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Die Wahrnehmung Friedrichs des Großen in der englischen öffentlichen Meinung als Triebfeder der diplomatischen Revolution

Titre: Die Wahrnehmung Friedrichs des Großen in der englischen öffentlichen Meinung als Triebfeder der diplomatischen Revolution

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2019 , 14 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Daniel Schmitt (Auteur)

Histoire de l'Allemagne - Histoire moderne
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Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Bündniswahl Englands. Im Speziellen soll hierbei die Wahrnehmung Friedrichs des Großen in der englischen öffentlichen Meinung betrachtet werden und in wie weit diese Einfluss auf die Bündniswahl Englands hatte.
Zur Untersuchung der Fragestellung greift diese Arbeit auf das Konzept der Kulturgeschichte des Politischen, von Frau Stollberg-Rilinger zurück. Um die Diskurse, die Meinung der englischen Öffentlichkeit in Bezug auf Friedrich den Große und die damit eihergehenden Auswirkungen auf die englische Bündniswahl untersuchen zu können, greift diese Arbeit auf Karikaturen und ein Gedicht zurück.
Dabei wird in den einzelnen Kapiteln die Frage nach der öffentlichen Meinung betrachtet. Gefolgt von der außenpolitischen Ausgangssituation, dem Alten und Neuen System. Zuletzt geht es dann um die Analyse der Wahrnehmung von Friedrich II. innerhalb der englischen öffentlichen Meinung.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. VON DER ÖFFENTLICHEN MEINUNG

2.1. WAS IST DIE ÖFFENTLICHE MEINUNG?

2.2. DIE FREIHEIT DER PRESSE IN ENGLAND

2.3. DIE REICHWEITE DER ÖFFENTLICHEN MEINUNG

3. AUßENPOLITISCHE AUSGANGSSITUATION

3.1. TRADITIONELLE ERBFEINDSCHAFTEN IN EUROPA

3.2. DAS ALTE SYSTEM UND DESSEN WAHRNEHMUNG IN DER ENGLISCHEN ÖFFENTLICHKEIT

4. DAS FRIEDRICHBILD IN DER ENGLISCHEN ÖFFENTLICHEN MEINUNG

4.1. FRIEDRICH GEGEN EINE ÜBERMACHT

4.2. FRIEDRICH ALS HELD DER ANTIKE

4.3. FRIEDRICHS INTELLEKT

4.4. FRIEDRICH ALS SCHUTZHERR DER PROTESTANTEN

4.5. EIN VERGLEICH: FRIEDRICH II. UND GEORG II. IM KAMPF GEGEN FRANKREICH

4.6. EUROPAWEITE ANERKENNUNG

4.7. DAS „GEWICHT“ FRIEDRICHS ALS BÜNDNISPARTNER IM EUROPÄISCHEN MÄCHTESYSTEM

4. FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, welchen Einfluss das Bild Friedrichs des Großen in der englischen öffentlichen Meinung des 18. Jahrhunderts auf die strategische Bündniswahl Englands im Kontext der diplomatischen Revolution ausübte.

  • Die Entwicklung der englischen öffentlichen Meinung und der Pressefreiheit.
  • Die außenpolitische Ausgangslage Englands und das Bündnissystem.
  • Die Wahrnehmung Friedrichs II. als idealisierter preußischer Herrscher.
  • Die Rolle zeitgenössischer Karikaturen und Gedichte im politischen Diskurs.
  • Der Zusammenhang zwischen medialer Darstellung und politischem Handlungsdruck.

Auszug aus dem Buch

4.1. Friedrich gegen eine Übermacht

Tho‘ Frenchmen, and Austrians, and Russians, conspire,

His Dominions to rend, his Finances to tire;

He boldly Repels them with Sword and Fire.

Die erste Strophe weist auf zwei Punkte hin, die Friedrich den Großen zugeschrieben wurden. Zum einen, dass er die Verschwörung Frankreichs, Österreichs und Russlands gegen ihn, „boldly Repels [...] with Sword and Fire.“ Dies erzeugt das Bild des ehrhaften Friedrichs, gegen welchen sich die Ehrlosen zu einer starken Übermacht zusammengeschlossen hatten. Dennoch soll es Friedrich gelungen sein, diese geschickt abzuwehren.

Zum anderen wird hier davon gesprochen Friedrichs „Finances to tire“. Dies deutet darauf hin, dass man der Meinung war, dass Preußen wirtschaftlich und finanziell auch stark genug war, sich gegen seine Gegner zu behaupten. Denn auch solche Angriffe soll Friedrich abgewehrt haben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Einführung in die Fragestellung zur Bündniswahl Englands im Siebenjährigen Krieg und Vorstellung des kulturgeschichtlichen Untersuchungsansatzes.

