Wohnraumanalyse einer 50er Jahre Siedlung

Haben die baulichen Maßnahmen zur Wohnzufriedenheit zum Ziel geführt?


Hausarbeit, 2007
66 Seiten, Note: 1,7

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1. Einleitung: Zielstellung und Aufbau der Arbeit

2. Methoden bei der Untersuchung des Viertels
2.1 Kooperation mit dem Bauverein Reiherstieg eG
2.2 Dokumentenanalyse
2.3 Qualitative Interviews
2.4 Ortsbegehungen und Soziale Raumbeobachtung
2.5 Problematiken bei der Untersuchung

3. Erste Handlungsphase: Errichtung in den 1950er Jahren
3.1 Handlungsanlass und Bau der Siedlung
3.2 Bewertung von Maßnahmen und Wohnsituation

4. Zweite Handlungsphase: Erste Modernisierung (1975 bis 1978)
4.1 Handlungsanlass und Modernisierungsmaßnahmen
4.2 Bewertung von Maßnahmen und Wohnsituation

5. Dritte Handlungsphase: Zweite Modernisierung, Neubau und Wohnumfeldmaßnahmen (1990 bis heute)
5.1 Handlungsanlass und Durchführung der Maßnahmen
5.2 Bewertung von Maßnahmen und Wohnsituation

6. Ausgangssituation im Rüdemannweg-Viertel
6.1 Bestandsaufnahme der aktuellen Wohnsituation
6.2 Aktuelle Wohnzufriedenheit der Bewohner

7. Fazit und Ausblick auf die Entwicklung der künftigen Wohnsituation

8. Handlungsansätze für eine dauerhafte und langfristige Wohnzufriedenheit der Bewohner
8.1 Optimierung der Durchführung von baulichen Maßnahmen
8.2 Ausrichtung der baulichen Maßnahmen am (zukünftigen) Bewohnerprofil
8.3 Nachhaltige bauliche Maßnahmen durch flexible Planung

Anhang I: Interviews - Fragebögen und Antworten
A. Interview mit Thorsten Sz
B. Interview mit Andreas B
C. Interview mit Frank Sch
D. Interview mit Familie S
E. Interview mit Frau B

Quellenverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Ausstattung der Wohnungen im Rüdemannweg-Viertel (Bauabschnitte I-IV) Reiherstieg eG 1978,

Tabelle 2: Struktur der Wohnungen im Rüdemannweg-Viertel Reiherstieg eG, 09.08.2007

Tabelle 3: Wohnungs- und Bewohnerstruktur in Wilhelmsburg und Hamburg im Vergleich zum Rüdemannweg-Viertel verschiedene Quellen: Sch., Interview 19.07.2007; Statistikamt Nord 2005; Statistik Magazin Hamburg 2003; Statistisches Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 0: Titelblatt-Bilder Archiv des Bauvereins, 14.05.2007; Eigene Aufnahme, 18.05.2007

Abbildung 1: Geschäftsgebäude des Bauvereins (Georg-Wilhelm-Straße) Eigene Aufnahme, 22.04.2007

Abbildung 2: Schwarzplan des Viertels aus dem Archiv des Bauvereins Harms; Schubert, Kunze 1994, S.

Abbildung 3: Rücklauf der Fragebögen von den Mitgliedern des Bauvereins bei der A&K-Studie von 2006 A&K 2006,

Abbildung 4: Skizze von Raumbeobachtung (siehe Anhang) Eigene Zeichnung

Abbildung 5: Nissenhütten – Wohnungsnot nach dem Zweiten Weltkrieg in Hamburg Bildarchiv Hamburg 2007

Abbildung 6: Ausweisung des Neubaugebietes auf der „Buschweide“ Archiv des Bauvereins, 14.05.2007

Abbildung 7: Errichtung des Rüdemannweg-Viertels in chronologischer Abfolge (1950 bis 1959) Eigene Erstellung, Kartengrundlage der Reiherstieg eG

Abbildung 8: Wohngebäude am Groß Sand in den 50ern Archiv des Bauvereins, 14.05.2007

Abbildung 9: Errichtung der Siedlung in den 50ern Archiv des Bauvereins, 14.05.2007

Abbildung 10: Wohnungsgrundrisse in den 50er Jahren (Rüdemannweg 23, 25) Reiherstieg eG 1978,

Abbildung 11: Wohngebäude in den 50er Jahren Archiv des Bauvereins, 14.05.2007

Abbildung 12: Schwarzplan aus den 70er Jahren Harms; Schubert; Kunze 1994, S.

Abbildung 13: Siedlung in den 50er/60er Jahren Archiv des Bauvereins, 14.05.2007

Abbildung 14: Innenhof der 1951 errichteten Wohnblöcke VE1010 Archiv des Bauvereins, 14.05.2007

Abbildung 15: Spielplatz der Siedlung um 1955 (beim Rüdemannweg 8) Archiv des Bauvereins, 14.05.2007

Abbildung 16: Das Rüdemannweg-Viertel in den 50er Jahren Archiv des Bauvereins, 14.05.2007

Abbildung 17: Ein um 1950 errichtetes Wohngebäude (Rüdemannweg 23, 25) Archiv des Bauvereins, 14.05.2007

Abbildung 18: Wohnungsgrundrisse im Alt-Neu-Vergleich im Rüdemannweg 2c, 2b Reiherstieg eG 1978, S.14-15

Abbildung 19: Modernisiertes Badezimmer in den 70er Jahren Archiv des Bauvereins, 14.05.2007

Abbildung 20: Schutthaufen vor einem Wohngebäude im Jahr 1977 (Rüdemannweg 26a, 26b / VE 1009) Archiv des Bauvereins, 14.05.2007

Abbildung 21: Wohngebäude während der ersten Sanierung Archiv des Bauvereins, 14.05.2007

Abbildung 22: Modernisiertes Gebäude im Jahr 1977 (Rüdemannweg 26a, 26b / VE 1009) Archiv des Bauvereins, 14.05.2007

Abbildung 23: Badezimmer nach der Modernisierung in den 70er Jahren Archiv des Bauvereins, 14.05.2007

Abbildung 24: Wohngebäude vor / nach den Sanierungsarbeiten Archiv des Bauvereins, 14.05.2007

Abbildung 25: Wohn- und Waschküche aus den 70er Jahren Archiv des Bauvereins, 14.05.2007

Abbildung 26: Neue Balkone von der zweiten Modernisierung Eigene Aufnahme, 22.04.2007

Abbildung 27: Das Viertel während der zweiten Modernisierung Archiv des Bauvereins, 14.05.2007

Abbildung 28: Neubauvorhaben (Ecke Groß Sand / Georg-Wilhelm-Straße) Eigene Aufnahme, 22.04.2007

Abbildung 29: Siedlung mit Neubauten ab 1990 – Derzeitige Wohngebäudestruktur Eigene Erstellung, auf Kartengrundlage der Reiherstieg eG

Abbildung 30: Maßnahmen bei der zweiten Sanierung Archiv des Bauvereins, 14.05.2007

