Ziel dieser Arbeit ist es, aufzuzeigen, ob Patienten mit einer Erkrankung aus dem schizophrenen Formenkreis durch Metakognitive Therapie eine geringere Einschränkung in ihren alltagspraktischen Fähigkeiten erleben. Im ersten Teil der vorliegenden Ausarbeitung werden theoretische Grundlagen zu Schizophrenie und Metakognitiver Therapie dargestellt und erläutert.
Im Weiteren erfolgt eine Erläuterung der Fragestellung, der methodischen Vorgehensweise zur Datenerhebung sowie einer objektiven Ergebnisdarstellung. In einer anschließenden Diskussion werden die ermittelten Ergebnisse einer kritischen Wertung unterzogen. Den Abschluss dieser Ausarbeitung bildet eine Zusammenfassung der Kernaussagen sowie ein Ausblick zur Bedeutung der Metakognitiven Therapie bei Erkrankungen aus dem schizophrenen Formenkreis.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Theorie
2.1. Schizophrenie
2.1.1. Wahn und Halluzination
2.2. Alltagspraktische Fähigkeiten
3. Metakognitive Therapie
3.1. Grundlagen
3.2.Durchführung Metakognitive Therapie
3.3.Durchführung individualisierte metakognitive Therapie+
3.4. Kombination MKT und MKT+
4. Therapeutische Fallen
5. Methode
6. Bisherige Befunde
7. Diskussion
Zielsetzung & Themen
Ziel dieser Arbeit ist es zu untersuchen und aufzuzeigen, ob Patienten mit einer Erkrankung aus dem schizophrenen Formenkreis durch die Anwendung metakognitiver Therapie eine geringere Einschränkung in ihren alltagspraktischen Fähigkeiten erleben.
- Grundlagen und Symptomatik der Schizophrenie
- Konzept und Durchführung der Metakognitiven Therapie (MKT)
- Individualisierte Ansätze der Metakognitiven Therapie+ (MKT+)
- Methodik und Ergebnisse aktueller Behandlungsstudien
- Therapeutische Herausforderungen bei der Behandlung von Psychosen
Auszug aus dem Buch
3.2. Durchführung Metakognitive Therapie
Metakognitive Therapie ist ein Gruppentherapieprogramm und wird in 8 Einheiten eingeteilt, welches zweimal die Woche stattfinden und 45-60 Minuten dauern soll (Moeller & Moritz, 2015). Pro Trainingseinheit wird ein spezifischer dysfunktionaler Denk- und Attributionsstil mit einer Power Point Präsentation bearbeitet (ebd.).
Zunächst beginnt es mit der Attribution, Patienten sehen eine Situation und drei verschiedene Erklärungsmöglichkeiten zu dieser Situation um zu lernen, dass es nicht nur eine richtige Erklärung geben muss, sondern dass es auch mehrere Möglichkeiten geben kann (ebd.). Ein Beispiel von Moeller & Moritz (2015), ,,Leute verstummten als ich den Raum betrat. Erklärungsmöglichkeiten: ,,Die beobachten mich, denen kann ich nicht trauen‘‘ (extern), ,,Ich habe mich auffällig verhalten‘‘ (intern), ,,Die Entspannungsgruppe hat grade begonnen‘‘ (situativ).
Die zweite Einheit ist das Voreilige Schlussfolgern, es werden zweideutige Bilder gezeigt und Patienten lernen, dass fehlende Informationen zu voreiligem Schlussfolgern verleiten und sich Situationen mit neuen Informationen anders einschätzen lassen (ebd.).
In der dritten Trainingseinheit übt man spielerisch die Korrigierbarkeit, es wird eine Bilderreihe in umgekehrter Reihenfolge gezeigt und Patienten können nach jedem Bild bei dem sie neue Informationen erhalten ihre Interpretation überdenken und korrigieren und lernen so für Gegenargumente offen zu bleiben und ihre Sichtweise zu korrigieren (ebd.).
Theory of Mind ist der Inhalt der vierten Trainingseinheit und Patienten sehen dort zum Beispiel Gesichtsfotos und müssen Beruf, Empfinden etc. erraten, mit dem Ziel ihr Urteil in Frage stellen zu können und dass voreilige Interpretation häufig zu falschen Rückschlüssen führen kann (ebd.).
