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Analyse von Georg Kaisers "Gas" aus der Forschungsperspektive des Ecocriticism

Titre: Analyse von Georg Kaisers "Gas" aus der Forschungsperspektive des Ecocriticism

Dossier / Travail , 2018 , 18 Pages , Note: 2,3

Autor:in: Ivan Samardzic (Auteur)

Philologie Allemande - Littérature Allemande Moderne
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Résumé Extrait Résumé des informations

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Thematik des Ecocriticism, welche in der deutschsprachigen Literatur etwa seit den 1980er Jahren zunehmend an Bedeutung gewann. Der erste Teil der Arbeit ist der Theorieteil. Hier wird der Begriff Ecocriticism näher untersucht, wobei zunächst sein Ursprung, sowie die Integration in den deutschen Literaturraum beschrieben wird. Im Anschluss werden einige Merkmale der Forschungsperspektive des Ecocriticism genannt. Daran anknüpfend folgt der Methodenteil, in dem das Anfang des 20. Jahrhunderts entstandene Drama "Gas" von Georg Kaiser als Untersuchungsmaterial dient. Hier wird im ersten Schritt ein kurzer Einblick rund um das Drama und seine Entstehung gewährt, woraufhin eine Analyse der einzelnen Akte stattfindet. Wichtig hierbei ist, dass das Drama unter dem Blickwinkel des Ecocriticism untersucht wird und mögliche Kennzeichen ausgearbeitet werden. Zum Abschluss der Arbeit folgt ein Fazit, in dem prägnant zusammengefasst wird, was im Methodenteil ausgearbeitet wurde.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Ecocriticism

3. Georg Kaisers „Gas“

3.1 Mensch oder Maschine – Analyse von „Gas“

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht das Theaterstück „Gas“ von Georg Kaiser unter Anwendung der Forschungsperspektive des Ecocriticism. Das primäre Ziel besteht darin, die Kritik des Autors an der technologischen Industrialisierung und der zunehmenden Entmenschlichung der Gesellschaft herauszuarbeiten, indem analysiert wird, wie der Drang nach ökonomischem Gewinn und materieller Produktion das natürliche Wesen der Protagonisten verdrängt.

  • Grundlagen und Herkunft des Ecocriticism als Literaturtheorie
  • Analyse der industriellen Entmenschlichung in Georg Kaisers Drama „Gas“
  • Die Rolle der Natur und Umwelt in der Literatur des frühen 20. Jahrhunderts
  • Untersuchung von Gesellschaftsstrukturen und Figurenkonstellationen im Spätexpressionismus
  • Die moralische Verantwortung des Milliardärsohns als ethisches Korrektiv

Auszug aus dem Buch

3.1 Mensch oder Maschine – Analyse von „Gas“

In diesem Abschnitt der Arbeit wird die bereits beschriebene Forschungsperspektive des Ecocriticism auf Georg Kaisers Drama „Gas“ bezogen. Anhand der Vorgehensweise Akt für Akt zu bearbeiten, werden typische Merkmale des Ecocriticism ausgearbeitet und analysiert.

Der erste Akt des Dramas beginnt mit einem Dialog zwischen dem Weißen Herren und dem Schreiber des Milliardärsohns, welcher den Protagonisten des Werkes darstellt. In diesem Dialog wird deutlich, dass der Milliardärsohn zwar offenbar das Unternehmen leitet, sich selbst aber nicht in eine Chefposition stellt und auch die Vergütung der Angestellten ungewöhnlich verläuft: es gibt keine Lohnlisten, vielmehr wird der gesamte Gewinn auf das Personal aufgeteilt.

Auf das erzeugte Produkt angesprochen antwortet der Schreiber zunächst mit einem simplen „Gas!“, eine banale Aussage, die im Verlauf des Dramas noch häufig zu lesen sein wird. Daraufhin beschreibt er eben jenes Gas als ein Produkt, das für Maschinen auf der ganzen Welt von Bedeutung sei. Was bereits hier bemerkbar ist, später aber noch sehr viel deutlicher werden soll, ist die Überzeugung der Angestellten zum Gas. Es geht über eine simple Überzeugung für das erschaffene Produkt hinaus und wirkt eher wie eine Abhängigkeit, als wäre das Gas eine Droge oder der Treibstoff für die Angestellten. So sagt der Schreiber wenig später „Keine Trägheit – kein Streik. Ununterbrochen treibt das Werk. Das Gas wird nie fehlen!“. Das Leitmotiv für diese Arbeitsmoral lässt sich auf die bereits angesprochene Gewinnverteilung zurückführen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit gibt einen Überblick über das Thema Ecocriticism und stellt das methodische Vorgehen vor, welches auf der literarischen Analyse des Dramas „Gas“ basiert.