Abbildung 31: Maßnahmen zur Wohnumfeldverbesserung Eigene Aufnahme, 22.04.2007

Abbildung 32: Wohngebäude an der Georg-Wilhelm-Straße Eigene Aufnahme, 14.05.2007

Abbildung 33: Luftansicht vom Rüdemannweg-Viertel und Nahversorgungsstrukturen im Umfeld Eigene Darstellungen, Bild-Quelle: …

Abbildung 34: Das Rüdemannweg-Viertel aus der Luftperspektive Bild-Quelle…

Abbildung 35: Bewertung der Wohnung durch die Bewohner A&K 2006,

Abbildung 36: Bewertung der Wohngebäude durch die Bewohner A&K 2006,

Abbildung 37: Außenaufsicht auf eines der Wohngebäude Eigene Aufnahme, 18.05.2007

Abbildung 38: Bewertung des Wohnumfeldes durch die Bewohner A&K 2006,

Abbildung 39: Anwohner im gestalteten Innenhof des Viertels Eigene Aufnahme, 18.05.2007

Abbildung 40: Eine ältere Bewohnerin auf einer Bank im Innenhof des Viertels Eigene Aufnahme, 18.05.2007

Abbildung 41: Ein Kind auf einem Roller auf dem Gehweg nahe des Viertels Eigene Aufnahme, 18.05.2007

Abbildung 42: Private Freiräume – Terrassen und Balkone Eigene Aufnahme, 18.05.2007

Abbildung 43: Bewertung der Nachbarschaftsbeziehungen in den Wohnsiedlungen des Bauvereins durch die Mitglieder A&K 2006,

Abbildung 44: Eine junge Frau geht durch das Viertel Eigene Aufnahme, 18.05.2007

Abbildung 45: Ältere Bewohner der Siedlung im Gespräch Eigene Aufnahme, 18.05.2007

Abbildung 46: Bewertung der Wohnsituation insgesamt durch die Bewohner A&K 2006,

Abbildung 47: Einkaufsmöglichkeit „Lidl“ nahe des Viertels am Adolf-Menge-Platz Eigene Aufnahme, 22.04.2007

1. Einleitung: Zielstellung und Aufbau der Arbeit

Thema dieser Arbeit ist die Wohnsiedlung „Rüdemannweg-Viertel“ in Hamburg-Wilhelmsburg. Die Wohnsiedlung wurde in den 1950er Jahren aufgrund der akuten Wohnungsnot von der Wohnungsgenossenschaft „Bauverein Reiherstieg eG“ errichtet. Der Bauverein verwaltet heute noch die Siedlung. Das Rüdemannweg-Viertel hat sich innerhalb von über 50 Jahren vielfach verändert. Einhergehend mit dem Wandel der Bewohnerbedürfnisse, gab es in der Vergangenheit immer wieder Anlass das Viertel umzugestalten, mit dem Ziel Wohnungen und Wohnumfeld an die Ansprüche der Bewohner anzupassen.

In dieser Arbeit soll herausgefunden werden, ob die Umsetzung der baulichen Maßnahmen im Entwicklungsverlauf der Siedlung den Bewohnern entgegenkam und zu einer erhöhten Wohnzufriedenheit geführt hat. Die Arbeit basiert auf folgender Fragestellung: Ist durch die baulichen Maßnahmen den Wohnwünschen und –bedürfnissen der Bewohner bedarfsadäquat gehandelt worden und hat dies zum Ziel – der Schaffung einer höheren Wohnzufriedenheit – geführt?

Betrachtet werden dabei unterschiedliche Entwicklungsphasen der Wohnsiedlung. Es beginnt mit dem Bau der Siedlung 1950, worauf 1975-78 die erste Modernisierung folgte und neben vereinzelten Neubaumaßnahmen die zweite Modernisierung ab 1999. Die Schilderung der Maßnahmen und der Wohnsituation der Bewohner in diesen Phasen erfolgt im Rahmen einer Vergangenheitsbetrachtung. Thematisiert werden dazu die Veränderungen der Bewohnerbedürfnisse im Laufe der Zeit und somit auch die Auswirkungen auf die Ansprüche an das Wohnviertel selbst. Diese drei Phasen werden jeweils durch die Schilderung des Handlungsanlasses und der daraufhin folgenden baulichen Maßnahmen begonnen. Im Anschluss daran, folgt jeweils eine Bewertung der Maßnahmen und der Wohnsituation der Bewohner. Da diese Arbeit sich auch stark auf Ereignisse in der Vergangenheit bezieht, wird die Evaluierung mit in die chronologische Gliederung einbezogen. Im Anschluss an die vergangenen Zeitphasen wird die aktuelle Wohnsituation des Rüdemannweg-Viertel dargestellt und analysiert. Es gilt herauszufinden inwieweit erfolgreich oder nicht erfolgreich mit entsprechenden Maßnahmen das Wohnungsangebot der Nachfrage angepasst wurde bzw. wird. Nach Betrachtung der Entwicklungsphasen und der Ausgangssituation werden Schlussfolgerungen hinsichtlich der Effektivität und Orientierung an den Wohnwünschen der Bewohner gezogen. Mit einer Revision der Vergangenheit und mit einem in die Zukunft gerichteten Blick werden die Handlungsempfehlungen gegeben.

Die Evaluierung basiert auf den Untersuchungsergebnissen aus recherchiertem Informations- und Datenmaterial, welches durch eine Archiv- und Literaturanalyse, Auswertung einer Wohnzufriedenheitsstudie, Durchführung von Experten- und Bewohnerinterviews sowie eigenen Beobachtungen in dem Viertel erhoben werden konnte.

Die Methoden werden nun im folgenden Kapitel näher erläutert.

2. Methoden bei der Untersuchung des Viertels

2.1 Kooperation mit dem Bauverein Reiherstieg eG

Bei der Untersuchung der Wohnsiedlung ist es eine besondere Herausforderung gewesen, Informationen über die Siedlung aus ihrer Entstehungszeit zu finden. Viel Informations- und Datenmaterial konnte nur mit Hilfe der sehr kooperativen Mitarbeiter des Bauvereins Reiherstieg eG durchgeführt werden. Neben der Bereitschaft Interviews zu geben, öffneten sie auch den Zugang zum Archiv der Wohnungsgenossenschaft und vermittelten Kontakte zu Bewohnern des Viertels. Der Bauverein spielt bei der Bewertung eine zentrale Rolle, da dieser Bauherr, Verwalter und Eigentümer der Wohnungen des Rüdemannweg-Viertels ist.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Geschäftsgebäude des Bauvereins (Georg-Wilhelm-Straße)