Das Gedächtnis wird in der fünften Trainingseinheit erörtert und bearbeitet darin mit Wiedererkennungsaufgaben, dass es sinnvoll ist, neue Informationen mit aufzunehmen um die Korrektheit der Erinnerungen zu prüfen (ebd.).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einführung erläutert die Relevanz der Untersuchung des schizophrenen Formenkreises und führt in die Fragestellung zur Wirksamkeit der Metakognitiven Therapie ein.
2. Theorie: Das Kapitel bietet einen Überblick über das Krankheitsbild der Schizophrenie, deren Kernsymptome und die Relevanz der Beeinträchtigung alltagspraktischer Fähigkeiten.
3. Metakognitive Therapie: Hier werden die Grundlagen, die spezifische Durchführung des Gruppentrainings sowie der individualisierte Ansatz der MKT+ detailliert beschrieben.
4. Therapeutische Fallen: Dieses Kapitel thematisiert potenzielle Hindernisse in der therapeutischen Arbeit mit psychotischen Patienten und gibt Strategien zum Umgang damit an.
5. Methode: Es wird die literaturgestützte Recherchestrategie zur Beantwortung der zentralen Forschungsfrage dargelegt.
6. Bisherige Befunde: Eine Auswertung randomisierter Studien zur Wirksamkeit von MKT und MKT+ bei schizophrenen Patienten wird hier zusammengefasst.
7. Diskussion: Das Kapitel reflektiert die Ergebnisse der Arbeit sowie die Bedeutung der Metakognitiven Therapie im Kontext einer ganzheitlichen psychiatrischen Versorgung.
Schlüsselwörter
Schizophrenie, Metakognitive Therapie, MKT, MKT+, Alltagspraktische Fähigkeiten, Wahn, Halluzination, Kognitive Verzerrung, Rückfallprophylaxe, Verhaltenstherapie, Psychose, Theorie des Geistes, Attribution, Krankheitsmodell.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das grundlegende Thema der Arbeit?
Die Arbeit befasst sich mit der Wirksamkeit der Metakognitiven Therapie bei Menschen, die unter Erkrankungen aus dem schizophrenen Formenkreis leiden.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die Arbeit umfasst theoretische Grundlagen der Schizophrenie, die Beschreibung metakognitiver Trainingsprogramme sowie eine Auswertung existierender Studien zur therapeutischen Wirksamkeit.
Was ist die primäre Forschungsfrage?
Die Forschungsfrage lautet, ob durch metakognitive Therapie eine Verbesserung der alltagspraktischen Fähigkeiten bei schizophren erkrankten Patienten erreicht werden kann.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Es wurde eine systematische Literaturrecherche in Fachbibliotheken und wissenschaftlichen Datenbanken wie PubMed und Google Scholar durchgeführt.
Was umfasst der Hauptteil der Arbeit?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Hinführungen zur Schizophrenie, eine detaillierte Erläuterung der Therapieansätze (MKT und MKT+), eine Analyse therapeutischer Fallen sowie eine Zusammenfassung bisheriger Forschungsergebnisse.
Durch welche Schlagworte lässt sich die Arbeit kennzeichnen?
Kernbegriffe sind Schizophrenie, Metakognitive Therapie, Psychose, kognitive Verzerrung und alltagspraktische Fähigkeiten.
Wie unterscheidet sich die individualisierte MKT+ vom Standardgruppentraining?
Die MKT+ ist für Einzelsitzungen konzipiert, um individueller auf spezifische Wahninhalte und die persönliche Situation des Patienten einzugehen, während die reguläre MKT als Gruppentraining strukturiert ist.
Welche Bedeutung haben die sogenannten "therapeutischen Fallen" im Kontext der Therapie?
Sie beschreiben Verhaltensweisen oder Barrieren zwischen Therapeut und Patient – wie zum Beispiel den intellektuellen Aktionismus oder mangelnde Krankheitseinsicht –, die den Therapieerfolg erschweren können und aktiv bearbeitet werden müssen.
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- Anonym (Author), 2020, Metakognitive Therapie. Verbessert Metakognitive Therapie die alltagspraktischen Fähigkeiten von an Schizophrenie erkrankten Menschen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1268753