Die totalitären Regime Stalins und Hitlers, welche im Mittelpunkt von Hannah Arendts Totalitarismus-Betrachtung stehen, konnten nur durch eine Mobilisierung der Massen ermöglicht und aufrecht erhalten werden. Diese Mobilisierung wiederum basierte auf einem Konglomerat, bestehend aus der geschickten Manipulation der Wahrnehmung geschichtlicher, politischer und sozialer Verhältnisse.
Es muss in Rechnung gestellt werden, dass jegliche Form von Herrschaft auf Gedeih und Verderb an ihre Wahrnehmung durch die Masse gekoppelt zu sein scheint und dass diese Wahrnehmung sich jederzeit ändern kann. Das Politische beeinflusst diese Wahrnehmung wesentlich und ist somit zwangsläufig im positiven wie negativen Sinne für die Genese, den Erhalt und den Fall von Herrschaft jeglicher Art mit verantwortlich.
Die, gemäß Hannah Arendt, jederzeit mögliche Etablierung totaler Herrschaft muss demzufolge verknüpft mit der Darstellung und der Wahrnehmung des Politischen gedacht werden. Da Arendt sich in ihren nachfolgenden Werken, oftmals unter Bezugnahme auf ihre Totalitarismus Erkenntnisse, ausführlich dem Politischen widmete, stellt sich die Frage in welcher Beziehung beide Begriffe, bei Arendt, zueinander stehen.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Zentrale Begriffe
- Totalitarismus
- Politik
- Hannah Arendt
- Kritik des Totalitarismus
- Der Begriff des Politischen
- Fazit: Die Beziehung zwischen beiden Begriffen
- Literaturverzeichnis
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Hausarbeit befasst sich mit Hannah Arendts Kritik des Totalitarismus und ihrem Verständnis des Politischen. Ziel ist es, die Beziehung zwischen diesen beiden Begriffen aufzuzeigen und Arendts Analyse des Totalitarismus im Kontext ihrer politischen Philosophie zu beleuchten.
- Hannah Arendts Kritik des Totalitarismus
- Arendts Begriff des Politischen
- Die Beziehung zwischen Totalitarismus und dem Politischen
- Die Rolle der Wahrnehmung und der Mobilisierung der Massen
- Die Bedeutung des Politischen für die Genese und den Erhalt von Herrschaft
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in die Thematik ein und stellt den Zusammenhang zwischen der aktuellen Weltlage und Arendts Analyse des Totalitarismus her. Sie beleuchtet die Bedeutung der Wahrnehmung des Politischen für die Stabilität von Herrschaftssystemen.
Das zweite Kapitel befasst sich mit den zentralen Begriffen Totalitarismus und Politik. Es werden verschiedene Definitionen und Konzepte aus der Sekundärliteratur vorgestellt, um einen Vergleichspunkt für Arendts eigene Analyse zu schaffen.
Das dritte Kapitel widmet sich Hannah Arendts Werk und ihrer Kritik des Totalitarismus. Es werden ihre zentralen Argumente und ihre Analyse der totalitären Regime Stalins und Hitlers dargestellt. Außerdem wird Arendts Begriff des Politischen beleuchtet und seine Bedeutung für ihre Kritik des Totalitarismus herausgestellt.
Schlüsselwörter
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen Hannah Arendt, Totalitarismus, Politik, Kritik, Mobilisierung der Massen, Wahrnehmung, Herrschaft, Genese, Erhalt, Fall, Totalitäre Regime, Stalin, Hitler, Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft, Origins of Totalitarianism.
Häufig gestellte Fragen
Wie definiert Hannah Arendt den Begriff des Totalitarismus?
Für Arendt ist Totalitarismus eine Herrschaftsform, die nicht nur politische Freiheit unterdrückt, sondern durch Mobilisierung der Massen und geschickte Manipulation der Wahrnehmung alle Bereiche des sozialen Lebens durchdringt.
Welche Rolle spielt die Mobilisierung der Massen in totalitären Regimen?
Die Mobilisierung basiert auf einem Konglomerat aus Manipulation und der Umdeutung geschichtlicher sowie sozialer Verhältnisse. Ohne die Unterstützung oder Akzeptanz durch die Masse kann eine totale Herrschaft laut Arendt nicht aufrechterhalten werden.
Was versteht Arendt unter dem Begriff „des Politischen“?
„Das Politische“ bezeichnet bei Arendt den Raum menschlicher Freiheit und des gemeinsamen Handelns. Es steht im krassen Gegensatz zum Totalitarismus, der diesen Raum vernichtet.
Warum sind Stalin und Hitler zentrale Beispiele in Arendts Analyse?
Arendt nutzt diese Regime in ihrem Werk „Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft“, um die Mechanismen aufzuzeigen, wie aus instabilen sozialen Verhältnissen absolutistische Systeme entstehen konnten.
In welcher Beziehung stehen Totalitarismus und Wahrnehmung?
Jegliche Form von Herrschaft ist an ihre Wahrnehmung durch die Masse gekoppelt. Das Politische beeinflusst diese Wahrnehmung wesentlich und ist somit für die Entstehung, den Erhalt oder den Fall von Herrschaft mitverantwortlich.
- Citation du texte
- Thomas Frank (Auteur), 2009, Philosophie Reflexion von Staat und Politik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/126796