An dieser Stelle soll nun eine kurze Vorstellung des Bauvereins erfolgen: Der Bauverein Reiherstieg eG wurde bereits im Jahr 1901 von Hafenarbeitern und Handwerkern gegründet, um den damaligen sozialen Elend und der Wohnungsknappheit durch auf Selbsthilfebasis erschaffenen Wohnraum Abhilfe zu verschaffen. Seit 1976 verfolgt der Bauverein eine andere wohnungspolitische Zielsetzung, abweichend von dem ursprünglichen Motto, „gute und billige“[1] Wohnungen für Wilhelmsburger Arbeiter zu erstellen, da sich der Verein nun auch an Groß-Wohnsiedlungen über seine regionalen Grenzen hinaus, z.B. in Kirchdorf-Süd oder Neuwiedenthal, beteiligt.[2] Als Hauptgrund für die Umorientierung nennt die Baugenossenschaft das zunehmend knapper und teurer werdende Bauland im engeren Stadtgebiet von Wilhelmsburg.[3] Seit dem Wegfall des Wohngemeinnützigkeitsgesetzes (WGG) im Jahr 1990 und der Überführung der gemeinnützigen Wohnungsunternehmen in die Steuerpflicht hat der Bauverein seinen Rechtsstatus gewechselt und agiert nun als „Vermietungsgenossenschaft“, um so von der Körperschaftssteuer gemäß des §5 Abs.1 Nr.10 (Körperschaftssteuergesetzes) befreit zu werden. Heute umfasst der Wohnungsbestand des Bauvereins 1.362 Wohneinheiten bzw. 32 Wohn- und Gewerbeobjekte in den Stadtteilen Wilhelmsburg, Neuwiedenthal, Hausbruch und Neu-Allermöhe.[4] Es gibt derzeit 1.550 Mitglieder in der Genossenschaft. Die Mitgliedschaft kann durch Erwerb von vier Genossenschaftsanteilen zu je 155 Euro erworben werden.[5] Wie auch bei anderen Wohnungsgenossenschaften ist die Mitgliederförderung das oberste Ziel der Geschäftspolitik.[6]

2.2 Dokumentenanalyse

Bei der Untersuchung des Rüdemannweg-Viertels nimmt die Dokumentenanalyse einen wichtigen Teil der Recherchearbeiten ein. Diese umschließt unter anderem Internetrecherche, bei der beispielsweise Daten aus demographischen Statistiken ermittelt werden. Des Weiteren werden auch in der Literatur nach Informationen, bezüglich der Geschichte in Wilhelmsburg, geforscht. Erwähnenswert dazu ist ein Buch von Hans Harms, Dirk Schubert; Ronald Kunze aus dem Jahr 1990, in dem die Autoren den Bauverein kritisch betrachten und bewerten. Von grundlegender Bedeutung für diese Arbeit sind vor allem Recherchen im Archiv des Bauvereins Reiherstieg eG, zu dem der Vorstand den Zugang gewährte. Dabei werden alte Bau- und Architektenpläne, Fotos, Geschäftsberichte und Informationsbroschüren des Bauvereins sowie lokale Zeitungsartikel und Zeitschriften ausgewertet. Es ist anzumerken, dass es sich besonders schwierig gestaltete, Schriftstücke aus der Zeit der Entstehung des Viertels in den 1950er Jahren und den darauf folgenden Jahrzehnten zu finden. Eine wichtige Informationsquelle für diese Arbeit ist dabei eine Broschüre aus dem Jahr 1978, geschrieben von der Geschäftsführung des Bauvereins, in der einige Hinweise bezüglich der ersten Sanierung und der damaligen Wohnverhältnisse der Bewohner enthalten sind.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Schwarzplan des Viertels aus dem Archiv des Bauvereins

Einige der Informationen werden in dieser Arbeit für die Schilderung der Ereignisse verwendet, wobei es vor allem darum geht, Informationen und Daten herauszufiltern, die für die Bewertung der Wohnsituation und der Zufriedenheit der Bewohner genutzt werden können. In den Schriftdokumenten gestaltet sich allerdings die Suche nach Aussagen über Probleme oder Mängel in dem Viertel als sehr schwierig, da viele Dokumente, z.B. Geschäftsberichte oder Informationsbroschüren von der Geschäftsführung des Bauvereins verfasst werden und dadurch teilweise subjektive Einschätzungen enthalten, die auf die Wahrung einer gewissen positiven Repräsentativität der Wohnungsgenossenschaft zielen. Oft sind es nur kleine Randbemerkungen, die darauf hinwiesen, dass doch nicht alles so optimal läuft, wie es auf den ersten Blick erscheint.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3: Rücklauf der Fragebögen von den Mitgliedern des Bauvereins bei der A&K-Studie von 2006

Eine sehr wichtige Datengrundlage für die Evaluierung der aktuellen Wohnsituation ist die Wohnzufriedenheitsanalyse. Diese wurde 2006 im Auftrag des Bauvereins Reiherstieg eG von „Analyse & Konzepte“ (A&K) – Beratungsgesellschaft für Wohnen, Immobilien und Tourismus mbH - durchgeführt. Ziel des Bauvereins war es dabei, genauere Kenntnisse über die Kundenstruktur und –wünsche ihrer Mitglieder zu erlangen.[7] Die Analyse umfasst Fragestellungen und Daten, die es ermöglichen, Aussagen über Wohnzufriedenheit, Wohnwünsche, Servicebedarf und soziodemographische Struktur der Nutzer zu treffen. Der Analyse liegt die Untersuchungsmethode der „Vollerhebung“ zugrunde, d.h. es wurden alle 1.350 Mitglieder des Bauvereins mit einem persönlichen Infobrief von der Reiherstieg eG und einem achtseitigen Fragebogen angeschrieben. Der Rücklauf betrug 356 Fragebögen (26%).[8] Aus dem Rüdemannweg-Viertel antworteten von den 772 angeschriebnen Bewohnern 216, was einem Anteil von 28% entspricht.[9] Die Zahl der beantworteten Fragebögen aus dem Rüdemannweg-Viertel liegt dabei sehr viel höher als aus den anderen fünf Vierteln des Bauvereins, in denen die Zahl der beantworteten Bögen zwischen 23 und 47 liegt. Da der weitaus größte Anteil der Genossenschaftsmitglieder im Rüdemannweg-Viertel wohnt (57%) nehmen die Antworten dieser Bewohner das größte Gewicht bei den Ergebnissen ein. Demnach beträgt der Anteil der beantworteten Fragebögen aus dem Rüdemannweg-Viertel an der Gesamtanzahl der Bögen rund 60%. Viele Ergebnisse der Befragungen gelten zwar für die gesamten sechs Wohnviertel des Bauvereins, doch sind in der Studie auch einige Resultate nach den jeweiligen Wohnvierteln unterteilt. In dieser Arbeit werden vor allem die Informationen verwendet, die sich gezielt auf das Rüdemannweg-Viertel beziehen. Die A&K-Analyse liefert für diese Arbeit aktuelle und teilweise sehr wichtige und vor allem repräsentative Informationen, für deren Beschaffung der zeitliche Rahmen dieser Hausarbeit nicht ausgereicht hat. Daher wird im Rahmen dieser Arbeit auf eine eigene quantitative Befragung verzichtet.

