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Tierethik. Inwiefern ist der Verzehr von Hunden differenzierbar in Bezug auf den Schweineverzehr?

Titel: Tierethik. Inwiefern ist der Verzehr von Hunden differenzierbar in Bezug auf den Schweineverzehr?

Essay , 2020 , 14 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...)
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Dass Hunde und Schweine von Menschen divergent wahrgenommen werden, ist jedem bewusst. Dass Schweine Nutztiere und Hunde Haustiere sind, das ist ebenfalls klar. Doch wieso diese Tiere so unterschiedlichen Rollen zugeordnet sind und ob dies moralisch anzufechten ist, soll in dieser Arbeit geklärt werden.

In Deutschland wurde in einer Statistik erfasst, dass 2019 10,16 Millionen Hunde bei stolzen Hundebesitzern und Familien leben. Gleichzeitig werden jedes Jahr rund 50 Millionen Schweine geschlachtet und diese Zahl bezieht sich lediglich auf Deutschland.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Diskrepanzen des Umgangs mit Hunden und Schweinen

2. Äquivalente beider Tiere

3. Antezedens der Differenzierung beider Tiere

4. Utilitaristisch gesehen

5. Resümee der Aussagen von Peter Carruther und Mary Midgey

6. Rückschluss

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Arbeit hinterfragt die moralische Diskrepanz im menschlichen Umgang mit Hunden als geliebte Haustiere im Vergleich zur industriellen Nutzung von Schweinen als Nahrungsmittel und untersucht ethische Erklärungsansätze für diese Differenzierung.

  • Analyse der soziokulturellen Wahrnehmungsunterschiede zwischen Haustieren und Nutztieren
  • Vergleich der kognitiven und sozialen Fähigkeiten von Hunden und Schweinen
  • Ethische Bewertung der unterschiedlichen Haltungs- und Behandlungsmethoden
  • Diskussion utilitaristischer und präferenzutilitaristischer Argumente
  • Kritische Auseinandersetzung mit der Zuschreibung eines moralischen Status

Auszug aus dem Buch

Antezedens der Differenzierung beider Tiere

Man stelle sich folgende Situation vor: Man ist bei Freunden zum Essen eingeladen, der Magen knurrt gewaltig und das Gericht wird sehnsüchtig erwartet. Nach langem Warten wird dann das Geschnetzelte serviert, es schmeckt köstlich. Nun kommt die Frage nach dem Rezept auf und die Gastgeberin behauptet, sie benutze für dieses Rezept fünf Pfund Golden-Retriever- Fleisch. Und von diesem Zeitpunkt an wird einen der Appetit wohl direkt vergehen, doch wieso, wenn es doch vorher geschmeckt hat?

Dieses liegt an unserer Wahrnehmung, denn wir haben unterschiedliche Beziehungen zu Hunden und Schweinen. „Sehr viele von uns haben zu Hunden ein Verhältnis, das sich in vielerlei Hinsicht kaum von unseren Verhältnis zu Menschen unterscheidet. Wir sprechen sie mit Namen an. Wir verabschieden uns, wenn wir weggehen, und begrüßen sie, wenn wir zurückkommen. Wir schlafen mit ihnen in einem Bett. Wir spielen mit ihnen. Wir kaufen ihnen Geschenke. Wir tragen ihr Bild in der Brieftasche bei uns. Wir bringen sie zum Arzt, wenn sie krank sind, und geben oft sehr viel Geld für ihre Behandlung aus. Wir beerdigen sie, wenn sie sterben.(…) Wir lieben sie.“

Für uns ist es unvorstellbar, dass in Südkorea jedes Jahr Millionen Hunde wegen ihres Fleisches getötet werden. Ein Lokal reiht sich an das Nächste und im Hinterhof findet man in Käfig eingezwängte acht Monate alte Welpen. Dies sei das beste Schlachtalter. Die Kunden können aus den lebenden Tieren dasjenige auswählen, welches sie essen möchten. Das Leben der Hunde gestaltet sich qualvoll, so auch deren Tod. Sie werden oftmals tot geprügelt, weil das nach landläufiger Meinung ihre Adrenalinproduktion anregt, wovon sich die Männer in Südkorea eine Stärkung ihrer Manneskraft versprechen.

