Die Herausforderung des Werfens kann in ganz unterschiedlicher Weise geschehen. Zum einen bieten verschiedene Wurfgeräte, wie Speer, Diskus, Schweifball, Gummiringe, Stäbe, Schleuderbälle, usw., einen Anreiz. Zudem fordern alle Arten von Zie-len, die es zu treffen, oder abzuwerfen gilt ein hohes Maß an Wurfgeschicklichkeit. Der Schlagwurf als gerader Wurf (Schlagbewegung mit Unterarm und Hand) bildet als elementare Wurftechnik die Grundlage fast aller weiteren Wurf- und Schlagtechniken im Sport. Ein besonderes Augenmerk dieser Stunde soll deshalb auf der Festigung des technisch richtigen Standwurfs bzw. dem Werfen aus der Wurfauslage liegen.
Inhaltsverzeichnis
1. Bedingungsfelder
1.1. Struktur der Lerngruppe
1.2. Äußere Unterrichtsbedingungen
2. Didaktische Voraussetzungen und Bedingungen
2.1. Unterrichtsrelevanz
2.2 Sachanalyse (Struktur des Lerninhalts)
2.3 Didaktische Reduktion
3. Lernziele
4. Methodische Entscheidungen
5. Verlaufsplan
6. Organisationsskizze
7. Literatur
Zielsetzung & Themen der Unterrichtseinheit
Das primäre Ziel dieser Unterrichtseinheit für die Klasse 5a ist die Verbesserung des Schlagwurfs unter besonderer Berücksichtigung einer technisch korrekten Wurfauslage sowie der Entwicklung eines explosiven Armzugs. Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, wie durch gezielte methodische Entscheidungen und eine lernwirksame Organisation die Wurftechnik bei einer heterogenen Schülerschaft effizient geschult werden kann, ohne dabei die intrinsische Motivation zu beeinträchtigen.
- Vertiefung der Wurfauslage und Standwurftechnik
- Schulung des explosiven Armzugs (Unterarmschleuder)
- Optimierung der Gesamtkoordination durch Lauf-ABC
- Effektive Organisation von Übungsstationen zur Steigerung der Wurfintensität
- Förderung des kooperativen Lernens durch kombinierte Staffelformen
Auszug aus dem Buch
2.2 Sachanalyse (Struktur des Lerninhalts)
Die Herausforderung des Werfens kann in ganz unterschiedlicher Weise geschehen. Zum einen bieten verschiedene Wurfgeräte, wie Speer, Diskus, Schweifball, Gummiringe, Stäbe, Schleuderbälle, usw., einen Anreiz. Zudem fordern alle Arten von Zielen, die es zu treffen, oder abzuwerfen gilt ein hohes Maß an Wurfgeschicklichkeit.
Der Schlagwurf als gerader Wurf (Schlagbewegung mit Unterarm und Hand) bildet als elementare Wurftechnik die Grundlage fast aller weiteren Wurf- und Schlagtechniken im Sport. Ein besonderes Augenmerk dieser Stunde soll deshalb auf der Festigung des technisch richtigen Standwurfs bzw. dem Werfen aus der Wurfauslage liegen. „Der Standwurf ist technisch richtig, wenn der Rechtshänder das linke Bein zum Wurf nach vorne setzt und den Ball weit von hinten holt.“ (Medler/Katzenbogner, 1997, S. 135). Das Gegenbein der Wurfhand wird also mit einem Stemmschritt nach vorne gesetzt. (vgl. Abb. 1)
Weiterhin ist entscheidend, dass der Wurfarm lang ist und die Bogenspannung erreicht wird. Die Belastung liegt auf dem hinteren Bein, der Armzug erfolgt peitschenartig über den Kopf hinweg, die Körperstreckung geht nach vorne- oben. In der Abwurfphase versuchen die Schüler „größer zu werden“ und dem Ball „nachzugehen“ (Abdruck nach vorne/Stemmschritt). (vgl. Abb. 2 und www.sportunterricht.de)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Bedingungsfelder: Analyse der Lerngruppe hinsichtlich ihrer Motivation und Leistungsheterogenität sowie der äußeren Rahmenbedingungen wie Sportstätten und Materialausstattung.