2.3 Qualitative Interviews

Eine wesentliche Grundlage für die Bewertung in dieser Arbeit sind Interviews mit Akteuren, die in dem Viertel eine Rolle spielen. Im Anhang der Hausarbeit befinden sich die Fragebögen und die ausformulierten Antworten der Personen.

Zum einen sind Interviews mit einigen Mitarbeitern des Bauvereins des Viertels durchgeführt worden. Die Sichtweise der Geschäftsführung der Genossenschaft wird durch ein Interview mit dem hauptamtlichen Vorstandsmitglied Thorsten Sz. vermittelt. Thorsten Sz. ist seit August 2000 im Vorstand des Bauvereins. Außerdem ist ein Gespräch mit dem Prokuristen Andreas B. geführt worden, der seit April 2004 in dieser Position beim Bauverein angestellt ist. Andreas B. nimmt unter anderem Aufgaben stellvertretend für die Geschäftsleitung wahr und ist außerdem für die Gebäudetechnik zuständig. Das Interview mit dem Hauswart Frank Sch. und seine Perspektive auf das Viertel ist für die Arbeit ebenfalls von Bedeutung. Der Hauswart arbeitet seit neun Jahren in Rüdemannweg-Viertel. In seinen Aufgabenbereich fallen beispielsweise die Ausführung von Reparaturarbeiten, Wohnungsabnahmen, Überwachung von Bauarbeiten/Handwerkern und Müllsammeln. Außerdem agiert er als zentrale Ansprechperson für die Bewohner, z.B. bei Klagen über die Wohnungen oder lärmende Nachbarn.[10] Vor allem in Bezug auf die zweite Modernisierung und die aktuellen Entwicklungen konnten die Mitarbeiter des Bauvereins Auskünfte erteilen sowie über einige vergangene Geschehnisse, die ihnen durch die früheren Geschäftsführungen und Mitarbeiter übermittelt wurden.

Zum anderen sind für die Beurteilung der Wohnsituation im Viertel die Aussagen der Bewohner selbst von hoher Bedeutung. Es wurden am 13.06.2007 zwei Interviews mit Anwohnern durchgeführt, die schon seit vielen Jahren in der Siedlung leben und somit über zeitlich weitreichende Erinnerungen verfügen. Zum einen handelte es sich um Herrn und Frau S.. Herr S., der schon sein ganzes Leben (74 Jahre) in den Wohnungen des Bauvereins Reiherstieg wohnt, erstand 1959 zusammen mit seiner Frau eine Wohnung im Rüdemannweg-Viertel. Das Ehepaar bekam zwei Kinder, von denen eine Tochter später ebenfalls in eine Wohnung des Viertels gezogen ist. Frau B. hingegen wohnt seit 1970 im Rüdemannweg-Viertel, hat mit ihrem Mann zwei Kinder, von denen ein Sohn ebenfalls im Viertel ansässig ist. In Bezug auf die vergangenen Entwicklungen in dem Viertel konnten aus diesen Interviews wertvolle Erkenntnisse gewonnen werden.

Durch die qualitativen Interviews, zum einen mit Repräsentanten des Wohnungsverwalters und zum anderen mit der Bewohnerschaft, konnte für die Arbeit eine größtmögliche Eindrucksvielfalt gewonnen werden.

2.4 Ortsbegehungen und Soziale Raumbeobachtung

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 4: Skizze von Raumbeobachtung (siehe Anhang)

Die Erkenntnisse über die aktuelle Wohnsituation konnten mittels Ortsbegehungen abgerundet werden. Eine Art der Begehung diente der reinen Bestandsaufnahme in dem Viertel. Dabei wurde die nähere Umgebung, z.B. Nahversorgung, als auch die Außenanlagen des Viertels betrachtet, z.B. vorhandene Nutzungsmöglichkeiten. Diese Ermittlungen dienen als Grundlage für die Analyse der Qualität des öffentlichen Raumes. Auch entscheidend für eine Analyse der Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum des Viertels ist die Methode der sozialen Raumbeobachtung. Diese ist an mehreren Tagen zu verschiedenen Zeiten durchgeführt worden. Die erste Ortsbegehung verbunden mit einer Raumbeobachtung wurde am 22.04.2007 von 15 bis 17 Uhr vorgenommen. Der Beobachtungstag war ein Sonntagnachmittag und es konnten zum Teil unterschiedliche Verhaltensweisen der Bewohner im Vergleich zu einem „normalen“ Wochentag ausgemacht werden. Die zweite soziale Raumbeobachtung wurde dann an einem Freitagvormittag, am 18.05.2007 durchgeführt. Es folgte am 13.06.2007 um die Mittagszeit eine weitere Beobachtung des Verhaltens der Anwohner. Besonders geachtet wurde zum einen auf die eigene Beobachtungsposition und zum anderen auf die Zusammensetzung der beobachteten Bewohner, welche sich in den Außenanlagen des Viertels aufhielten. Bei der Beobachtung wurde nicht nur das Verhalten oder die Bewegung der Menschen im Raum selbst studiert, sondern insbesondere auch inwieweit und zwischen welchen Bewohnerstrukturen soziale Kontakte eingegangen wurden.

2.5 Problematiken bei der Untersuchung

In dieser Hausarbeit ist es das Ziel, die Evaluierung in erster Linie aufgrund belastbarer Angaben aufzubauen. Allerdings haben sich des Öfteren auch einige Widersprüche oder Unstimmigkeiten bei den Aussagen der unterschiedlichen Informationsquellen ergeben, die eine Bewertung erschweren. Beispielsweise ist der Bauverein Reiherstieg eG als Wohnungsverwalter sehr darauf bedacht eine gewisse Repräsentativität zu wahren, was vor allem in öffentlich zugänglichen Dokumenten zum Ausdruck kommt. So werden Tatsachen aus Sicht des Bauvereins positiver dargestellt als aus der Sicht der Bewohner. Daher werden in der vorliegenden Arbeit sämtliche recherchierten Aussagen von Mitarbeitern des Bauvereins, Bewohnern des Viertels sowie Ergebnisse der A&K-Studie möglichst neutral betrachtet, in ihren Intentionszusammenhang gesetzt und relativiert, um so ein besseres Gesamtverständnis herbeizuführen. Manche widersprüchliche Berichte, z.B. zum Zustand von Wohnungen, werden jedoch auch explizit herausgestellt und als solche in die Bewertung einbezogen als Hinweis darauf, wie unterschiedlich doch Dinge aus verschiedenen Perspektiven wahrgenommen werden können.

Eine andere Problematik bei der Untersuchung der Wohnsituation des Viertels ergibt sich in Hinsicht auf eine wahrheitsgetreue Wiedergabe von Ereignissen in der Vergangenheit. Doch ist der Blick in die Vergangenheit und die damit verbundenen Veränderungen von Angebot und Nachfrage im Rüdemannweg-Viertel ein essentieller Teil dieser Arbeit. So ist es beispielsweise bei der Beurteilung der Wohnsituation, insbesondere in den 50er, 60er und 70er Jahren, aber auch später – im Gegensatz zu der heutigen Wohnsituation – nicht möglich diese durch eigene Beobachtungen zu überprüfen. Um dennoch eine Analyse auf belastbaren Untersuchungsergebnissen durchzuführen und daraus Folgerungen abzuleiten, werden aus möglichst vielen verschiedenen Quellen Aussagen recherchiert, diese so gut wie möglich nach eigenem Ermessen auf Stichhaltigkeit überprüft und in Bezug auf die jeweilige Situation bewertet.

