Festigung ausgewählter Techniken im Unihockey


Unterrichtsentwurf, 2008

27 Seiten


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Bedingungen des Unterrichts und Analyse der Lerngruppe

2 Sachanalyse

3 Jahresplan und Stoffverteilungsplan – Einordnung der Stunde in die Unterrichtseinheit

4 Didaktische Analyse

5 Lernziele

6 Methodische Überlegungen

7 Verlaufsplan der Stunde

Literaturverzeichnis

Anhang A: schematische Darstellung des Stationsaufbaus

Anhang B: benötigte Arbeitsmaterialien

Anhang C: Arbeitskarten

Anhang D: Unihockey- Regeln für die Schule

Anhang E: Sportprotokoll

1. Bedingungen des Unterrichts und Analyse der Lerngruppe

Der Sportunterricht wird in der Sporthalle der Sekundarschule absolviert. Der in der Nähe liegende Sportplatz steht für die Außensportstunden zur Verfügung. Unihockey wird grundsätzlich in der Sporthalle erlernt, da besondere Maßnahmen wie benötigte Banden (aus Bänken) in der Halle leichter umzusetzen sind. Die zur Verfügung stehende Sporthalle ist klein (ca. 22m x ca. 11m) und ist somit für viele Sportspiele bei ihrer Umsetzung nicht optimal. Für das Sportspiel Unihockey stehen 28 Schläger und 10 Bälle zur Verfügung. Die vielen vorhandenen Sportbänke können sehr gut als Bande benutzt werden. Durch die minimale Größe der Sporthalle muss methodisch so agiert werden, dass alle Schüler in Bewegung kommen und bleiben. Ein korrekt ausgeführtes Unihockeyspiel mit 2x sechs Spielern und einer Feldgröße von 40m x 20m ist nicht möglich, so dass entsprechend den situativen Bedingungen in vielen Varianten gespielt werden muss. Die Klassenstufe 5 hat laut Stundentafel drei Sportstunden in der Woche.

Die Lerngruppe setzt sich aus Mädchen und Jungen der Klasse 5b zusammen. In dieser Gruppe lernen 22 Schüler verschiedener Nationalitäten. Sprachliche Probleme gibt es nicht. Die Klasse wird koedukativ unterrichtet.

Dem Sportunterricht stehen die meisten Schüler aufgeschlossen gegenüber. Jedoch konnten bei einigen Schülern ein von stofflichen Inhalten abhängiges sportliches Interesse festgestellt werden.

Das Leistungsvermögen und die Leistungsbereitschaft sind allgemein in der Klasse mit „gut“ einzuschätzen. Die Klasse 5b spielt gerne und ist gerade bei Wettkämpfen und Erwärmungsspielen sehr motiviert. Probleme gibt es häufiger bei der Gruppen - oder Paareinteilung. Mädchen möchten nicht mit den Jungen zusammen spielen, bzw. einige Mädchen nur mit bestimmten anderen Mädchen in einer Gruppe sein. Dies wurde in der letzten Zeit mit einer Auslosung von Gruppen vermieden, die die Schüler auch akzeptierten.

Die Schüler sind altersentsprechend lebhaft und haben einen großen, oftmals übermotivierten Bewegungsdrang Einige Jungen versuchen immer wieder undiszipliniert und den Äußerungen der Lehrerin nicht zu folgen, in dem sie andere Aufgaben, als gestellt ausüben oder auf den großen Matten und Sprossenwänden herumturnen. Trotz mehrmaliger Belehrungen und Ermahnungen meinerseits versuchen sie immer wieder undiszipliniert zu sein.

Für eine bessere Organisation sind Pfiffregeln eingeführt worden:

- 1 Pfiff: Ruhe - beim Unihockey: Ballruhe und Schläger festhalten
- 2 Pfiffe: auf die Bank setzen

Insgesamt herrscht unter den Schülern dieser Lerngrupe ein für eine 5. Klasse normales soziales Klima. Streitigkeiten, Unstimmigkeiten unter den Mädchen und kleine Machtkämpfe bei den Jungen sind öfter zu beobachten.

