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Inwiefern können Verhandlungssysteme die politischen Steuerungsprobleme der modernen Gesellschaft lösen?

Zur Plan- und Steuerbarkeit moderner Gesellschaften

Titre: Inwiefern können Verhandlungssysteme die politischen Steuerungsprobleme der modernen Gesellschaft lösen?

Dossier / Travail , 2022 , 29 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Anonym (Auteur)

Sociologie - Divers
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Wie die moderne und hochkomplexe Gesellschaft unter den Bedingungen der funktionalen Differenzierung ihrer Teilsysteme gesteuert werden kann, ist nach wie vor ein bedeutsames Thema in der Soziologie. Daher soll in dieser Studie die Frage beleuchtet werden, inwiefern Verhandlungsnetzwerke und organisatorische Verflechtungen zwischen den gesellschaftlichen Funktionssystemen die politischen Steuerungsprobleme eindämmen beziehungsweise lösen können.

Zur Beantwortung dieser Forschungsfrage soll das zweite Kapitel zunächst die Debatte zum Konzept der „politischen Steuerung“ in der bundesdeutschen Soziologie skizzieren und das Begriffspaar inhaltlich spezifizieren. Anschließend soll der theoretische Rahmen, die Theorie der funktionalen Differenzierung in modernen Gesellschaften unter der besonderen Berücksichtigung des politischen Systems, überblicksartig vorgestellt werden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Konzept der „politischen Steuerung“ im Lichte der Theorie funktionaler Differenzierung Luhmanns

2.1 Politische Steuerung in der soziologischen Debatte

2.2 Grundzüge der Theorie funktionaler Differenzierung unter besonderer Berücksichtigung des politischen Systems

3. Die Rolle von Verhandlungssystemen in systemtheoretischer Perspektive

4. Inwiefern können Verhandlungssysteme die politischen Steuerungsprobleme lösen?

4.1 Chancen politischer Steuerung durch Verhandlungssysteme

4.2 Grenzen politischer Steuerung durch Verhandlungssysteme

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, unter welchen Bedingungen Verhandlungssysteme und organisatorische Verflechtungen als Instrumente dienen können, um die politischen Steuerungsprobleme in einer funktional differenzierten, modernen Gesellschaft zu mindern oder zu lösen.

  • Das Konzept der "politischen Steuerung" in der soziologischen Diskussion.
  • Die Theorie funktionaler Differenzierung nach Niklas Luhmann.
  • Systemtheoretische Perspektiven auf die Rolle von Verhandlungssystemen.
  • Chancen und Grenzen der Steuerung durch intersystemische Verhandlungsnetzwerke.
  • Die demokratietheoretische Legitimität und Problematik moderner Steuerungskonzepte.

Auszug aus dem Buch

2.2 Grundzüge der Theorie funktionaler Differenzierung unter besonderer Berücksichtigung des politischen Systems

Nachdem wir die Steuerungsdebatte in der Soziologie skizziert haben, wollen wir uns nun der Theorie funktionaler Differenzierung nach Luhmann zuwenden, die unseren theoretischen Rahmen bildet. Luhmanns Theorie funktionaler Differenzierung gilt als gesellschaftstheoretisches Kernelement seiner Systemtheorie und führte ihrerzeit ein neuartiges terminologisches Instrumentarium ein, das sich unter anderem aus der Parson’schen Systemtheorie, der Kybernetik und anderen (mechanistischen) Disziplinen speist.

Die Grundthese der Theorie lautet, dass die funktionale Differenzierung das grundlegende Ordnungsprinzip der modernen Gesellschaft sei (Schimank 1999:51; Bendel 1993:262; Scharpf 1989:10; Rosewitz/Schimank 1988:298). Die Gesellschaft gliedere sich in gleichrangige Teilsysteme (unter anderem Politik, Religion, Recht, Wissenschaft, Wirtschaft, Familie, Gesundheit, Erziehung und Sport), die jeweils eine bestimmte gesellschaftliche Teilleistung erbringen und „spezialisierte Leistungsfelder der Gesellschaft“ (Willke 2014a:41) darstellen (Bonß et al. 2021:301; Rosewitz/Schimank 1988:298-299). Die Teilsysteme erbringen also eine spezialisierte Leistungsproduktion für die Gesellschaft, auf die andere Teilsysteme zurückgreifen können, um sich selbst reproduzieren zu können.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung benennt die strukturellen Probleme westlicher Demokratien und formuliert die Forschungsfrage nach dem Potenzial von Verhandlungsnetzwerken zur Lösung politischer Steuerungsprobleme.

2. Das Konzept der „politischen Steuerung“ im Lichte der Theorie funktionaler Differenzierung Luhmanns: Dieses Kapitel skizziert die soziologische Debatte um politische Steuerung und führt in die systemtheoretischen Grundlagen der funktionalen Differenzierung ein.

2.1 Politische Steuerung in der soziologischen Debatte: Es werden die verschiedenen Krisendiagnosen der Soziologie dargelegt, die den Anlass für die Debatte um staatliches Steuerungsversagen bilden.