In der Hausarbeit wird versucht die einzelnen Zeitabschnitte und Handlungsphasen im gleichen Umfang zu behandeln, wobei natürlich die gegenwärtige Situation als Ausgangslage in dem Viertel aufgrund von stärker belastbaren Untersuchungsergebnissen, einen zentralen Teil einnimmt, der allerdings auch Rückschlüsse auf Erfolge bzw. Nichterfolge von vergangenen Maßnahmen des Wohnungsverwalters zulässt.

3. Erste Handlungsphase: Errichtung in den 1950er Jahren

3.1 Handlungsanlass und Bau der Siedlung

Nach dem Zweiten Weltkrieg lag Hamburg zu großen Teilen in Trümmern. Unabhängig davon, ob das urbane Trümmerfeld zu den utopischen Visionen neuer Wohnstädte einlud oder zum Wiederaufbau des Bestehenden, standen insbesondere die Planer nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges vor dem schwerwiegenden Problem des Wohnungsmangels.[11] Viele Familien wohnten nach dem Krieg in sogenannten „Nissenhütten“, die nach einem englischen System prä-fabriziert und auf geräumten Trümmerflächen errichtet werden konnten.[12] Aufgrund der Wohnungsnot hausierten zu Beginn der 1950er Jahre immer noch etwa 12.000 Einwohner in Nissenhütten, auch nachdem der Bau bereits 1946 eingestellt wurde. Viele der teilzerstörten Wohnhäuser wurden unmittelbar nach Kriegsende bei knappsten Materialressourcen von den Bewohnern in Eigenregie und mit Improvisationstalent notdürftig wiederhergestellt.[13]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 5: Nissenhütten - Wohnungsnot nach dem Zweiten Weltkrieg in Hamburg

Auch Wilhelmsburg war von den Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges betroffen. So wurden während der Kriegsjahre insgesamt 746 Wohngebäude in Wilhelmsburg durch Bombenangriffe zerstört, davon 87 total und 117 schwer. Dies bedeutete einen Verlust von etwa 4.000 Wohnungen. Die Wohnungsnot in Wilhelmsburg war eines der dringlichsten sozialen Probleme jener Zeit.[14] Im Wiederaufbau fungierten in Hamburg und Wilhelmsburg vor allem die gemeinnützigen Wohnungsunternehmen bzw. Wohnungsgenossenschaften als maßgebliche Träger der Bautätigkeit.[15] Die große Aktivität der Wohnungsgenossenschaften war auf die im WGG von 1940 verankerte generelle Baupflicht zurückzuführen.[16] Die große Wohnungsnot veranlasste viele Menschen, den Wohnungsgenossenschaften beizutreten, in der Hoffnung gesicherten und preisgünstigen Wohnraum zu bekommen. Die Bautätigkeit beschränkte sich bis zu diesem Zeitpunkt vor allem auf den Ausbau der Dachgeschosse und weniger auf den Neubau von Wohngebäuden. Diese Übergangslösung konnte jedoch der Wohnungsnot nur wenig Abhilfe schaffen.[17] Erst die in den Aufbaujahren ab 1948 einsetzende öffentliche Förderung durch den Staat führte zu einer starken Belebung der Bautätigkeit, ebenso wie das Sorforthilfegesetz von 1949.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 6: Ausweisung des Neubaugebietes auf der „Buschweide“

Das Sorforthilfegesetz und die unmittelbare Wohnungsnot waren in erster Linie ausschlaggebend für die Errichtung der ersten Wohngebäude des Siedlungskomplexes Rüdemannweg-Viertel in Wilhelmsburg. Die damalige Geschäftsführung des Bauvereins plante gleich nach der Währungsreform von 1948 die dringend benötigten Wohnungen. Der Bauverein konnte im Süden von Wilhelmsburg auf der sogenannten „Buschweide“, zwischen Bonifatiusstraße und Groß-Sand, ein Grundstück von circa sechs Hektar Größe von zwei jüdischen Kaufleuten erwerben.[18] Der Bauverein beauftragte den Hamburger Architekten Jörg Neuman mit der Planung der Wohnsiedlung. Zwischen 1950 und 1959 entstanden auf diesem Gebiet insgesamt 571 Wohnungen. In dieser Zeitspanne, der dritten Bauphase der Bauvereins Reiherstieg eG, entstand das Fünffache an Wohnungen im Vergleich zu den vorherigen zwei Bauphasen des Bauvereins.[19] Die Wohnungen des Rüdemannweg-Viertels wurden in drei Phasen errichtet: zwischen 1950 und 1953 entstanden 299 Wohngebäude (Bauabschnitte I-IV), zwischen 1955 und 1956 entstanden 148 Wohnungen (Bauabschnitte V und VI) und im Jahr 1959 wurden 124 Wohnungen (Abschnitte VII und VIII) errichtet.[20] Den gesetzlich verbindlichen Rahmen für die Errichtung der Neubauten bildeten zunächst – wie schon erwähnt – das Sorforthilfegesetz, ab 1950 das Erste Wohnungsbaugesetz und ab 1956 entsprechend das Zweite Wohnungsbaugesetz. [21]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 7: Errichtung des Rüdemannweg-Viertels in chronologischer Abfolge (1950 bis 1959)

Abb. 7 ist in dieser Arbeit aus urheberrechtlichen Gründen nicht enthalten

Nach den Plänen von Jörg Neumann wurden drei- bis viergeschossige Zeilenbauten in regelmäßigen Abständen angeordnet. Der Architekt folgte beim Bau des Rüdemannweg-Viertels dem Leitbild der „gegliederten und aufgelockerten Stadt“ bzw. Wohnsiedlung, die typische Bauart der 1950er Jahre. So bekannten sich die maßgeblichen Stadtplaner Hamburgs in den 1950er Jahren ausdrücklich zu dem Gebot der durchgrünten Auflockerung und Gliederung.[22] In dem Begriff der „Auflockerung“ verdeutlicht war die Limitierung der Geschossflächenzahl. Im 50er Jahre Bau wurden die Wohngebäude in der typischen Zeilenbauweise errichtet, um somit den Anspruch nach optimaler Ausrichtung zur Sonne, nach Durchlüftung und Durchgrünung der Stadt einzulösen.[23] Jörg Neumann ordnete die Wohngebäude des Rüdemannweg-Viertels in Kombination mit großzügigen Grün- und Freiflächen an. Die Wohnhäuser orientierten sich nicht an den vorhandenen Straßenzügen, sondern wurden durch eine neu angelegte Stichstraße erschlossen, dem „Rüdemannweg“ (benannt nach einem Mitbegründer des Bauvereins).[24] Der traditionellen 50er-Jahre-Bauweise folgend, bestanden die Wohngebäude des Rüdemannweg-Viertels aus Platten- oder Pfahlgründungen, Kalksandstein-Mauerwerk, roten Vormauerziegeln, Stahlbetonsplit-Decken und Satteldach mit roter Pfanneneindeckung.[25] Die meisten dieser Wohnungen wiesen eine Wohnfläche von 24 m² mit einem Wohnzimmer zwischen 11 und 14 m² auf.[26]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 8: Wohngebäude am Groß Sand in den 50ern

