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Die Verwaltung der Europäischen Union. Politökonomische Analyse der supranationalen Bürokratie

Título: Die Verwaltung der Europäischen Union. Politökonomische Analyse der supranationalen Bürokratie

Tesis (Bachelor) , 42 Páginas

Autor:in: Tim Schlageter (Autor)

Política - Tema: Unión Europea
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Ziel dieser Arbeit ist es, die Implikationen von Webers Bürokratiemodell mit der Europäischen Union zu vergleichen, herauszufinden, ob diese für die besondere Form der europäischen Bürokratie Gültigkeit besitzen oder die Europäische Union ihr als neuartiges, nie dagewesenes Gebilde entwachsen ist. Daneben soll festgestellt werden, inwiefern sich die Public Choice Theorie zur Charakterisierung und Effizienzbetrachtung der Europäischen Union eignet, ob sich deren Ergebnisse auf die EU übertragen lassen und auch hier, ob und wo die Implikationen der Public Choice zu kurz greifen.

Hierzu wird in Abschnitt 2 Webers soziologisch-politische Beschreibung der Bürokratie vorgestellt, um ein grundlegendes Verständnis für den Bürokratiebegriff herzustellen und die Grundlage für die anschließende Erörterung der Public Choice Theorie zu schaffen. Dabei werden die Implikationen der verschiedenen Modelle anhand differenzierter Literatur analysiert, diskutiert und bezüglich ihres Gehalts limitiert. In Abschnitt 3 findet sich eine Beschreibung der Historie der Europäischen Union, ihres Aufbaus und ihrer Funktionsweise, wobei der Fokus auf der Europäischen Kommission liegt, die vornehmlich für die bürokratische Leistungserstellung verantwortlich und zuständig ist. Dies dient der Veranschaulichung der Arbeitsweise und der besonderen Kompetenzen, die der Kommission obliegen. Anschließend findet sich eine Abgrenzung zu den Nationaladministrationen in Form des mitteleuropäischen Länderclusters wieder, um die weiteren Besonderheiten und Unterschiede herauszuarbeiten, die für Abschnitt 4, die Transformation der Bürokratiemodelle auf die Administration der Europäischen Union, wichtig sind. Dieser Abschnitt nimmt in der ersten Hälfte eine politisch-soziologische Dimension ein, in welcher der Frage nach der Legitimierung der Arbeitsweise und Kompetenzen der Kommission nachgegangen wird. In der zweiten Hälfte wird anhand empirischer Daten eine Effizienzanalyse der bürokratischen Leistungserstellung vorgenommen und festgestellt, welchen Gehalt die Public Choice Theorie in Hinsicht auf diese hat. Hierzu wird der bürokratische Output in Form von Rechtsakten mit dem der Administration zugewiesenen Budget in Relation gesetzt und über die Jahre verglichen. Abschnitt 5 stellt das abschließende Kapitel dieser Arbeit da und hält alle Erkenntnisse fest.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Einführung in die Bürokratie

2.1 Soziologisch nach Max Weber – Bürokratie als rationale Form der legalen Herrschaft?

2.2 Ökonomische Betrachtung: Public Choice Theorie

3. Verwaltung der Europäischen Union

3.1 Historischer Rückblick, Aufbau und Funktionsweise der Europäischen Kommission und Administration

3.2 Superiorität der Europäischen Administration?

4. Transformation der Bürokratiemodelle auf die Europäische Administration

4.1 Rational-legale Form der Herrschaft?

4.2 Effizienzanalyse der Europäischen Administration

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die bürokratischen Strukturen der Europäischen Union unter Rückgriff auf soziologische und ökonomische Theorien. Ziel der Analyse ist es zu ergründen, ob die Europäische Administration den Idealtypus Max Webers erfüllt bzw. inwieweit ökonomische Ansätze, insbesondere die Public Choice Theorie, zur Erklärung des Verhaltens und der Effizienz der supranationalen Behörde herangezogen werden können.

  • Vergleich der Europäischen Union mit dem bürokratischen Idealtypus nach Max Weber.
  • Anwendung der Public Choice Theorie zur Analyse der Akteursmotivation.
  • Untersuchung der historischen Entwicklung und Arbeitsweise der Europäischen Kommission.
  • Kritische Reflexion der Legitimation und Effizienz der europäischen Verwaltung.

Auszug aus dem Buch

2.1 Soziologisch nach Max Weber – Bürokratie als rationale Form der legalen Herrschaft?

An dieser Stelle wird das sogenannte Bürokratiemodell des bedeutenden Soziologen und Nationalökonomen Max Weber dargestellt und partiell analysiert. Hierbei geht es in erster Linie darum, ein grundlegendes Verständnis für dessen Werk herzustellen, welches für die darauffolgenden Modelle von großer Relevanz ist. Hierzu findet im Folgenden eine Betrachtung von Webers Hauptwerk Wirtschaft und Gesellschaft von 1921 statt, welches in vielerlei wissenschaftlicher Dimension, sei es verwaltungs-, staats-, soziologie-, politik-, oder rechtswissenschaftlich, auf die Besonderheit der Bürokratie und deren gesamtgesellschaftliche Relevanz hinweist.