Zusammenfassung der Kapitel

Diskrepanzen des Umgangs mit Hunden und Schweinen: Gegenüberstellung der Haltungsbedingungen von Hunden als Familienmitglieder im Vergleich zu Schweinen in der industriellen Mast.

Äquivalente beider Tiere: Darstellung der Gemeinsamkeiten in Bezug auf Empathie, Intelligenz und Selbstbewusstsein zwischen Hunden und Schweinen.

Antezedens der Differenzierung beider Tiere: Psychologische und soziokulturelle Hintergründe, warum Menschen unterschiedliche moralische Kategorien für Arten bilden.

Utilitaristisch gesehen: Untersuchung der Fleischproduktion anhand der moralphilosophischen Konzepte des Utilitarismus und Präferenzutilitarismus.

Resümee der Aussagen von Peter Carruther und Mary Midgey: Diskussion über den moralischen Status von Tieren und die Abwägung zwischen menschlichen und tierischen Interessen.

Rückschluss: Fazit zur moralischen Inkonsistenz und Aufforderung zur Selbstreflexion über das eigene Konsumverhalten.

Schlüsselwörter

Tierethik, Fleischkonsum, Mensch-Tier-Verhältnis, Utilitarismus, Empfindungsfähigkeit, Massentierhaltung, moralischer Status, Kognition, Präferenzutilitarismus, Soziokulturelle Wahrnehmung, Tierwohl, Haustiere, Nutztiere, Tiernutzung, Selbstreflexion.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das Hauptanliegen dieser Arbeit?

Die Arbeit untersucht, warum Menschen Hunde als Haustiere lieben, während sie Schweine als Nutztiere konsumieren, obwohl beide Arten biologisch und kognitiv vergleichbare Fähigkeiten besitzen.

Welche Themenbereiche stehen im Fokus?

Neben der ethischen Analyse von Tierhaltungsformen stehen die moralphilosophische Bewertung, der Einfluss kultureller Prägung auf unsere Wahrnehmung und die Frage nach dem moralischen Status von Tieren im Mittelpunkt.

Welches primäre Ziel verfolgt der Autor?

Das Ziel ist es, auf die moralische Inkonsistenz beim Umgang mit verschiedenen Tierarten aufmerksam zu machen und den Leser zu einer eigenen kritischen Reflexion seines Konsumverhaltens anzuregen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Es handelt sich um eine theoretische Tierethik-Analyse, welche philosophische Strömungen wie den Utilitarismus und verschiedene Ethik-Positionen auf das spezifische Beispiel des Schweine- und Hundekonsums anwendet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil erörtert die kognitive Äquivalenz der Tiere, hinterfragt das kulturell erlernte Glaubenssystem („Missing Link“) und bewertet Leid und Nutzen unter Berücksichtigung utilitaristischer Theorien.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die zentralen Charakteristika sind die Diskrepanz zwischen Empfindung und Nutzung, die tierethische Urteilsbildung und die Frage nach der moralischen Rechtfertigbarkeit des Tötens von Tieren.

Wie bewertet der Autor das Konzept des "Missing Link"?

Das Konzept beschreibt den in unserem Kopf stattfindenden Wahrnehmungsprozess, der die direkte Verbindung zwischen Fleisch auf dem Teller und dem lebendigen Tier ausblendet, um den Verzehr zu legitimieren.

Was besagt die Gegenüberstellung von Schweinen und Kindern im Rettungsboot-Szenario?

Es dient als Gedankenexperiment, um zu zeigen, dass Kriterien wie „geistiges Niveau“ bei der Zuweisung eines moralischen Status problematisch sein können, ohne in ethische Widersprüche zu geraten.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Tierethik. Inwiefern ist der Verzehr von Hunden differenzierbar in Bezug auf den Schweineverzehr?
Hochschule
Christian-Albrechts-Universität Kiel  (Philosophisches Institut)
Note
1,7
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
14
Katalognummer
V1268133
ISBN (PDF)
9783346709967
ISBN (Buch)
9783346709974
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Tierethik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2020, Tierethik. Inwiefern ist der Verzehr von Hunden differenzierbar in Bezug auf den Schweineverzehr?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1268133
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Leseprobe aus  14  Seiten
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