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 9: Errichtung in den 50ern

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 10: Wohnungsgrundrisse in den 50er Jahren (Rüdemannweg 23 und 25)

Die Bewohnerin Frau S. erzählt, dass sich in diesen Jahren noch das Bad im Keller befand und somit, wenn schon mal einer zum Baden anheizte, die Bewohner des ganzen Wohnblocks zum Baden kamen (so mussten sie nicht selber langwierig anheizen).[27]

Die Ausstattung der Wohnungen ist in der folgenden Tabelle veranschaulicht.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 1 : Ausstattung der Wohnungen im Rüdemannweg-Viertel (Bauabschnitte I-VI)

3.2 Bewertung von Maßnahmen und Wohnsituation

Für die Beurteilung der Wohnzufriedenheit nach dem Bau der Siedlung ist auch die Lage des Viertels im Stadtteil mit einzubeziehen. Das Ehepaar S. erzählt, dass der Bauverein in den 1950er Jahren die gute Lage des Viertels sehr anpries aufgrund der Nähe zu der geplanten Haupteinkaufsstraße entlang der Georg-Wilhelm-Straße. Die kleinen Nahversorgungsläden in diesem Bereich, wie Fleischer, Bäcker und Blumengeschäft, empfanden die Bewohner als sehr angenehm. Die S.s bewerten in diesem Zusammenhang auch die zwei Gemischtwaren-„Tante-Emma-Läden“ in dem Viertel aufgrund der unmittelbaren Nähe zur Wohnung sehr positiv.[28] Eine Beurteilung der baulichen Maßnahmen in jener Zeit ist in Anbetracht der außergewöhnlichen Umstände in der Nachkriegszeit nur bedingt möglich.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 11: Wohngebäude in den 50er Jahren

So muss beispielsweise in die Betrachtungen mit einbezogen werden, dass die Errichtung der Siedlung nicht nur aus freien Stücken erfolgt ist, sondern teilweise auf gewisse „gesetzliche Zwänge“ zurückzuführen ist; zunächst im Rahmen des Soforthilfe-Gesetzes und danach auf der Grundlage des Ersten und Zweiten Wohnungsbaugesetzes. Es ist dazu positiv anzumerken, dass die Reaktion des Bauvereins hinsichtlich der hohen Handlungsnotwendigkeit recht zügig erfolgt ist. So ist die Umsetzung des obersten Ziels in jener Zeit - die Linderung der Wohnungsnot - als erfolgreich zu bewerten. Vorstandsmitglied Thorsten Sz. weist darauf hin, dass die moderaten Mieten den Menschen damals sehr entgegen gekommen sind.[29] Nach Aussagen der Geschäftsführung des Bauvereins von 1978, seien die Wohnungen in der Siedlung „sehr begehrt“ gewesen. [30] Die hohe Nachfrage ist hinsichtlich einer Beurteilung über das Empfinden der Bewohner zur baulichen Qualität angesichts der Rahmenbedingungen in der Nachkriegszeit schwierig zu bewerten. Der Autor Krieger schreibt diesbezüglich, dass das Erlebnis der brennenden, engen Stadt und die Wohnperspektiven der Keller- und Ruinenbewohner nach 1945 die urbanistischen Modelle der neuen, aufgelockerten Stadt als „strahlende“ Manifestationen einer besserer Zukunft erscheinen ließen.[31] So hätten die Mieter aufgrund der Not und der Tatsache „überhaupt ein Dach über dem Kopf zu haben“ jede beziehbare Wohnung als angemessen empfunden.[32] Dies kann von dem im Rüdemannweg-Viertel lebenden Ehepaar S. bestätigt werden. Im Jahr 1959 beim Einzug in ihre neue Wohnung waren sie sehr froh, überhaupt eine Wohnung ergattert zu haben, da es lange Wartelisten für Mitglieder des Vereins gab. Nach ihren Aussagen sei damals die bauliche Qualität der Wohnungen zweitrangig gewesen und somit hat sie die, nach heutigen Verhältnissen, geringe Wohnungsgröße von 44 m² oder die übliche einfache Ausstattung (z.B. Kohleofen-Heizung, fehlende Einrichtungen wie Dusche oder Badewanne) weniger gestört.[33] Es gibt auch Hinweise, dass man sich bei der Planung der Siedlung trotz der widrigen Umstände bemüht hat, dem Viertel einen gewissen Grad an Wohnqualität zu geben. So hat der Architekt bei der Planung der Siedlung auf eine bewusste Anordnung der Gebäudezeilen geachtet.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 12: Schwarzplan aus den 70en Jahren

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Abbildung 13: Siedlung in den 50er/60er Jahren

Beispielsweise die Ausrichtung der 1951 errichteten Gebäudeeinheiten VE 1010 (siehe Abbildung 14), weisen auf die Absicht hin, ein zusammenhängendes Wohnviertel zu schaffen und diesem dadurch eine Identität zu geben. Die Kritik, die oft zur gegliederten und gelockerten Bauweise der 1950er-Jahre-Wohnsiedlungen in der Literatur aufgeworfen wird, hinsichtlich einer „diffusen Bauweise“, dem „Verlust an räumlichem Zusammenhang“ und „Monotonie“, erscheint daher beim Rüdemannweg-Viertel nicht angebracht.[34] Weitere Hinweise auf eine bewusste, an den Bewohnerbedürfnissen orientierte Planung sind außerdem die Umgehung des Durchgangsverkehrs durch den Bau einer eigenen Stichstraße sowie auch die Anlage von einigen Spielplätzen in dem Viertel. Diese Maßnahmen verdeutlichen die Absicht, den Wohlfühlcharakter im Viertel zu erhöhen. So ist nach Aussagen von Hauswart Frank Sch. der Bau von Spielplätzen im Zuge der Wohnungsnot „sehr ungewöhnlich“ gewesen. Schließlich gab es in den 1950er Jahren auch noch keine diesbezüglichen Auflagen, die dies notwendig machten.[35] Hinweise darauf, dass die Siedlung den Bewohnern nicht nur wegen ihrer Wohnungsnot sehr entgegenkam, sind in dem Infoblatt des Bauvereins von 1978 enthalten, worin steht, dass die Bewohner die Siedlung aufgrund der „aufgelockerten Bauweise“ und die „ansprechende gärtnerische Gestaltung“ als positiv empfanden.[36] Zum Wohlfühlcharakter des Viertels in den 1950er und 1960er Jahren trug zudem ein dichtes Netz von sozialen Kontakten und Interaktionen innerhalb der Bewohnerschaft bei. So hätten damals, laut Frau S., enge nachbarschaftliche Beziehungen bestanden, da viele Mieter zusammen in der Wollkämmerei oder einer der Werften in der näheren Umgebung des Wohnortes arbeiteten.[37] Die Kinder seien zusammen aufgewachsen, wodurch sich bei einigen jahrzehntelange Freundschaften entwickelt haben. Das Rüdemannweg-Viertel der 1950/60er Jahre war offensichtlich ein räumlicher Konzentrationspunkt des gesamten sozialen Lebens der Mieter.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 14: Innenhof der 1951 errichteten Wohnblöcke VE 1010