Die bürokratische Herrschaft ist mit ihrer Arbeitsteilung, Stetigkeit und auf fester Kompetenzabgrenzung fußenden Natur allen anderen Herrschaftsformen in Effektivität und Effizienz weit überlegen (Weber 2005). Zum Verständnis gilt es zu klären, was Max Weber unter dem Herrschaftsbegriff versteht: „Herrschaft soll heißen die Chance, für einen bestimmten Befehl bestimmten Inhalts bei angebbarer Person Gehorsam zu finden“ (Weber 2005: 38). Wichtig ist hierbei, dass Weber der erste seiner Zunft war, der den Begriff der Legitimität in die Staatsrechtslehre einführte und diese damit grundlegend veränderte (Anter & Breuer 2016a). Die Legitimität als Dogma anführend, unterscheidet er hierbei drei verschiedene Formen der Herrschaft: Zum einen die rationale oder auch legale Herrschaft, die auf „dem Glauben an die Legalität gesetzter Ordnungen und des Anweisungsrechts der durch sie zur Ausübung der Herrschaft Berufenen ruht“ (Weber 1956: 159).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel stellt das Gebilde der Europäischen Union vor und erläutert die Forschungsfrage hinsichtlich der bürokratischen Charakterisierung sowie deren politisch-ökonomischer Einordnung.

2. Einführung in die Bürokratie: Hier werden die theoretischen Grundlagen durch Max Webers soziologische Betrachtung und die ökonomischen Erklärungsansätze der Public Choice Theorie gelegt.

3. Verwaltung der Europäischen Union: Das Kapitel widmet sich der historischen Entwicklung, dem Aufbau der Europäischen Kommission und der Frage nach der Superiorität der europäischen Administration.

4. Transformation der Bürokratiemodelle auf die Europäische Administration: In diesem Teil werden die eingeführten Bürokriemodelle auf die empirischen Gegebenheiten der EU-Verwaltung angewandt, um deren Legitimation und Effizienz zu prüfen.

5. Fazit: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und evaluiert die Anwendbarkeit der Theorien auf das einzigartige supranationale Gefüge der EU.

Schlüsselwörter

Europäische Union, Bürokratie, Max Weber, Public Choice Theorie, Europäische Kommission, Administration, Legitimität, Effizienz, Supranationalität, Rationalität, Herrschaft, bürokratische Organisation, Institutionenökonomik, öffentliche Verwaltung, Politik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Verwaltung der Europäischen Union unter Anwendung klassischer bürokratiesoziologischer Konzepte von Max Weber sowie ökonomischer Erklärungsmodelle der Public Choice Theorie.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themenfelder umfassen die strukturelle Analyse der EU-Kommission, die Frage nach der supranationalen Demokratie und Legitimität sowie die Effizienz der bürokratischen Leistungen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Eigenart und die organisatorischen Besonderheiten der europäischen Administration im Lichte bestehender Bürokrietheorien kritisch zu beleuchten und deren Leistungsfähigkeit zu hinterfragen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit bedient sich einer Literaturanalyse sowie einer politökonomischen Analyse, die theoretische Ansätze mit empirischen Daten, etwa zur Entwicklung des EU-Verwaltungsbudgets, verknüpft.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erörterung der Bürokratiebegriffe (Weber/Public Choice) und deren Anwendung auf die konkreten Strukturen und Entscheidungsprozesse der Europäischen Union.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Supranationalität, Public Choice, bürokratische Transformation, administrative Legitimität und die Rolle der Europäischen Kommission.

Wie unterscheidet sich die EU-Verwaltung von nationalen Verwaltungen?

Die Arbeit stellt heraus, dass die EU-Verwaltung durch eine spezifische supranationale Ausrichtung und ein komplexes System aus General- und Exekutivdirektionen geprägt ist, das sich in seiner Arbeitsweise teilweise fundamental von klassischen Nationalverwaltungen unterscheidet.

Welche Rolle spielt die Public Choice Theorie?

Die Theorie dient dazu, die Eigeninteressen der Akteure (Bürokraten) innerhalb der EU-Behörden zu beleuchten – insbesondere deren Bestreben nach Budgetmaximierung und Machtausweitung.

Was sind die Ergebnisse zur Budgetentwicklung?

Die Analyse zeigt einen stetigen Anstieg der Verwaltungsausgaben seit 1971, wobei die Anzahl der Mitarbeiter eine gewisse Sättigung erfahren hat, was kritische Fragen zum Effizienzargument aufwirft.

Final del extracto de 42 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Verwaltung der Europäischen Union. Politökonomische Analyse der supranationalen Bürokratie
Universidad
University of Freiburg
Autor
Tim Schlageter (Autor)
Páginas
42
No. de catálogo
V1268668
ISBN (PDF)
9783346711076
ISBN (Libro)
9783346711083
Idioma
Alemán
Etiqueta
verwaltung europäischen union politökonomische analyse bürokratie
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Tim Schlageter (Autor), Die Verwaltung der Europäischen Union. Politökonomische Analyse der supranationalen Bürokratie, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1268668
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