2. Ecocriticism: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen und die wissenschaftliche Herkunft des Ecocriticism sowie seine Relevanz für die Analyse literarischer Werke in Bezug auf Umwelt und Natur.

3. Georg Kaisers „Gas“: Es werden der historisch-literarische Kontext des Dramas sowie dessen expressionistische Stationendrama-Struktur und die auffällige Namenslosigkeit der Figuren dargelegt.

3.1 Mensch oder Maschine – Analyse von „Gas“: Dieser Abschnitt bietet eine detaillierte, aktweise Untersuchung des Dramas, in der die Entmenschlichung der Arbeiter zugunsten technologischer und ökonomischer Interessen kritisch hinterfragt wird.

4. Fazit: Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass Kaiser durch sein Werk vor einer zerstörerischen Gier warnt, die den Menschen zu einem austauschbaren Teil einer maschinellen Welt reduziert.

Schlüsselwörter

Ecocriticism, Georg Kaiser, Gas, Industrialisierung, Entmenschlichung, Expressionismus, Umweltzerstörung, Literaturanalyse, Soziales Elend, Mensch-Maschine-Verhältnis, Kapitalismuskritik, Naturbeziehung, Arbeitsethik, Moderne Drama, Gesellschaftskritik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert Georg Kaisers expressionistisches Drama „Gas“ aus der theoretischen Perspektive des Ecocriticism, wobei der Fokus auf dem kritischen Verhältnis zwischen dem Menschen, technischer Industrialisierung und der ökologischen Umwelt liegt.

Welche zentralen Themenfelder werden in der Arbeit bearbeitet?

Die wichtigsten Schwerpunkte sind die Entmenschlichung der Arbeiterschaft, die Kritik am industriellen Fortschrittsstreben, die Rolle des Geldes als Triebfeder gesellschaftlicher Zerstörung und die Funktion einer literarischen „Erlöserfigur“.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Analyse?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie Georg Kaiser die durch industrielle Gier verursachte Entfremdung des Menschen von seiner natürlichen Lebensgrundlage darstellt und ob das Drama Ansätze zur Überwindung dieser destructiven Zustände bietet.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?

Die Arbeit verwendet eine literaturwissenschaftliche Analyse mit dem Schwerpunkt auf den spezifischen Analysekategorien des Ecocriticism, ergänzt durch einen strukturellen Einblick in die Form des Stationendramas.

Was wird im Hauptteil der Arbeit inhaltlich behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in den Ecocriticism und eine detaillierte, aktweise Untersuchung des Dramas „Gas“. Hierbei werden Dialoge und Handlungssequenzen analysiert, um die Verwandlung der menschlichen Figuren in mechanische Bestandteile des Arbeitsprozesses zu belegen.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am treffendsten?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Ecocriticism, Entmenschlichung, Kapitalismuskritik, Industrialisierung, Spätexpressionismus und Mensch-Maschine-Dichotomie geprägt.

Welche Bedeutung kommt der Namenslosigkeit in Kaisers Drama zu?

Die Arbeit leitet daraus ab, dass die Figuren keine eigenständigen Individuen darstellen sollen, sondern vielmehr als austauschbare „Ideenträger“ fungieren, die ein mechanisiertes System repräsentieren.

Wie bewertet der Autor die Rolle des Milliardärsohns?

Der Milliardärsohn wird als ethisch handelnde Instanz und Erlöserfigur identifiziert, die als einzige Figur innerhalb des Werkes Menschlichkeit bewahrt und versucht, dem Zerstörungskreislauf durch alternative Lebenskonzepte entgegenzuwirken.

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Résumé des informations

Titre
Analyse von Georg Kaisers "Gas" aus der Forschungsperspektive des Ecocriticism
Université
RWTH Aachen University
Note
2,3
Auteur
Ivan Samardzic (Auteur)
Année de publication
2018
Pages
18
N° de catalogue
V1268980
ISBN (PDF)
9783346710994
ISBN (Livre)
9783346711007
Langue
allemand
mots-clé
analyse georg kaisers forschungsperspektive ecocriticism
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Ivan Samardzic (Auteur), 2018, Analyse von Georg Kaisers "Gas" aus der Forschungsperspektive des Ecocriticism, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1268980
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Extrait de  18  pages
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