2. VON DER ÖFFENTLICHEN MEINUNG: Definition des Begriffs der öffentlichen Meinung und Analyse der Auswirkungen der Pressefreiheit im England des 18. Jahrhunderts.

3. AUßENPOLITISCHE AUSGANGSSITUATION: Darstellung der traditionellen Bündniskonstellationen und der Entstehung des "Alten Systems" zwischen England, Österreich und den Niederlanden.

4. DAS FRIEDRICHBILD IN DER ENGLISCHEN ÖFFENTLICHEN MEINUNG: Detaillierte Untersuchung der verschiedenen Aspekte des medialen Images Friedrichs II. anhand von zeitgenössischen Karikaturen und Gedichten.

4. FAZIT: Zusammenfassung der Ergebnisse, wonach die positive öffentliche Darstellung Friedrichs den innenpolitischen Druck für eine außenpolitische Neuorientierung Englands maßgeblich beeinflusste.

Schlüsselwörter

Friedrich der Große, Siebenjähriger Krieg, England, öffentliche Meinung, Bündnispolitik, diplomatische Revolution, Preußen, Karikaturen, Pressefreiheit, Kulturgeschichte, Machtpolitik, Georg II., Mächteeuropas, Aufklärung, politischer Diskurs.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit analysiert, wie die englische öffentliche Meinung im 18. Jahrhundert Friedrich den Großen wahrnahm und wie diese Wahrnehmung die Entscheidung Englands beeinflusste, Preußen als Bündnispartner im Siebenjährigen Krieg zu wählen.

Welche zentralen Themenfelder behandelt der Autor?

Zu den Schwerpunkten zählen die Entwicklung der Pressefreiheit in England, das Konzept der "Kulturgeschichte des Politischen", die traditionellen deutsch-englischen Bündnisstrukturen sowie die Analyse zeitgenössischer Medienquellen wie Karikaturen und Gedichten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Es soll untersucht werden, ob und inwieweit das in der Öffentlichkeit gezeichnete positive Bild von Friedrich II. einen direkten innenpolitischen Druck erzeugte, der zur Unterstützung Preußens und damit zur diplomatischen Revolution führte.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt das Konzept der Kulturgeschichte des Politischen von Barbara Stollberg-Rilinger, um Diskurse, Praktiken und die Bedeutung von Medien (Gedichte, Karikaturen) für politische Entscheidungsfindungsprozesse zu rekonstruieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit konkret behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Grundlagen der öffentlichen Meinung dargelegt, gefolgt von einer historischen außenpolitischen Ausgangssituation. Der Kern bildet die Analyse spezifischer Friedrich-Aspekte wie seine Rolle als Held der Antike, Verteidiger des Protestantismus oder seine Bündnisrelevanz.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?

Zentrale Begriffe sind neben Friedrich dem Großen und dem Siebenjährigen Krieg insbesondere die diplomatische Revolution, englische öffentliche Meinung, Bündnispolitik und die kulturhistorische Interpretation politischer Kommunikation.

Welche Bedeutung wird dem Begriff "Altes System" beigemessen?

Das "Alte System" bezeichnet die traditionelle, aber zunehmend als ineffektiv wahrgenommene Bündnisstruktur Englands mit Österreich und den Niederlanden, welche durch das wachsende Misstrauen gegenüber diesen Verbündeten unter Druck geriet.

Inwiefern spielen Karikaturen bei der Argumentation des Autors eine Rolle?

Karikaturen dienen als primäre Quellen, um die Verschiebung der öffentlichen Wahrnehmung zu belegen. Sie visualisieren einerseits die Verachtung gegenüber dem "sly Dutchman" (den Niederländern) und unterstreichen andererseits die hohe Wertschätzung und das "Gewicht", das Friedrich dem Großen als Bündnispartner zugeschrieben wurde.

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Résumé des informations

Titre
Die Wahrnehmung Friedrichs des Großen in der englischen öffentlichen Meinung als Triebfeder der diplomatischen Revolution
Université
University of Würzburg  (Institut für Geschichte)
Cours
Einführung in die Neuere Geschichte: Friedrich der Große
Note
1,0
Auteur
Daniel Schmitt (Auteur)
Année de publication
2019
Pages
14
N° de catalogue
V1267858
ISBN (PDF)
9783346708151
ISBN (Livre)
9783346708168
Langue
allemand
mots-clé
Friedrich der Große Die Freiheit der Presse in England Siebenjährigen Krieg Frankreich England Preußen deutscher Dualismus Friedrich II. Habsburg englischen öffentlichen Meinung Kulturgeschichte des Politischen Stollberg-Rilinger Das Alte System
Sécurité des produits
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Citation du texte
Daniel Schmitt (Auteur), 2019, Die Wahrnehmung Friedrichs des Großen in der englischen öffentlichen Meinung als Triebfeder der diplomatischen Revolution, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1267858
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Extrait de  14  pages
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