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Vom Rand zur Mitte?

Der Einzug der NPD in den Landtag von Mecklenburg-Vorpommern 2006 aus der Perspektive von organisatorischer Strukturierung und Wählertypologie

Titre: Vom Rand zur Mitte?

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2009 , 20 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Danny Michelsen (Auteur)

Politique - Système politique de l'Allemagne
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In dieser Arbeit widme ich mich der Frage nach internen und externen Faktoren aus der Perspektive der NPD und ihrer Wählerschaft, die den Wahlerfolg lang- und kurzfristig begünstigten. Dazu liegen dem ersten Teil, im Rahmen einer Darstellung der ideologischen und internen Strukturierung der Nationaldemokraten, die wichtigsten Maßnahmen der NPD in Ausrichtung auf die Landtagswahl 2006 zugrunde. Im zweiten Teil werde ich mich bemühen, ausgehend vom Interaktionsmodell Jürgen Falters, eine möglichst konkrete Typologie der NPD-Wählerschaft in Mecklenburg-Vorpommern auf der Grundlage von zwei der wichtigsten Erklärungsmodelle rechtextremer Wahlentscheidungen – der Theorie realistischer Gruppenkonflikte und relativer Deprivation – zu entwerfen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Der Wahlerfolg aus der Perspektive der organisatorischen Strukturierung

1.1 „Sozial geht nur national“: ideologische Strukturierung

1.1.1 Das „Aktionsprogramm“

1.1.2 Wahltaktische Präferenzen

1.2 „Wir packen an“: organisatorische und externe Strukturierung

1.2.1 „Kampf um die Köpfe“: Aufbau, Mitgliederstruktur und Führungspersonen

1.2.2 „Kampf um die Parlamente“: Die Arbeit in den Kommunalparlamenten

1.2.3 “Kampf um die Straße”: Öffentlichkeitswirksame Aktionen

1.2.4 „Kampf um den organisierten Willen“: Verhältnis zur freien Szene und zur DVU

2. Der Wahlerfolg aus der Perspektive der Wählertypologie

2.1 Wahl aus Protest: Relative Deprivation und soziale Integration

2.2 Wahl aus Überzeugung: Rechtextremes Einstellungspotential

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die internen und externen Faktoren, die den Wahlerfolg der NPD bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2006 begünstigten. Ziel ist es, den überproportionalen Stimmenzuwachs durch eine Kombination aus organisatorischer Strategieanalyse und der Anwendung des Falterschen Interaktionsmodells auf die Wählerschaft zu erklären.

  • Analyse der ideologischen Ausrichtung und des „Aktionsprogramms“ der NPD.
  • Untersuchung der organisatorischen Strukturierung („Drei-Säulen-Konzept“).
  • Typologie der Wählerschaft basierend auf Protestmotiven und relativer Deprivation.
  • Evaluation des Einflusses von rechtsextremen Einstellungspotentialen auf das Wahlverhalten.

Auszug aus dem Buch

1.2.2 „Kampf um die Parlamente“: Die Arbeit in den Kommunalparlamenten

Bei den Kommunalwahlen 2004 war es den Nationaldemokraten gelungen, mit insgesamt zehn Mandaten in sieben der acht Parlamente einzuziehen, für die sie angetreten waren. Die Wahlerfolge in den Landkreisen Ostvorpommern, Ludwigslust und in der Hansestadt Stralsund müssen in direktem Zusammenhang mit der Aufhebung der Fünf-Prozent-Hürde im Rahmen einer Novellierung der Kommunalverfassung durch die Landesregierung im Juni 2004 betrachtet werden. So konnte the NPD lediglich in zwei Gemeinden – Teldau im äußersten Westen und Anklam im Osten des Landes – einen Zweitstimmenanteil von über fünf Prozent verbuchen.

