auswählen, ein Pianist wurde dafür nicht benötigt. Ab dem 1910er-Jahren wurden Handzettel (»cue sheets«) verwendet, die für bestimmte Filmszenen die passenden Musikstücke auflistete. Hier kann zwischen werkspezifischen und genretypischen Handzetteln unterschieden werden. Vor allem für bestimmte Genres wie dem historischen Film, Western etc. wurde sich vor allem im musikalischen Repertoire des 19. Jahrhunderts bedient, »Opern und Operettenfantasien[,] Tanz- und Volksmusik, Kirchen- und Militärmusik und zunehmend auch Schlager, denen über das Grammophon größere Bedeutung zukam« (ebd.).

Die ersten Experimente mit Tonfilmen gab es schon 1894 oder 1895 durch William Dickson, einem Mitarbeiter von Thomas Edison. Allerdings war damals noch unbekannt, wie Musik und Ton synchronisiert werden könnten. Erst, als der verloren geglaubte Wachszylinder mit der Tonspur im Jahr 1998 auftauchte, wurden Film und Ton vereint: Er zeigt einen Geiger vor einem großen Trichter, neben ihm tanzen zwei Männer (vgl. Internet Archive 2006). Der erste erfolgreiche und zugleich abendlange Tonfilm wurde erstmals 1927 in New York gezeigt: »Der Jazzsänger« von Alan Crosland, bei dem es sich ursprünglich um einen Singfilm handeln sollte. Stattdessen ist der Satz »Wait a minute! Wait a minute! You ain’t heard nothin‘ yet« in die Filmgeschichte eingegangen. Hauptdarsteller Al Jolson hatte ihn improvisiert und bewegte die Produktionsgesellschaft dazu, eine weitere Sprechszene aufzunehmen (vgl. Bullerjahn 2016). Schnell wandte sich die Filmindustrie vom Stummfilm ab – dank einer externen Kombination von Apparaturen (Grammofon und Filmprojektor, z.B. mit dem Vitaphone von Warner Bros.) konnten Bild und Ton kombiniert werden, jedoch war jeder Filmriss oder jeder Fehler im Filmtransport eine Gefahr für die Synchronität des Filmes (vgl. Bullerjahn 2012).

Heute sind Stummfilme eine Seltenheit. In den 1930er-Jahren war es Charlie Chaplin, der trotz Existenz des Tonfilms weiterhin stumm blieb (z.B. »Modern Times«, 1936, vgl. IMDb3 o.D.). Der Film »Silent Movie« aus dem Jahr 1976 von Regisseur Mel Brooks ist eine »Hommage an die Slapstick-Kunst Hollywoods« (Lexikon des internationalen Films, o.D.), und erzählt von der Entstehung eines Stummfilms. Wie bei vielen anderen Brooks-Produktionen komponierte John Morris die Musik für den Film, der sich somit mit komödiantischen Inhalten auskannte. Sein bekanntester Soundtrack ist jedoch jener zu »Young Frankenstein« (vgl. Burlingame 2018). In den vergangenen 25 Jahren sind vermehrt Stummfilme veröffentlicht worden, darunter das populäre Beispiel »The Artist« von 2011. Auch in diesem Film wird das Thema Stummfilm ebenfalls inhaltlich behandelt, indem die Geschichte in Hollywood zwischen 1927 und 1923 spielt (vgl. IMDb4 o.D.). Interessant wäre zu erfahren, ob die Regisseure zunächst den Entschluss fassen, einen Stummfilm zu drehen, oder ob sie diese Möglichkeit erst während der Auseinandersetzung mit der Thematik in Betracht ziehen.

Mit der deutschen Produktion »A Silent Rockumentary« gab es 2012 den ersten stummen Dokumentarfilm (vgl. Granert 2009: 107f). Als Musik wurden ausschließlich Lieder der Bluesband Mardi Gras.BB verwendet, von der die Dokumentation handelt.

In der Regel sind Stummfilme eine künstlerische Entscheidung, da Regisseuren heutzutage viele weitere Gestaltungsmöglichkeiten offenstehen. Die Einschränkung auf der tonalen Ebene kann für die gesamte Produktion eine besondere Herausforderung darstellen, welche für den fertigen Film ein besonderes Merkmal bedeutet.