2.2 Grundzüge der Theorie funktionaler Differenzierung unter besonderer Berücksichtigung des politischen Systems: Der Abschnitt erläutert Luhmanns Ansatz, in dem Teilsysteme als autonom und spezialisiert betrachtet werden, was die Möglichkeiten zentraler Steuerung begrenzt.

3. Die Rolle von Verhandlungssystemen in systemtheoretischer Perspektive: Das Kapitel diskutiert Integrationsmechanismen und fokussiert dabei auf die intersystemischen Strukturen wie "strukturelle Kopplung" und "dezentrale Kontextsteuerung".

4. Inwiefern können Verhandlungssysteme die politischen Steuerungsprobleme lösen?: Es findet eine kritische Bewertung statt, welche die Möglichkeiten und Restriktionen der Steuerung durch Verhandlungsnetzwerke gegenüberstellt.

4.1 Chancen politischer Steuerung durch Verhandlungssysteme: Hier werden die Vorteile der Einbindung von Akteuren und die Etablierung eines reflektierten Problemverständnisses hervorgehoben.

4.2 Grenzen politischer Steuerung durch Verhandlungssysteme: Die Grenzen werden insbesondere in der demokratietheoretischen Problematik und der fehlenden Gewissheit über den Erfolg der Verhandlungsergebnisse gesehen.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Ambivalenz von Verhandlungssystemen als Steuerungsinstrumente in komplexen Gesellschaften.

Schlüsselwörter

Politische Steuerung, Systemtheorie, Funktionale Differenzierung, Verhandlungssysteme, Dezentrale Kontextsteuerung, Niklas Luhmann, Gesellschaftliche Selbststeuerung, Intersystemische Strukturen, Demokratieprinzip, Governance, Macht, Teilsysteme, Steuerungsprobleme, Neo-Korporatismus, Strukturelle Kopplung

Häufig gestellte Fragen

Was ist das zentrale Thema dieser Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der Frage, wie politische Steuerung in modernen, funktional differenzierten Gesellschaften noch gelingen kann, wenn der Staat seine Rolle als zentraler Akteur verliert.

Welche wissenschaftliche Perspektive wird eingenommen?

Es wird eine systemtheoretische Perspektive, maßgeblich geprägt durch Niklas Luhmann und weiterführende steuerungstheoretische Ansätze, verwendet.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Felder sind das Konzept der politischen Steuerung, die Theorie der funktionalen Differenzierung, sowie die Rolle von Verhandlungsnetzwerken und deren demokratietheoretische Implikationen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, zu bewerten, inwiefern Verhandlungssysteme und die "dezentrale Kontextsteuerung" die Steuerungsprobleme moderner Staaten adressieren können.

Welche Aspekte stehen im Hauptteil der Arbeit im Vordergrund?

Der Hauptteil widmet sich der theoretischen Fundierung durch die Systemtheorie, der Analyse der Chancen und Grenzen von Verhandlungssystemen sowie der kritischen Auseinandersetzung mit der demokratischen Legitimation solcher Verfahren.

Welche Rolle spielt der Staat in diesem Konzept?

In den untersuchten Steuerungsmodellen wandelt sich die Rolle des Staates von einem direkt intervenierenden Akteur hin zu einem Supervisor, der indirekte Rahmenbedingungen für die Selbststeuerung der Teilsysteme schafft.

Wie unterscheidet sich die "dezentrale Kontextsteuerung" von klassischer Steuerung?

Klassische Steuerung beruht auf direkten Eingriffen und Hierarchien, während die dezentrale Kontextsteuerung auf indirekte Möglichkeiten setzt, um Teilsysteme zur Reflexion ihrer externen Effekte zu bewegen.

Warum ist das Demokratieprinzip bei Verhandlungssystemen kritisch zu betrachten?

Die Kritiker argumentieren, dass durch die Verlagerung politischer Prozesse in Verhandlungsgremien das Prinzip der parlamentarischen Verantwortlichkeit und der Gleichheit (one man - one vote) untergraben werden könnte.

Was ist das "Paradox der modernen Gesellschaft" laut Systemtheorie?

Das Paradox liegt darin, dass autopoietische Teilsysteme zwar rational operieren, dies jedoch in der Summe zu einer Irrationalität des Gesamtsystems führt.

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Titre
Inwiefern können Verhandlungssysteme die politischen Steuerungsprobleme der modernen Gesellschaft lösen?
Sous-titre
Zur Plan- und Steuerbarkeit moderner Gesellschaften
Université
University of Heidelberg
Note
1,0
Auteur
Anonym (Auteur)
Année de publication
2022
Pages
29
N° de catalogue
V1268832
ISBN (ebook)
9783346715388
ISBN (Livre)
9783346715395
Langue
allemand
mots-clé
dezentrale Kontextsteuerung Systemtheorie Luhmann politische Steuerung Funktionale Differenzierung
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Anonym (Auteur), 2022, Inwiefern können Verhandlungssysteme die politischen Steuerungsprobleme der modernen Gesellschaft lösen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1268832
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