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 15: Spielplatz der Siedlung um 1955 (beim Rüdemannweg 8)

Zusammenfassend ist festzustellen, dass das Ziel beim Bau des Rüdemannweg-Viertels in den 1950er Jahren - möglichst viele Wohnungen zu geringen Preisen in einer möglichst kurzen Zeit zu errichten - erfüllt worden ist.

In Anbetracht der Umstände in der Nachkriegszeit kann die Reaktion des Bauvereins mit dem Bau des Rüdemannweg-Viertels als bedarfsgerecht gewertet werden, da die Menschen Wohnraum brauchten und die bauliche Qualität zu jenem Zeitpunkt in angemessener Weise gegeben war.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 16: Das Rüdemannweg-Viertel in den 50er Jahren

Es muss die Reaktion der Menschen auf die Wohnungen und das Wohnumfeld in Relation zu der damaligen Situation gesetzt werden. Es ist anzumerken, dass dadurch, dass eine große Wohnungsnot herrschte und die Menschen froh waren überhaupt eine Wohnung zu bekommen, die Wahrscheinlichkeit groß wurden.

4. Zweite Handlungsphase: Erste Modernisierung (1975 bis 1978)

4.1 Handlungsanlass und Modernisierungsmaßnahmen

Die Wohnzufriedenheit in den nachfolgenden Jahren ließ mit der Zeit bei vielen Bewohnern nach. „Die Nachfrage nach diesen Wohnungen […] verlangsamte sich aber besorgniserregend als nicht allein eine Wohnung verlangt wurde, sondern im steigenden Maße Ansprüche an Ausstattung und Raumaufteilung gestellt wurden.“[38] Beispielsweise gab es nach Aussagen von Thorsten Sz. vor allem Bedarf nach „familiengerechteren Wohnungen“.[39] In jener Zeit gab es in Hamburg in den 1960er Jahren einen enormen Geburtenanstieg, der „Baby-Boom“, der mit dem wirtschaftlichen Aufschwung der Nachkriegszeit zusammenhing. So stieg zwischen 1950 und 1965 die Anzahl der Einwohner Hamburgs von 1,62 Millionen auf 1,86 Millionen.[40] Die wachsende Diskrepanz zwischen Angebot und Nachfrage von Wohnraum erreichte im Rüdemannweg-Viertel zu Beginn der 1970er Jahre ihren Höhepunkt, was sich in hoher Wohnunzufriedenheit der Bewohner niederschlug. Vor allem die zuerst errichteten Wohnungen des Viertels (Bauabschnitte I-IV) wiesen völlig unzulängliche Grundrissmaße und eine nun mangelhafte Ausstattung auf.[41] Beispielsweise wohnte das Ehepaar S. in einer Wohnung von 44 m² mit lediglich zwei Zimmern und dies zusammen mit zwei Töchtern. Nach Zustimmung des Bauvereins ließen sie selbst Sanierungsmaßnahmen durchführen. Diese beinhalteten unter anderem die Vergrößerung ihres Wohnraums auf 88 m² durch die Zusammenlegung von zwei Wohnungen, was durch den Auszug einer Nachbarin auf derselben Etage möglich war. Zudem ließen die Sadowksis die Heizungs- und Sanitäranlagen auswechseln bzw. einbauen. Auch andere Bewohner ließen, wie die S.s auf eigene Kosten Sanierungen in ihren Wohnungen durchführen.[42] Für andere Bewohner waren die Missstände so erheblich, dass sie das Rüdemannweg-Viertel verließen, was sich in Mieterfluktuation und schwindenden Mitgliederzahlen beim Bauverein bemerkbar machte.[43] Aufgrund der steigenden Mietverluste kam der Bauverein Reiherstieg eG 1973/74 schließlich zu dem Entschluss, das Viertel zu sanieren.[44] Nur eine „grundlegende Modernisierung [konnte] ein Abgleiten dieses Wohngebietes in Slumverhältnisse“ verhindern.[45]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 17: Ein um 1950 errichtetes Wohngebäude (Rüdemannweg 23, 25)

Zunächst führte der Bauverein eine Bestandsaufnahme für das Jahr 1974 durch und beschloss ein Jahr später alle Wohnungen des Viertels zu sanieren, auch diejenigen, die zuvor von den Bewohnern selbständig modernisiert worden waren. Der Architekt Jörg Neumann wurde auch diesmal mit der technischen Planung und Bauleitung beauftragt.[46] Für die Bauabschnitte I-IV wurde eine Vollsanierung und für der Bauabschnitte V-VIII eine Teilsanierung festgelegt.

Die durchzuführenden Maßnahmen bei der Vollmodernisierung waren Wohnungszusammenlegungen, Grundrissveränderungen, der Neueinbau von Bädern, Fenster mit Isolierglas, Einbauküchen, Elektro-Installationen mit Steigleitungen, Einbau von Nachtstromspeicherheizungen, Installation von Gemeinschaftsantennen, die vollständige Erneuerung der Sanitärinstallationen und neue Fußbodenbeläge.[47] Wie zu erkennen in der Abbildung, wurde die Küche zugunsten eines größeren Badezimmers verkleinert. Des Weiteren wurde bei der Wohnungszusammenlegung die vorhandene Wohnfläche durch Abbruch und Neuerstellung von Wänden, auch Wohnungstrennwände, neu geordnet, so dass große Zimmer und insgesamt auch größere Wohnungen entstehen konnten. Dies bedingte eine Reduzierung der Wohnungsanzahl. Es wurden 74 Wohneinheiten aufgelöst.[48] Die 299 alten Wohneinheiten mit je durchschnittlich 39,20 m² Wohnfläche wurden somit in 225 neue Wohneinheiten mit 52,09 m² durchschnittlicher Wohnfläche umgebaut.[49] Der Bauverein plante, für diejenigen Bewohner, deren Wohnungen nach der Sanierung nicht mehr vorhanden waren, Ersatzwohnungen in anderen Wohngebieten der Genossenschaft bereitzustellen. Die Vollsanierung wurde nach einer Art „Rotationsprinzip“ durchgeführt. Demnach wurden nach der Fertigstellung eines Wohnblocks, die modernisierten Wohnungen den Nutzern des als nächsten zu räumenden Blocks angeboten.[50]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 18: Wohngrundrisse im Alt - Neu –Vergleich im Rüdemannweg 2c, 2b