In den von mir gehaltenen Stunden gab ich mehrfache Hinweise zur Einhaltung der Disziplin und verwies auf wesentliche Regeln des ordentlichen sozialen Umgangs miteinander. Um dem Nachdruck zu verleihen erteilte ich Stundennoten.

In den letzten Stunden gingen die Schüler freundschaftlicher und kameradschaftlicher miteinander um und waren bei den Leistungskontrollen fair und feuerten ihre Mitschüler an.

Das Sportzeug wird leider immer von mindestens einem Schüler vergessen.

Unihockey ist den Schülern bekannt, da in einigen Spielstunden Unihockey als Unterrichtsgegenstand gewählt wurde.

2. Sachanalyse

Unihockey wird seit Anfang der siebziger Jahre in Schweden gespielt und verbreitete sich bis heute in über mehr als 18 Ländern. Es gibt verschiedene Varianten, die sich, je nach Sportkultur eines Landes, entwickelt haben. Es gibt Unterschiede in der Spielfeldgröße und der Spielerzahl aber auch verschiedene Schwerpunkte (Breiten-, Freizeit- oder Leistungssport). Unihockey wird als eine Trendsportart angesehen, welche zunehmend an Popularität gewinnt und insbesondere in Schulen auf hohe Akzeptanz im Sportunterricht stößt. Aufgrund der Spieldynamik des Unihockeyspiels mit den sich rasch ändernden Spielsituationen auf dem Spielfeld gehört diese Sportart zu den schnellsten Hallensportarten, ist leicht zu erlernen und benötigt nur wenige Ausrüstungsteile, die zudem sehr preisgünstig zu erwerben sind (vgl. Blanke, 1997, S.4).

Unihockey ist ein Mannschaftsspiel, das von allen Alters- und Könnensstufen gespielt werden kann. Die Spielregeln sind variabel und beschränken sich auf einige Hinweise, die je nach Situation und Absicht des Sportlehrers, von den Mannschaften festgelegt, verändert und variiert werden können (vgl. Schwabe, 1992, S. 375).

Für den Schulsport ist Unihockey gleichzeitig eine ideale Sportart, denn bei nur wenigen anderen Sportarten werden Jungen und Mädchen gleichsam spielerisch und konditionell gefördert. „Unihockey ist für koedukativen Unterricht bzw. gemeinsames Training besonders geeignet, da Jungen i.d.R. keinen sozialisationsbedingten Vorteil – wie z.B. beim Fußball o.ä. – mitbringen, sondern auf einem ähnlichen Niveau beginnen um die Sportart zu erlernen “( A. Franke-Thiele. S. 5).

Ziel des Spiels:

Beim Unihockey soll ein 23 Gramm schwerer Ball mit einem Kunststoffstock in ein Tor befördert werden. Dabei darf der Ball auch mit dem Fuß gestoppt und sich selbst einmal vorgelegt werden. Die Bande darf man dazu nutzen, um den Gegner zu umspielen oder um indirekte Pässe zu schlagen. Der Gegner muss versuchen einen Torerfolg der anderen Mannschaft regelgerecht zu verhindern. Körperkontakt ist nicht erlaubt.

Man unterscheidet vor allem zwei Varianten:

1. Einmal die Variante des Großfeldes (40 x 20 Meter), auf dem sich zwei Mannschaften mit je sechs Feldspielern und einem festen Torwart gegenüber stehen. Das Spielfeld wird durch eine 50 cm hohe Bande begrenzt.
2. das Kleinfeld misst 28 x 16 Meter und dort wird mit je vier Feldspielern gespielt,

jedoch ohne festen Torwart. Die Bandenhöhe des Kleinfeldes variiert zwischen 30 bis

50 cm. Die genauen Spielregeln sind im Anhang A zu finden.

Die grundlegendsten Techniken, die die Schüler in der Schule erlernen, festigen und im Spiel anwenden können, sind Ballführen, Balldribbling, Passen (Doppelpass, Schiebepass, Schnellpass) und der Torschuss.