3 Stummfilmgeschichte in den Vereinigten Staaten

In den Vereinigten Staaten gab es 1895 die erste Filmproduktionsgesellschaft. David Griffith fungierte als »Systematisierer« des Erzählkinos, er brachte Großaufnahmen, Parallelmontagen und andere Elemente ein und perfektionierte sie (vgl. Koebner 2008: 298). 1909 war der Film in den USA schon ein »Big Business«, jährlich gab es 25 Mio. Dollar Wachstum und eine daran geknüpfte Nachfrage der Bevölkerung. In New York richteten sich zu Beginn der Stummfilmära erste Atelierstudios ein, die mit Tageslicht theaterähnliche Filme drehten. Das Wetter spielte aber nicht immer mit, wodurch schon früh ein besserer Standort als New York gesucht wurde. Scheinwerfer waren damals keine gute Alternative: Sie machten noch viel Lärm und die abgestrahlte Hitze machte den Schauspielern und ihrem Make-up zu schaffen (vgl. Eddin 2005).

Thomas Edison gründete schließlich die MPPC (Motion Picture Patents Company), die ein Monopol werden sollte. Dafür wurden unabhängige Filmproduktionen in New York sabotiert, unter anderem durch »organisierte Banden, unterstützt von Polizei und Sheriffs«. Filmaufnahmen wurden daraufhin von Bewaffneten bewacht, teils wurde mit dem kompletten Set jeden Tag woanders gedreht (vgl. Film Reference o.D.).

1910 wurde mit Universal Pictures der Grundstein für einen neuen Standort in Hollywood gelegt. Langfristig wurde das Monopol der MPPC verhindert und aufgelöst. Kalifornien war der ideale Standort für die Filmindustrie: Hier gab es billige Arbeitskräfte, viele günstige Grundstücke, sonniges Wetter für die Beleuchtung der Sets, außerdem waren die Konflikte der Ostküste weit entfernt. Die Hügellandschaften, Wüsten und Berge boten zudem viele Drehoptionen, zum Beispiel für alpenähnliche Panoramen (vgl. Eddin 2005).

Schenkt man der Wikipedia-Liste der US-amerikanischen Produktionsgesellschaft der Stummfilmzeit Glauben1, gab es an der Ostküste insgesamt vier Filmgesellschaften, an der Westküste hingegen 28 (Wikipedia o.D.). Hollywood, das bis heute einer der wichtigsten Standorte für die weltweite Filmindustrie ist, wurde also schon früh etabliert.

3.1 New York als Kulisse und Entstehungsort für Stummfilme

Seinen Anfang fand die amerikanische Stummfilmgeschichte trotzdem an der Ostküste, in New York. Erste Aufnahmen fokussierten sich auf Stadtansichten, zum Beispiel in »Manhatta« von 1921 (vgl. IMDb14 o.D.). Diese wurden nicht nur von Einheimischen angefertigt: Die populäre Stadtansicht »A Trip Through New York City« von 1911 wurde von der schwedischen Produktionsgesellschaft Senska Biografteatern aufgenommen (vgl. Shiryaev 2020).

Einige wichtige Figuren für die New Yorker Filmgeschichte kommen aus der Familie Latham. Woodville Latham, Chemie-Professor an der West Virginia University, entwickelte das Eidoloscope, das zwölf Bilder pro Sekunde flimmerfrei ermöglichte. Die erste öffentliche Präsentation erfolgte am 21. April 1895 für die Presse und am 20. Mai für zahlendes Publikum. Gezeigt wurden Filme des Griffo-Barnett-Boxkampfes, aufgenommen vom Dach des Madison Square Gardens (Streible 2008: 45). Woodville Lathams Söhne Grey und Otway Latham besaßen einen Salon mit Kinetoskopen in New York. Dabei handelte es sich um einen von Thomas Edison entwickelten Kasten mit Sehschlitz, die ihr Publikum für etwa 30 Sekunden mit bewegten Bildern unterhielt, nachdem eine Münze eingeworfen wurde (vgl. Filmlexikon 2011). 1898 ließen die Lathams das Geschäft mit Filmen aus unbekannten Gründen hinter sich und trugen fortan nicht mehr zu der Stummfilmgeschichte New Yorks bei.

Ein naheliegendes Beispiel für New York im frühen Film ist zweifelsohne der Film »King Kong« von 1933, allerdings handelte es sich hierbei schon um einen Tonfilm. Nicht nur das, Komponist Max Steiner gilt als Vater der Filmmusik, weil erstmals auch Dialogszenen mit Musik unterlegt waren (vgl. Cote o.D.).

