Zisterzienserklöster in Stadt und Land


Essai, 2008

7 Pages, Note: 2,3


Résumé ou Introduction

Im Hochmittelalter kam es zu einer schnellen und europaweiten Ausbreitung eines neu gegründeten Klosterordens. Den Ausgangspunkt für diesen Orden bildete das Kloster Cîteaux, welches 1098 in Burgund errichtet wurde. Der Klostername Cîteaux (lat. cistercium) prägte den Namen dieser neuen Klöster, der so genannten Zisterzienserklöster. Wie in jedem anderen Klosterorden bestimmten die Gebetszeiten der Zisterzienser den Tagesablauf. Allerdings wurde der Umfang im Gegensatz zu anderen Orden stark gekürzt, so verzichteten sie beispielsweise auf das Totengedenken und auf einige Zusatzpsalmen. Doch gerade das Beten der Mönche war im Mittelalter für die Menschen sehr bedeutungsvoll, da die Gebete den Zorn Gottes lindern und zugleich für ein Gleichgewicht sorgen sollten, welches durch Sünde ins schwanken geraten konnte.
[...]
Erst einmal ist festzuhalten, dass ein Zisterzienserkloster oft wie eine Burg fungierte. Dies zeigt sich bereits in der Entstehungsgeschichte des Zisterzienserklosters Lehnin, hier wird schnell ersichtlich, dass dieses Zisterzienserkloster nicht nur für das Beten der Mönche errichtet wurde. Der Marktgraf Otto I. hatte zuvor geplant eine Burg in Lehnin zu bauen, um sich unter anderem dort dem Jüngsten Tag zu stellen. Otto I. († 1184) errichtete im Jahr 1180 aber keine Burg in Lehnin, sondern ein Zisterzienserkloster, welches wie eine Burg funktionieren sollte. Das Kloster in Lehnin wurde somit als Burg zur Verteidigung der Christenheit und für den Kampf gegen teuflische Feinde errichtet. In wie weit das Zisterzienserkloster Lehnin jedoch Auswirkungen auf die Landesbeherrschung hatte, ist ungewiss. Erwiesen ist jedenfalls, dass burgartige Klöster oft für den Widerstand bzw. für das Gegenwirken eines rivalisierenden Herrschaftsträger erbaut wurden.
Es ist deutlich erkennbar, dass Burg und Kloster oft eine Einheit bildeten bzw. diese oft miteinander verknüpft waren. So z.B. war eine Burg seit dem 11. Jahrhundert für die Herrschaftsbildung des Adels genauso bedeutsam, wie ein Hauskloster, welches als Denkmal- und Begräbnisstätte der Stifterfamilie galt. Vorzufinden war diese Art von Hauskloster z.B. bei den Askaniern in Ballenstedt oder wie im bereits oben erwähnten Lehnin.

[...]

Résumé des informations

Titre
Zisterzienserklöster in Stadt und Land
Université
University of Kassel
Cours
Staufer und Welfen
Note
2,3
Auteur
Année
2008
Pages
7
N° de catalogue
V126819
ISBN (ebook)
9783640329601
Taille d'un fichier
341 KB
Langue
allemand
Annotations
Zisterzienserorden
Mots clés
Staufer, Welfen, Zisterzienserorden, Zisterzienser, Hochmittelalter, Kloster, Zisterzienserkloster, Zisterzienserklöster, Mittelalter, Saline, Burgen im Mittelalter
Citation du texte
Tobias Neuhaus (Auteur), 2008, Zisterzienserklöster in Stadt und Land, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/126819

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