Für die heutige Stunde ist ein Wissen über einzelne Elemente im Unihockey und einzelne Bewegungsbeschreibungen nötig.

a) Körperhaltung

Das Vermitteln der richtigen Körperhaltung stellt einen wichtigen Aspekt dar, weil das Spielgerät vor allem Anfänger dazu verleitet den Rücken stark zu beugen. Diese ungewohnte Belastung kann dann zu Beschwerden führen.

b) Schlägerhaltung

Es gibt Schläger mit vorgegebener Krümmung und solche ohne. Die Krümmung hat den Vorteil einer besseren Ballführung, aber den Nachteil, dass ein Schläger nur noch entweder für Rechts- (= Vorhand rechts) oder Linksausleger (= Vorhand links) nutzbar ist. Der Unihockschläger in der Schule ist gerade ausgerichtet und hat keine Wölbung.

Der Schläger wird vor oder neben dem Körper mit einer Neigung von ca. 45 – 55 Grad zum Körper gehalten. Die Kellenspitze zeigt vom Spieler weg. Eine Hand greift am oberen Stockende (Griffhand) zu, in Normalhaltung zeigt der Handrücken nach vorn.

Stockdrehungen werden mit der Griffhand ausgeführt. Die untere Hand fasst den Schaft ca. 30 cm (bzw. zwei Handbreiten Abstand zwischen den Händen) unter der oberen und wird auch

als Führungs- oder Führhand bezeichnet.

c) Ballannahme

Die Ballannahme erfolgt nach den gleichen Kriterien der Ballführung. Der ankommende Ball wird mit einer zum Ball hingeneigten Schlägerhaltung erwartet und angenommen. Die Ballannahme wird sauberer, wenn der Schläger in Laufrichtung des Balles mitgeführt wird.

d) Ballführung

Bei der Ballführung, sowie beim Dribbling ist darauf zu achten, dass die Schlägerkelle „beschützend“ bzw. „dachbildend“ an den Ball angelegt wird. Dies ermöglicht eine gute Ballkontrolle und erschwert es dem Gegenspieler in Ballbesitz zu kommen. Beim Wechsel zwischen Vor- und Rückhand wird der Schläger unter dem Körper schnell über den Ball geschoben. Wichtig ist weiterhin ein enger Kontakt zwischen Kelle und Ball sowie die Abdeckung des Balles durch den Körper.

e) Schusstechniken

Die korrekte Ausführung der Schusstechnik bzw. der allgemeinen Ballabgabe durch Passen ist entscheidend für erfolgreiche Spielzüge und Torschüsse.

- Schlenzschuss

Die Kelle „überdacht“ den Ball, bleibt aber ständig mit dem Boden in Kontakt. Die Kelle wird mit dem Ball über den Boden gezogen und erst auf Höhe des vorderen Fußes verlässt der Ball die Kelle, wobei die Führhand im letzten Moment dem Ball einen schnellkräftigen Stoß gibt. Im Gegensatz zum Schlagschuss wird der Ball von der Kelle besonders lange begleitet.

Fortgeschrittene „überdachen“ den Ball mit viel Druck vom Schläger wodurch die Ballabgabe zusätzliche Geschwindigkeit erfährt durch den sich entladenden Druck.

[...]

Ende der Leseprobe aus 27 Seiten

Details

Titel
Festigung ausgewählter Techniken im Unihockey
Veranstaltung
Schule 5. Klasse
Autor
Jahr
2008
Seiten
27
Katalognummer
V126907
ISBN (eBook)
9783640370986
ISBN (Buch)
9783640371167
Dateigröße
533 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Besonderer Unterrichtsbesuch im Fach Sport Die Techniken des Unihockeys werden in Stationsarbeit geübt.
Schlagworte
Festigung, Techniken, Unihockey
Arbeit zitieren
Berit Schüler (Autor), 2008, Festigung ausgewählter Techniken im Unihockey, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/126907

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