Der erste Kurzfilm in den Straßen von New York ist »What Happened on Twenty-thirt Street, New York City« aus dem Jahr 1901. Die 77 Sekunden erzählen von einer Frau, die auf der Straße über ein Gitter läuft. Wie im später sehr populären Beispiel von Marilyn Monroe hebt die heiße Luft den Rock an. Die Frau lacht und geht weiter (vgl. Library of Congress 2010). Weder die Regisseure noch der Kinematograph werden im Clip genannt, dafür aber Thomas Edison als Leiter der Produktionsgesellschaft. Hier ist seine Machtposition sehr deutlich.

In der Zeit zwischen Stumm- und Tonfilmen gab es noch die »Part-talkies« (Sprechfilme) wie »Lonesome« (spielt auf Coney Island, also noch in New York) von 1928. Hier handelt es sich um einen Stummfilm, in dem jedoch schon eine oder mehrere Soundsequenzen zu hören sind. Vor allem viele Filme zwischen 1927 und 1929 entsprachen dieser Definition. Auch der bereits erwähnte Film »Der Jazzsänger« ist im Grunde ein Part-talkie, weil es im gesamten Film nur etwa eine Viertelstunde Gesang oder Gespräche gibt, während der Rest sich wie ein klassischer Stummfilm verhält.

Eine weitere Unterkategorie aus dieser Zeit nennt sich »Pre-Code«. Vor allem die offene Behandlung von Sexualität und Kriminalität kam in solchen Filmen zum Einsatz. 1934 wurde schließlich mit der »Production Code Administration« eine Zensur eingeführt (vgl. Lexikon der Filmbegriffe 2012). Die Produktionen aus New York aus dieser Ära waren oft komödiantisch oder musical-ähnlich. Der erste dieser Filme mit Bezug auf New York war »The Broadway Melody« (1929, vgl. IMDb5 o.D.), der letzte »The Thin Man« (1934, vgl. IMDb6 o.D.). Auch »King Kong« (1933) fällt in diese Zeit und wurde ebenfalls nach 1934 zunehmend zensiert (vgl. Morton 2005: 83).

4 Stummfilmgeschichte in Deutschland

Wie in Absatz 2 bereits zusammengefasst, wurde die europäische Filmgeschichte anfangs von den Gebrüdern Lumière aus Frankreich und den Gebrüdern Skladanowsky aus Deutschland geprägt. Letztere erfanden Ende des 19. Jahrhunderts das Bioscop, einen Projektor, der 54-mm-Film mit zwei Filmschleifen verwendete. Beworben wurde das Gerät mit dem Ausspruch »Die amüsanteste und interessanteste Erfindung des 19. Jahrhunderts« und dem Versprechen, »man glaubt die Wirklichkeit vor sich zu haben, so greifbar plastisch ist die Wirkung des Bioscopes« (Skladanowsky 1895). Gezeigt wurden vor allem Tänze, Akrobatik und anderer Sport, aber auch Skurriles wie »Das boxende Känguruh«. Diese Vorführungen erfolgten 1895 im Wintergarten-Varieté der Skladanowskys (vgl. ebd.). Karl Prümm beschreibt den Einfluss der Stadt auf die »lebenden Photographien« der Gebrüder wie folgt:

»Zwischen den exzentrischen Nummern des Varietés mit seinen internationalen Novitäten tauchen unversehens Bilder der Nähe und des Vertrauten auf: ein Blick auf die Hochbahn am Alexanderplatz und die sich unter ihr kreuzenden Ströme der Fuhrwerke und Fußgänger, ein Blick auf die pulsierende Prachtstraße Unter den Linden.« (Prümm 1993)

[...]


1 Eine derartige Liste habe ich sonst nicht gefunden – der Aufwand, sie selbst zu erstellen, würde den Umfang dieser Hausarbeit bei Weitem überschreiten. Selbst, wenn die Zahlen nicht stimmen sollten, so ist es doch schwer vorstellbar, dass es im amerikanischen Osten signifikant mehr Gesellschaften gab/gibt als im Westen.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten

Details

Titel
Die Stummfilmgeschichte von New York und Berlin
Hochschule
Universität Paderborn  (Musik)
Veranstaltung
Musikgeschichte
Note
1,0
Autor
Jahr
2020
Seiten
16
Katalognummer
V1267742
ISBN (Buch)
9783346712134
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Stummfilm, Geschichte, New York, Berlin, Schwarz-Weiß, Filmgeschichte, Kinematograph, Kinematographie, Vereinigte Staaten, Deutschland, USA
Arbeit zitieren
Jenny Karpe (Autor:in), 2020, Die Stummfilmgeschichte von New York und Berlin, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1267742

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