Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie sich die (Massen-) Kommunikation durch die Entwicklung von Sozialen Netzwerken verändert hat und was die Folgen dieser Entwicklung für die Produktion von journalistischen Medieninhalten sind. Dazu wird zunächst ein Überblick der zentralen Aspekte der Informationstheorie nach C. E. Shannon geschaffen und im Detail auf das Sender-Empfänger-Modell von Shannon und W. Weaver eingegangen. Anschließend wird die Veränderung der (Massen-)Kommunikation durch, und in den Sozialen Medien thematisiert. Es erfolgt zunächst eine Eingrenzung des Begriffs der Sozialen Medien auf Netzwerk- und Multimediaplattformen. Daraufhin wird das Social-Media-Kommunikationsmodell von C. Zanger erläutert und die Unterschiede zum Sender-Empfänger-Modell beschrieben. Nachdem dann auf Aspekte des Journalismus in den Sozialen Medien eingegangen wird, folgt ein Überblick über die Anforderungen, die an journalistische Arbeit gestellt werden. Daran anschließend werden die Folgen für den Journalismus, die durch die veränderte Kommunikation entstanden sind, betrachtet. Abschließend werden in einem Fazit die Zusammenhänge zwischen den Kommunikationsmodellen und den Folgen für den Journalismus zusammengefasst, die zentralen Aspekte der Arbeit reflektiert und ein Ausblick auf weiterführende Forschung gegeben.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Shannons Informationstheorie
3 Veränderung der Kommunikation durch die Sozialen Medien
3.1 Soziale Medien
3.1.1 Netzwerkplattformen
3.1.2 Multimediaplattformen
3.2 Social-Media-Kommunikationsmodell
4 Journalismus in Sozialen Netzwerken
4.1 Anforderungen an journalistische Inhalte
4.2 Folgen der Entwicklung von Sozialen Netzwerken
4.2.1 Bedeutung des Journalismus
4.2.2 Vertrauen in Journalistische Medien
4.2.3 Veränderte Darstellungsformen
5 Fazit
5.1 Reflexion
5.2 Ausblick auf weiterführende Forschung
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Diese Arbeit untersucht, wie die Entwicklung sozialer Medien die massenmediale Kommunikation verändert hat und welche spezifischen Herausforderungen sich daraus für die Produktion journalistischer Medieninhalte ergeben, wobei Shannons Informationstheorie als theoretischer Ausgangspunkt dient.
- Grundlagen der Informationstheorie nach C. E. Shannon
- Transformation des Kommunikationsmodells durch soziale Medien
- Anforderungen an moderne journalistische Arbeit
- Einfluss von Algorithmen auf Inhaltsselektion und Reichweite
- Vertrauensverlust und Qualitätswandel im Journalismus
Auszug aus dem Buch
3.1.1 Netzwerkplattformen
Die Netzwerkplattformen, welche auch als Soziale Netzwerke bezeichnet werden, basieren auf der Erstellung eines persönlichen Profils der Nutzer*innen. Unter den Sozialen Netzwerken ist das Netzwerk Facebook, welches seit Juni 2017 weltweit zwei Milliarden registrierte Nutzer*innen hat, das populärste. Registrierte Nutzer*innen können ihrem Profil ein Bild hinzufügen, persönliche Daten angeben und äußern, wo ihre Interessen liegen, indem sie zum Beispiel Seiten von Personen des öffentlichen Lebens oder von politischen Parteien abonnieren. Von dem Profil aus, so Schmidt (2018), können andere Nutzer*innen zu der eigenen Freundesliste hinzugefügt werden. Es kann über persönliche Nachrichten direkt miteinander kommuniziert werden, jedoch auch in Form von öffentlichen Beiträgen oder Beiträgen in einer Gruppe. Beiträge von Nutzer*innen der eigenen Freundesliste, sowie Beiträge von abonnierten Seiten werden zusätzlich in einem Informationsstrom, dem News-Feed, angezeigt, der permanent aktualisiert wird. Was den Nutzer*innen in dem News-Feed von Facebook angezeigt wird, beruht außerdem auf einem Algorithmus, der die Inhalte gemäß den Daten, die von Facebook mit der Zeit gesammelt und gespeichert werden, filtert und gewichtet (Schmidt, 2018).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung führt in das Themenfeld der durch soziale Medien veränderten Kommunikation ein und definiert die Fragestellung hinsichtlich der Konsequenzen für den professionellen Journalismus.
2 Shannons Informationstheorie: Dieses Kapitel erläutert die technischen Grundlagen der Informationstheorie nach Claude E. Shannon und stellt das klassische Sender-Empfänger-Modell dar.
3 Veränderung der Kommunikation durch die Sozialen Medien: Es wird die Transformation von einem einseitigen Sender-Empfänger-Modell hin zu einem interaktiven, dialogorientierten Modell in sozialen Medien analysiert.
4 Journalismus in Sozialen Netzwerken: Das Kapitel beleuchtet, wie die Veränderungen der Kommunikationsstrukturen den Journalismus unter Druck setzen, insbesondere durch neue Erwartungen und Gatekeeper-Problematiken.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert die technologischen Entwicklungen sowie deren Auswirkungen auf die journalistische Produktion.
Schlüsselwörter
Informationstheorie, Shannon, Kommunikation, soziale Medien, Journalismus, soziale Netzwerke, Sender-Empfänger-Modell, Gatekeeper, News-Feed, Algorithmus, eWOM, Medienproduktion, Medienwandel, Nutzergenerierte Inhalte, Vertrauen.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert den Wandel der (Massen-)Kommunikation durch soziale Medien und dessen spezifische Auswirkungen auf die Produktion sowie die Glaubwürdigkeit journalistischer Inhalte.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Bereiche sind die theoretischen Grundlagen der Informationstheorie, die Funktionsweise von sozialen Netzwerken im Vergleich zu traditionellen Medien und die daraus resultierenden Qualitätsanforderungen an den Journalismus.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die Transformation vom klassischen Sender-Empfänger-Modell hin zum dynamischen Social-Media-Kommunikationsmodell aufzuzeigen und die Folgen für die journalistische Praxis abzuleiten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse bestehender informationstheoretischer Konzepte und deren Anwendung auf aktuelle digitale Kommunikationsprozesse.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit der Definition sozialer Medien, dem Vergleich von Kommunikationsstrukturen, der veränderten Rolle des Journalismus als Gatekeeper und der Beeinflussung der Inhalte durch Algorithmen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Informationstheorie, soziale Netzwerke, Journalismus, Gatekeeper-Modell, eWOM und Algorithmen.
Warum ist das Sender-Empfänger-Modell nach Shannon für soziale Medien nur begrenzt tauglich?
Das klassische Modell ist rein linear und einseitig ausgerichtet, während die Kommunikation in sozialen Medien durch Multidirektionalität und interaktiven Austausch zwischen Anbietern und Konsumenten definiert ist.
Welche Rolle spielt der Algorithmus für den Journalismus?
Algorithmen filtern und gewichten Inhalte auf sozialen Plattformen, was dazu führt, dass Redaktionen ihre Darstellungsformen anpassen müssen, um Reichweite zu erzielen und von den Nutzern wahrgenommen zu werden.
Was bedeutet "eWOM" im Kontext der Arbeit?
"eWOM" steht für "electronic Word-of-Mouth" und beschreibt den Prozess, bei dem Nutzer in sozialen Medien selbst zu Sendern von Informationen werden und durch ihre Bewertungen oder Kommentare die Verbreitung von Inhalten maßgeblich beeinflussen.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2022, Die Informationstheorie als Grundlage einer Wissenschaft der Medienproduktion, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1270509