Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Psychologie - Allgemeines

Visuelle Wahrnehmung von Homophilie in Netzwerkgrafiken. Akkuratheit durch Design

Titel: Visuelle Wahrnehmung von Homophilie in Netzwerkgrafiken. Akkuratheit durch Design

Akademische Arbeit , 2022 , 14 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Uwe Dreißig (Autor:in)

Psychologie - Allgemeines
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Nutzung von Datengrafiken zur Darstellung von Informationen ist heutzutage weit verbreitet und wird von Menschen für Schlussfolgerungen und weitreichende Entscheidungen in Wissenschaft und Politik herangezogen. Node-Link-Diagramme können verwendet werden, um den Grad der Homophilie, in einem Netzwerk visuell zu bewerten und stellen wahrscheinlich die beliebteste Form der Visualisierung von Netzwerken dar. In einem Online-Experiment mit 53 Personen, primär Studierende des Faches Psychologie, wurde untersucht, wie akkurat Menschen Homophilie – ein Konzept der sozialen Netzwerkanalyse, anhand von Node-Link-Diagrammen beurteilen können und wie sich das Layout der Diagramme auf die Beurteilungen auswirkt. Genutzt wurde ein within-subject-Design.

Verglichen wurden zwei unterschiedliche Designs, mit jeweils 20 Node-Link Diagrammen. In einem Design waren die Nodes unterschiedlich eingefärbt, in den Grafiken des neuen Designs wurden anstelle der Nodes die beiden Link-Varianten verschieden gefärbt. Same-Group Links, also Verbindungen innerhalb einer Gruppe waren orange gefärbt. Cross-Group Links, also Verbindungen zwischen den Gruppen wurden blau gefärbt. Es wurde die Hypothese aufgestellt, dass das neue Design akkuratere Homophilieschätzungen ermöglicht. Als abhängige Variable wurde die durchschnittliche Abweichung der Schätzung vom gezeigten Wert erhoben. Eine 2 (Design) x 5 (Homophilie) x 4 (Netzwerkgröße) ANOVA mit Messwiederholung zeigte, dass Menschen mit dem neuen Design die Homophilie akkurater zu schätzen in der Lage waren als mit dem alten Design.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Zusammenfassung

1. Einleitung

2. Methode

2.1 Stichprobe

2.2 Versuchsmaterial und Versuchsablauf

3. Ergebnisse

3.1 Deskriptive Statistik

4. Diskussion

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss des Designs von Node-Link-Diagrammen auf die Genauigkeit, mit der Menschen den Grad der Homophilie in Netzwerken einschätzen können, um kognitive Prozesse der visuellen Informationsverarbeitung besser zu verstehen.

  • Vergleich von zwei unterschiedlichen Design-Varianten von Netzwerkgrafiken.
  • Anwendung des Konzepts der sozialen Homophilie in der Netzwerkanalyse.
  • Untersuchung der Rolle von visueller Aufmerksamkeit und kognitiver Belastung.
  • Überprüfung der Wirksamkeit von Ensemble-Coding bei der Datenvisualisierung.
  • Einsatz eines Online-Experiments mit einem within-subject Design.

Auszug aus dem Buch

Visuelle Wahrnehmung von Homophilie in Netzwerkgrafiken: Akkuratheit durch Design

Bereits in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts bestand der Anspruch statistische Informationen grafisch darzustellen. Als einer der Pioniere der Visualisierung statistischer Daten mittels Datengrafiken kann William Playfair bezeichnet werden. Viele Datengrafiken (Zeitreihen-Liniendiagramm, Balkendiagramm und das Kreisdiagramm) lassen sich auf Playfair zurückführen und gelten heute als etabliert (Spence & Wainer, 2013). Die Nutzung von Datengrafiken zur Darstellung von Informationen ist heutzutage weit verbreitet. Datengrafiken werden von Menschen für Schlussfolgerungen und weitreichende Entscheidungen in Wissenschaft und Politik herangezogen (Padilla et al., 2018). In praktischen Fällen können die Konsequenzen visueller Schlussfolgerungen gravierend sein, wie etwa die Entscheidung, ob eine Stadt vor einem Hurrikan evakuiert werden soll (Franconeri et al., 2021). Die durch Datengrafiken vermittelte Beobachtung nimmt gegenüber direkter Beobachtung eine zunehmend große Rolle ein (Godau & Gaschler, 2015). Studien zur Wahrnehmung von Graphen sind daher wichtig, um falsche Schlussfolgerungen und Fehlentscheidungen zu vermeiden, da Urteile des visuellen Systems ungenau und systematisch verzerrt sein können (Godau et al., 2016).

