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Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf Fachkräfte der stationären Altenhilfe

Eine Analyse von ExpertInneninterviews

Title: Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf Fachkräfte der stationären Altenhilfe

Bachelor Thesis , 2021 , 88 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Anna Tetik (Author)

Social Work
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Mit den Veränderungen durch die COVID-19-Pandemie, welche durch den Erreger SARS-CoV-2 ausgebrochen ist, sind psychosoziale Arbeitsbelastungen in den Vordergrund gerückt. Ihr Einfluss auf psychosoziale Belastungen sowie der Bedarf an Unterstützungsangeboten von Fachkräften der stationären Altenhilfe wird in dieser wissenschaftlichen Arbeit mittels eines halbstrukturierten Leitfadeninterviews und Befragung von Pflegefachkräften sowie anhand einer neuen Studie ermittelt.

Im Zentrum der aktuellen Studie der Ludwigs-Maximilian-Universität und der Universität Augsburg stehen die subjektiven Belastungen sowie Sichtweisen von Fachkräften des Gesundheitswesens. Diese bezieht sich auf Belastungsfaktoren, die durch die COVID-19 Pandemie entstanden sind. Diese Studie wurde mit den in der vorliegenden Arbeit gewonnenen Ergebnissen, in Bezug auf psychosoziale Belastungen von Pflegefachkräften der stationären Altenhilfe, verglichen und ergänzt. Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass Pflegefachkräfte aufgrund der COVID-19-Pandemie mit vielfältigen neuen Belastungsfaktoren konfrontiert sind.

Dabei wurden unter anderem neue Arbeitsbedingungen, hohe Anforderungen, Fachkräftemangel, die Einschränkungen der eigenen Freizeit und fehlende Möglichkeiten, psychosozialen Belastungen entgegenzuwirken als Belastungsfaktoren von Pflegefachkräften aufgrund der COVID-19-Pandemie ermittelt. Dies stellt eine Verdoppelung der bereits gegebenen Arbeitsbelastungen in dem Bereich der stationären Altenhilfe dar. Die vorliegende wissenschaftliche Arbeit rechtfertigt eine verstärkte Beachtung dieser neu identifizierten Belastungsfaktoren im Erwerbsleben von Pflegefachkräften.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsdefinitionen/-erklärungen

2.1 Psychosoziale Belastung

2.2 COVID-19 und Coronavirus SARS-CoV-2

3. Einordnung in den wissenschaftlichen Kontext

3.1 Bezugnahme zur Studie der Universität Augsburg und LMU

3.2 Ableitung zu Fragestellungen durch weitere Studien

4. Arbeitsbelastungen in der Pflege

4.1 Mögliche Belastungsfaktoren der Fachkräfte der Pflege

4.1.1 Belastungen durch körperliche Anstrengungen

4.1.2 Belastungen durch Stress

4.1.3 Das Coolout-Phänomen

5. Empirische Ermittlung von Gesundheit der Fachkräfte

5.1 Ziele und Forschungsfrage

5.2 Angewandte Methoden zur Ermittlung

5.2.1 Literaturrecherche

5.2.2 Akquisition von Interviewteilnehmern

5.3 Untersuchungsablauf

5.3.1 Generierung des Interviewleitfadens

5.3.2 Datenerhebung: halbstrukturiertes Interview

5.4 Datenauswertung der Interviews

5.4.1 Transkription

5.4.2 Qualitative und zusammenfassende Inhaltsanalyse nach Mayring (2015)

6. Veranschaulichung der Ergebnisse

6.1 Übersicht der Ergebnisse

6.2 Belastungsempfinden von Fachkräften der stationären Altenhilfe

7. Diskussion der Ergebnisse

8. Ausblick

9. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themenschwerpunkte

Diese Bachelorarbeit verfolgt das Ziel, die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf das Fachpersonal in der stationären Altenhilfe zu untersuchen und dabei psychosoziale sowie physische Belastungsfaktoren zu identifizieren. Im Fokus steht die Forschungsfrage, wie die Pandemie die psychische Gesundheit dieser Berufsgruppe beeinträchtigt und welche Unterstützungsmöglichkeiten von den Einrichtungen benötigt werden.

  • Psychosoziale Belastungen in der stationären Altenhilfe während der Pandemie
  • Analyse von Experteninterviews zur subjektiven Wahrnehmung von Fachkräften
  • Identifikation von Defiziten in der Krisenkommunikation und bei Schutzmaßnahmen
  • Evaluation des Bedarfs an betrieblichen Unterstützungs- und Entlastungsangeboten

Auszug aus dem Buch

4.1.3 Das Coolout-Phänomen

„Gute Pflege leisten […] vor dem Hintergrund der Erschwernis durch den Stationsalltag“ (Rövekamp-Wattendorf, 2020, S. 177). Mit diesem Konflikt von sich widersprechenden Anforderungen und dem damit verbundenen Umgang von Pflegefachkräften, beschäftigt sich Pflegewissenschaftlerin Karin Kersting bereits seit den 90er Jahren mittels qualitativer Studien. Dabei wurde u.a. folgendes Dilemma von Pflegekräften analysiert: das Bestreben nach effizienter Arbeitsweise und gleichzeitigem gerecht werden des fachlichen Wissens sowie dazugehörigen Ansprüchen (Rövekamp-Wattendorf, 2020, S. 177). Diese Studien richten sich auch gegen den Widerspruch von Pflege nach dem Krankenpflegegesetz und der ökonomischen Haltung bzw. Forderungen von Einrichtungen an Pflegefachkräfte. Pflege sollte nach dem fachlichen Anspruch voranging an dem Patienten bzw. dem Pflegenden richten. Dennoch arbeiten viele Pflegefachkräfte unter Bedingungen, die dies nicht zulassen (Kersting, 2016, S. 2). Sie geraten durch ihren Arbeitsalltag immerfort in moralische Konfliktsituationen, wobei sie gute Pflege leisten wollen jedoch durch zeitlichen Druck nicht vollumfänglich dazu in der Lage sein können. Die Erwartungshaltung an Pflegefachkräfte richtet sich zusätzlich auch noch daran, sich funktionell an aktuelle Ereignisse und Anforderungen des Stationsalltags zu orientieren. Diese Rahmenbedingungen führen somit zu einem unauflösbaren Konflikt in den pflegerischen Anforderungen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die pandemiebedingten Herausforderungen und die steigende Arbeitsbelastung des Pflegepersonals in Deutschland.

2. Begriffsdefinitionen/-erklärungen: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie psychosoziale Belastung sowie die Grundlagen zu SARS-CoV-2 und COVID-19.

3. Einordnung in den wissenschaftlichen Kontext: Hier werden bestehende Studien, insbesondere der Uni Augsburg und LMU, sowie weitere pflegewissenschaftliche Erkenntnisse zur Belastungssituation herangezogen.

4. Arbeitsbelastungen in der Pflege: Das vierte Kapitel analysiert verschiedene physische und psychische Stressfaktoren sowie das „Coolout-Phänomen“ in Pflegeberufen.

5. Empirische Ermittlung von Gesundheit der Fachkräfte: Dieses Kapitel erläutert die Forschungsfrage, die Literaturrecherche sowie das methodische Vorgehen mittels Experteninterviews und qualitativer Inhaltsanalyse.

6. Veranschaulichung der Ergebnisse: Die erhobenen Daten werden in zehn Kategorien strukturiert und die subjektiven Erfahrungen der Interviewten detailliert dargestellt.

7. Diskussion der Ergebnisse: Hier werden die gewonnenen Erkenntnisse mit der Fachliteratur sowie den eingangs genannten Studien abgeglichen und diskutiert.

8. Ausblick: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und formuliert Handlungsempfehlungen für die Praxis der stationären Altenhilfe.

9. Literaturverzeichnis: Auflistung aller verwendeten Quellen.

Schlüsselwörter

COVID-19, stationäre Altenhilfe, Pflegefachkräfte, psychosoziale Belastung, Experteninterviews, Stressbelastung, Arbeitsbedingungen, Fachkräftemangel, Gesundheitsmanagement, Krisenbewältigung, Infektionsschutz, psychische Gesundheit, qualitative Inhaltsanalyse, Stressprävention, Mitarbeiterzufriedenheit

Häufig gestellte Fragen

Was ist das grundlegende Thema dieser Bachelorarbeit?

Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf das Wohlbefinden und die Arbeitsbelastung von Fachkräften in der stationären Altenhilfe.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?

Es werden insbesondere psychosoziale Belastungen, physische Beanspruchungen, die Rolle von Führungspersonen unter Krisenbedingungen und der Bedarf an betrieblichen Unterstützungsangeboten analysiert.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die spezifischen pandemiebedingten Belastungen in der stationären Altenpflege zu erörtern und aufzudecken, wo Entlastungsmöglichkeiten und Unterstützungsbedarf seitens der Träger bestehen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wurde ein qualitativer Forschungsansatz gewählt, der auf einer Literaturrecherche sowie auf der Durchführung und Auswertung von halbstrukturierten Experteninterviews nach der Methode von Mayring basiert.

Welche inhaltlichen Aspekte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zu Belastungsfaktoren und eine empirische Analyse, in der konkrete Erfahrungen von Pflegefachkräften aus dem Arbeitsalltag während der Pandemie vorgestellt werden.

Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit am besten?

Kernbegriffe sind COVID-19, stationäre Altenhilfe, psychosoziale Belastung, Pflegefachpersonal und Experteninterviews.

Wie unterscheidet sich die Situation der Befragten von der Vor-Pandemie-Zeit?

Die Befragten berichten über eine signifikante Zunahme von Zeitdruck, bürokratischem Mehraufwand durch Hygienemaßnahmen und einer stärkeren emotionalen Belastung aufgrund von Kontaktbeschränkungen.

Welche Bedeutung kommt der Führungsebene in der Untersuchung zu?

Ein zentrales Ergebnis ist, dass die Qualität der Kommunikation, die Transparenz bei Entscheidungen und das Bereitstellen von Schutzmaterialien durch die Einrichtungsleitung das Belastungsempfinden der Mitarbeiter maßgeblich beeinflussen.

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Details

Title
Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf Fachkräfte der stationären Altenhilfe
Subtitle
Eine Analyse von ExpertInneninterviews
College
MSB Medical School Berlin - Hochschule für Gesundheit und Medizin
Grade
1,0
Author
Anna Tetik (Author)
Publication Year
2021
Pages
88
Catalog Number
V1268869
ISBN (PDF)
9783346724069
ISBN (Book)
9783346724076
Language
German
Tags
auswirkungen covid-19-pandemie fachkräfte altenhilfe eine analyse expertinneninterviews
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anna Tetik (Author), 2021, Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf Fachkräfte der stationären Altenhilfe, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1268869
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