2. Didaktische Voraussetzungen und Bedingungen: Einordnung der Unterrichtseinheit in den Lehrplan und das schulinterne Curriculum, verbunden mit einer fachlichen Sachanalyse und didaktischen Reduktionsüberlegungen.
3. Lernziele: Definition der psychomotorischen, kognitiven und sozial-affektiven Ziele für die Schüler, gegliedert in Minimal- und Maximallernziele.
4. Methodische Entscheidungen: Erläuterung der methodischen Vorgehensweise, insbesondere die Wahl zwischen induktiven und deduktiven Ansätzen bei der Technikvermittlung.
5. Verlaufsplan: Detaillierte tabellarische Darstellung der geplanten Unterrichtsphasen mit zeitlicher Taktung und Organisationsformen.
6. Organisationsskizze: Grafische Veranschaulichung des Aufbaus der verschiedenen Stationen und des Staffelablaufs.
7. Literatur: Auflistung der verwendeten Fachliteratur und Online-Quellen zur Untermauerung des Entwurfs.
Schlüsselwörter
Schlagwurf, Wurfauslage, Leichtathletik, Sportunterricht, Unterarmschleuder, Bewegungslehre, Koordinationsschulung, Lauf-ABC, Didaktik, Wurftechnik, Stemmschritt, Sportpädagogik, Staffelspiel, Technikvermittlung, Bewegungsablauf
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Unterrichtsentwurf grundsätzlich?
Der Entwurf dokumentiert eine Lehrprobe im Fach Sport für die Klasse 5a, die sich schwerpunktmäßig mit der Optimierung der Schlagwurftechnik beschäftigt.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Arbeit umfasst die sportpädagogischen Bedingungen, die fachliche Analyse des Wurfs, die methodische Planung von Übungsphasen sowie die Einbindung von Sprint- und Koordinationsschulungen.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist die Verbesserung der Wurfauslage und des explosiven Armzugs bei den Schülern durch eine gezielte methodische Strukturierung der Übungsstationen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um einen sportdidaktischen Entwurf, der auf der Analyse von Lehrplänen, fachspezifischer Literatur zur Spielleichtathletik und der Reflexion praktischer Erfahrungswerte basiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die didaktische Einordnung, die Sachanalyse der Wurftechnik, die methodischen Entscheidungen für den Stundenverlauf sowie den konkreten Verlaufsplan und die Aufbauskizze.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Schlagwurf, Wurfauslage, Leichtathletik, Koordinationsschulung, Unterarmschleuder und Didaktik sind die wesentlichen Begriffe der Arbeit.
Warum wird in dieser Stunde auf den Anlauf verzichtet?
Nach vorangegangenen Beobachtungen stellte der Anlauf mit drei Schritten eine koordinative Überforderung für einen Großteil der Klasse dar, weshalb der Fokus stattdessen auf die saubere Wurfauslage im Stand gelegt wurde.
Wie werden die Leistungsunterschiede innerhalb der Lerngruppe aufgefangen?
Durch die Gestaltung von Stationen mit unterschiedlichem Wurfmaterial und verschiedenen Zielvorgaben werden Schüler individuell gefordert, wobei durch gruppenbezogene Arbeit auch kooperative Lernprozesse initiiert werden.
Welche Rolle spielt die "Unterarmschleuder" im Konzept?
Die Unterarmschleuder ist zentrales Element des explosiven Armzugs, dessen technische korrekte Ausführung (peitschenartige Bewegung am Kopf vorbei) als wichtiges Lernziel definiert wurde.
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- Stefan Scherer (Author), 2008, Verbesserung des Schlagwurfs unter besonderer Berücksichtigung der Wurfauslage, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/126860