Im Vergleich zu Zahlen in Tabellen kann durch die Darstellung der entsprechenden Informationen in Netzwerkgrafiken die Rechenleistung des visuellen Systems genutzt werden, um die relevanten Informationen effektiv zu extrahieren (Schnotz & Bannert, 2003). Wie effizient die Aggregation der Daten gelingt, hängt u.a. von den die Wahl und Gestaltung der Datenvisualisierung beeinflussenden Wahrnehmungsaufgaben ab (Albers et al., 2014). Netzwerkdiagramme werden oft in verschiedenen Kontexten benutzt und können Auskunft über Aspekte der Konnektivität geben (Reimann et al., 2021). So lassen sich mittels Netzwerkgrafiken z.B. die Übertragungswege von Krankheiten oder Flugverbindungen zwischen weltweit verteilten Flughäfen anschaulich darstellen. Node-Link-Diagramme stellen wahrscheinlich die beliebteste Form der Visualisierung von Netzwerken dar und viele Benutzer sind mit ihrer Methodik vertraut (Meulemans & Schulz, 2015).

Zusammenfassung der Kapitel

Zusammenfassung: Bietet einen Überblick über die Forschungsfrage, die experimentelle Durchführung, die Ergebnisse und die zentrale Schlussfolgerung der Studie.

1. Einleitung: Führt in die historische Bedeutung von Datengrafiken ein, erläutert das Konzept der Homophilie und begründet die Relevanz der visuellen Wahrnehmungsforschung für datengestützte Entscheidungen.

2. Methode: Beschreibt die Zusammensetzung der Stichprobe sowie das experimentelle Online-Design, bei dem Teilnehmer in zwei Blöcken die Homophilie in unterschiedlichen Node-Link-Diagrammen einschätzen mussten.

3. Ergebnisse: Präsentiert die statistische Auswertung der Daten mittels ANOVA, die bestätigt, dass das neue Design zu akkurateren Homophilieschätzungen führt.

4. Diskussion: Interpretiert die Ergebnisse vor dem Hintergrund kognitionspsychologischer Theorien wie des Ensemble-Codings und der Dual-Prozess-Verarbeitung und diskutiert Einschränkungen sowie Möglichkeiten für zukünftige Forschung.

Schlüsselwörter

Node-Link-Diagramme, Homophilie, visuelle Wahrnehmung, Ensemble-Coding, soziale Netzwerkanalyse, Datenvisualisierung, kognitive Verarbeitung, Arbeitsgedächtnis, Gestaltgesetze, Akkuratheit, psychologische Forschung, Netzwerkgrafiken, Entscheidungsprozesse, within-subject Design, statistische Grafiken.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, wie sich die Gestaltung von Netzwerkgrafiken (Node-Link-Diagramme) auf die menschliche Fähigkeit auswirkt, den Homophiliegrad innerhalb dieser Netzwerke präzise einzuschätzen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen die kognitive Psychologie der visuellen Wahrnehmung, die soziale Netzwerkanalyse und die Optimierung von Datenvisualisierungs-Designs.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Studie geht der Frage nach, ob ein neues Design, bei dem die Verbindungen (Links) statt der Knoten (Nodes) farblich markiert werden, zu genaueren Schätzungen der Homophilie führt als ein herkömmliches Design.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um ein empirisch-experimentelles Online-Experiment mit einem within-subject Design, bei dem die Daten mittels einer 2x5x4-ANOVA mit Messwiederholung ausgewertet wurden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden der theoretische Hintergrund zur visuellen Wahrnehmung, das experimentelle Material, die statistische deskriptive Auswertung und eine tiefgehende Diskussion der Ergebnisse dargelegt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Node-Link-Diagramme, Homophilie, visuelle Wahrnehmung, Ensemble-Coding und Datengrafiken.

Warum spielt die Farbe der Links eine entscheidende Rolle im neuen Design?

Die Farbe dient dazu, die Aufmerksamkeit der Probanden gezielter auf die entscheidungsrelevanten Verbindungen zwischen und innerhalb der Gruppen zu lenken, anstatt sie durch die visuelle Gruppierung der Knoten abzulenken.

Welche Bedeutung hat das Ergebnis bei 50 % Homophilie?

Bei diesem Wert war der Unterschied in der Schätzgenauigkeit zwischen dem alten und dem neuen Design am stärksten ausgeprägt, was auf eine optimierte Informationsverarbeitung durch das neue Design hindeutet.

Was ist das "Ensemble-Coding" im Kontext dieser Studie?

Es beschreibt die Fähigkeit des visuellen Systems, statistische Zusammenfassungen über Merkmale zu ziehen, ohne jedes einzelne Element explizit verarbeiten zu müssen, was die Schätzung beschleunigt und effizienter macht.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Visuelle Wahrnehmung von Homophilie in Netzwerkgrafiken. Akkuratheit durch Design
Hochschule
FernUniversität Hagen
Veranstaltung
Empirisch-experimentelles Praktikum
Note
1,7
Autor
Uwe Dreißig (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
14
Katalognummer
V1268315
ISBN (PDF)
9783346710451
ISBN (Buch)
9783346710468
Sprache
Deutsch
Schlagworte
node-link diagramme homophilie visuelle wahrnehmung ensemble-coding
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Uwe Dreißig (Autor:in), 2022, Visuelle Wahrnehmung von Homophilie in Netzwerkgrafiken. Akkuratheit durch Design, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1268315
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  14  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum