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Herausforderungen der Sozialen Arbeit im Kapitalismus

Titel: Herausforderungen der Sozialen Arbeit im Kapitalismus

Seminararbeit , 2021 , 19 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die folgende Arbeit möchte darlegen, vor welchen Herausforderungen die Soziale Arbeit aufgrund des kapitalistischen Systems steht. Hierfür wird zunächst erläutert, was Kapitalismus ist und wie dieser funktioniert, um im Anschluss den untrennbar mit ihm verbundenden Neoliberalismus zu skizzieren. Anschließend wird thematisiert, was die Soziale Arbeit ausmacht und welchen Grundlagen und Prinzipien sie verpflichtet ist. Nach diesen Einführungen werden die verschiedenen Herausforderungen dargestellt. Zunächst wird auf das kapitalistische/neoliberale Menschenbild eingegangen und wie dieses zur Entsolidarisierung der Bürger*innen untereinander und sozialem Ausschluss führt. Anschließend wird auf die aktuellen prekären Arbeitsbedingungen, die sich in Flexibilisierung und schlechter Bezahlung zeigen eingegangen. Weiter werden die die zunehmenden psychischen Belastungen dargestellt sowie die die wachsende soziale Ungleichheit. Zum Schluss wird die Ökonomisierung der Sozialen Arbeit und die daraus entstehende Gefahr des Qualitätverlusts skizziert. Beendet wird die Arbeit mit einem Fazit, in dem nach einer kurzen Zusammenfassung der Herausforderungen, notwendiger Handlungsbedarf benannt wird, der sich als ein Appell an die Soziale Arbeit lesen lässt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Einführung

2.1 Kapitalismus

2.2 Neoliberalismus

2.3 Soziale Arbeit

3. Herausforderungen für die Soziale Arbeit

3.1.Kapitalistisches/ Neoliberales Menschenbild

3.2.Prekäre Arbeitsbedingungen

3.3 Psychische Belastungen

3.4 Soziale Ungleichheit

3.5 Ökonomisierung

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die vielfältigen und systembedingten Herausforderungen, mit denen die Soziale Arbeit in einer kapitalistisch geprägten Gesellschaft konfrontiert ist. Ziel ist es, die strukturellen Widersprüche aufzuzeigen, in denen sich die Profession bewegt, und die Notwendigkeit einer kritischen sowie politisch agierenden Sozialen Arbeit zu verdeutlichen, die nicht primär der Systemanpassung dient.

  • Analyse des Einflusses von Kapitalismus und Neoliberalismus auf gesellschaftliche Strukturen.
  • Untersuchung des neoliberalen Menschenbildes und dessen Folgen für die Klientinnen.
  • Darstellung prekärer Arbeitsbedingungen und steigender psychischer Belastungen.
  • Diskussion der zunehmenden sozialen Ungleichheit und Ökonomisierung sozialer Dienstleistungen.
  • Reflexion über die Rolle der Berufsethik in Zeiten des New Public Managements.

Auszug aus dem Buch

3.5 Ökonomisierung

Im neoliberalen Kapitalismus dringt das Profitprinzip immer weiter in alle Lebensbereiche ein. So findet eine Vertriebswirtschaftlichung der Zivilgesellschaft wie auch des Staates statt (vgl. KRAUS 2018, S. 32). „Zivilgesellschaftliche Organisationen, Bildungsinstitutionen, die Arbeitswelt und andere Bereiche des sozialen Lebens werden dem ökonomischen Nutzenkalkül entsprechend umgestaltet“ (ebd., S. 36) und „orientieren sich an den Prinzipien wie Wettbewerb, Qualitätsmanagement oder Marktförmigkeit“ (ebd., S. 32).

So zogen neoliberale Konzepte auch in die Soziale Arbeit ein, die sich in ihrer Ökonomisierung zeigen. Die neuen Leitbegriffe sind: „Budgetierung, Outputorientierung, Controlling, Kundenorientierung oder Qualitätsmanagement“ (SORG 2004, S. 1104)

Eine Auswirkung der Ökonomisierung ist die zunehmende Privatisierung. An dieser Stelle muss die auf die Einführung der „Neuen Steuerung“ oder „New Public Management“ in den 90er Jahren eingegangen werden, da dies starke Auswirkungen auf die Soziale Arbeit hatte (vgl. SORG 2004, S. 1104). Bei dem neuen Steuerungsmodell ging es „um den Einbau von Marktelementen, Effizienzkriterien und betriebswirtschaftlichen Steuerungselementen in den bislang eher durch bürokratische Steuerungsformen dominierten Sektoren der Erbringung Sozialer Dienstleistungen“ (SEITHE 2012, S. 121) mit dem Ziel Kosten einzudämmen (vgl. ebd., S. 121f.).

Unter anderem bedeutete dies, dass soziale Dienstleistungen an private Anbieter abgegeben wurden. Durch Ausschreibungsverfahren, die den Anbieter mit dem besten Kosten-Nutzen Angebot suchen, zog das Prinzip des Wettbewerbs ein. Die Soziale Arbeit geriet dadurch in eine schwierige Lage. Sie wurde zum Spielball betriebswirtschaftlicher Steuerungsmaßnahmen, da auch sie sich nun an finanziellen Effizienzmaßstäben messen muss (vgl. UERLINGS 2016, S. 28).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert die Enttäuschung vieler Sozialarbeitender beim Berufseinstieg, da ihre Arbeit durch ökonomische Interessen statt fachlicher Ideale geprägt ist, und führt in die zentralen Problemstellungen ein.

2. Einführung: Hier werden die theoretischen Grundannahmen über den Kapitalismus, den Neoliberalismus und das Selbstverständnis der Sozialen Arbeit als Voraussetzung für die folgende Analyse dargelegt.

2.1 Kapitalismus: Dieses Kapitel definiert den Kapitalismus als gesellschaftliche Funktionsweise, die auf Gewinnmaximierung und Warenproduktion beruht, und beleuchtet dessen Machtstrukturen sowie die daraus entstehende soziale Schichtung.

2.2 Neoliberalismus: Es wird die dominierende Ideologie des Neoliberalismus beschrieben, die seit den 1970er Jahren die Liberalisierung der Märkte und den Rückbau wohlfahrtsstaatlicher Strukturen maßgeblich vorangetrieben hat.

2.3 Soziale Arbeit: Dieses Kapitel erläutert die Profession der Sozialen Arbeit als Prinzipien-geleitete Disziplin, die soziale Gerechtigkeit fördern soll, jedoch in einem komplexen Spannungsfeld zwischen staatlichen Aufträgen und ethischen Ansprüchen steht.

3. Herausforderungen für die Soziale Arbeit: Dieser Abschnitt dient als Synthese, in der die theoretischen Grundlagen der vorangegangenen Kapitel mit den konkreten systemimmanenten Herausforderungen verknüpft werden.

3.1.Kapitalistisches/ Neoliberales Menschenbild: Analysiert wird, wie das neoliberale Konzept des "eigenen Glückes Schmied" soziale Probleme individualisiert und zur Entsolidarisierung sowie zur Stigmatisierung Benachteiligter führt.

3.2.Prekäre Arbeitsbedingungen: Dieses Kapitel befasst sich mit der Flexibilisierung und Prekarisierung des Arbeitsmarktes und der Rolle, die die Soziale Arbeit bei der Eingliederung der Betroffenen in dieses System spielt.

3.3 Psychische Belastungen: Untersucht werden die Auswirkungen von Leistungsdruck, Zukunftsangst und ökonomischer Instabilität auf die psychische Gesundheit der Menschen im modernen Kapitalismus.

3.4 Soziale Ungleichheit: Dieses Kapitel verdeutlicht, wie Kapitalanhäufung und die Abkehr von der Verteilungsgerechtigkeit zur systematischen Ausgrenzung und sozialen Segregation gesellschaftlicher Gruppen beitragen.

3.5 Ökonomisierung: Diskutiert wird der Einfluss des New Public Managements, der die Soziale Arbeit zwingt, sich betriebswirtschaftlichen Kennzahlen zu beugen und ihre fachliche Qualität zu gefährden.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Herausforderungen zusammen und appelliert an die Soziale Arbeit, mutig, kritisch und politisch zu agieren, anstatt sich den kapitalistischen Verwertungsinteressen unterzuordnen.

Schlüsselwörter

Soziale Arbeit, Kapitalismus, Neoliberalismus, soziale Ungleichheit, Ökonomisierung, Prekarisierung, Leistungsgesellschaft, Entsolidarisierung, New Public Management, Berufsethik, soziale Gerechtigkeit, Menschenbild, psychische Belastungen, gesellschaftliche Verantwortung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die prekäre und widersprüchliche Situation der Sozialen Arbeit innerhalb eines kapitalistisch geprägten Wirtschaftssystems.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den Schwerpunkten gehören das kapitalistische Menschenbild, die Prekarisierung des Arbeitsmarktes, die Ökonomisierung sozialer Dienste sowie Fragen der sozialen Gerechtigkeit.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Ziel ist es, die strukturellen Zwänge des kapitalistischen Systems auf die Soziale Arbeit offenzulegen und Handlungsoptionen für eine professionelle, ethisch orientierte Arbeit aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Auseinandersetzung mit gesellschaftswissenschaftlicher Literatur und bezieht sich auf aktuelle professionspolitische Diskurse.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in den Kapitalismus und Neoliberalismus sowie eine detaillierte Analyse spezifischer Herausforderungen wie psychischer Belastungen und Ökonomisierung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die inhaltliche Ausrichtung?

Wichtige Begriffe sind insbesondere: Kapitalismuskritik, Soziale Arbeit, Ökonomisierung, soziale Ungleichheit und Entsolidarisierung.

Wie wirkt sich die „Neue Steuerung“ konkret auf die soziale Arbeit aus?

Durch "New Public Management" wird die Soziale Arbeit zu einem Instrument betriebswirtschaftlicher Effizienz, was zu Qualitätsverlusten und einer Reduktion der professionellen Arbeit auf Verwaltungsaufgaben führt.

Warum wird die „Entsolidarisierung“ als Gefahr für die soziale Arbeit beschrieben?

Das neoliberale Konkurrenzdenken führt dazu, dass soziale Probleme als individuelles Versagen interpretiert werden, was ein solidarisch-gesellschaftliches Handeln, das für die Soziale Arbeit essenziell ist, untergräbt.

Welchen Appell richtet die Autorin an das Fachpublikum?

Die Autorin appelliert an Sozialarbeitende, sich ihrer politischen Gestaltungsmacht bewusst zu werden, Strukturen zu hinterfragen und sich nicht unkritisch in ein System einfügen zu lassen, das Klientinnen eher schadet als hilft.

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Details

Titel
Herausforderungen der Sozialen Arbeit im Kapitalismus
Hochschule
Duale Hochschule Baden-Württemberg, Stuttgart, früher: Berufsakademie Stuttgart
Note
1,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
19
Katalognummer
V1268635
ISBN (PDF)
9783346709738
ISBN (Buch)
9783346709745
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Soziale Arbeit Kapitalismus Ökonomisierung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2021, Herausforderungen der Sozialen Arbeit im Kapitalismus, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1268635
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