An einem Fallbeispiel wird das Thema Petition erarbeitet. Anschließend müssen sich die Schüler in die Rolle des Petitionsausschusses versetzen und über den realen Fall urteilen. Am Ende können die Schülerurteile mit dem realen Ergebnis verglichen werden.
Enthält alle Materialien (Einstiegsbild und -text, Arbeitsblätter) sowie einen Tafelanschrieb.
Struktur der Unterrichtseinheit
1. Unterrichtsbedingungen – zur Klassensituation
2. Stellung der Stunde innerhalb der Unterrichtseinheit
3. Didaktische Überlegungen
4. Methodische Überlegungen
5. Lernziele der Stunde
6. Geplanter Unterrichtsverlauf
7. Materialien (Folien, Arbeitsblatt, Tafelanschrieb)
8. Literatur
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Ziel dieser Arbeit ist die didaktische Planung einer Unterrichtsstunde zum Thema Petitionsrecht, um Schülern die verfassungsrechtlich verankerten Möglichkeiten der politischen Teilhabe und Beschwerde gegenüber staatlichen Institutionen praxisnah zu vermitteln.
- Vermittlung des Petitionsrechts als demokratisches Grundrecht
- Analyse des Ablaufs eines Petitionsverfahrens
- Rolle und Aufgaben von Petitionsausschuss und Landtag
- Praktische Anwendung anhand eines konkreten Fallbeispiels
- Förderung der Urteilskompetenz bei politisch-gesellschaftlichen Konflikten
Auszug aus dem Buch
3. Didaktische Überlegungen
Nach Artikel 17 des Grundgesetzes können auch Kinder und Jugendliche das Petitionsrecht nutzen. Dies geschieht nur selten und nur wenige Kinder wenden sich an Parlamente und deren Petitionsausschüsse. Vermutlich ist ihnen die unmittelbar bürgerbezogene Arbeit der Parlamente nicht einmal vertraut. Neben Wahlrecht, Mitwirkung in politischen Parteien und Teilnahme an Demonstrationen und Bürgerinitiativen ist die Wahrnehmung des Petitionsrechts der verfassungsrechtlich gewiesene Weg zur Artikulierung politischer Wünsche und Forderungen und zur Auslösung eines Befassungszwanges des Parlaments.
Nachdem die erstgenannten Möglichkeiten in der letzten Stunde behandelt wurden, sollen die Schüler sich heute mit dem auch für sie gültigen Petitionsrechts befassen. Da das Thema unmittelbar die Schüler betrifft, ist das Thema für sie interessant und motivierend.
Die Petition sieht vor, dass Bitten und Beschwerden an die Volksvertretung gerichtet werden können. Beiden ist gemeinsam, dass sie das Ziel einer Änderung oder Abhilfe verfolgen, d.h. ein staatliches Handeln mit Außenwirkung. Während sich in der parlamentarischen Praxis Bitten vor allem auf Vorschläge zur Gesetzgebung beziehen, haben Beschwerden in der Regel ein Handeln oder Unterlassen der Verwaltung zum Gegenstand. Hier musste eine didaktische Reduktion erfolgen. Das Fallbeispiel der Stunde bezieht sich auf die Möglichkeit der Beschwerde, so dass die Bitte als Form einer Petition in der Stunde vernachlässigt werden muss bzw. eventuell nur am Rande angesprochen werden kann.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Unterrichtsbedingungen – zur Klassensituation: Beschreibung der Ausgangslage der 9c, ihres Leistungsniveaus sowie der Rahmenbedingungen für den Unterricht.
2. Stellung der Stunde innerhalb der Unterrichtseinheit: Einordnung der Thematik Petition in den Kontext der Einheit über das politische System der Bundesrepublik.
3. Didaktische Überlegungen: Erörterung der verfassungsrechtlichen Grundlagen des Petitionsrechts und der Begründung für die Themenwahl innerhalb der Lehrplaneinheit.
4. Methodische Überlegungen: Darlegung des konkreten Unterrichtsverlaufs, der Materialwahl und der pädagogischen Entscheidung für das Fallbeispiel Kingsley Osagi.
5. Lernziele der Stunde: Definition der fachlichen und methodischen Kompetenzen, die die Schüler im Verlauf der Stunde erwerben sollen.
6. Geplanter Unterrichtsverlauf: Tabellarische Übersicht der Unterrichtsphasen, Sozialformen und eingesetzten Medien.
7. Materialien (Folien, Arbeitsblatt, Tafelanschrieb): Dokumentation der verwendeten Unterrichtsmittel zur Unterstützung der Lernprozesse.
8. Literatur: Auflistung der verwendeten Quellen und Fachliteratur zur Vorbereitung des Entwurfs.
Schlüsselwörter
Petition, Petitionsrecht, Petitionsausschuss, Grundgesetz, Landtag, Bürgerrecht, politische Teilhabe, Beschwerde, parlamentarische Kontrolle, Demokratie, Rechtsweg, Fallbeispiel, Didaktik, Unterrichtsentwurf, Mitwirkung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Dokument grundsätzlich?
Das Dokument ist ein detaillierter Stundenentwurf für eine Prüfungslehrprobe im Fach Gemeinschaftskunde, der die Behandlung des Petitionsrechts als Mittel der politischen Teilhabe zum Thema hat.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Mittelpunkt stehen das Petitionsrecht, die Aufgaben des Petitionsausschusses des Landtags sowie die rechtlichen Möglichkeiten von Bürgern bei Behördenkonflikten.
Was ist das primäre Ziel der Stunde?
Die Schüler sollen das Petitionsrecht kennenlernen, beurteilen und die Kompetenz erwerben, sich aktiv an einem simulierten Petitionsverfahren zu beteiligen.
Welche methodischen Ansätze werden verwendet?
Es werden fallorientierte Methoden eingesetzt, darunter Lehrererzählung, Einzelarbeit zur Textrecherche und Gruppenarbeit für die Simulation einer Entscheidung im Petitionsausschuss.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine problemorientierte Einführung durch ein Fallbeispiel, die Erarbeitung der rechtlichen Grundlagen und die praktische Transferleistung in Rollenspielen.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Begriffe sind Petitionsrecht, Petitionsausschuss, demokratische Mitwirkung und parlamentarisches Kontrollrecht.
Warum wurde der Fall Kingsley Osagi als Beispiel gewählt?
Das Fallbeispiel dient als emotionaler Einstieg, um die Relevanz des Petitionsrechts für den Alltag greifbar zu machen und den Schülern einen konkreten Anlass zur Beschwerde zu bieten.
Wie unterscheidet der Entwurf zwischen Bitten und Beschwerden?
Der Entwurf folgt der parlamentarischen Praxis: Bitten zielen auf gesetzgeberische Anregungen ab, während Beschwerden sich auf das Handeln oder Unterlassen der Verwaltung beziehen.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2008, Die Petition - der direkte Weg ins Parlament?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/127005