Während der Durchführung der Maßnahmen sollten den Bewohnern temporäre Wohnungen bereitgestellt werden. Allerdings gab es während der Sanierung trotz der Versprechungen des Bauvereins nicht genügend Wohnungen für diejenigen Betroffenen, deren Wohnungen durch die Grundrisszusammenlegung wegfielen. Daher standen einige Bewohner ohne Wohnung da und mussten das Viertel und die Genossenschaft verlassen.[51]

Bei den Maßnahmen bezüglich der Teilsanierungen, die 1977 durchgeführt wurden, handelte es sich um den Einbau von Fenstern mit Isolierglas, der Verstärkung der E-Steigleitungen,

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 19: Modernisiertes Badezimmer in den 70er Jahren

dem Einbau von Nachtstromspeicherheizungen sowie teilweise einer Baderneuerung.[52] Bei der Durchführung der Teilmodernisierung blieben die Bewohner in den Wohnungen. Insgesamt dauerte die Durchführung der Sanierungsmaßnahmen zweieinhalb Jahre. Während dieser Zeit verringerten sich die Mitgliederzahlen des Bauvereins, was zu erheblichen Mietausfällen beim Bauverein führte. Nach Angaben des Bauvereins waren nach Abschluss der Arbeiten, Mietausfälle von über 250.000 DM zu verzeichnen.[53] Die Kosten der Sanierung schlugen sich nach der Fertigstellung in erhöhten Mietpreisen nieder. So wurde bei den vollsanierten Wohnungen die Miete um 1,00 DM/m² im Monat angehoben und bei den teilsanierten Wohnungen um 0,70 DM/m² im Monat.[54]

4.2 Bewertung von Maßnahmen und Wohnsituation

Bei der ersten Sanierung ist eindeutig festzustellen, dass die Reaktion des Bauvereins auf die veränderten Wohnbedürfnisse der Nutzer des nach insgesamt 20 Jahren etwas spät kam. So geht auch aus den Berichten des Bauvereins hervor, dass dieser erst entschied zu modernisieren, als schon „Slumverhältnisse“ in dem Viertel herrschten. Außerdem hatte sich schon in den 1960er Jahren die Unzufriedenheit unter den Bewohnern bemerkbar gemacht. Die Sanierung kam vor allem für diejenigen Bewohner zu spät, die selbst viel Zeit und Geld in die Aufwertung ihrer Wohnungen investiert hatten, wie die S.s. Negativ zu bewerten ist nicht nur, dass der Bauverein (zu) spät reagierte, sondern auch, dass dieser ungeachtet der eigenverantwortlich durchgeführten Maßnahmen deren Wohnungen trotzdem modernisieren wollte. So erzählen die S.s, dass der Bauverein die Familie aufforderte, die Wohnung zu verlassen und dies, obgleich die Sanierungsziele des Bauvereins weitestgehend den eigenen Maßnahmen entsprachen. Der Unwillen einiger Bewohner, ihre Wohnungen der Sanierung preiszugeben, kann auch anhand eines Hinweises aus dem Infoblatt des Bauvereins von 1978 bestätigt werden. So heißt es, dass die Umsiedlung der Bewohner in „[…] Wirklichkeit viel Einsatz und Überzeugungskraft verlangt und von der Genossenschaft das Äußerste gefordert [hat]“.[55]

[...]


[1] Reiherstieg eG 2001, S.6

[2] Reiherstieg eG 2001, S.21

[3] Reiherstieg eG 2001, S.21

[4] Reiherstieg eG 2005, Geschäftsbericht 2004, S.1

[5] Reiherstieg eG 2007, „… mit uns in die Zukunft“

[6] Reiherstieg eG 2007, „… mit uns in die Zukunft“

[7] A&K 2006, S.1

[8] A&K 2006, S.2

[9] A&K 2006, S.2

[10] Sch., Interview 05.07.2007

[11] Krieger 1995, S.171

[12] Krieger 1995, S.173

[13] Krieger 1995, S.174

[14] Harms; Kunze; Schubert 1994, S.41

[15] Harms; Kunze; Schubert 1994, S.41

[16] König 2004, S.34

[17] Reiherstieg eG 2001, Geschäftsbericht 2000/01, S.17

[18] Marotzky 2007, S.25

[19] Harms; Kunze; Schubert 1994, S.43

[20] Reiherstieg eG 2001, S.10

[21] Harms; Kunze; Schubert 1994, S.43

[22] Krieger 1995, S.110

[23] Krieger 1995, S.110

[24] Reiherstieg eG 1978, S.2

[25] Reiherstieg eG 1978, S.3

[26] Reiherstieg eG 1978, S.3

[27] S., Interview 13.06.2007

[28] S., Interview 13.06.2007

[29] Sz., Interview 14.05.2007

[30] Reiherstieg eG 1978, S.2

[31] Krieger 1995, S.172

[32] Krieger 1995, S.102

[33] S., Interview 13.06.2007

[34] Krieger 1995, S.172

[35] Sch., Interview 19.07.2007

[36] Reiherstieg eG 1978, S.2

[37] S., Interview 13.06.2007

[38] Reiherstieg eG 1978, S.2

[39] Sz., Interview 14.05.2007

[40] Statistik Magazin Hamburg 2003, S.11

[41] Reiherstieg eG 1978, S.3

[42] S., Interview 13.06.2007

[43] Sz., Interview 14.05.2007

[44] Reiherstieg eG 1978, S.2

[45] Reiherstieg eG 1978, S.2

[46] Reiherstieg eG 1978, S.4

[47] Reiherstieg eG 1978, S.3

[48] Reiherstieg eG 1978, S.3

[49] Reiherstieg eG 1978, S.4

[50] Harms; Kunze; Schubert 1994, S.48

[51] Harms; Kunze; Schubert 1994, S.48

[52] Reiherstieg eG 1978, S.4

[53] Reiherstieg eG 1978, S.7

[54] Reiherstieg eG 1978, S.8

[55] Reiherstieg eG 1978, S.7

Ende der Leseprobe aus 66 Seiten

Details

Titel
Wohnraumanalyse einer 50er Jahre Siedlung
Untertitel
Haben die baulichen Maßnahmen zur Wohnzufriedenheit zum Ziel geführt?
Hochschule
Technische Universität Hamburg-Harburg  (Stadtplanung)
Veranstaltung
Evaluation und Re-Vision von Stadtentwicklungsprojekten
Note
1,7
Autor
Jahr
2007
Seiten
66
Katalognummer
V127082
ISBN (eBook)
9783668804869
Sprache
Deutsch
Schlagworte
wohnraumanalyse, jahre, siedlung, haben, maßnahmen, wohnzufriedenheit, ziel
Arbeit zitieren
Dipl.Ing. Mareike Schuppe (Autor), 2007, Wohnraumanalyse einer 50er Jahre Siedlung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/127082

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