Eine an sachpolitischen Themen orientierte Aktivitätsintensität wird bereits darin eingegrenzt, dass keiner der zehn NPD-Mandatsträger interfraktionelle Stimmen für Ausschusskandidaturen erhielt. Die Partei ist folglich gezwungen, ihre Interessen ausschließlich im Plenum zu unterbreiten. Jedoch wird sämtlichen Abgeordneten – mit Ausnahme des Anklamer Juristen und Landtagsabgeordneten Michael Andrejewski – in Bezug auf Arbeitsaufwand und Redebeiträge eine „an Renitenz grenzende Passivität“ attestiert. Die „ausgesprochen voraussetzungsvoll[e] und aufwendig[e]“ Arbeit Andrejewskis in der Stadtvertretung der Kleinstadt Anklam sowie im Kreistag Ostvorpommerns dagegen legte den Grundstein für eine Ausrichtung der NPD-Strategie im Sinne einer „dreifachen Transmissionsfunktion“, wie Wagner die angestrebte Steigerung des Ansehens kommunaler Akteure als Voraussetzung kommunalpolitischer Erfolge und hoher Ergebnisse bei überregionalen Wahlen definiert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Der Wahlerfolg aus der Perspektive der organisatorischen Strukturierung: Dieses Kapitel analysiert die parteiinternen Maßnahmen, das ideologische „Aktionsprogramm“ und die strategische Ausrichtung der NPD, um den Wahlerfolg durch organisatorische Erfolgsbedingungen zu erklären.

2. Der Wahlerfolg aus der Perspektive der Wählertypologie: Hier wird mittels des Falterschen Interaktionsmodells untersucht, inwieweit das Wahlverhalten der Wählerschaft durch sozioökonomische Faktoren, relative Deprivation und rechtsextreme Einstellungsmuster motiviert war.

Schlüsselwörter

NPD, Mecklenburg-Vorpommern, Landtagswahl 2006, Rechtsextremismus, Wahlerfolg, Organisationsstruktur, Wählertypologie, Protestwahl, Soziale Integration, Relative Deprivation, Kommunalpolitik, Parteienforschung, Strategie, Politische Radikalisierung, Wahlverhalten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse des erstmaligen Einzugs der NPD in den Landtag von Mecklenburg-Vorpommern im Jahr 2006 und untersucht die Faktoren, die diesen Erfolg ermöglicht haben.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Untersuchung konzentriert sich primär auf zwei Säulen: die interne organisatorische Strukturierung der NPD und die Wählertypologie unter Berücksichtigung von Protest- und Überzeugungsmotiven.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die überproportionale Divergenz des Wahlergebnisses von 7,3 Prozent zu erklären, indem interne Strategien der Partei mit soziologischen Modellen der Wahlentscheidung verknüpft werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf die Theorie der „Erfolgsbedingungen des organisierten Rechtsextremismus“ nach Richard Stöss sowie das „Interaktionsmodell“ von Jürgen Falter zur Analyse von Wahlentscheidungen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Darstellung der organisatorischen Maßnahmen (z.B. „Drei-Säulen-Konzept“) und eine quantifizierende Analyse der Wählerklientel sowie deren rechtsextreme Einstellungspotentiale.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem NPD, Rechtsextremismus, relative Deprivation, politische Strategie, Wahlsoziologie und Mecklenburg-Vorpommern.

Welche Rolle spielt das „Drei-Säulen-Konzept“ für den NPD-Wahlerfolg?

Das Konzept dient der strategischen Ressourcenkonzentration, indem es die Partei in den Parlamenten, an der Basis („Kampf um die Köpfe“) und durch öffentliche Aktionen („Kampf um die Straße“) verankert.

Wie erklärt die Arbeit das Wahlverhalten der „Modernisierungsverlierer“?

Durch die Anwendung der Scheuch/Klingemann-Hypothese wird verdeutlicht, dass sozioökonomische Transformationsvorgänge und ein gefühlter Verlust von Privilegien als Haupttreiber für die Rechtswahl fungieren.

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Titre
Vom Rand zur Mitte?
Sous-titre
Der Einzug der NPD in den Landtag von Mecklenburg-Vorpommern 2006 aus der Perspektive von organisatorischer Strukturierung und Wählertypologie
Université
University of Göttingen  (Seminar für Politikwissenschaft)
Cours
Proseminar "Einführung in die Parteienforschung"
Note
1,0
Auteur
Danny Michelsen (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
20
N° de catalogue
V127030
ISBN (ebook)
9783640406463
ISBN (Livre)
9783640406753
Langue
allemand
mots-clé
Rand Mitte Einzug Landtag Mecklenburg-Vorpommern Perspektive Strukturierung Wählertypologie
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Danny Michelsen (Auteur), 2009, Vom Rand zur Mitte?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/127030
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Extrait de  20  pages
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